<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5569713313300934062</id><updated>2011-09-28T13:11:42.184-07:00</updated><title type='text'>The Plaza - Manhattan</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://the-plaza-manhattan.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5569713313300934062/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://the-plaza-manhattan.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Diamonds &amp;amp; Simple-kind</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_N_buhCBoxsA/S8o2Rec29jI/AAAAAAAAAAk/pyt1_ozaHXM/S220/fghdjska.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>35</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5569713313300934062.post-440522119686540495</id><published>2010-09-05T06:00:00.001-07:00</published><updated>2010-09-05T06:03:08.173-07:00</updated><title type='text'>CHAPTER 35</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;My Love&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;BPOV&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Ich blickte abwartend und gleichzeitig nervös in sein Gesicht. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Keine Ahnung, wie lange Malvin schon so dastand, ohne etwas zu sagen. Seine Augen waren leicht geweitet, die Lippen zu einer schmalen Linie zusammengepresst und die Hände an seinen Seiten zu Fäusten geballt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Mein Herz raste in meiner Brust, sprang beinahe heraus. Mein Kopf war wie leer gefegt. Er sagte nichts … einfach gar nichts. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Wahrscheinlich hatte er es noch nicht mal wirklich begriffen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Ich schluckte und zog die Unterlippe zwischen die Zähne, kaute immer wieder darauf herum und hatte das Gefühl, dass mein Herz mit jeder Sekunde die verstrich, schneller schlug. Wenn es weiter so rasen würde, würde ich wohl  einen Herzstillstand erleiden. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Der kalte Schweiß bildete sich in meinem Nacken und auf meiner Stirn und die Luft entwich mir bloß noch hechelnd. Bei dem Gedanken, dass ich auch das jetzt versaut hatte, dass ich den ersten Menschen, der mir soviel gab, auch noch verloren hatte, zog sich mein Magen zusammen. Es war, als würde mir jemand einen Strick fest um den ganzen Körper wickeln. Von meinem Hals, über meine Brust, meinen Bauch … als würde er alles in mir zerdrücken wollen. Mir jegliche Luft zum Atmen nehmen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Malvin hatte mir mal erzählt, dass ihn schon mal eine seiner Exfreundinnen betrogen hatte und dass er seitdem nichts als Hass für sie empfand. Hass … ein großes Wort,  das für jeden Menschen eine andere Bedeutung hatte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Würde er mich so hassen, wie ich Cullen gehasst hatte, oder so, wie man einen Menschen hasste, der einem auf die übelste Art und Weise weh tat? So, wie ich Charles gehasst hatte? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Du ...», flüsterte Malvin dann nach gefühlten Stunden und stieß laut die Luft aus. «Du hast WAS?» Seine Stimme klang leise und rau. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Ich beobachtete angespannt, wie seine Hände in sein Haar wanderten und er seine Finger darin verwob. Sein Atem entwich ihm mindestens genauso schnell, wie der meine es tat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Ich zwang mich, meinen Blick zu heben und sah ihn fest an. Jetzt war es raus. Und es gab kein Zurück mehr. Jetzt konnte ich auch vollkommen ehrlich sein und sollte das Ganze nicht irgendwie runter spielen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Ich habe dich betrogen», flüsterte ich erneut.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Du hast mich ...» Er zog eine Braue in die Höhe und schüttelte leicht den Kopf. «Du hast mich betrogen?»&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Ich fühlte wie mein Kopf kaum merklich nickte. Angst fuhr durch meine Adern, griff nach meinem Herz und zerquetschte es unnachgiebig. Es drehte und drückte so lange, bis es zu Staub zerfiel.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Malvin presste die Kiefer laut aufeinander und schlug sie zusammen, spannte sie an. Dann kam er auf mich zu und drängte sich energisch an mir vorbei. Sobald er in der Wohnung war, knallte er laut meine Türe zu.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Du hast dich von 'nem Anderen knallen lassen?!», zischte er und ich wich an die Wand zurück. SO kannte ich ihn nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Gott. Er machte mir Angst. Wirklich. Das Gefühl der Angst, das so schlagartig in mein Herz gestürmt war, wurde ersetzt von Panik. Er war so wütend, sauer, verletzt. Er würde doch nicht....? Ich wusste von früheren Erfahrungen und den kleinen Milchbubis meiner Mutter, dass Männer aus Wut manchmal unberechenbar waren. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Automatisch hob ich leicht den Arm und schützte mein Gesicht. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Ich ... Malvin ... es tut mir leid», murmelte ich und die Tränen schossen mir in meine vor Panik geweiteten Augen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Malvin schnaubte laut und verschränkte die Arme vor der Brust. «Ich weiß ja nicht, was du für Erfahrungen gemacht hast, Isabella, aber hör auf damit.» Ich blickte ihn so ruhig ich konnte an und Malvin schnaubte erneut laut auf. «Meinst du ich bin so skrupellos wie DU und mach was, das du nicht willst, huh?»&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Er griff nach meinem Arm. Ich denke, er wollte ihn mir von meinem Gesicht ziehen. Aber Himmel, ich wich zurück und fing zu zittern an. Gott, natürlich war ich die Schlampe. Das Arschloch. Der Verlierer. Aber.. nein... er sollte mich jetzt nicht anfassen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Bitte fass mich nicht an..», murmelte ich und von meiner ganzen Selbstsicherheit war nichts mehr zu spüren. Gar nichts mehr. «Ich dachte nie, dass du skrupellos bist...», fügte ich hinzu, als Malvin einen Schritt zurückgetreten war. Eine Millisekunde blitzte Verständnis in seinen Augen auf. Nur hatte diese Emotion sicherlich nichts damit zu tun, dass er Verständnis dafür hatte, dass ich ihn betrogen hatte, eher bezog sie sich wohl darauf, dass ich nicht angefasst werden wollte. Sein Körper bebte, zitterte vor Wut. Seine Nasenflügel waren aufgebläht und ich schluckte schwer, lehnte mich an die Wand und atmete ruhig ein und aus.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Es war nicht .. ich wollte nicht .. ich meine, ich wollte schon ... es war ..»&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Halt die Klappe», unterbrach er mich barsch. «Halt einfach nur die Klappe, ja?!»&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Er schloss die Augen und versuchte sich offenbar unter Kontrolle zu kriegen. Immer wieder hob und senkte seine muskulöse Brust sich unregelmäßig und die Hände waren so fest zu Fäusten geballt, dass die Äderchen an seinem Handrücken hervortraten&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Malvin fischte in seiner Kapuzenjacke nach seinen Kippen. Ohne mich anzuschauen, zündete er sich eine an. Er lehnte sich leicht mit dem Rücken gegen die Wand im Flur, nur um sich sofort wieder abzustoßen und vor mir auf und ab zu laufen. «Wer war es?», fragte er harsch nach.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Ich.. das tut doch nichts zur Sache!»&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Malvin musterte mich prüfend von oben bis unten, ließ seine Augen immer wieder über meine nervöse Gestalt wandern. Ich schluckte schwer. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Ich konnte ihm nicht sagen, dass es Cullen war ... er würde schlichtweg ausrasten ... vollkommen ausflippen ... DANN könnte ich mir sicher sein, dass es vorbei war. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Warst du betrunken?», wollte er monoton wissen und zog an seiner Kippe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Angetrunken», erwiderte ich ehrlich und Malvin fuhr damit fort, vor mir auf und ab zu tigern. Dann schnaubte er wieder.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«War es gut?» Ich blinzelte ein wenig perplex. DAS wollte er jetzt nicht ehrlich beantwortet haben, oder?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«War es gut?», wiederholte er mit mehr Nachdruck und drehte sich zu mir, um mich wütend anzufunkeln.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Uhmm .. es ... ja?», rückte ich leise heraus und er zog wieder hektisch an seiner Kippe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Wie oft? Wo?»&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Malvin... Es war einmal. Es ist einfach so passiert. Aus der Situation entstanden», erwiderte ich kleinlaut. Himmel. Gott. Ich war ein Arschloch.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Verfluchte Scheiße!», schrie er ungehalten und blickte mich voller Verachtung an. «Sag mir verdammt nochmal nicht, dass es 'einfach so' passiert ist.»&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Es war nicht geplant», erwiderte ich hastig. Himmel, das war es auch nie gewesen ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«War es gut? Hat es gut getan? Hast du es genossen, als er dich gefickt hat?» Er wurde immer wütender, sein Körper schien immer mehr zu beben. Der blanke Hass stand ihm ins Gesicht geschrieben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Ich zuckte bei seinem lauten Tonfall zusammen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Wie konntest du das tun? Kann die große Isabella Swan nicht einmal ihre Beine zusammen halten? Nicht ein verficktes Mal?» Malvin brüllte mich an und ich konnte nicht verhindern, dass die Tränen aus meinen Augen brachen und über meine Wangen strömten. Es war klar, dass es schlimm werden würde, aber nicht, dass es so sehr die Hölle wäre. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Malvin... bitte. Hör auf...», murmelte ich und er schnaubte verachtend. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Wer war es? Sag mir verdammte scheiße, wer es war», schrie er weiter. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«War es einer von den Typen im Club? Hast du es mit ihm auf der Toilette getrieben? Ist es DAS, was du willst? Hart irgendwo einfach gefickt und weitergeschickt zu werden?! Ist das, was ich dir gebe, verfluchte Scheiße nicht genug?!», brüllte er und ich wich weiter zurück.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Unaufhörlich strömten mir die Tränen aus den Augen. Das, was Malvin mir hier an den Kopf warf, war zwar sein gutes Recht - Himmel, er durfte ausflippen - aber er durfte mich nicht wie ein Stück Dreck behandeln.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Doch Malvin.. es ist genug», sagte ich sachlich und zog die Nase hoch, wischte mir fahrig die Tränen von den Wangen. «Es ist einfach passiert, okay? Einfach passiert. Ich hatte das doch nicht geplant. Es ist dein gutes Recht, wütnd zu sein, oder nicht mehr mit mir zu sprechen, Schluss zu machen ... Whatever. Aber verfluchte scheiße, hör auf damit, mich anzubrüllen!», schrie ich zurück und wir standen uns schwer atmend gegenüber. Ich griff an ihm vorbei, auf das kleine Kästchen im Flur, nach meinen Zigaretten. Wortlos schob ich ihm den Aschenbecher rüber damit er abaschen konnte. Na gut, Aschenbecher war übertrieben. Es war eine leere Schachtel, die wir jetzt benutzten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Wütend aschte er ab und verengte seine Augen zu schmalen Schlitzen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Sag DU mir nicht, was ich zu tun hab», meinte er dann eindringlich und drohend leise. «Du wolltest dich auf was Festes mit mir einlassen, du warst diejenige, die sagte, dass sie es versuchen will. Ich hatte so verflucht viel Geduld mit dir. Ich hab dich NIE unter Druck gesetzt und DAS ist alles, was du mir zurück gibst?» Er sah auf mich hinab, als wäre ich sein Todfeind. Und das war ich momentan wahrscheinlich auch. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Ich schluckte hart. «Malvin bitte .. es tut mir doch leid ...»&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«OH es tut dir leid», sagte er spöttisch und zog ein letztes Mal an seiner Zigarette, ehe er sie in der leeren Schachtel ausmachte und ich sie auf die Kommode schmiss. «Es tut dir leid, verstehe, also können wir ja jetzt da weitermachen, wo wir aufhörten.» Er schüttelte leicht den Kopf und schloss abermals die Augen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Sag nicht, dass es dir verdammt nochmal leid tut!» Die Worte verließen seine Lippen schneidend und kalt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Ich wollte das nicht. Also jetzt … in dem Moment wollte ich es schon. Ich hab nicht nachgedacht», murmelte ich. «Gott, denkst du es ist leicht für mich, dir das alles jetzt zu sagen?», fuhr ich ihn an. Meine Stimme bebte, die Zigarette zwischen meinen Fingern zitterte mit meiner Hand mit und mein Herz schlug so schnell und kräftig, dass ich das Gefühl hatte, es würde jeden Moment einfach stehen bleiben. Einfach aussetzen. Aufhören zu schlagen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Ich lehnte meinen Rücken gegen die Wand und glitt daran hinab, setzte mich auf den Boden und zog die Beine an. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Malvin, es tut mir leid. Ich weiß nicht was ich sagen soll, außer, dass ich dir niemals so sehr weh tun wollte. Das hast du nicht verdient.»&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Wenn du mir nicht wehtun wolltest, Isabella, dann hättest du das nicht gemacht», schnaubte er.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Ich habe in diesem Moment nicht nachgedacht. Ich war einfach gefangen-», fing ich an. Malvin unterbrach mich jäh und seine Stimme zitterte&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Du hast es genossen, oder? Du hast jede verfickte Berührung von diesem Arschloch genossen.»&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Malvin... bitte. Du quälst dich nur selbst. Und nenn ihn nicht Arschloch. Du kennst ihn nicht», entgegnete ich und da wurde mir bewusst, dass ich die Todsünde begannen hatte. Ich hatte den Kerl, mit dem ich meinen festen Freund betrogen hatte, gerade vor ihm in Schutz genommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Langsam sah ich zu ihm auf und keuchte bei dem Bild, das sich mir bot. Er sah aus, als würde er jeden Moment etwas kaputt schlagen ... was dann auch beinahe geschah. Er stützte seine Fäuste an die Wand und boxte mit voller Wucht dagegen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Du...» Er stockte. «Du bist so billig, weißt du das? So verdammt billig! Ich hätte es wissen müssen. Ich hätte verdammt nochmal wissen müssen, dass du dich nicht ändern wirst. Dass du dich weiter so billig hergibst. DU weißt doch gar nicht, wie man sich in einer Bindung zu verhalten hat. Gratulation Bella», er boxte wieder an die Wand und sah zu mir hinab, «Du hast es versaut. Du hast es nicht geschafft.»&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Ich sprang auf und griff nach seinem Arm, versuchte ihn zu mir umzudrehen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;«Malvin, ich möchte es schaffen. Ehrlich. Und.. sag nicht, dass ich billig bin. Dieser ganze Beziehungskack ist doch auch neu für mich», begann ich und holte tief Luft. «Ich bin also billig? Dann warst du keinen Deut besser, Malvin Simmens. Keinen Deut.» Während ich ihm das alles sagte, sah ich ihm fest in die Augen. Durch den Tränenschleier war er kaum zu erkennen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;"&gt;Malvin lachte spöttisch auf und entriss mir seinen Arm, sah mich mit einem Blick an der soviel sagte wie &lt;/span&gt;&lt;fass style="color: rgb(255, 204, 204); font-family: georgia;" mich="" ja="" nicht="" an=""&gt;&lt;br /&gt;Ich zuckte leicht zusammen, bei der Kälte in seinen Augen. Da war nichts Liebevolles, nichts Warmes mehr.&lt;br /&gt;«ICH hatte schon einige Beziehungen und das weißt du. Gut, ein Jahr hab ich mir eine Pause gegönnt und hatte ein paar One Night Stands aber SOWAS hab ich mir NIE geleistet, Isabella. Und diese beschissene Ausrede, von wegen, dass das alles neu für dich wäre, geht mir langsam auf die Eier, weißt du das? Das ist nämlich schon seit fast einem Jahr deine Ausrede dafür, dass du zu feige bist, dich endlich bei einem einzigen Mann fallen zu lassen.»&lt;br /&gt;«Ich möchte mich ja fallen lassen!», brüllte ich zurück. Gott. Irgendwie lief das alles aus dem Runder hier.&lt;br /&gt;«Ach komm, Bella», schnaubte er und stieß sich von der Wand ab. Seine Worte unterstrich er mit einer wegwerfenden Handbewegung.&lt;br /&gt;«Warum beenden wir diese verfickte Lüge nicht einfach? Das muss ich mir kein zweites Mal antun, wirklich nicht.»&lt;br /&gt;«Verstehst du nicht, dass ich nicht möchte, dass es eine Lüge ist und es dir eben deshalb gesagt habe? Ich hätte das nicht tun müssen, keiner hat es mitbekommen, keiner weiß was. Also. Ich habe es dir gesagt, weil ich nicht möchte, dass unsere Beziehung auf einer Lüge basiert», flüsterte ich plötzlich wieder total verletzt. Ich wusste, dass ich nicht ich das Recht dazu hatte, verletzt zu sein, aber seine Art und der Blickwinkel, aus dem er das alles sah, taten weh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Malvin betrachtete mich eine Weile einfach nur stumm und mein Herz raste weiter in meiner Brust.&lt;br /&gt;Dann schüttelte er leicht den Kopf. «Wer war es? Sag mir wer es war!»&lt;br /&gt;Er hatte es verdient ... und ich durfte nicht so egoistisch sein und ihm das vorenthalten, weil ich Angst hatte, er würde sich dann von mir trennen. Es sah sowieso so aus, als wäre das hier das Ende.&lt;br /&gt;Der Gedanke versetzte mir einen Stich.&lt;br /&gt;«Es .. es war ..» Die Worte wollten meine Lippen einfach nicht verlassen.&lt;br /&gt;«Wer verdammt nochmal?! Kenn ich ihn?!» Langsam drückte ich mit zittrigen Fingern meine Kippe in der kleinen Schachtel aus. Dann blickte ich stur gen Boden. Ich KONNTE es ihm nicht sagen. Gott ..&lt;br /&gt;«Ja du kennst ihn», flüsterte ich brüchig. «Malvin es war ..» Sag es Bella... Himmel Mädchen sei ehrlich!&lt;br /&gt;«Es war ... es war ER.» Plötzlich war es ganz ruhig, ich hörte nur, wie sein Atem immer schneller ging.&lt;br /&gt;Angespannt hob ich den Blick und sah direkt in sein wutverzerrtes Gesicht.&lt;br /&gt;«Cullen?», knurrte er und ich nickte einmal hart schluckend. Ich konnte förmlich sehen, wie seine Gesichtszüge in sich zusammen fielen.&lt;br /&gt;«Du schaffst es nicht! Du schaffst es nicht von diesem Pisser loszukommen, oder?!», brüllte er mich mit bebender Stimme an.&lt;br /&gt;«Doch ... doch ich hab jetzt mit ihm abgeschlossen! Bitte Malvin ... lass es mich dir erklären ...»&lt;br /&gt;«Ich will aber nichts erklärt bekommen», schrie er. «Die ganze Zeit hab ich es akzeptiert ; Dass du an ihn gedacht hast, die ganze Zeit, dass du ihm hinterher gehechelt hast, aber DAS geht zu weit. Ich hab es satt, ich hab es SO satt, diese Spiele. Ich hab genug von alldem. Und genug davon, dass du dauernd sagst, du hättest abgeschlossen. DU wirst NIE abschließen, Isabella», rief er aufgebracht und redete sich damit vollkommen in Rage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war sprachlos. Mein Mund öffnete sich … schloss sich. Ich hielt die Luft an und konnte nicht atmen. Ich hatte das Gefühl zu ersticken. Mein Kopf fiel an die Wand hinter mir und ich hatte das Gefühl, als würden sich meine Augen unnatürlich in meine Augenhöhlen drehen. Meine Ohren machten zu und ein kalter Schweißfilm war über meinen ganzen Körper gezogen.&lt;br /&gt;«Ich habe abgeschlossen...», flüsterte ich leise und meine Worte schnitten durch die Luft wie ein Schwert. «Ich... es ist vorbei...», wisperte ich und ließ mich an der Wand wieder zu Boden gleiten.&lt;br /&gt;«Ja das ist es», hörte ich Malvin wie durch einen Schleier sagen. «Das mit UNS jedenfalls ist vorbei.»&lt;br /&gt;«Malvin.. nein.. sag das nicht. Es KANN nicht vorbei sein.. bitte..», murmelte ich weiter und rieb mir über die Augen. Gott, ich saß hier und flehte einen Mann an, mich nicht zu verlassen. Cullens Worte kamen in meinen Kopf. `Versprich mir, dass du es versuchst, Isabella. Nicht ein bisschen. Sondern mit vollem Herzen und Leidenschaft....`&lt;br /&gt;«Ich hab einen Fehler gemacht, ich weiß, ich hätte dich nicht betrügen sollen. Es tut mir leid ... aber ich brauch dich. Geh jetzt nicht ...» Ich sah hinauf, in seine Augen und schluckte schwer. «Bitte.»&lt;br /&gt;Malvin sah mich einen Moment intensiv an, ehe er seine Hand an die Türklinke legte und leicht den Kopf schüttelte. «Das hättest du dir vorher überlegen sollen.»&lt;br /&gt;«Malvin.. geh nicht...», flehte ich weiter und rappelte mich hoch. «Bitte.. verlass mich jetzt nicht... ich brauche dich.»&lt;br /&gt;«Ich kann nicht», sagte er hart. «Komm endlich von deiner egoistischen Schiene runter. Du kannst nicht alles haben.»&lt;br /&gt;«Ich weiß, Malvin, aber ich will DICH. Nur dich, okay? Bitte ..», versuchte ich es erneut und sah ihn mit allem was ich hatte an. Mit allem, was ich ihm in diesem Moment bereit war, zu zeigen.&lt;br /&gt;«Warum hast du das dann gemacht? Wenn du mich so sehr brauchst, warum hast du es getan?!», wollte er eindringlich wissen und sah mir direkt in die Augen, durchbohrte mich mit seinem Blick. Die Worte, die folgte, sprudelten aus mir heraus, ohne dass ich einen Einfluss darauf hatte.&lt;br /&gt;«Weil ich ihn liebe.» Malvin zuckte heftig zusammen und meine Hand schoss zu meinem Mund, den ich verdeckte. Meine Augen weiteten sich, denn das war definitiv ZU viel Ehrlichkeit. Malvin schluckte hart und atmete bemüht ein und aus. Er wirkte, als würde er jeden Moment einfach zusammenklappen. Nicht zerbrechlich, aber einfach überfordert mit der Situation, so wie ich es war.&lt;br /&gt;Dann drehte er sich plötzlich wortlos herum und verließ mein Apartment. Einfach so. Ohne irgendwas zu sagen. Und ich stand da, wie gelähmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich blickte ihm nach und fragte mich nur eines : Wie lange, durfte - konnte -, sollte man ehrlich sein, bevor man einen Mensch komplett zerstörte?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem Malvin gegangen war, saß ich erst einmal im Flur. In einer leeren Wohnung. Irgendwie kam mir das alles wie tot vor. Wie ausgefressen und tot. Ein schwarzes Loch.&lt;br /&gt;Tränen strömten unaufhörlich über meine Wangen. Irgendwie, war es klar gewesen, dass das passierte. Dass Malvin gehen würde. Natürlich, es war eine menschliche Reaktion, wenn einem wehgetan wurde. Und das hatte ich. Ich hatte es in seinen Augen gesehen. Den Schmerz, der zeitweise der Wut übertrumpft wurde. Aber ich hatte es gesehen und es hätte mich an ihm zweifeln lassen, wenn es anders gewesen wäre.&lt;br /&gt;Mein Kopf wusste, dass Malvin gegangen war, aber in meiner zerstörten Gefühlswelt war die Nachricht noch nicht angekommen.&lt;br /&gt;Vielleicht wollte ich es aber auch nur nicht verstehen. Zwei Menschen innerhalb einer Woche zu verlieren war einfach zu viel. Ich weiß, ich hatte es nicht anders verdient, aber trotzdem tat es weh. Vor allem, da Malvin derjenige war, der mich immer stützte. Jetzt fühlte ich mich unglaublich einsam. Klar, auch meine Freunde würden mir zur Seite stehen, aber bei Malvin war es anders gewesen. Er hatte mich nicht nur getröstet, sondern mir den Schmerz genommen. Er war der Gipsverband, der meinen Bruch heilen ließ. Ohne seinen Halt, konnte er nicht wieder zusammenwachsen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;`Versprich mir, dass du kämpfen wirst, Isabella. So richtig kämpfen wirst...`, kam mir Cullen erneut in den Sinn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Himmel, ich wollte das ja. Ich wollte - nein ich MUSSTE- mit Malvin zusammen sein. Er war einfach mein Anker. Mein Fels. Ich konnte nicht ohne ihn. Ohne ihn hatte ich das Gefühl, ich würde keine Luft mehr bekommen. Er MUSSTE mir das irgendwie verzeihen. Wir mochten uns doch, wir waren doch ein Paar. Wir mussten das mit viel Arbeit und Geduld wieder hinkriegen.&lt;br /&gt;Vielleicht sollte ich ihm eine SMS schreiben, dass er mir wichtig war und der Einzige für mich?&lt;br /&gt;Das wäre aber gelogen... flüsterte Miss Unterbewusstsein und schniefte in ihr weißes Taschentuch.&lt;br /&gt;Vielleicht sollte ich mich aber auch einfach damit abfinden, dass ich es versaut hatte. Malvin hatte recht, ich war einfach nicht der Beziehungstyp. Ich KONNTE es nicht richtig machen. Ich KONNTE nicht bei einem Mann bleiben. Vielleicht lag das in meiner Natur …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... andererseits dachte ich auch einmal, dass es nicht in der Natur meiner Mutter liegen würde. Aber auch sie und Charles hatten es irgendwie geschafft.&lt;br /&gt;Träge rappelte ich mich hoch und lief in die Küche, holte mir einen Eistee aus dem Kühlschrank und ließ mich dann auf den Fliesen davor nieder. Mein Mund schloss sich um den Strohhalm, nachdem ich ihn rein gesteckt hatte und ich angelte blind mit meiner freien Hand auf der Anrichte nach den Kippen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sieh es ein, Mädel. Du hast es versaut.&lt;br /&gt;Wo fing es an? Wo hörte es auf? Vielleicht hätte ich einfach meine scheiß Klappe halten sollten. Mit meinem Gewissen würde ich irgendwann klar kommen, aber mit dem Gedanken, dass ich Malvin verloren hatte? Das könnte ich nicht. Das würde ich nicht schaffen. Nicht ohne Cullen. Mir war klar, das es super egoistisch war. Aber ich konnte nicht anders.&lt;br /&gt;Natürlich. Ich Arschloch saß hier und bemitleidete mich, statt, dass ich meinen verkorksten Arsch hoch brachte und um Malvin kämpfte. Bloß wie? Ich hatte noch nie um einen Menschen gekämpft. Noch nie.&lt;br /&gt;Also wie sollte ich das alles angehen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stellte den Eistee auf dem Boden ab und rappelte mich hoch. Dann legte ich die qualmende Zigarette im Aschenbecher neben der Mikrowelle ab.&lt;br /&gt;Cullen. Cullen würde mir helfen können.&lt;br /&gt;Andererseits hatte er mir vor ein paar Tagen auch nicht auf meine SMS geantwortet. Aber … aber er würde mich nicht hängen lassen, wenn ich ihn wirklich brauchte oder? So war er nicht … nicht mehr.&lt;br /&gt;Ich war ihm zu wichtig … Gott, ich dachte wirklich nur an mich. Gut, ich würde nicht anrufen, aber ihm zumindest eine Email schreiben.&lt;br /&gt;Entschlossen drückte ich die Zigarette ganz aus und ging in mein Zimmer, wo ich schleunigst den Laptop hochfahren ließ. Seine Emailadresse …&lt;br /&gt;In meinem Postausgang fand ich sie dann und tippte mit pochendem Herzen und brennenden Augen die kurze, schlichte Nachricht ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hab es versaut. Ich hab es so versaut …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und damit schickte ich sie auch schon ab. Es ging nicht anders. Ich weiß, es war beschissen von mir, aber ich brauchte ihn gerade so sehr.&lt;br /&gt;Brauchte seine aufmunternden Worte, wenn Malvin schon nicht mehr da war …&lt;br /&gt;Als ich meinen Bildschirm anstarrte und immer wieder auf &lt;inbox aktualisieren=""&gt; drückte, spürte ich ein heftiges Ziehen in meinem Bauch. Reflexartig bog ich meinen Oberkörper nach vorne und schlang mir die Arme darum.&lt;br /&gt;Oh nein. Bitte nicht jetzt.&lt;br /&gt;Frustriert, sauer und mit dem Hass darüber, eine Frau zu sein, stand ich auf und ging zügig ins Bad. So ein verfluchter Dreck.&lt;br /&gt;Ich seufzte als ich feststellte, dass ich soeben meine Tage bekommen hatte. So ein verfluchter MIST. Als wäre alles nicht beschissen genug.&lt;br /&gt;Schnell kramte ich ein OB aus meiner kleinen Schublade unter dem Waschbecken und dachte unterdessen darüber nach, was ich jetzt tun sollte.&lt;br /&gt;Es tat weh, Malvin verloren zu haben. Es tat weh, Cullen verloren zu haben und am meisten tat es weh zu wissen, dass ich Cullen liebte.&lt;br /&gt;Ich spülte ab und wusch mir ohne in den Spiegel zu sehen, die Hände. Als ich sie mir abtrocknete, hörte ich das laute Klingeln meines Handys und rannte überrascht aus dem Bad.&lt;br /&gt;Dem Ton nach zu urteilen, musste mein Telefon irgendwo in der Küche liegen, also spurtete ich dorthin und fand es auch gleich auf dem Esstisch.&lt;br /&gt;Schnell griff ich danach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unknown.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer rief mich mit unterdrückter Nummer an?&lt;br /&gt;Mein Herz raste bei dem Gedanken, dass es vielleicht Malvin war …&lt;br /&gt;Schnell nahm ich ab.&lt;br /&gt;«Hallo?» Meine Stimme klang brüchig, weswegen ich mich räusperte.&lt;br /&gt;«Isabella...», kam es gemurmelt vom anderen Ende der Leitung.&lt;br /&gt;Mein Herz setzte kurz aus, nur um dann in rasendem Tempo weiterzuschlagen. Leicht schloss ich die Augen und tastete blind nach dem Stuhl vor mir, um ihn zurückzuziehen. Meine Hände zitterten und mein Atem ging schneller.&lt;br /&gt;Langsam ließ ich mich darauf fallen und schluckte schwer.&lt;br /&gt;«Cul ... Cullen?», flüsterte ich.&lt;br /&gt;«Mh.. Ja. Was genau meinst du mit, `Du hast es versaut?», kam er sofort auf den Punkt.&lt;br /&gt;Ich ballte meine freie Hand zur Faust, ließ die Augen geschlossen und biss mir auf die Lippe.&lt;br /&gt;«Malvin hat Schluss gemacht», hauchte ich. Meine Stimme weigerte sich, fest und standhaft zu bleiben. Es ging nicht.&lt;br /&gt;Man hörte es seufzen am anderen Ende der Leitung und ich legte den Kopf schief, presste mein Handy fest an mein Ohr. Nur keine Kleinigkeit von ihm verpassen und bloß auch ALLES mitbekommen, was er sagte oder tat.&lt;br /&gt;«Du hast es ihm gesagt?», fragte er und man konnte das Erstaunen aus seiner Stimme heraushören. Bei ihm klickte ein Zippo und gleich darauf hörte ich, wie er tief den Rauch inhalierte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Was hätte ich denn sonst tun sollen?», murmelte ich und schluckt schwer, als ich an Malvins Ausbruch dachte.&lt;br /&gt;«Wie hat er reagiert?», fragte Cullen sofort alarmiert.&lt;br /&gt;«Uhm ...», machte ich. «Nicht ... nicht sehr gut..»&lt;br /&gt;«Verflucht Isabella, was heißt nicht sehr gut? Hat er dir was getan?» Seine Stimme war lauter als zuvor und ich konnte ihn mir bildlich vorstellen, wie er auf und ab tigerte und sich in sein Haar fuhr, um es noch mehr zu verwüsten, als es sowieso immer war.&lt;br /&gt;«Nein, er ... er hat mir nichts getan. Außer gebrüllt», erwiderte ich sarkastisch.&lt;br /&gt;Himmel, was dachte er denn? Dass Malvin ein Schwerverbrecher war?&lt;br /&gt;Du hast es ihm vorhin auch zugetraut, flüsterte Miss Unterbewusstsein, und ich verdrängte sie so gut es ging.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Er hat dich angeschrien?», knurrte er und wie automatisch bildete sich ein leichtes Lächeln auf meinen Lippen.&lt;br /&gt;«Als hättest DU das nie getan.» Ich musste ein wenig lachen, doch als ich an all die Situationen mit ihm zurück dachte, bildete sich sofort wieder ein Kloß in meinem Hals&lt;br /&gt;«Okay gut. Erzähl mir genau, was ihr gesprochen habt.»&lt;br /&gt;«Na ja, er war hier ich habe ihm gesagt, dass ich ihn betrogen habe..» Ich hustete leicht ein «mit dir» und augenblicklich unterbrach er mich. Ich rollte mit den Augen. DAS war SO typisch Cullen.&lt;br /&gt;«Warte, warte», meinte er und ich hielt inne. Meine Hand wanderte an meinen Unterleib, welcher aufgrund meiner Regel erneut schmerzte und leicht zog. Fuck off, wie ich das hasste. Als würde all der seelische Schmerz nicht reichen, nein jetzt auch noch das.&lt;br /&gt;«Du hast ihm gesagt, dass wir Sex hatten?!», fragte er ungläubig. «Du hast ihm gesagt, dass du mit MIR ...»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ja natürlich. Ich wollte das doch alles nicht auf Lügen aufbauen», murmelte ich schwach und lehnte mich zurück.&lt;br /&gt;«Okay, weiter», forderte er und seufzte erneut tief.&lt;br /&gt;«Na und ich sagte ihm, dass es mir leid tut und solche Sachen eben....»&lt;br /&gt;«Du..», unterbrach er mich abermals, und ich meinte einen gewissen Schmerz aus seiner Stimme zu hören. «Du hast gesagt, dass es dir leid tut?»&lt;br /&gt;«Nein, ich sagte, dass es mir leid tut, dass ich ihm so wehtun musste, aber ich habe wohl auch erwähnt, dass ich die Sache nicht bereue.. falls du das meinst», entgegnete ich sofort. Es stach in meiner Brust. Es tat weh. Und ich wollte nicht, dass er dachte, es sei mir egal gewesen, ich würde es bereuen, oder sonstiges. Das, was wir da im Auto hatten, war das Intimste und Intensivste, das ich je mit einem Mann erlebt hatte. Was er zu mir sagte, wie er mich berührte .. es sagte mir mehr, als tausend Worte es je gekonnt hätten.&lt;br /&gt;Tränen schossen mir in die Augen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«In Ordnung», murmelte er und klang wieder ernst und sachlich wie vorhin. Trotzdem wusste ich, dass ihn mein Gesagtes beruhigte. Ich schniefte leicht und wischte mir die Tränen von den Wangen. «Weinst du?», wisperte er.&lt;br /&gt;«Nein.. doch.. nur ein bisschen. Es ist alles so schwer. Du bist weg und Himmel, du ziehst das durch mit dem Abstand.. du antwortest mir ja nicht mal auf eine SMS.. und Malvin? Ich hab es komplett versaut. Er hat mich als billig betitelt und meinte, dass ich mich niemals ändern würde.» Ich kramte nach einem Taschentuch. Mir wurde das alles zu viel.. es war zu viel und zu heftig. Auch, wenn Cullen und ich unsere Probleme hatten, er war immer für mich da und am liebsten würde ich mich jetzt in 666 verkriechen oder ihn bitten, mich wieder in den Whirlpool zu bringen, wie damals, als er für mich da war wegen Dan. Edward Cullen mochte ein Arschloch sein, aber wenn man einmal einen Platz in seinem Herzen hatte - und den hielt er vorzugsweise für seine Familie frei- dann würde er alles für einen tun. So ja auch jetzt. Er wusste, er würde mich niemals glücklich machen, also ließ er mich gehen. Schubste mich in die richtige Richtung und half mir meinen Weg zu finden.&lt;br /&gt;«Mh...», murmelte er und ich biss mir auf der Unterlippe herum. Langsam stand ich auf und ließ mich wieder auf dem Boden vor dem Kühlschrank nieder. Ich brauchte einen Schluck zu trinken. Seit Tagen hatte ich nichts gegessen und brauchte jetzt zumindest Flüssigkeit.&lt;br /&gt;«Er sagte, dass ich billig wäre und mich niemals ändern würde», flüsterte ich abermals. Es tat so sehr weh, solche Worte auszusprechen, wiederzugeben. Es war nicht so, dass ich Malvin bei Cullen verpetzen wollte. Nein .. ich wollte gerade einfach nur, dass er die Lage verstand und für mich da war. Mir sagte, was ich jetzt tun sollte, da ich selbst es ja nicht hinbekam.&lt;br /&gt;«Und Cullen?», fragte ich leise.&lt;br /&gt;«Ja?», murmelte er und klang, als hätte ich ihn aus den Gedanken gerissen.&lt;br /&gt;«Ich trinke gerade Eistee...», wisperte ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er seufzte tief, ehe ich ihn wieder an er Zigarette ziehen hörte. «Ich hab seit Ewigkeiten keinen mehr getrunken», murmelte er wohl mehr zu sich selbst. Ich erinnerte mich vage daran, dass Emmett mir mal erzählt hatte, dass Cullen das seit seiner Jugend meistens nach dem Sex tat. «Heißt das, du hast seit Ewigkeiten keine mehr flachgelegt, huh?»&lt;br /&gt;«Ich denke nicht, dass das etwas ist, das wir beide miteinander besprechen sollten», murmelte er leise. Ich zog eine Braue in die Höhe. Ob er wohl viele hatte? Nach mir? Jetzt in Vegas? Machte er das mit dem Eistee vielleicht auch mit jeder?! «Ach nein?», erwiderte ich etwas schrill. Himmel, ich musste das wissen. Ich musste es hören.&lt;br /&gt;«Isabella. Lass es. Okay ... ich hatte nur immer... mit.. dir Eistee getrunken. Okay ...» Er atmete tief durch «Muss das jetzt sein?»&lt;br /&gt;Ich wurde mir der Situation bewusst, in der er sich befand und atmete zittrig durch. Himmel, für ihn war das alles doch genauso schwer. Warum machte ich ihm zusätzlich Druck? Und was ging es MICH an, mit wem er schlief?&lt;br /&gt;Ich hatte es immerhin nach ihm auch dauernd mit Malvin getan.&lt;br /&gt;Malvin ..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Tut mir leid», flüsterte ich in den Hörer und stellte die leere Eisteepackung zur Seite.&lt;br /&gt;«Lass gut sein. Lass uns lieber wegen Arsch... wegen Malvin überlegen was wir tun.» Er holte tief Luft und ich zitterte leicht.&lt;br /&gt;«Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. Ich hab ihn so noch nie erlebt», murmelte ich.&lt;br /&gt;«Was hat er noch gesagt? Ich kann den Pisser - sorry, ich kann es mir nicht abgewöhnen - einfach nicht einschätzen.»&lt;br /&gt;«Dass ich genau das geschafft hätte, was ich gewollt hatte. Dass er Schluss macht und dass ich ihn verloren hätte.» Ich atmete tief durch und rief mir mit einem schweren Schlucken seine genauen Worte wieder in Erinnerung. Es tat weh, sie auch nur zu denken. «Er meinte, dass ich ihn gar nicht so sehr brauchen würde, wie ich es immer sage, weil ich ihn sonst nicht betrogen hätte ..» Ich biss mir auf die Lippe. «Und ich hab ihm gesagt, dass ...»&lt;br /&gt;«Was?», wollte drängend wissen.&lt;br /&gt;«Dass ich dich liebe», flüsterte ich.&lt;br /&gt;Es war einen Moment ganz ruhig in der Leitung und mein Herz schien immer schneller zu rasen.&lt;br /&gt;«Das..», murmelte er. «Das hast du nicht wirklich getan, oder?» Er klang ruhig. Ruhig und gelassen, aber ich konnte mich an den Ausdruck in seinen Augen erinnern, als ich es ihm das erste Mal sagte ...&lt;br /&gt;Ich seufzte leise und schloss meine Lider erneut. «Was wäre wenn …?», wollte ich leise wissen.&lt;br /&gt;«Wie konntest du so dumm sein und ihm DAS sagen?», seufzte Cullen und ich konnte mir bildlich vorstellen, wie er den Kopf schüttelte und sich durch das Haar fuhr.&lt;br /&gt;«Er hat mich billig genannt und er wollte einen Grund für mein Handeln», murmelte ich und strich mir mit der freien Hand über den Nacken. «Was hätte es denn gebracht, wenn ich weiter gelogen hätte? Er wusste doch sowieso schon, dass ich ihn betrogen habe. Er ist doch auch nicht dumm, Cullen, er konnte es sich doch denken, so oft wie ich von dir gesprochen hab oder zusammengezuckt bin, wenn jemand deinen Namen erwähnt hat.» Laut atmete ich aus. Cullen wusste jetzt sowieso, wie ich für ihn empfand, da konnte ich ihm das alles doch sagen. Ja, flüsterte Miss Unterbewusstsein, ist heute dein Tag der Ehrlichkeit, Bella? Sehr cool.&lt;br /&gt;Ich schnaubte leise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Und da wunderst du dich, dass er dich als billig betitelt. Warum seid ihr Frauen nur alle so naiv?», kam es von ihm nach einer kurzen Pause.&lt;br /&gt;«Was hätte ich denn tun sollen?», wiederholte ich verzweifelt und gleichzeitig träge. Ich war das alles so leid. Genau wie Malvin, genau wie Cullen. Wir waren es wohl alle irgendwo leid.&lt;br /&gt;«Du hättest es ihm, verdammte Scheiße noch eins, nicht sagen sollen», rief er in den Hörer. Ich riss meine Augen auf und verengte sie dann zu schmalen Schlitzen.&lt;br /&gt;«Fuck Cullen, ich hab mich doch bei ihm entschuldigt! Was soll ich denn noch machen? Ich hab ihn angebettelt, dass er mich nicht auch noch ...» Ich atmete tief ein «Auch noch verlassen soll...»&lt;br /&gt;«Isabella», sagte er sachlich. «Du hast dich nicht wirklich entschuldigt, du hast dich nur dafür entschuldigt, dass du ihm wehgetan hast. Aber im gleichen Atemzug hast du gesagt, dass du es nicht bereust. Genau SOLCHE Tritte in die Eier sind der Grund, warum ich mich auf nichts Festes einlasse. Was hast du nur getan, mein Mädchen?» Er seufzte tief. Mein Mädchen? Nach allem was ich ihm hier erzählte, nach allem, was zwischen uns war und nach allem, was ich getan hatte, was ER getan hatte … versuchte er trotzdem sich zu beherrschen und Verständnis für mich aufzubringen. Mir war klar, dass in der Spalte &lt;verständnis verdient=""&gt; eine glatte Null hinter meinem Namen stand und trotzdem vermittelte er mir das Gefühl, welches für mich zu haben.&lt;br /&gt;Auch ich seufzte tief und fuhr mir mit dem Handrücken über die Augen. Sie waren angeschwollen, brannten und taten weh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Verdammte Scheiße, Isabella», flüsterte er. «Du hast es mir versprochen. Da lass ich dich mal ein paar Tage alleine, schubse dich vorher noch regelrecht in seine Arme und trotzdem machst du dir alles kaputt.»&lt;br /&gt;Bei seinen Worten stiegen mir abermals Tränen in die Augen, denn ich wusste, er hatte recht. Wann war ich eigentlich zu so einer Heulsuse mutiert?&lt;br /&gt;«Bitte hör auf zu weinen, Baby», redete er leise auf mich ein. «Es stresst mich, wenn ich dich weinen höre und nicht da sein kann.»&lt;br /&gt;«Dann komm zurück», schniefte ich in den Hörer. «Pack deine Sachen und komm zurück nach Hause.»&lt;br /&gt;Er lachte leise und mir jagte ein Schauer über den Rücken. Wie lange hatte ich ihn nicht mehr lachen gehört?&lt;br /&gt;Ich konnte mir bildlich vorstellen, wie er auf einem Stuhl saß, sich lässig zurück lehnte und die Beine auf den Tisch geschwungen hatte. Der Kloß in meinem Hals wurde aus unerklärlichen Gründen größer. Schnürte mir die Kehle zu und ich rang nach Luft. «Du weißt, dass das nicht geht», sagte er dann beinahe geflüstert. «Wir würden uns gegenseitig umbringen.»&lt;br /&gt;Ich weinte leise vor mich hin und hörte nur seinen gleichmäßigen Atem, der durch die Leitung drang. «Bitte komm einfach nach Hause», wisperte ich erneut brüchig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Bitte mach es mir nicht so schwer. Ich werde nicht nach Hause kommen. Also... lass das, okay? Kümmern wir uns lieber darum, dass Simmens sich nicht von dir trennt», seufzte er leise in den Hörer.&lt;br /&gt;Ich schluckte hart und hielt meine Augen weiterhin geschlossen. «Er hat sich schon getrennt», murmelte ich dann schwach. «Ich wünschte ...», begann ich, stockte dann allerdings.&lt;br /&gt;«Was?», flüsterte er und ich nahm einen tiefen Atemzug.&lt;br /&gt;«Ich wünschte, du könntest einfach hier sein. Einfach nur … hier.»&lt;br /&gt;«Und dann Isabella? Dann würde ich dir womöglich gar nicht helfen können und wenn dieses Arschloch mitbekäme, dass wir Kontakt haben, würde er nicht mehr mit dir sprechen... und-» Er brach ab und schluckte schwer «-und das wollen wir nicht, ja?» Cullen betonte das Wort `wir` sehr komisch, aber ich war zu sehr damit beschäftigt zu weinen,um es wirklich wahrzunehmen. Es tat so gut, seine Stimme zu hören...&lt;br /&gt;«Sag mir, dass alles wieder so wird wie es war, bitte Edward...», wisperte ich in den Hörer und hörte ihn scharf die Luft einziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ich ..», begann er und atmete abermals tief durch. «Isabella ich weiß nicht, was genau du hören willst.» Abermals hörte ich sein Zippo aufschnappen. Offenbar machte ihm das alles nicht weniger als mir zu schaffen. Nur, dass ich direkt zwei Menschen verlor und nicht nur einen. Na gut, er hätte mich nicht verlieren müssen. Er hatte es sich selbst so ausgesucht. Das war einzig und allein seine Entscheidung.&lt;br /&gt;«Ich möchte euch nicht beide verlieren. Ich bin dafür zu egoistisch... ich kann den Schmerz nicht aushalten.» Gott, ich machte mich hier komplett zum Deppen. Ich heulte mich tatsächlich bei Cullen aus, war ehrlich zu ihm und ließ ihn ohne Wenn und Aber an meinen Gefühlen teilhaben, das war definitiv neu. Sehr neu. Anders neu. Unglaublich.&lt;br /&gt;«Ich hab dir gesagt, wie ich darüber denke», begann er langsam. «Das mit uns, das wird nichts, Baby. Niemals und das weißt du.» Ja, vermutlich hatte er recht. Ich wusste es. Wie er vorhin gesagt hatte – wir würden uns gegenseitig umbringen. So war es nun einmal. Und ich musste mich damit abfinden, was ich vermutlich auch vielleicht irgendwann geschafft hätte, wenn Malvin nicht auch noch weg wäre.&lt;br /&gt;«Ja», seufzte ich leise und spürte plötzlich ein Kitzeln in meiner Nase. Ein lautes Niesen entfuhr mir und Cullen gluckste leise, als ich nochmal niesen musste.&lt;br /&gt;«Gesundheit, Baby», gab er von sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Wieso bist du so zu mir?», murmelte ich in mein Handy und sah mich nach meinen Kippen um. Das war immer so - ich fiel in ein komisches schwarzes Loch, bemitleidete mich irgendwie selbst, aß nicht mehr, trank kaum - zumindest kaum Wasser-, und qualmte eine nach der anderen. Das war nicht gut. Aber es half. Und alles was half, war legitim.&lt;br /&gt;Ich überlegte, als ich Zigaretten suchte, ob ich mir eine Flasche Vodka in das Gefrierfach legen sollte, damit ich später ein Haufen 'Nichts' hatte, was mich alles vergessen ließ. Einfach den ganzen Mist betäuben.&lt;br /&gt;Wie sagte Carrie in Sex and the City als sie von Mr. Big kurz vor ihrer Hochzeit sitzen gelassen wurde?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;'Ich hätte gerne noch etwas mehr &lt;nichts&gt;.'&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Metapher für Alkohol, der einen komplett weg dröhnte, vollkommen richtig. Ich bin auf deiner Seite Carrie und ja, Liebe tut weh. Und ja, auch wenn dir jemand ' nur' wichtig ist ... wenn er geht, tut es scheiß weh.&lt;br /&gt;«Isst du überhaupt?», fragte mich Cullen gerade, als ich wieder in die Realität zurück fand.&lt;br /&gt;«Essen wird überbewertet», murmelte ich in mich hinein und zündete mir eine der Zigaretten an, die ich von der Anrichte gefischt hatte.&lt;br /&gt;«Isabella, du solltest wirklich nicht so vor dich hin vegetieren», meinte er ernst.&lt;br /&gt;«Lass mich doch», murmelte ich und stellte mich auf die Zehenspitzen, um an die Whiskyflasche oben im Schrank ranzukommen. Ich zog an meiner Kippe, klemmte das Telefon zwischen Ohr und Schulter und besah den Aufdruck der Flasche.  «Mhmh», machte ich laut. «Ranchwood...was meinst du, Cullen? Kann man den trinken?» Ich hob eine Braue und stellte die schwere Flasche auf dem Tresen ab.&lt;br /&gt;Cullen schnaubte. «Ist ein billig-Whisky, Isabella. Schmeckt abartig.»&lt;br /&gt;«Aber es macht betrunken. Alles was hilft ist legitim, und betrunken sein hilft definitiv.»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Verfluchte Scheiße, Isabella. Jetzt reiß dich mal zusammen.» Cullen wurde langsam lauter und ich zuckte zusammen. Gut, dass er das nicht gesehen hatte. Wenigstens etwas.&lt;br /&gt;«Hör auf mich anzuschreien!», rief ich zurück und zog energisch an meiner Kippe.&lt;br /&gt;«Dann führ dich nicht so auf. Isabella, willst du den Kerl nun zurück, oder nicht?», fragte er mich gerade heraus. Irgendwie abartig das von dem Mann zu hören, der wusste, dass ich ihn liebte.&lt;br /&gt;«Ich weiß es nicht, verdammt!», rief ich unter Tränen und führte meine zittrige Hand an meine Lippen, um erneut an der Kippe zu ziehen. «Ich weiß nicht, ob ich ihn zurück will! Was ist das denn für eine Beziehung, wenn ich genau weiß, dass ich ihn JEDERZEIT für DICH verlassen würde, wenn du nur was sagen würdest?!»&lt;br /&gt;«Ich werde aber nichts sagen!», brüllte mich Cullen auf einmal an. Ich schnappte nach Luft und hielt krampfhaft die Tränen zurück. Versuchte es zumindest.&lt;br /&gt;«Ja, gut, dann halt weiter die Klappe, obwohl wir ALLE wissen, was du willst! Sieh zu, wie die Frau, die du LIEBST – und jetzt streite es ja nicht ab – mit einem anderen zusammen ist! DAS ist bestimmt genau das Richtige, CULLEN!», spie ich in den Hörer und atmete schwer.&lt;br /&gt;«Na und? DAS ist leichter zu ertragen, als zuzusehen, wie ich sie langsam innerlich töte», rief er aufgebracht und man hörte, dass er auf und ab lief - auf Steinboden. Er trug wohl Anzugschuhe oder hatte seit Neuestem ein Fabel für High Heels, da es bei jedem Schritt auf dem Boden klackerte. Wir atmeten beide schwer und ich wollte gerade etwas darauf erwidern, als er erneut los polterte.&lt;br /&gt;«Und ich entscheide selbst, wen ich liebe und wen nicht. Verstanden?»&lt;br /&gt;«Nein, ich verstehe gerade GAR NICHTS», entgegnete ich laut. Wie gut, dass ich jetzt alleine wohnte. «Ich verstehe GAR NICHTS, denn ich weiß, dass du dich schon längst entschieden HAST! Ich weiß, dass du mich willst!» Und ich wusste es. Wusste es ganz genau.&lt;br /&gt;«Okay!», rief er. «Gut Isabella, lass uns zusammen sein, wenn du auf Schmerzen stehst. Wenn du willst, dass ich dir jeden Tag wehtue, wenn du zusehen willst, wie ich dich betrüge, belüge und .. was weiß ich! Ja, lass uns ein Paar sein, uns sagen, wie sehr wir uns lieben und uns gleichzeitig gegenseitig KAPUTT machen!» Der Sarkasmus in seiner Stimme war kaum zu überhören. Er triefte nur so heraus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Wieso gehst du immer davon aus, dass du MIR wehtust, huh?» Auch ich tigerte mittlerweile in meiner Küche auf und ab und zog immer wieder hektisch an meiner verdammten Zigarette.&lt;br /&gt;«Vielleicht, arrogantes Arschloch, tue ich ja auch DIR weh», fügte ich deutlich leiser hinzu.&lt;br /&gt;«Ja», schnaubte er nun. «Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass du mir wehtun wirst. Isabella, ich vertraue dir nicht und du weißt, dass du mir genauso wenig vertrauen kannst. WER gibt mir die Garantie, dass DU mir treu bleibst? WER gibt dir die Garantie, dass ICH dir treu bleibe? Und wer, verdammt nochmal, gibt uns die Garantie, dass wir uns nicht in ein paar Monaten wieder verlassen?! Oder, dass wir uns so sehr verletzen, dass einer von uns verdammt nochmal zu Grunde geht?! Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ICH hab da keine Lust drauf. ICH hab keine Lust drauf, so zu enden, wie meine Mutter damals. TUT MIR WIRKLICH LEID!» Oh mein Gott, er war richtig, richtig wütend, wenn er schon von seinen Eltern sprach, ohne es zu bemerken. Das alles war so tief in Cullen verwurzelt, so verdammt tief. Er ließ die Vergangenheit nicht Vergangenheit sein, er ließ nicht los. Und solange er so krampfhaft an damals, seinen Eltern und den Geschehnissen … den Worten seines Vaters festhielt, würde das nie was werden. Er würde sich niemals ändern, wenn er nicht endlich losließ.&lt;br /&gt;«Hör auf mich so anzumachen, Cullen! ICH kann NICHTS dafür, dass dein Vater sich nicht richtig verhalten hat, also projiziere dieses Verhalten nicht auf mich. Du weißt genau, ich würde alles versuchen-» Meine Stimme brach und ich hasste sie dafür. «FUCK!», rief ich laut und unterdrückte das Bedürfnis, meine Wohnungseinrichtung zu zertrümmern.&lt;br /&gt;«Vergiss es», schnaubte er wieder. «Vergiss es einfach. Das mit uns, das wird nichts und ich hätte dich nicht anrufen sollen.»&lt;br /&gt;«Du hast es aber getan und ich lasse nicht zu, dass du ständig davon läufst, Cullen. Irgendwann holen dich deine Dämonen ein.» Gott, der Mann trieb mich in den Wahnsinn. Es entstand eine kurze Pause, in der wir uns beide zu beruhigen versuchten.&lt;br /&gt;«Was tun wir hier, Isabella?», fragte er nach in die kurze Stille hinein und ich ließ mich wieder auf den Stuhl fallen. Die Luft war bis eben zum Zerreißen gespannt gewesen und nun war sie irgendwie wieder rein gewaschen.&lt;br /&gt;«Siehst du? Wir verletzten uns ja jetzt schon gegenseitig. Das tun wir ständig, die ganze Zeit...»&lt;br /&gt;«Ich hab keine fucking Ahnung mehr, was wir hier tun», murmelte ich.&lt;br /&gt;Cullen holte mehrmals tief Luft. Niemand sagte ein Wort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ich will einfach nur...», begann ich, wurde jedoch von Cullen unterbrochen.&lt;br /&gt;«Ich weiß», murmelte er beinahe sanft. «Ich weiß, aber ich kann es dir nicht geben.» Er legte eine kurze Pause ein und atmete abermals tief durch. «Also schwing deinen hübschen Arsch zu Simmens und klär das, mein Baby.»&lt;br /&gt;«Und wie? Was soll ich tun, damit er mir zuhört?», fragte ich leise und warf den Kopf in den Nacken. Ich schloss die Augen, um die aufkeimenden Tränen zu unterdrücken. Ich war so ein fucking Weichei. Fick den verdammten Scheiß.&lt;br /&gt;«Nun», murmelte Cullen und räusperte sich leise. «Wenn ich er wäre … Nein, das ist nicht vergleichbar.» Er machte erneut eine kurze Pause, und schien nachzudenken. «Na ja … ich denke er braucht erstmal … Zeit. Zeit zum Nachdenken. Warte so zwei Tage und wenn bis dahin nichts kam, ruf ihn an.»&lt;br /&gt;«Ich kenne ihn, er wird nicht ran gehen. Ich bin ehrlich kein Pessimist, aber ich kenne ihn. Ich hab ihm zu sehr wehgetan.» Und das stimmte. Wahrscheinlich hatte ich ihn umgebracht. Nicht nur, weil ich ihn betrogen hatte, sondern auch, weil ich ihm sagte, dass ich Cullen liebte.&lt;br /&gt;«Du musst ...», begann er. Das schien ihm ehrlich schwerzufallen, was ich aber nachvollziehen konnte. ICH würde ihm auch ungern Tipps für seine Neue geben, wenn er denn eine hätte. «Du musst kämpfen, Isabella. Du kannst ihn erstmal damit beruhigen, dass ich nicht mehr in New York bin … das heißt, du kannst mich in Ruhe … vergessen» Er schluckte hörbar. «Und dann musst du dich voll und ganz auf ihn fixieren. Schenk ihm deine Zeit, deine volle Aufmerksamkeit und tu was. Du musst kämpfen, wenn du ihn wirklich zurück willst. Er muss sehen, dass er dir nicht egal ist … das ist er doch nicht … oder?»&lt;br /&gt;«Nein, egal ist er mir nicht», erwiderte ich ehrlich «Aber er-»&lt;br /&gt;«Sag es nicht.. du weißt, du bist, warst und wirst mein Mädchen bleiben, ja? Aber sag es jetzt nicht. Konzentrier dich auf ihn. Halte dir vor Augen, wie-» Er brach ab und schluckte hörbar, zündete sich mal wieder eine Zigarette an und nahm einen tiefen Zug, ehe er weiter sprach «-Wie glücklich er dich macht. Wie er dir die Welt zu Füßen legt und wie er sich um dich bemüht.» Ich starrte vor mich hin und hörte auf seine Stimme. Seine sanfte, raue, leicht heisere Stimme. Ich versuchte ihm zu glauben. In dem Moment, in dem er es aussprach, klang es so leicht, so einfach. So unglaublich.&lt;br /&gt;Cullen murmelte irgendwas von «... Ich kann nicht glauben, dass ich das tue...» aber ich verstand es nicht richtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Okay», murmelte ich nach einer längeren Pause. Cullen hatte recht, ich musste um Malvin kämpfen. Er war derjenige, der alles besser machte. Ich brauchte ihn …&lt;br /&gt;«Aber … ich werde dich trotzdem nicht vergessen», flüsterte ich dann und drückte meine Zigarette aus, die bis eben vor sich hin gequalmt hatte, ohne, dass ich wirklich daran zog.&lt;br /&gt;Ich würde ihn auch nicht vergessen. Zwar konnte ich versuchen, Malvin endlich zu lieben und mich ihm mehr zu öffnen, aber vergessen würde ich Cullen niemals. Nie … und niemand, auch Malvin nicht, würde je seinen Platz einnehmen können.Er war der erste Mann, in den ich mich verliebt hatte. Der erste Mann, dem ich mein Herz schenkte. Ich vertraute ihm nicht. Oder eher wenig.&lt;br /&gt;Ich musste das so schnell es ging, aus meinem Kopf kicken und weg schieben. Weit weg. Für immer. Cullen und ich hatten das Buch zugeschlagen. Mit Gewalt. Mehrmals. Jetzt, mit seiner Abreise nach Vegas, hatte er es auch noch in das Regal gestellt und Himmel, er hatte verflucht nochmal Recht, wenn er sagte, wir sollten es verstauben lassen. Ich schluckte schwer.&lt;br /&gt;«Okay. Erstmal zwei Tage Pause, damit er runter kommen kann und dann versuche ich, irgendwie an ihn ranzukommen, habe ich das richtig verstanden?», wiederholte ich Cullens Worte eine Weile später.&lt;br /&gt;«Mh?», machte er, als hätte ich ihn aus den Gedanken gerissen. «Uhm ja ... zwei Tage Pause, richtig.» Ich schloss meine Augen.&lt;br /&gt;«Du ...», wagte ich einen weiteren Versuch, an ihn ranzukommen. «Du ... vermisst mich auch, oder?» Es war bloß ein Flüstern, das meine Lippen verließ. Aber ich wollte es hören. MUSSTE es hören … Er verschwand einfach nicht aus meinem Kopf. Egal wo ich hinsah, da waren seine Augen, sein Lachen, sein markantes Gesicht ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser gleichmäßiger Atem und das laute Ticken der Uhr, waren alles was an Geräuschen in der Luft lag. Niemand sagte ein Wort. Minutenlang.&lt;br /&gt;Ich dachte schon Edward würde gar nichts mehr sagen, als ich hörte, wie er sich leise räusperte. «... mehr als ich es in Worten ausdrücken kann, meine Liebe...» die letzten beiden Worte, waren nur abgehackt geflüstert aber ich wusste, dass er alles damit sagen wollte, was er so nicht fähig war auszusprechen.&lt;br /&gt;«Danke», hauchte ich und genoss für einen kurzen Augenblick das Kribbeln in meinem Bauch, welches das erste Mal seit Tagen NICHT schmerzte.&lt;br /&gt;«Darf ich dich wieder anrufen?», fragte ich noch leise nach und hustete dann leicht «Natürlich nur wegen... Malvin...», fügte ich hinzu, aus Angst er würde &lt;nein&gt; sagen.&lt;br /&gt;«Ich weiß nicht, Isabella ..», murmelte er unsicher. «Es wäre besser, du würdest … es lassen.» Er wollte mit mir abschließen. Und er wollte, dass ICH mit ihm abschloss. Ich verstand es irgendwo, aber trotzdem brach es mir das Herz.&lt;br /&gt;«Klar natürlich ...», sagte ich hastig. «Ja, du hast recht, es wäre dumm ...» Ich hatte nicht mal seine Nummer, und dass er sie mir bisher noch nicht gegeben hatte, sagte ja wohl mehr als tausend Worte.&lt;br /&gt;«Ich... es ist besser so. Das weißt du, das weiß ich. Okay? Ich-» Wieder klickte sein Zippo. Himmel, der Mann würde sich noch umbringen. «-denk an dich und ... Bells? Pass auf dich auf. Ich könnte es nicht ertragen, wenn meinem Mädchen was passiert... Du kriegst das hin. Du kriegst alles hin, was du willst, ja?» Ich konnte ihm nicht antworten und es vergingen wieder ein paar Minuten, in denen wir unseren gegenseitigen Atemzügen lauschten. Die seinen kamen schwer und unregelmäßig. Ab und zu hörte ich ihn an seiner Zigarette ziehen.&lt;br /&gt;Mir rannen stumme Tränen über die Wangen und ich versuchte es ihn nicht wieder merken zu lassen. Ich wusste, das war es jetzt gewesen. Mal wieder. Ein erneuter Abschluss. Es war alles gesagt. Für den Moment ... fraglich war nur, wie lange es wieder andauerte. Wie lange wir es diesmal aushielten, uns nicht gegenseitig zu schreiben oder sonst irgendetwas.&lt;br /&gt;Cullen und ich wussten beide, dass sich jetzt niemand verabschieden würde, also tat ich dass einzig Richtige.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich legte ohne ein weiteres Wort auf und trennte die Verbindung zu dem Mann, den ich mit jedem Atemzug, mit jeder Faser meines Körpers, mit jedem Herzschlag liebte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erneut setzte ich den Flachmann, welcher mit Baileys gefüllt war, an meinen Lippen an und nahm einen großen Schluck zu mir.&lt;br /&gt;«Das Leben ist beschissen. MEIN Leben ist beschissen. ALLES ist beschissen», murmelte ich halb lallend, halb weinend. Wenn das so weiter ging, würde ich mir eine Katze anschaffen, sie Edward nennen und mit ihr zusammenleben.&lt;br /&gt;Männer verkomplizierten mein Leben ungemein. Wirklich.&lt;br /&gt;Seit dem Telefonat mit Cullen waren jetzt genau 24 Stunden vergangen. Ganz genau 24 Stunden. Und jetzt saß ich in meinem Wohnzimmer, mitten am Nachmittag und betrank mich.&lt;br /&gt;Ich hatte keinen Job, kein Geld für die Miete, brauchte eine neue Wohnung, war zu feige meine Freunde anzurufen, ignorierte IHRE Anrufe, war wieder Single, hatte den Menschen verloren, den ich liebte und gleichzeitig den, der mich aufbaute. Ich hasste mein Leben.&lt;br /&gt;Außerdem war mein dunkelroter Nagellack bis zur Hälfte abgeblättert, meine graue Jogginghose, die ich trug, mit Baileys befleckt, meine Periode immer noch da, was starke Unterbleischmerzen hervorrief und meine Haare verknotet.  Wieder rann ein Schluck meine Kehle hinab.  Jetzt sah ich auch noch beschissen aus. Was, wenn Malvin jetzt kommen würde?&lt;br /&gt;Na Madame, ich glaub den siehst du so schnell nicht mehr, lallte Miss-angetrunken-Unterbewusstsein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war total irre geworden. Eigentlich war ich immer ein Mensch, der sich selbst motivieren konnte, die meisten Dinge mit sich selbst ausmachte und nie weinte. Innerhalb 365 Tagen war ich zu einer verzweifelten Heulsuse mutiert, die sich krampfhaft an einen Mann klammerte, der ihr das Herz brach, gleichzeitig war ich solch eine egoistische Schlampe, dass ich mich auf einen Mann einließ, ihn für mich beanspruchte, obwohl ich ihn nur sehr, sehr, sehr gerne hatte aber nicht liebte. Was zur Hölle war aus mir geworden?&lt;br /&gt;Mister Souther - der Referent in Montesano - würde mich retten können. Nur er. Er war ein verfluchter Pfarrer. Er würde es richten können. Dumm nur, dass er seit vielen Jahren tot war, aber Himmel, er hatte meine Kindheit geprägt. Ich glaube, ich konnte immer noch das Glaubensbekenntnis auswendig.&lt;br /&gt;Ich wechselte meine Sitzposition, legte meinen Kopf nach unten und schwang meine Füße auf die Rücklehne, wo normalerweise der Kopf sein sollte.&lt;br /&gt;Wenn ich mehr Blut im Kopf hatte, konnte ich vielleicht wieder klar denken? Whatever.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Auf dich Malvin!», rief ich und trank einen Schluck - kopfüber- aus meinem Flachmann.&lt;br /&gt;Ich fühlte mich wieder, als wäre ich ein Jahr zurückversetzt worden. Ich fühlte mich wie damals. In letzter Zeit, hatte ich mich verändert. War gereift und erwachsener geworden. Aber gerade jetzt, fühlte ich mich wie das Collegemädchen, das gerade Streit mit Cullen hatte und sich betrank. Fehlte nur noch, dass meine Freundinnen ….&lt;br /&gt;Meine Gedanken wurden von einem lauten, stürmischen Klingeln unterbrochen.&lt;br /&gt;Ja, dass meine Freundinnen kamen, und mich überfielen.&lt;br /&gt;Mit einem genervten Stöhnen blieb ich einfach liegen. Wenn ich so tat, als wäre ich nicht hier … würden sie wieder gehen.&lt;br /&gt;Es klopfte wieder. «Mach die verdammte Tür auf, Bells!» Das war Rosalie.&lt;br /&gt;«Vielleicht ist sie ja nicht da ..» Tanya.&lt;br /&gt;«Sei nicht immer so naiv, Tanya, natürlich ist sie da.» Rose. «Sie WILL nur nicht aufmachen.»&lt;br /&gt;«Ganz richtig», murmelte ich vor mich hin und prostete in Richtung Eingangstüre. «Ganz richtig.»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fuhr ruckartig hoch, als ich Tanya hörte, wie sie lachte und zu Rose sagte :«DAS haben wir gleich. Ich habe Jakes Schlüssel zufällig dabei.» Meine Augen waren aufgerissen als ich hörte, wie sie ihn in das Schloss steckte. Ich saß kerzengerade und wie mit einem Stock im Arsch auf meinem Sofa und trank einen Schluck von meinem Flachmann. Fuck. Fuck. Fuck.&lt;br /&gt;Ich kniff die Augen zusammen «Oh nein», murmelte ich in mich hinein, als ich auch schon das laute Klackern der Heels von Rose und Tanya hörte. Sie redeten leise miteinander und platzten dann sofort ins Wohnzimmer.&lt;br /&gt;Ich seufzte schwer und wandte ihnen den Blick zu. «Das Leben ist eine Schlampe. MEIN Leben ist eine Schlampe.» Wieder prostete ich ihnen zu und trank einen großen Schluck.&lt;br /&gt;«Okaaaay», zog Rosalie das Wort lang. «Okay. Du … bemitleidest dich selbst. Ich seh schon … aber warum? Was ist jetzt wieder passiert?» Tanya kam auf mich zu und nahm mir den Flachmann aus der Hand.&lt;br /&gt;«Hey!», rief ich und sprang auf. «Gib mir das sofort wieder!» Sie hielt ihn hinter ihren Rücken und sah mich ausdruckslos an.&lt;br /&gt;«Du stinkst, wie eine Alkoholfabrik. Du bekommst das wieder, falls der Grund für dein Bemitleiden schlimm genug ist, für Baileys um-» Sie warf einen Blick auf die Digitaluhr im DVD-Player. «17 Uhr 47.»&lt;br /&gt;Ich stöhnte in Frustration und ließ mich zurück auf das Sofa fallen. Rose und Tanya setzten sich links und rechts neben mich. Obwohl ich die Augen geschlossen hatte, spürte ich ihre brennenden Blicke auf mir.&lt;br /&gt;«Ich hab mit Cullen geschlafen – richtig, geschlafen nicht gevögelt- und hab es Malvin erzählt. Also wenn ich nicht trinken darf, dann sag mir wer zur Hölle es darf?», fuhr ich sie wütend an und Tanya hob mir schockiert und wortlos den Flachmann wieder hin. Niemand sagte ein verdammtes Wort. «Und als würde das nicht reichen», fuhr ich fort und trank aufgebracht weiter. «Hab ich ihm auch noch gesagt, dass ich ihn liebe. Und als würde DAS nicht reichen, hab ich Malvin auch noch erzählt, dass ich Cullen liebe! Mein Leben ist beschissen!» Jetzt war es raus ... und der Baileys drin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Wir sollten zum Supermarkt fahren und was Härteres holen.. Baileys macht nur fett und es dauert zu lange bis man betrunken ist...», murmelte Rose und griff nach den Zigaretten, die auf dem Tisch lagen.&lt;br /&gt;«Nein», murmelte ich und schüttelte den Kopf, während Rose sich eine Kippe anmachte und Tanya mich anstarrte, als hätte ich ihr gerade erklärt, dass ich in Wirklichkeit ein um operierter Mann sei. «Ich will hier nicht raus, okay?!»&lt;br /&gt;«Ich kanns verstehen, ich würde auch nicht mehr raus wollen», flüsterte Tanya. «Gibts noch mehr Alkohol?», fragte sie nach.&lt;br /&gt;«Yeah, hab alles, was ich finden konnte in den Kühlschrank gepackt... nimm dir was du willst», sagte ich ihr und rauchte ebenfalls eine.&lt;br /&gt;Während Tanya in Richtung Küche verschwand, saßen Rose und ich schweigend da und starrten gemeinsam die gegenüberliegende Wohnzimmervitrine an.&lt;br /&gt;Es war doch egal, wer es jetzt wusste, weitererzählen konnte es sowieso niemand mehr. Cullen wusste es, Malvin wusste es. Also hatte ich nichts mehr zu befürchten.&lt;br /&gt;«Rose?», fragte ich, ohne sie anzusehen.&lt;br /&gt;«Mh?», machte sie bloß.&lt;br /&gt;«Hast du ein Strick, oder eine Knarre? Ahh warte mal, Emmett schuldet mir noch eine Knarre...», sinnierte ich und erinnerte mich an das eine Mal, als ich Rose anrufen wollte, und Em ran ging. Da hatte ich ihn auch um eine Knarre gebeten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ich ... ich weiß nicht. Die Leute würden Fragen stellen», murmelte sie, zog ganz undamenhaft die Beine an und legte ihre Unterarme darauf ab. Tanya polterte in der Küche und kam mit Gläsern und verschiedenen Falschen Alkohol zurück.&lt;br /&gt;«Dein Kühlschrank ist voll mit dem Zeug. Ist da auch was Essbares drin?», fragte sie mich, als sie alles abstellte. Ich zuckte die Schultern.&lt;br /&gt;«Wer braucht schon was Essbares?», murmelte ich vor mich hin und zog wieder an der Kippe. Tanya füllte derweil die Gläser mit Martini.&lt;br /&gt;«Rose, wir müssen nachher unbedingt für sie einkaufen gehen», meinte sie ernst und mit einem Blick zu Rosalie. «Sonst verhungert sie hier.»&lt;br /&gt;«Mhmh ... wenn sie verhungert, wäre es wenigstens auf einen natürlichen Tod hinauszuführen...», mutmaßte Rose.&lt;br /&gt;«Was redet ihr zwei da?», hob Tanya fragend die Brauen.&lt;br /&gt;«Du hast Recht, Rose. Aber das dauert mir zu lange. Habt ihr Malvin gesehen? Oder was von Cullen gehört?» Diese zwei Gedanken waren mir eben erst in den Kopf geschossen aber ich musste es wissen.&lt;br /&gt;Hauptsache man quält sich selbst, flüsterte mir mein Unterbewusstsein ins Ohr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Halt die verdammte Klappe!», rief ich laut und erntete skeptische Blick von meinen Freundinnen.&lt;br /&gt;«Schon gut», winkte ich ab. «Also?» Erwartungsvoll sah ich von einer Blondine zur anderen.&lt;br /&gt;«Also nein, von Malvin haben wir nichts gehört, sonst wüssten wir das, was ... passiert ist ja. Und von Cullen ...», begann Tanya und biss sich auf die Lippe. «ICH nicht, aber Rose ...»&lt;br /&gt;Mein Kopf ruckte zu Rose, welche schwer seufzte und von ihrem Martini trank. «Ja ... er meldet sich ab und zu mal bei Emmett...»&lt;br /&gt;«Ab und zu? Er ist erst paar Tage weg», murmelte ich mehr für mich und zog an meiner Kippe. Ein anderer Gedanke schoss mir in den Kopf. «Er ruft ihn jeden verdammten Tag an, nicht wahr?», fragte ich sie dann.&lt;br /&gt;«Also..ähm..», fing sie an. «Ja schon … aber wir wussten nichts davon, dass ihr Sex hattet und wir wussten auch nicht … dass du ihm gesagt hast ...» Sie unterbrach sie selbst und schüttelte leicht den Kopf. «Na ja … ich weiß nur, dass es ihm nicht so gut geht ...»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Hat er das gesagt?», fragte ich schnell nach und sah sie mit großen Augen an. Ich lechzte nach jedem Bisschen, nach jeder winzigen Information, die ich von oder über ihn bekommen könnte.&lt;br /&gt;«Bells, es ist nicht gut, wenn du das fragst...», warf Tanya ruhig ein und sah mich verständnisvoll an.&lt;br /&gt;«Ich will es aber wissen», zischte ich und bemerkte selbst, wie trotzig ich klang. Rosalie räusperte sich und zog an ihrer Zigarette. Erst da fiel mir ein, dass in meiner Hand ebenfalls noch eine qualmte.&lt;br /&gt;«Hör zu … nein... erzähl uns erstmal bitte ALLES ganz genau, okay? Himmel, wie kam es zu alldem? Wann ist es passiert?!», fragte Rosalie ein wenig aufgebracht.&lt;br /&gt;Ich räusperte mich leicht. «In der Nacht bevor er nach Vegas ging, ist es passiert. Das und dieses fucking Geständnis. Zwei Tage später hab ich es Malvin gesagt und jetzt sitze ich eben hier, nichts Aufregendes.»&lt;br /&gt;«Aber du warst doch mit Malvin zusammen!», rief Tanya und sprang auf.&lt;br /&gt;«Ach, sag Sachen. DAS hätte ich fast vergessen», zischte ich sarkastisch zurück. Ich liebte sie, aber manchmal war sie so... so... so Blond!&lt;br /&gt;«Warte ...», meinte Rose und hob die linke Hand. «Die Nacht bevor er nach Vegas ging? Da hat er uns doch abgeholt ...»&lt;br /&gt;Tanya erstarrte vor mir und sah ernst zu mir hinab. «Bella, du spinnst doch, wie konntest du?!» Nun wurde auch ich wütend und sprang auf, funkelte sie wütend an.&lt;br /&gt;«ICH WEIß, dass ich ihn nicht hätte betrügen sollen, okay? ABER ich liebe Edward nun mal, so ist es und da ändert kein Malvin, keine Tanya und auch sonst niemand was dran. Ich kann nichts dafür, okay?!», rief ich ungehalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Träge ließ ich mich wieder auf das Sofa neben Rose fallen. Irgendwie war das alles anstrengend.&lt;br /&gt;«Ich kann nichts dafür..», schniefte ich erneut. «Also entweder seid ihr für mich da, betrinkt euch jetzt mit mir und macht mir Vorwürfe, wenn es mir besser geht, oder ihr geht jetzt besser», flüsterte ich weiter und wischte mit meinem Ärmel über mein Gesicht. Himmel, wo kamen diese beschissenen Tränen jetzt wieder her? Ich schluckte hart und drückte die Zigarette aus. Rosalie tat es mir gleich, bevor sie einen Arm um meine Schultern legte und mich auf den Kopf küsste. Tanya ließ sich ebenfalls wieder auf meiner anderen Seite nieder und griff nach meiner Hand, malte kleine Kreise auf meinen Handrücken.&lt;br /&gt;«Sorry», murmelte sie leise. «Ich hab dich nur noch nie so … zerbrechlich gesehen.»&lt;br /&gt;«Sie hat auch noch nie geliebt...», murmelte Rose.&lt;br /&gt;«Ich kann nicht schlafen, ich kann nicht essen. Ich kann nicht mal aufhören an die beiden zu denken. An Cullen, weil ich ihn liebe und an Malvin, weil er weg ist. Das ist so was von grotesk. Ich bin eine verdammte Schlampe», schniefte ich und Rose zog ein Taschentuch aus ihrer riesen Shoppingbag neben sich.&lt;br /&gt;Sie reichte es mir und ich nahm es dankbar entgegen, ehe ich mir fahrig die Nase putzte und es dann zerknüllte.&lt;br /&gt;«Es ist … alles so beschissen!», murmelte ich weiter und dachte kurz über meine Situation nach. Alles war kompliziert. Ich hatte sie beide verloren, aber was mich leicht wütend machte war, dass Cullen eigentlich gar nicht hätte gehen müssen. Bei Malvin konnte ich es verstehen, aber Cullen?!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Er kann nicht einfach hierhin kommen, mich durcheinander bringen, meine Welt auf den Kopf stellen, mir sagen, dass er dasselbe empfindet … oder eher, es mir zeigen und sich dann verpissen! Mich alleine lassen!! Wegen ihm kann ich nicht mehr schlafen … und wenn ich schlafe, ist ER in meinem verfickten Kopf! Es ist alles nur seine verdammte Schuld!», rief ich plötzlich aufgebracht und halb schluchzend.&lt;br /&gt;«Ich mag ihn nicht. Aber nein Süße, du kannst nicht alles auf ihn schieben.» Tanya sah aus dem Fenster und stand auf, um es zu öffnen. Hier stank es sicherlich abartig. Ich hatte seit Tagen nicht mehr gelüftet, nicht mehr geduscht und auch nicht aufgeräumt. Was auch? Die leeren Alkoholflaschen zum Container bringen? Nein, dafür hätte ich ja das Haus verlassen müssen.&lt;br /&gt;«Wieso verteidigst du ihn, verflucht?», rief ich und versuchte Tanyas schönes Gesicht unter dem Tränenschleier meiner Augen zu erkennen. «Wieso?»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Weil er dich liebt...», murmelten beide synchron und ich hielt die Luft an.&lt;br /&gt;«Er hat es nicht gesagt. Und wenn er mich lieben würde ... ich ...» Ich wusste, dass er das tat. Ja, ich wusste es. Aber ... es laut zu hören, ging mir durch Mark und Bein. «Warum ist er gegangen?», flüsterte ich brüchig und Tanya begann die leeren Dosen und Flaschen einzusammeln.&lt;br /&gt;«Weil er dich liebt...», war wieder ihre Antwort.&lt;br /&gt;«Siehst du... er.. er weiß, dass er dich nicht glücklich machen kann, meine Hübsche.» Rose strich mir langsam und vorsichtig eine Haarsträhne aus der Stirn.&lt;br /&gt;«Woher willst du das wissen?», fragte ich schniefend nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Weil er es Emmett gesagt hat.»&lt;br /&gt;«Aber ... ich dachte ...» Perplex sah ich sie an. «Ich dachte, du wüsstest nicht, dass ich es ihm gesagt hab …»&lt;br /&gt;«Das wusste ich auch nicht. Nicht, dass es einer von euch beiden ausgesprochen hat, aber man konnte es in jedem eurer Blicke sehen. In jedem einzelnen. Mich hat es immer gewundert, dass Malvin das alles so mitgemacht hat», sprach sie ruhig weiter und trank einen Schluck von dem Martini. Normalerweise pisste es mich an, wenn Tanya in meiner Wohnung rumräumte, aber jetzt gerade war es mir egal.&lt;br /&gt;«Siehst du, er spricht nicht mit mir darüber. Warum auch? Ich bin DEINE Freundin. Aber er redet mit Em.. und Em.... für ihn ist es nicht einfach, Malvin als deinen festen Freund zu akzeptieren, wenn er sieht, dass du Edward liebst und er dasselbe empfindet. Aber er hält sich raus. Nur so ,wie ich dir zuhöre, so hört er ihm zu», erklärte sie.&lt;br /&gt;«Was hat er noch gesagt?», fragte ich hibbelig nach. Okay … also was wusste ich? Cullen erzählte alles Emmett … demnach wusste Emmett auch von unserer gemeinsamen Nacht, hatte es aber nicht Rose erzählt. Und weil Emmett wusste, dass Cullen mich … liebte, sah er mich nicht gerne mit Malvin … sagte aber nichts, weil er sich raushalten wollte. Okay … verstehe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Nicht viel, Süße. Emmett erzählt mir aus Loyalität Edward gegenüber nicht alles. Nur das, was Edward mir auch selbst erzählen würde … aber nicht alles.» Sie sah mich mit einem leichten Lächeln an.&lt;br /&gt;«Weißt du was?»&lt;br /&gt;«Nein... ich weiß momentan irgendwie gar nichts ..», erwiderte ich mit einem Stirnrunzeln.&lt;br /&gt;«Du gehst jetzt duschen, Tanya räumt hier auf und ich kaufe eine Kleinigkeit an. Dann ziehen wir drei uns Sex and the City rein und ich bring auf dem Rückweg was vom Chinesen unter dir mit. Klingt gut?»&lt;br /&gt;Tanya, die gerade die Flaschen in einem Sack verstaute-wo hatte sie den her?-, blickte auf. «Ich finde, es klingt gut», lächelte sie.&lt;br /&gt;«Mh .. ja … okay ..», nickte ich zustimmend und stellte den Flachmann weg.&lt;br /&gt;«Sehr schön!» Rose sprang auf und griff nach ihrer Tasche. «Dann bis gleich.»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drei Stunden, eine Flasche Baileys und sieben leere Pappschachteln vom Chinesen später, flimmerte der Abspann von Sex and the City über meinen Fernseher.&lt;br /&gt;Ich hatte mittlerweile geduscht und es fühlte sich wirklich gut an, frisch zu sein. Rose hatte meinen Kühlschrank voll gekauft und Tanya hatte so extrem aufgeräumt, dass all meine Möbel glänzten.&lt;br /&gt;Wir waren alle drei betrunken. Ich meine, richtig betrunken, was auch kein Wunder nach dem vielen, gemischten Alkohol war.&lt;br /&gt;Tanya hatte gerade ihr leeres Glas Martini auf dem Tisch abgestellt und Rose versuchte sich in ziemlich betrunkenem Zustand daran, eine SMS an Emmett von ihrem neuen Handy aus zu tippen. Ein Blackberry.&lt;br /&gt;Sie fluchte immer wieder leise und schnaubte vor sich hin.&lt;br /&gt;«Weißt du, ich verstehe sowieso nicht, warum Emmett dich mit so viel teurem Zeug überschüttet», rollte ich leicht lallend die Augen. Mein Kopf drehte sich und meine Sicht war ein wenig verschwommen.&lt;br /&gt;«Ist doch süß. Er liebt sie eben», murmelte Tanya, die gerade an ihrem Haar spielte.&lt;br /&gt;«Mh ja … Liebe lässt sich also mit materiellem Zeug ausdrücken, huh?», meinte ich dann kopfschüttelnd. Rose legte ihr Blackberry weg und sah mich ernst an.&lt;br /&gt;«So viel hat er mir nun auch nicht geschenkt.» Sie zog ihre Beine zu einem Schneidersitz an und legte den Kopf leicht schief.&lt;br /&gt;«Mh stimmt. Nur ein Blackberry, eine Kreditkarte und ein Apartment in Manhattan», bemerkte ich trocken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Du hättest das von Edward auch bekommen können», erwiderte Rose und ich merkte an ihrer angesäuerten Tonlage, dass es wohl ein Themenbereich war, den sie nicht SO toll fand und auf den sie allergisch reagierte.&lt;br /&gt;Niemals hätte ich das von Edward bekommen können, abgesehen davon, hätte ich es gewollt? Ich wollte ihn ja nicht, weil er einen Kontostand hatte den manche Leute nicht einmal aussprechen konnten. Ich wollte ihn, weil er war, wie er war. Einfach ihn. Nicht sein Geld, sein Ansehen, seine Macht. Nur ihn.&lt;br /&gt;«Du weißt, dass das etwas anderes ist», war alles was ich leise darauf sagte. Tanya schüttelte wieder leicht den Kopf.&lt;br /&gt;«Ich bin auch ohne solch teuren Geschenke glücklich mit meinem Baby», grinste sie. Ihr Kopf war schief gelegt und die blonden Spitzen ihres Pferdeschwanzes lagen auf ihrer Schulter.&lt;br /&gt;«Ja ja, Jake und du. Streitet ihr auch mal?», wollte Rose wissen.&lt;br /&gt;«Eher selten. Wir sind komplett im Einklang miteinander.»&lt;br /&gt;«So wie Ying und Yang?», fragte Rose schmunzelnd nach.&lt;br /&gt;«Himmel, ich glaub ich muss brechen. Was ist los mit euch ? Ihr seid wie zwei Hausmütterchen», murmelte ich und musste los lachen.&lt;br /&gt;«Vielleicht wäre ich als Hausfrau gar nicht so schlecht...», grinste Tanya. Rose sah sie eindringlich an.&lt;br /&gt;«Möchtest du uns was sagen?», fragte sie skeptisch nach.&lt;br /&gt;«Heiraten?» Ich trank hastig einen Schluck von meinem Drink «Kinder?», grinste ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tanya lachte und ließ sich zurückfallen. Sie umklammerte eines meiner Kissen mit ihren Armen und seufzte verträumt. Ich warf Rose einen Blick zu. Wir wussten, was jetzt kam. Wir wussten es beide … und rollten leicht die Augen.&lt;br /&gt;«Wisst ihr, er ist so … so perfekt. Mit uns, das ist wie-»&lt;br /&gt;«... wie mit Harry und Charlotte», beendeten Rose und ich ihren Satz synchron und sie seufzte wieder verträumt.&lt;br /&gt;«Ja, es ist, als-»&lt;br /&gt;«... würde er dir deine Wünsche von den Augen ablesen», kam es wieder von uns. Tanya nickte lächelnd.&lt;br /&gt;«Mh-mh. Und manchmal hab ich das Gefühl ..»&lt;br /&gt;«... du würdest ihn schon dein ganzes Leben lang kennen.» Tanya blickte zu und auf und kicherte mädchenhaft. Rosalie lachte ebenfalls und ich schüttelte nur amüsiert den Kopf.&lt;br /&gt;«Ja, so ist es. Jeder sollte so etwas einmal erlebt haben. Jeder sollte seine große Liebe haben und das erleben können.» Sie blinzelte uns entgegen. «Wisst ihr, jede große Liebe, hat eine große Geschichte...»&lt;br /&gt;«Wir wissen es, du stehst auf den romantischen Scheiß», grinste ich sie an. Ja das tat sie. Die kleine rosa, blonde Bilderbuch – Tanya. Sie war der Inbegriff von Romantik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du brauchst Muffins für deine Gäste und hast keine Zeit oder keine Ahnung wie das geht? Kein Problem. Frag Tanya.&lt;br /&gt;Du brauchst ein Geschenk für deine Mutter und hast keine Idee? Kein Problem. Frag Tanya.&lt;br /&gt;Du hast Scheiße gebaut und musst es wiedergutmachen? Kein Problem. Frag Tanya.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Himmel, ja natürlich. Tanya konnte mir bestimmt weiterhelfen, sollte Malvin auf meinen  Anruf morgen nicht reagieren. Laut Cullen brauchte er noch einen Tag Schonfrist. Gemeldet hatte er sich bis jetzt noch nicht. Natürlich nicht. Wieso auch? Ich hatte ihn verletzt.&lt;br /&gt;Vielleicht würde er sich auch nie wieder bei mir melden. Ich wusste es nicht. Ich glaube, es tat weh, nur Dank dem Alkoholintus in meinem Blut, konnte ich es momentan nicht spüren. Ja, Alkohol war schon eine feine Sache.&lt;br /&gt;«Mh ja», murmelte ich mehr zu mir selbst und hob mein Glas an. «Auf den Alkohol!» Ohne zu wissen, wovon ich eigentlich sprach, füllten Tanya und Rose ihre Gläser, um dann mit mir anzustoßen.&lt;br /&gt;«Wenn ich so weitermache», murmelte ich und stellte mein Glas wieder ab. «Werde ich heute Nacht kotzen.»&lt;br /&gt;«Ach Hübsche, das macht nichts. Wir halten dir die Haare», meinte Rose. Oh ja. So war sie eben. Sie würden alles für mich tun. Welche Frau war nicht vollkommen dankbar, wenn sie solche Freunde hatte.&lt;br /&gt;«Ich würde dasselbe für euch auch tun, Ladies. Das wisst ihr, oder?», fragte ich nach und trank noch einmal von meinem Getränk.&lt;br /&gt;«Ich hoffe ehrlich gesagt nicht, dass ich und Em...», fing Rose an und ihre melancholische Ader kam wieder einmal durch. Sie schluckte schwer und ich legte meine Hand auf ihren Oberschenkel.&lt;br /&gt;«Werdet ihr nicht, Süße.. er ist ja nicht wie Edward fucking Cullen!», rief ich laut.&lt;br /&gt;«Und das ist auch besser so. Mehr Edward Cullens würde die Welt nicht ertragen», lachte Tanya und ich schüttelte leicht den Kopf.&lt;br /&gt;«Das stimmt. Einer von der Sorte allein macht mich schon vollkommen fertig», murmelte ich und senkte den Blick.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er hatte es immer getan.&lt;br /&gt;Von Anfang an. Mich fertig gemacht. Zuerst mit seiner sexy Art, dann jedes einzelne Mal, wenn er mein Temperament entfacht hatte … immer wieder. Bis hin zum Ende, als er mich gehen ließ. Los ließ.&lt;br /&gt;Mich ohne jegliche Hoffnung hier zurückließ. Mit einem gebrochenen Herzen, einem verwirrten Verstand und zu wenig Luft zum Atmen.&lt;br /&gt;Ich musste das alles wieder auf die Reihe bekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;07:21&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hastig griff ich nach meinem Handy -wie von einer inneren Macht getrieben und gezogen. Wie ein Tau, das sich um meine Eingeweide schlang und mich mehr und mehr in seine Richtung zog war das. Ich konnte es jetzt nicht mehr aushalten. Nicht eine Sekunde länger. Er fehlte mir. Seine Nähe fehlte mir. Seine Stimme. Seine beruhigenden Worte. Fick den verfluchten Scheiß. ER fehlte mir einfach.&lt;br /&gt;So sehr ich mich nach Cullen verzerrte und so sehr ich ihn sehen wollte.. Malvin, meine Stütze, mein Fels in der Brandung, er fehlte mir.&lt;br /&gt;Ich starrte einige Sekunden mein Telefon an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;SMS oder Anrufen?&lt;br /&gt;'... und dann rufst du ihn an...', schossen mir Cullens Worte in den Kopf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein müdes Gähnen entfuhr mir. Ich hatte höchstens vier Stunden geschlafen, da Tanya und Rose gestern Nacht erst um drei Uhr gegangen waren. Aber trotzdem war ich schon um sieben aufgewacht.&lt;br /&gt;Ich schlief in letzter Zeit sowieso kaum. Ich konnte nicht, zu viele Gedanken schwirrten in meinem Kopf umher. Zu einsam fühlte ich mich nachts. Ich hatte mich einfach daran gewöhnt, in Malvins Armen einzuschlafen ..&lt;br /&gt;Ich schluckte schwer und krabbelte mit meinem Handy in der Hand aus dem Bett. Träge bahnte ich mir meinen Weg in die Küche und während ich mein Telefonbuch durchscrollte, setzte ich Kaffee auf.&lt;br /&gt;Mein Kopf dröhnte von dem vielen Alkohol letzte Nacht und mein Apartment stank furchtbar nach Zigaretten.&lt;br /&gt;Ich schaltete die Kaffeemaschine ein, drückte den grünen Knopf meines Handys, als ich bei Malvin angekommen war und öffnete alle meine Fenster.&lt;br /&gt;Langsam hob ich das Telefon an mein Ohr. Die Sonne strahlte hell in meine Wohnung, der Sommer dieses Jahr war wieder wunderschön … und doch so anders als letztes Jahr.&lt;br /&gt;Ob Malvin wohl schon wach war? Heute war Mittwoch … er musste sicherlich arbeiten. Trotz seiner Träume, ein Café zu eröffnen, arbeitete Malvin nun doch im Four Seasons, was ich aber absolut nicht verstand, da es nicht das war, was er wirklich wollte.&lt;br /&gt;Es tutete nun in der Leitung und ich schloss die Augen. Mit jedem Piepen beschleunigte mein Herzschlag sich. Ich war so nervös … Wann war ich eigentlich das letzte Mal absolut relaxed gewesen? Absolut ausgeglichen?&lt;br /&gt;Lange nicht mehr. Das wusste ich. Sehr lange nicht mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er nahm nicht ab. Nach viermaligem Tuten ging sein Anrufbeantworter ran und ich räusperte mich.&lt;br /&gt;«Malvin? Bitte … ruf mich zurück.»&lt;br /&gt;Irgendwie frustriert legte ich wieder auf. Na gut, was zur Hölle hatte ich erwartet? Ich meine, Himmel, ich hatte ihn verletzt mit dem schlimmsten und jetzt erwartete ich tatsächlich, dass er an sein fucking Telefon ging, wenn dort meine Nummer stand?&lt;br /&gt;Ich fühlte mich wie ein naives Blondchen … Ich WAR ein naives Blondchen. Denn tief in meinem Inneren, wo der Teufel seine Fäden zog, hoffte ich, dass er an das Telefon ging.&lt;br /&gt;Na ja. Whatever. Cullen und seine verfickte Taktik würde sowieso nicht funktionieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als könnte sich Mister-ich-vögel-dir-den-Verstand-raus in meine Gedanken schleichen, hallte seine Stimme in meinem - ich glaube leeren -Hirn wieder.&lt;br /&gt;'Du hast versprochen, es zu versuchen, Baby'&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie dumm konnte ein einziger Mensch sein? Wenn ich Malvin von dieser einmaligen Aktion mit charmantem-Arschloch nie etwas gesagt hätte, dann würde das jetzt alles noch laufen. Aber ich, Miss-ich-brauch-eine-weiße-Weste Swan- konnte ja meine verfluchte Klappe wieder nicht halten.&lt;br /&gt;Ich nahm mir eine Walt Disney Tasse - sie war von Jake übrig geblieben- aus dem Schrank und goss mir Kaffee ein. Der Glöckner von Notre Dame. Wie passend.&lt;br /&gt;Ich ließ mich auf den Stuhl am Küchentisch fallen und schielte auf mein Handy.&lt;br /&gt;Du Dummchen, es ist auf laut.. tadelte mich Miss Unterbewusstsein und ich rollte mit den Augen.&lt;br /&gt;Ich wusste das, aber trotzdem sah man nun mal immer wieder darauf.&lt;br /&gt;Ich versuchte meine Gedanken in eine andere Richtung zu lenken.&lt;br /&gt;Job. Ich brauchte einen Job …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Job. Job. Job. Blow-Job.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;FUCK. Alles an das ich denken konnte, war Edward fucking Cullen.&lt;br /&gt;Wäre mein Gehirn - ich war mir nicht mehr sicher, ob ich eines besaß- nicht immer so komplett vernebelt von ihm und seiner anmutigen, rauen, heiseren Stimme, dann könnte ich auch klar denken.&lt;br /&gt;Wie er mich berührt hatte und ...&lt;br /&gt;... das Schlimme an der Sache war, dass ich es wieder wollte. Immer und immer wieder. Aber genauso sehr, wie ich seinen unglaublichen Körper wieder unter mir wollte, so wollte ich Malvin als meine Stütze, meinen Beschützer und den Mann, der mich auf Händen trug, wieder.&lt;br /&gt;Ich wusste, dass ich egoistisch war, aber ich konnte einfach nicht anders. Es ging nicht. Ich brauchte Cullen. Für mich. Mein Herz und meine Seele. Und Malvin brauchte ich, um das, was Cullen regelmäßig komplett zerstörte, wieder aufzurichten. Er war einfach... ich brauchte ihn und dass er jetzt nichts von sich hören ließ, war mir zwar klar gewesen, aber trotzdem machte es mich fertig. Trotzdem nervte es mich unglaublich.&lt;br /&gt;«Verfluchte Scheiße», rief ich laut als ich merkte, wie mir die Tränen in die Augen stiegen. Ich war ein verdammtes Weichei geworden, das bei jeder Gelegenheit zu heulen anfing.&lt;br /&gt;Wütend - über meine eigene Dummheit- stand ich auf und nahm mir ein Taschentuch, um mir die Tränen aus den Augen zu wischen.&lt;br /&gt;Nachdem ich mir die Nase geputzt hatte, legte ich den Kopf in meine Hände. Es war alles so beschissen. Diese ganze fucking Situation. Dieses ganze Drumherum. Es war einfach beschissen.&lt;br /&gt;Hätte ich einfach meine blöde Klappe gehalten und Malvin nichts davon gesagt, würde es mir jetzt nicht so gehen. Alles würde normal laufen. Gut, einigermaßen normal. Nach wie vor würde ich an Cullen hängen, das stand außer Frage, aber es würde einigermaßen normal laufen. Ich hätte Malvin, meine Stütze meine Hilfe, an meiner Seite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verfluchte Scheiße. Bella, du bist so ein Arschloch.&lt;br /&gt;Danke Miss Unterbewusstsein. Danke. Leck mich. Okay.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kreuzte die Arme vor der Brust. Himmel, ich wollte, dass diese klaffende Wunde endlich verstummte. Es war wie eine Operation am offenen Herzen und ich wollte, dass das Blut endlich aufhörte, in Bächen aus mir herauszulaufen. Manchmal, wenn ich eine gute Phase hatte - was von 24 Stunden am Tag vielleicht zehn Minuten waren- dann hatte ich das Gefühl, dass ich das alles mit LINKS schaffen würde, und dann wieder.. wenn sämtliche Erinnerungen wie eine Flutwelle über mir zusammen donnerten, pochte das Blut durch meine Adern, schien sich in meinem Herzen zu sammeln und ich hatte plötzlich das Gefühl, dass ich verbluten musste. Die Welt war ein Arschloch. Oder nein, vielleicht war das auch nur ich.&lt;br /&gt;Rosalie und Tanya hatten versucht mir einzutrichtern, dass ich nicht im Selbstmitleid versinken durfte, aber Himmel, ich konnte nicht anders. Es ging nicht. Stumme Tränen fanden wieder den Weg über meine Wangen.&lt;br /&gt;Wie lange konnte ein Mensch weinen, bis er keine Tränen mehr hatte? Wie lange konnte ein Mensch existieren, wenn er das Gefühl hatte, er wäre nur ein Abbild seiner Selbst?&lt;br /&gt;Als ich meine Gedanken treiben ließ, der Kaffee kalt wurde und ich immer wieder einen Blick auf mein Handy warf, wurde mir etwas klar.&lt;br /&gt;Wenn lieben... diese große, mächtige, alles verzehrende Liebe, mit diesem großen Schmerz, dieser tödlichen Verletzung verbunden war, wenn das Eine ohne das Andere nicht existieren konnte, dann wollte ich nicht mehr lieben.&lt;br /&gt;Ich war ein Mensch, der immer versuchte, sich selbst zu schützen und wenn der einzige Weg war, dass es mir gut ging, NICHT zu lieben, würde ich es nicht tun.&lt;br /&gt;Vor mein geistiges Auge schob sich ein Bild, wie ich als sehr sehr alte Frau einsam in einem riesigen Ohrensessel vor dem Fenster saß und hinaus blickte.... es war Winter.. es schneite... Kinderstimme schrien entfernt.. ein schwarzer Kater sprang auf meine Beine, die mit einer Jagdgrünen Decke umhüllt waren.. ich zitterte, als ich die Hand hob um ihn zu streicheln.. ich war alleine. Einsam.&lt;br /&gt;«Lieber sterbe ich einsam, als an gebrochenem Herzen...», murmelte ich vor mich hin und hielt die Tränen, die über mein Gesicht liefen, nicht auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Normalweise war ich niemand, der sich so extrem an einen Mann klammerte … aber bei Malvin war es einfach anders. Ich brauchte ihn so sehr. Mir ging es beschissen, wenn er nicht da war und mich hielt.&lt;br /&gt;Ich hatte mich so sehr an seine Nähe gewöhnt .. ich wollte ihn zurück. So sehr … ich wollte diese Schmerzen nicht mehr verspüren. Ich wollte, dass es endlich vorbei ging.&lt;br /&gt;Also griff ich abermals nach meinem Handy und drückte die Wahlwiederholung. Wieder tutete es ein paar Mal und diese monotone Stimme der Schlampe namens Anrufbeantworter ertönte. Ich hasste sie. Wie sie mir so … selbstgefällig mitteilte, dass der gewünschte Gesprächspartner momentan nicht da war. Oder sehr wohl da war, aber nicht mit mir reden wollte.&lt;br /&gt;«Malvin...», murmelte ich und schloss gestresst die Augen. «Es tut mir leid … ruf mich bitte zurück … lass es mich wiedergutmachen...»&lt;br /&gt;Da war mein Stolz nun vollends dahin. Schreiend vor mir weggelaufen, Hand in Hand mit meiner Würde und meinen guten Vorsätzen.&lt;br /&gt;Ich legte auf und schmiss mein Handy achtlos auf den Tisch. Aber gut … wenn man so eine Scheiße verbockt hatte wie ich, wenn man den Menschen, der einen so sehr liebte, quasi mit Füßen trat und ihn betrog, dann war es eigentlich selbstverständlich – zumindest wenn man ihn wieder wollte – dass man alles dafür tat, es wieder zu bereinigen. Und genau das tat ich. Ich versuchte, meine Fehler irgendwie zu beheben.&lt;br /&gt;Man konnte es zwar nicht rückgängig machen, aber versuchen, es zu retten. Das konnte man. Ich denke, es war nicht einmal die Tatsache, dass ich ihn betrogen hatte … vielmehr, dass es Edward Cullen war und dass ich ihm dann auch noch unter die Nase rieb, dass ich Cullen liebte. Wisst ihr, Cullen musste gar nichts tun. Seine Art reichte aus, um mein Herz schneller schlagen zu lassen.&lt;br /&gt;Malvin hingegen, riss sich quasi den Arsch für mich auf, meine Liebe, die er wollte … und trotzdem waren die Gefühle nicht so stark wie für Cullen. Wenn ich monatelang zusehen würde, wie der Mensch, den ich liebe, an eine andere denkt, wenn ich wüsste, dieser Mann liebt jemand ganz anderen … ICH hätte das auch nicht mitgemacht. Wirklich nicht. Aber … Gott, ich hoffte einfach, dass er mir vergeben würde, sich wenigstens melden und mir sagen, dass er noch Zeit bräuchte. Aber diese vollkommene Dunkelheit, in die er mich hüllte … diese Ungewissheit und Ahnungslosigkeit, trieb mich schier in den Wahnsinn …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gab ein Sprichwort das besagte, dass man ein Leben zu leben, ein Herz zu brechen, eine Chance davonzulaufen, eine Liebe zu verschenken hatte. Ich hatte diese Chancen alle ausgenutzt.&lt;br /&gt;Klar, mein Leben lebte ich noch … aber ich hatte ein Herz gebrochen ; Malvins. Ich war davongelaufen ; vor Cullen. Und ich hatte meine Liebe verschenkt … an Cullen.&lt;br /&gt;Rastlos wanderte ich in meiner Wohnung umher. Von einem Raum zum nächsten. Ich ging in das Wohnzimmer, blickte zur Couch und sah Cullen und mich, wie er mich damals &lt;trockenfickte&gt; wie wir uns hingegeben hatten, wie er mich in den Wahnsinn getrieben hatte.. seine Stimme hallte in meinem Kopf wieder.. Du gehörst mir Kitty.. ich will dich...&lt;br /&gt;Mir entwich ein Seufzen... und ich schlug mich selbst leicht auf die Wange. «Wach auf, Bella», murmelte ich vor mich hin.&lt;br /&gt;Das Bild veränderte sich und ein- in Kerzenlicht getauchter- Raum trat hervor. Meine Beine trugen mich zu meinem Sofa - dasselbe Sofa, auf dem ich es mir von Cullen hatte besorgen lassen- und meine Finger glitten über die Rückenlehne. Malvin und ich hatten öfter hier gesessen, er hatte seinen Arm auf der Lehne und ich saß und lag halb auf ihm. Sein Herzschlag, den ich damals vernommen hatte, hallte in meinen Ohren wieder, ich konnte seine hektische Atmung hören, als ich mit meinen Fingern seinen Oberschenkel entlang gestrichen hatte und auch jetzt noch- Wochen später- lächelte ich leicht. Ich wusste, dass ich ihn damals verrückt gemacht hatte. So, wie Cullen mich auf ein-und demselben Möbelstück verrückt gemacht hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich ging weiter... betrat mein Schlafzimmer.. blickte zu meinem Bett und ehe auch hier irgendwelche Erinnerungen auf mich einbrechen konnten, schloss ich die Türe wieder. Mein Atem ging schneller und ich lehnte den Kopf gegen die Türe.. Himmel. Cullen hatte Recht gehabt, als er damals sagte, jeder braucht einen sauberen Ort. Gut. Nun ja, MEIN Schlafzimmer war das wohl nicht mehr. Whatever. Verdrängen Swan, Verdrängen.&lt;br /&gt;Ein Geräusch- das nach meinem Handy klang- durchschnitt die Luft und ich hastete in die Küche zurück. Eilig hoben meine Finger das Telefon auf und ich blickte auf das Display. Es war schwarz. Verhöhnte mich. Um sicher zu gehen, dass dort wirklich keine Nachricht war, klickte ich wild darauf rum.&lt;br /&gt;Gott, ich wurde langsam verrückt. Sogar meine Ohren spielten mir schon Streiche. Müde lehnte ich mich gegen die Anrichte und fuhr mir mit meiner freien Hand über mein Gesicht. Himmel, das durfte doch nicht wahr sein.&lt;br /&gt;Als ich meine geschlossenen Augen wieder öffnete fiel mein Blick auf den Küchentisch.&lt;br /&gt;Cullen. Er hatte mich dort gefickt.&lt;br /&gt;Malvin. Mit ihm hatte ich dort gegessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Energisch entschlossen, dem Ganzen ein Ende zu bereiten, tippten meine Finger auf dem Handy, das ich immer noch in der Hand hielt herum.&lt;br /&gt;Bitte. Malvin... melde dich. Ich brauche dich ..., schrieb ich schnell und drückte auf &lt;senden&gt;, bevor ich es mir anders überlegen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine Antwort, ist auch eine Antwort, dachte ich, als Minuten später immer noch nichts zurück kam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war Nachmittag, als ich gerade in ein Taxi stieg und mich in Richtung Malvins Apartment kutschieren ließ.&lt;br /&gt;Er hatte sich kein einziges Mal gemeldet und das machte mich absolut wahnsinnig … ich wollte nicht zu ihm hoch … ich wollte ihm nur einen Brief in den Briefkasten werfen. Ja, ihr lest richtig.&lt;br /&gt;So tief war ich gesunken – ich schrieb Briefe. Das letzte Mal, als ich das tat, ging ich auf die High School und stand total auf Damien aus dem Senior Year. Damals hatte ich ihn darin um ein Date gebeten … er hatte die Augen gerollt und gemeint er stünde auf Frauen und nicht auf kleine Mädchen. Na ja … wie auch immer.&lt;br /&gt;Jetzt hatte ich Malvin jedenfalls einen Brief geschrieben. Was mich dazu animierte, waren Cullens Worte, die immer wieder in meinem Kopf wieder hallten. Dass ich kämpfen sollte … und genau das tat ich.&lt;br /&gt;Ich weiß es war egoistisch, aber ich war einfach noch nicht bereit dazu, Malvin zi verabschieden, ihn aus meinem Leben zu streichen … es ging nicht. Und ich dachte, wenn ich vielleicht einen Brief schrieb … dass es vielleicht persönlicher war, dass er sich dann vielleicht melden würde. Gott, war ich verzweifelt.&lt;br /&gt;Als der Fahrer gerade in Richtung Upper West Side bog, wo Malvin wohnte, vibrierte mein Handy in meiner Jeanstasche. Ich zuckte heftig zusammen und mein Herzschlag beschleunigte sich abrupt,.&lt;br /&gt;Schnell zog ich es hinaus und nahm hektisch ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Hallo?», fragte ich atemlos und schluckte schwer. Warum sah ich vorher nie auf mein Display?&lt;br /&gt;«Hey Bella .. hier ist Jackson ...», sprach es und ich runzelte verwundert die Stirn. Meine Schultern sackten aus Enttäuschung zusammen und meine Lider schlossen sich. Das Lied im Radiosender des Taxis, in dem ich saß, wechselte und eine langsame Ballade ertönte. Fuck off. Ihr wisst schon .. das Übliche – ich hab Scheiße gebaut .. komm zu mir zurück … ich brauch dich .. und all das.&lt;br /&gt;«Oh ... äh ... Hi?», murmelte ich eher fragend. Wir hielten in diesem Moment vor Malvins Apartment. «Warte einen Moment Jackson, ja? Ich muss eben zahlen.»&lt;br /&gt;Schnell kramte ich nach dem Geld, 17,72 $. Okay. Was solls? Ich hatte zwar sowieso schon kaum Kohle, aber hey, Hauptsache mal Taxi gefahren, dachte ich ironisch und stieg aus.&lt;br /&gt;«Also Jackson, was gibt´s?», fragte ich und legte den Kopf in den Nacken, um meinen Blick zu Malvins Fenster wandern zu lassen.&lt;br /&gt;Wahrscheinlich war er nicht da. Er arbeitete sehr viel, seitdem er bei seinem Dad angefangen hatte ...&lt;br /&gt;«Wollte nur mal hören, wie es dir geht», meinte Jackson und ich zog eine Braue in die Höhe. Wir hatten seit der Party letztes Jahr an Halloween keinen Kontakt mehr gehabt. Nicht, weil ich wütend auf ihn war, sondern weil er einfach nur noch mit Cullen unterwegs gewesen war.&lt;br /&gt;«Oh bestens, mir gehts bestens», lachte ich sarkastisch in den Hörer und kramte den Brief aus meiner Tasche. ich hatte mich darin bestimmt 20 Mal entschuldigt ... hoffentlich brachte es was. Schnell warf ich ihn in den Kasten, auf dem 'Simmens' in fein geschwungener Computerschrift abgedruckt war.&lt;br /&gt;Jacksons seufzte tief in mein Ohr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Bella... ich», fing er an und ich lehnte mich leicht gegen die Hauswand, kramte in meiner Umhängetasche nach meinem Softpack.&lt;br /&gt;Als ich nach gefühlten siebentausend Stunden endlich eine Kippe zwischen den Lippen hatte, atmete ich laut den Rauch aus.&lt;br /&gt;«Ja Jackson? Was?», rollte ich dann mit den Augen. Ich verstand nicht, was genau er jetzt von mir wollte. Wir hatten so lange keinen Kontakt … meine Gedanken schweiften wieder zu Malvin. Meine Augen huschte von links nach recht … was, wenn er gleich Feierabend hatte? Was, wenn er jetzt nach Hause kam? Er durfte mich nicht sehen … ich war nicht bereit dazu, ihm unter die Augen zu treten … es sollte Schritt für Schritt angegangen werden … ich würde darauf warten, dass er sich meldete. Der Brief war mein letzter Versuch gewesen.&lt;br /&gt;«Also … geht’s dir gut?», erkundigte Jackson sich schon wieder, während ich erneut an meiner Zigarette zog, und schnell den Bürgersteig entlang lief. Der Geruch von Burgern stieg mir in die Nase, was hier in New York keine Seltenheit war …&lt;br /&gt;«Himmel Jackson, warum interessiert es dich? Du hast dich seitdem du mit Cullen zu tun hast ….» Ich unterbrach mich selbst und blieb mitten in der Menschenmenge stehen. Cullen. Er hatte sich seitdem nicht mehr gemeldet. Der Einzige, zu dem er Kontakt hatte, war Cullen … Meine Lider schlossen sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Was … was hat er dir erzählt?», wollte ich leise wissen, als ich mit schleifenden Schritten meinen Weg fortsetzte. Himmel, sogar an ihn zu denken, ließ mein Herz rasen.&lt;br /&gt;Jackson räusperte sich leise und ich presste mein Handy fest an mein Ohr. Es war grotesk. Mal wieder. Ich stand hier in Malvins Straße, hatte ihm gerade irgendwie einen total verdrehten-ich-will-dich-wieder-Brief geschrieben und eingeschmissen und jetzt presste ich mein Telefon an mein Ohr, um jede winzige Kleinigkeit von einer Person aufzusaugen, die zu Cullen Kontakt hatte.&lt;br /&gt;Ich war krank. Es war amtlich. Ich war krank.&lt;br /&gt;Langsam setzten sich meine Beine wieder in Bewegung und ich zog an meiner Kippe. Ich wollte das Schweigen nicht brechen, welches gerade zwischen meinem Ex-Arbeitskollegen und mir entstanden war.&lt;br /&gt;«Bells, er ... nicht viel...», fing er an. Ich bog um die Ecke und lief einfach weiter. Vorbei an Tiffanys, vorbei an Dolce, vorbei an Bloomingdales. Mein Herz setzte aus, als ich daran dachte, wie wir alle shoppen gewesen waren …&lt;br /&gt;«Bitte Jackson …», flüsterte ich und richtete den Blick auf meine Füße, während ich weiterging. Jemand rempelte mich unsanft an, wodurch ich die Augen wieder hob. Ein beschäftigter, immer wieder auf seine Rolex sehender Geschäftsmann funkelte mich wütend an, ehe er weiter lief.&lt;br /&gt;Jackson seufzte wieder. «Ich darf das nicht», murmelte er. «Er hat gesagt, ich soll mich NUR erkundigen, wie es dir geht … nicht mehr, nicht weniger.»&lt;br /&gt;«Er... er wollte wissen, wie es mir geht?», hakte ich nach und schluckte den Kloß in meinem Hals herunter. Nervosität durchflutete meinen Körper und ein Gefühl, das nur Cullen oder Gedanken an ihn auslösen konnten, machte sich in meinem Magen breit. Schmerzende Sehnsucht … vermischt mit frisch entdeckter Liebe.&lt;br /&gt;«Bells.. Bitte sag mir ehrlich wie es dir geht, ja?», fragte er noch einmal nach und musste sich wohl sehr zusammenreißen. Das Gedankenkarussell beschleunigte auf eine Geschwindigkeit, in der ich nicht mehr hinterher kam. Milliarden Situationen wirbelten durch meinen Kopf, zogen an meinen Augen vorbei. Ich spürte wie mein Bauch zu kribbeln anfing, er so sanft wie eine Feder.. danach so leicht wie ein Vogel um sich in einer brechenden süße aus heftigen Flügelschlägen zu mischen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ER will wissen wie es mir geht. ER will wissen wie es mir geht. Er will wissen wie es mir geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;STOPP. STOPP. STOPP...!!&lt;br /&gt;Wenn er so dringend wissen musste, wie es mir ginge, wieso rief er mich nicht selbst an?&lt;br /&gt;«Er könnte mich auch selbst anrufen um mich das zu fragen, huh?», fing ich an und klang dabei zickiger, als ich sein sollte. Nun gut. Zickigsein war besser, als Jackson wissen zu lassen, was dieser Mitkerl mir bedeutete. So war Cullen eben. Immer schön die anderen machen lassen. Nur selbst nichts eingestehen. Wieso war der Mann so verkorkst, dass er nicht mal die leichtesten Dinge schaffte.&lt;br /&gt;Malvin, er brachte das auf die Reihe. Jeden verfluchten Tag hatte er mich gefragt, wie es mir ging. Jeden verfluchten scheiß Tag. Nun, seit ein paar Tagen -oder war es schon eine Woche her?-nicht mehr.&lt;br /&gt;«Bella», seufzte Jackson nun. «Ich weiß es nicht, okay? Sag mir einfach … was bei dir los ist ...» Ich atmete tief ein und warf meine Kippe auf die Straße. Sie rollte über den Bordstein und in einen der stinkenden Gullis. Weg war sie.&lt;br /&gt;Ich schüttelte leicht meinen Kopf. «Sag ihm, dass es mir nach wie vor beschissen geht, ja?», erwiderte ich mit kaum überhörbarem Sarkasmus in der Stimme. «Und dass mein Leben gerade den Bach runter geht, wie die Kippe den Gulli runterfällt ...» Es entstand eine kleine Pause, ehe er sprach.&lt;br /&gt;«Äähm ...» Er klang ein wenig verwirrt.&lt;br /&gt;«Egal», unterbrach ich. «Weißt du, im Grunde genommen ist es vollkommen egal.» Nach dieser Aussage, betätigte ich den roten Knopf und warf mein Handy energisch zurück in meine Tasche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag, hatte ich noch immer nichts von Malvin gehört.&lt;br /&gt;Es war elf Uhr am Morgen – unnötig zu erwähnen, dass ich höchstens vier Stunden geschlafen hatte – und ich lag auf meiner Couch, starrte die Decke an.&lt;br /&gt;Was sollte ich denn nun machen? Vielleicht würde eine Therapie ja was bringen? Ein spöttisches Schnauben entfuhr mir und im selben Moment knurrte mein Magen. Aber wenn ich nur an Essen dachte, drehte er sich gleich wieder herum und ich musste ein Würgen unterdrücken.&lt;br /&gt;Irgendwie trat ich auf der Stelle … kam keinen Schritt weiter. Weder im Leben, noch in der Liebe. Ich steuerte ununterbrochen auf diese Einbahnstraße zu, sah, dass es nicht weiterging, bog aber nicht ab. Nein, ich fuhr eifrig weiter.&lt;br /&gt;Ich zuckte heftig zusammen, als das schrille Klingeln des Haustelefons die Stille durchbrach, in die ich mich seit Tagen hüllte. Himmel, weder Musik noch Fernseher konnten mich ablenken, deswegen ließ ich es bleiben.&lt;br /&gt;Mit einem viel zu schnell schlagenden Herzen, sprang ich auf und stolperte eilig in Richtung Flur, wo das Telefon stand. Schnell nahm ich ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ja?», keuchte ich.&lt;br /&gt;«Isabella Swan, wie kommst du dazu, mir vorzuenthalten, dass DAN wieder in der Stadt ist?!» Tanya … es war nur Tanya. Enttäuschung durchflutete mich, wie immer, wenn ich in letzter Zeit ans Telefon ging.&lt;br /&gt;«Oh … Tanya ...», murmelte ich geknickt und lief langsam zurück ins Wohnzimmer, um mich wieder in meine alte Position zu begeben.&lt;br /&gt;«Das klingt ja sehr begeistert», meinte sie trocken.&lt;br /&gt;«Tut mir leid», erwiderte ich ehrlich, «Ich .. warte nur auf Malvins Anruf ...» Oder Cullen ...&lt;br /&gt;Tanya seufzte tief und ich versuchte den Stich zu ignorieren, der mich bei der Erwähnung seines Namens durchfuhr. «Immer noch nichts?», fragte sie nun sanft.&lt;br /&gt;«Nein … nein, immer noch nichts» ich schluckte hart. «Können wir bitte NICHT drüber sprechen?» Immer, wenn ich laut aussprechen musste, dass ich komplett versagt hatte, tat es unerträglich weh. Ich wollte es noch nicht laut sagen. Dann war es nicht ganz so real …&lt;br /&gt;«Okay», murmelte meine Freundin und ich hörte sie kauen. «Also … Dan. Er ist wieder hier!» Sie klang aufgeregt und ich hörte Jake im Hintergrund laut lachen.&lt;br /&gt;Ein schwaches Lächeln glitt auf meine Lippen. Ich hatte Tanya nichts erzählt, weil ich dachte, dass sie es schon wüsste … außerdem war ich mit anderen Dingen beschäftigt. Mein Lächeln fiel in sich zusammen.&lt;br /&gt;«Ja, das ist er wohl … hat er sich jetzt erst gemeldet, oder wie?» Ich strich mir fahrig das Haar zurück und zupfte an meiner grauen Jogginghose herum.&lt;br /&gt;«Jaa … er meinte, er wollte es früher tun, aber er und seine Freundin, die er mitgebracht hat – Gott, ich bin so neugierig auf sie – haben nach Wohnungen gesucht und er wollte erst den ganzen Stress hinter sich bringen...» Sie holte tief Luft « … ehe er sich meldet. Bei dir war es was anderes, meinte er, aber gut … du warst ja auch die beste Freundin...» Wieder ein tiefes Luftholen. «Also heute Abend Welcome-back Party, bist du dabei? Wir müssen nur vorher shoppen … mein Schrank ist irgendwie leer .. manchmal hab ich das Gefühl, meine Klamotten rennen vor mir weg.»&lt;br /&gt;«Hol mal Luft, Baby», rief Jake im Hintergrund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ja ja. schon gut», murmelte sie, nur um mich gleich wieder zu überfahren. «Also was nun? Du, Rose, ich. Shoppen!» Tanya war so überdreht und abgefahren - vielleicht zu viel Koffein?- dass ich genau wusste, sie tanzte mit dem Telefon in der Hand durch ihre Wohnung und Jake rollte mit den Augen.&lt;br /&gt;«Also.. ich weiß nicht.. ich denke es wäre besser.. falls Malvin anruft...» Unbestimmt ließ ich den Satz in der Luft hängen.&lt;br /&gt;«Isabella Marie Swan. Er hat deine verdammte Nummer und ruft dann sowieso auf deinem Handy an. ALSO! Beweg deinen Arsch Chicka.» Tanya lachte lauthals und selbst ich verdrehte die Augen und musste schmunzeln. Himmel, was war den mit IHR los?! Okay.. irgendwie hatte sie ja recht. Irgendwie. Aber ich hatte viel zu sehr Angst, dass Malvin versuchte mich auf meinem Festnetztelefon anzurufen oder vor der Wohnung stand.. aber obwohl.. ich könnte ja... Malvin eine kleine SMS schreiben, dass ich ein paar Stunden in der Stadt und auf meinem Handy erreichbar wäre. Ich seufzte tief.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Okay.. wann und wo?», fragte ich leise und stand auf um ins Bad zu schlendern. Wenn ich hier ehrlich raus wollte, musste ich duschen. Und das dringend. Sehr, sehr ,sehr dringend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich öffnete mein SMS Menü und immer noch blinkte mir in der Anzeige eine Null entgegen. Verdammt. Das nervte mich.&lt;br /&gt;Gerade stand ich vor dem McDonalds in der Madison und wartete auf meine zwei Freundinnen. Wir wollten shoppen für Tanyas Welcome-Back-Dan Party.&lt;br /&gt;Ich freute mich nicht. Ehrlich, ich liebte alle, aber Freude war eines der Gefühle, die ich seit ein paar Tagen nicht mehr empfunden hatte.&lt;br /&gt;Den Kopf schüttelnd, beschloss ich, mich nicht in Selbstmitleid zu suhlen, sondern das Ding in die Hand zu nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Malvin, ich bin ein paar Stunden nicht zu Hause.. also, falls du mich erreichen willst.. bitte auf dem Handy..&lt;br /&gt;Gerade als ich auf Senden klickte, kam Rose mit einer untergehakten Tanya um die Ecke.&lt;br /&gt;Schon von Weitem hörte ich sie lachen und sie sahen wunderschön aus. Himmel, mir ging es nicht nur beschissen, ich sah auch so aus,wie mir klar wurde, als ich Miss Model und Miss Beautiful sah.&lt;br /&gt;Ich blickte an mir hinab … schwarze Strumpfhose, Pumps mit niedrigem Absatz … und ein hellgraues, dünnes Kleid … meine Haare hatte ich zusammengeknotet und auf meine Nase saß meine Sonnenbrille, damit man meine rotgeschwollenen Augen nicht sah …&lt;br /&gt;Als die beiden Blondinen vor mir ankamen, begrüßten sie mich überschwänglich. Ganz nach dem Motto &lt;wir sind="" super="" duper="" gut="" damit="" du="" abgelenkt="" wirst=""&gt; Ich unterdrückte den Impuls, die Augen zu rollen, während ich mich bei den beiden unterhakte und mit ihnen die 5th Avenue entlang schlenderte.&lt;br /&gt;Tanya und Rose erzählten zum Großteil davon, was sie für die Party geplant hatten, während ich ziemlich abwesend war. Irgendwie dachte ich über alles und nichts nach und konnte über keinen Spruch meiner Freundinnen lachen, oder mich in irgendein Gespräch mit einklinken. Ich versuchte gar nicht, meine Laune zu verbergen und ehrlich gesagt, war ich ziemlich dankbar, dass keiner der beiden anfing mich zu trösten und zu sagen, dass es vorbei gehen würde.&lt;br /&gt;Sie schienen zu bemerken, dass ich absolut nicht in der Stimmung war, darüber zu reden ….&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;….&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vier Geschäfte, drei große Tüten und zweieinhalb Stunden später, standen wir vor Alice kleiner Boutique.&lt;br /&gt;Ich weiß, ich war pleite, aber beim Shoppen konnte ich meinen Frust irgendwie rauslassen. Was ich hier gerade tat, war ziemlich unüberlegt und verantwortungslos. Ich sollte mich im so vieles kümmern …&lt;br /&gt;Na ja, zur Not würde ich eben zurück nach Hause, nach Montesano ziehen. Oh nein … um Himmels Willen, bei dem Gedanken drehte sich mein Magen um,. Ich wollte New York nicht verlassen.&lt;br /&gt;Wir gingen drei Stufen nach oben und öffneten dann die Türe zu Alice Laden. Alice und wir Mädels hatten jetzt nicht besonders viel Kontakt, aber ab und zu trafen wir uns zum Frühstücken …&lt;br /&gt;Sie kannte Tanya durch mich und Rose und irgendwie waren wir zu fünft wirklich lustig unterwegs. Ich liebte das … aber heute … heute war mir nicht nach Freunden.&lt;br /&gt;Das kleine Glöckchen ertönte und ich blickte mich einmal im Geschäft um. Sie hatte es wirklich schön eingerichtet, sogar eine kleine, gelbe Couch konnte man in der Ecke finden, davor ein Tisch mit Modezeitschriften. Die Farben waren alle perfekt aufeinander abgestimmt … es war wirklich schön hier.&lt;br /&gt;Alice stand hinter dem Tresen und tippte gerade irgendwas in ihr rotes Notebook. Ein paar Kundinnen streiften durch die Gänge.&lt;br /&gt;Tanya packte Rose und mich an der Hand und zog uns hinter sich her, zu der brünetten Schönheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alice blickte auf und fing zu strahlen an, als sie uns entdeckte. Gott, sie war so schön … da bekam man Komplexe. Sie war eine Rosalie-Schönheit. Offensichtlich, für jeden zu sehen … ohne Makel.&lt;br /&gt;Zumindest nicht im Gesicht, oder im Charakter.&lt;br /&gt;«Hallo ihr drei!», rief sie erfreut und beute sich über den Tresen, um uns alle dreh kurze Wangenküsse aufzudrücken.&lt;br /&gt;Wir erwiderten die Begrüßung. «Na, wie läufts?», wollte sie nun wissen, und Tanya antwortete auch sofort.&lt;br /&gt;«Oh...prima! Ein alter Freund von uns ist zurück in der Stadt und wir feiern heute Abend eine kleine Willkommensparty – hast du Lust zu kommen?» Meine Freundin lächelte sie mit einem Lächeln an, bei dem ihr niemand etwas abschlagen konnte. Ich rollte leicht meine Augen und schüttelte meinen Kopf. Zwar war Alice wirklich toll drauf und ich mochte sie total gerne … aber sie war mittlerweile 29 und stand kurz vor einer Hochzeit.&lt;br /&gt;Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie zusätzlich noch Zeit zum Feiern hatte. Nur beschränkt …&lt;br /&gt;«Klar», erwiderte sie und ich warf ihr einen verwunderten Blick zu. Sie lächelte selig.&lt;br /&gt;«Ich komme dann mit Jasper, ja? Hab heute nicht so viel zu tun .. ich wollt den Laden um 6 schließen, wegen den Hochzeitsvorbereitungen … Unser Waddingplanner weiß schon, wie wir das alles wollen, wir haben ihm alles genaustens erklärt.»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Oh, die Hochzeit wird wundervoll», seufzte Tanya und Rose warf mir einen das-ist-so-typisch Blick zu. Ich grinste ein wenig in ihre Richtung.&lt;br /&gt;«Ja … das wird sie ...» Alice lächelte verträumt. Schon seit Wochen sprach sie von nichts anderem mehr, als der Hochzeit. Sie hatte uns sogar eingeladen … mein Magen kribbelte. Ich wette, dass Cullen auch da sein würde.&lt;br /&gt;Zwar lebte er vorübergehend in Vegas, aber ich war mir ziemlich sicher, dass er für seine Schwester ein paar Wochen zurück nach New York kommen würde …&lt;br /&gt;Wir verbrachten eine ganze Stunde bei Alice. Eine ganze Stunde, in der ich mir nichts sehnlicher wünschte, als mich in meiner Wohnung zu verschanzen, und einfach nichts zu tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sobald die Wohnungstüre hinter mir zufiel, ließ ich die vielen Tüten auf den Boden fallen und atmete laut aus.&lt;br /&gt;Dann raffte ich mein Haar zusammen und benutzte das Haargummi um mein Handgelenk, um es mir zu einem unordentlichen Dutt zusammenzuknoten. Die heiße Nachmittagssonne knallte momentan direkt in mein Apartment und ich schwitzte so unglaublich, dass ich mich erstmal meinen Schuhen entledigen musste. Gott, warum war es so warm hier?&lt;br /&gt;Auf dem Weg in die Küche streifte ich mir meine Leggins von den Beinen und setzte mir dann erstmal einen Kaffee auf. Kaffee. Das würde meine Nerven jetzt beruhigen.&lt;br /&gt;Das war ein wahrlich anstrengender Vormittag gewesen. Zwar liebte ich es zu shoppen, vor allem mit meinen Mädels, aber bei so einer Hitze war das einfach mehr als anstrengend.&lt;br /&gt;Außerdem hatte mich das Klakommtenkaufen für die Party heute Abend kein bisschen von meinen vielen Problemen abgelenkt. Davon, dass ich bald wohl oder übel aus meiner Wohnung fliegen würde – nein, ich hatte die Miete nicht bezahlt, wie auch?- davon, dass ich immer noch arbeitslos war und davon, dass ich den Menschen den ich liebte, und den, den ich brauchte verloren hatte.&lt;br /&gt;Das war mal wieder eine Glanzleistung, Miss Swan, verhöhnte mich Miss Unterbewusstsein.&lt;br /&gt;Ja, ja, ja halt die Klappe …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einem Seufzen, griff ich nach einer Tasse aus dem Schrank und nahm die Kaffeekanne einfach aus der Station. Himmel, ich wusste dass der Kaffee noch nicht durchgelaufen war, aber ich brauchte das gerade.&lt;br /&gt;Nachdem ich mir genügend eingeschenkt hatte, stellte ich die Kanne zurück an ihrem Platz und kippte noch ein wenig Milch mit hinein. Schnell nahm ich den ersten Schluck zu mir und seufzte genüsslich.&lt;br /&gt;Diese Kaffeemaschine brühte mit Abstand den besten Kaffee der Welt. Dan hatte sie damals gekauft und zu meinem großen Glück hier gelassen …&lt;br /&gt;Doch trotzdem fehlte etwas. Meine zuvor geschlossenen Lider, öffneten sich prompt und ich stöhnt genervt auf. Wie konnte ich das vergessen? Kaffee ohne Zigaretten, war wie Sex ohne ein Orgasmus.&lt;br /&gt;Ich stellte die Tasse auf der Anrichte ab und schlenderte nur in Hotpants und meinem Shirt in Richtung Flur, wo noch immer alle meine Taschen, samt der Shoppingbag lagen.&lt;br /&gt;Irgendwie hatte es ja auch etwas Gutes an sich, alleine zu wohnen, wenigstens musste man dann nicht auf die Ordnung achten …. Jaa, flüsterte Miss in meinem Kopf wieder, fragt sich nur, wie lange du noch hier bleiben kannst.&lt;br /&gt;Ich verdrängte sie so gut es ging und somit auch den Gedanken daran, unter der Brücke leben zu müssen.&lt;br /&gt;Ich griff im Flur angekommen nach meiner großen Asche und fischte meine Zigaretten, wie auch mein handy hinaus, welches in regelmäßigen Abständen laut piepte, da mein Akku leer war. Schnell nahm ich noch mein Ladegerät aus meinem Schlafzimmer und schlenderte dann zurück in die Küche, wo ich meinen Akku an den Strom und die Zigarette zwischen meine Lippen steckte.&lt;br /&gt;Ich nahm mir die Zeitung, welche ich mir vorhin am Kiosk besorgt hatte, stellte Aschenbecher und meine Kaffeetasse auf den Tisch und schlug, während ich an der Zigarette zog, die Seite mit den Stellenanzeigen auf.&lt;br /&gt;Ich meine, Gott, irgendwann und irgendwie musste ich doch mal voran kommen, oder? Aber es war so schwer, ohne Malvin und Cullen. Einer von den beiden, gab mir immer einen Schubser in die richtige Richtung, nur diesmal war keiner von ihnen hier. Aber Cullen hat dir doch schon einen Schubser gegeben, Himmel, Mädchen, du musst auch mal alleine was hin bekommen, murmelte sie wieder. Was hatte ich nur verbrochen, dass mir heute nicht einmal diese ehrlichen Gedanken, die ich gar nicht haben wollte, verwehrt blieben?&lt;br /&gt;Ich seufzte tief, nahm einen Schluck von meinem Kaffee und überflog die Seite, als das laute Klingeln meines Handys, mich heftig zusammenzucken ließ. Als ich mich einigermaßen erholt hatte, zog ich nochmal an der Kippe und drückte sie aus, um dann schnell aufzustehen und es von der Anrichte zu nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unknown&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Herz machte einen Hüpfer, da ich mir ziemlich sicher war, dass das nur Cullen sein konnte. Wer sonst? Er war momentan der Einzige, der mich mit unterdrückter Nummer anrief.&lt;br /&gt;Langsam ließ ich mich wieder auf den Stuhl fallen und schloss die Augen, um dann schnell den grünen Knopf zu drücken und das Telefon an mein Ohr zu halten.&lt;br /&gt;Abrupt hielt ich die Luft an, als sein leises Lachen in mein Ohr drang und er zu sprechen begann. «Wartest du auf einen Anruf von mir Baby, oder wie?», wollte er glucksend wissen.&lt;br /&gt;Okay … offenbar hatte ich zu schnell abgenommen. Ich räusperte mich leise und versuchte meine Stimme zu kontrollieren. «Du hattest nur Glück, dass das Telefon neben mir lag. Das ist alles.»&lt;br /&gt;Er lachte abermals leise in sich hinein und bei dem Klang musste ich unwillkürlich schaudern. «Du sitzt einsam zu Hause neben deinem Telefon...», begann  er hörbar amüsiert. Anscheinend ging es ihm mittlerweile besser als mir.&lt;br /&gt;Dieser Gedanke gefiel mir allerdings nicht … auch wenn das jetzt egoistisch klang. «Hast du jetzt auch noch eine Katze?», setzte er nach.&lt;br /&gt;Ich schnaubte ein wenig und schüttelte leicht meinen Kopf. «Eine Katze, Cullen? Wenn, dann schon vier. Ansonsten langweil ich mich.» Ich atmete tief ein und trank einen weiteren Schluck Kaffee.&lt;br /&gt;Nachdem ich die Tasse wieder abgestellt hatte, stützte ich meinen Ellbogen auf den Tisch und fuhr mir mit der freien Hand erschöpft über mein erhitztes Gesicht. «Rufst du an, um dich zu erkundigen, ob ich als einsame Katzenfrau geendet bin, Cullen?» Meine Stimme klang plötzlich heiser und schwach. Und so fühlte ich mich auch. Absolut ausgelaugt.&lt;br /&gt;Vom anderen Ende der Leitung hörte man ein tiefes Seufzen. «Nein», murmelte er dann leise. «Ich wollte nur hören, wie es dir geht, und ob du voran kommst … du weißt … wegen Simmens...»&lt;br /&gt;Ich schluckte hart und strich mir ein paar Strähnen aus der Stirn. Ehrlich gesagt, war ich keinen verdammten Schritt weiter gekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Nein», flüsterte ich und schüttelte idiotischerweise noch den Kopf, als könne er mich sehen. «Nein Cullen … ich bin kein bisschen voran gekommen.»&lt;br /&gt;Einen Moment war er ganz still, ehe ich ihn laut ausatmen hörte. «Hast … hast du es denn versucht? Ich mein, was hast du gemacht?!», wollte er drängend wissen.&lt;br /&gt;Ich überlegte einen Moment. «Nun ja … ich hab ihn gefühlte zwanzig Mal angerufen … habe ihm SMS geschrieben … Briefe in den Briefkasten geschmissen … Er reagiert nicht», erzählte ich ihm.&lt;br /&gt;«Also ...», begann er dann «Also meinst du … er hat dich die ganzen letzten beiden Wochen, in denen ich weg bin, noch nicht gesehen?»&lt;br /&gt;«Nein», entgegnete ich. Ich traute mich ihm nicht unter die Auge. Abgesehen von dem Tag, an dem ich es ihm erzählt hatte … hatte ich ihn auch nicht gesehen.&lt;br /&gt;Cullen seufzte laut auf. «Isabella … du solltest zu ihm fahren», meinte er ernst und beinahe versetzte es mir einen Stich, dass er mich quasi in Malvins Arme drängte, und mich selbst kampflos aufgab.&lt;br /&gt;«Meinst du, wenn er mich sieht ...», flüsterte ich, wurde jedoch von ihm unterbrochen.&lt;br /&gt;«Ich bin mir sicher, dass er spätestens dann nicht mehr sauer auf dich sein wird ...», wisperte er in den Hörer.&lt;br /&gt;«Ich weiß nicht Cullen», gab ich leise von mir. War es das wert? Was, wenn Malvin mir nicht vergab? Warum dann unnötig zum Affen machen...?&lt;br /&gt;«Isabella … ich kann nur weiter machen und zurecht kommen, wenn ich weiß, dass du … es auch tust. Aber wenn ich weiß, dass du in New York, alleine auf mich wartest... dann schaff ich es nicht loszulassen...» Er atmete abermals tief ein. «Also wenn du es nicht für dich tust … dann für mich, ja?»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wieder einmal waren wir an dem Punk, andem der eine den anderen bat, ihn gehenzulassen. Wie oft würde das noch kommen? Würde es jemals kommen?&lt;br /&gt;Konnte überhaupt einer von uns irgendwann loslassen? Oder war dies hier eine dieser Verbindungen, die sich einfach nicht trennen ließen, egal wie sehr man es wollte?&lt;br /&gt;Wenn jemand abergläubisch war, würde er wohl sagen, dass dies eine klassische Karma-Beziehung war. Man konnte nicht ohneeinander, man konnte nicht miteinander.&lt;br /&gt;Ein von Cullen gemurmeltes «Isabella?» riss mich aus meinen Gedanken.&lt;br /&gt;Ich erwiderte ein leises «Mh» mehr brachte ich nicht heraus, obwohl ich wusste, was er hören wollte. Ich konnte ihm nicht antworten … oder eher gesagt, wollte ich ihm nicht antworten.&lt;br /&gt;Bildlich hatte ich ihn vor mir, wie er sich auf seine Unterlippe biss und durch sein Haar fuhr. Wie er die Augen gequält geschlossen hielt. Mittlerweile war es klar, dass es auch ihm nicht leicht fiel. Aber so sehr ich es auch wollte … ich konnte ihn nicht loslassen. Ich wollte ihn nicht loslassen.&lt;br /&gt;«Wir müssen das hinter uns lassen, Isabella», sprach er eindringlich weiter.&lt;br /&gt;«Du tust das jedes Mal. Jedes einzelne, verdammte Mal, Cullen», schoss es aus mir heraus, ehe ich mich zurückhalten konnte.&lt;br /&gt;Er murmelte ein zustimmendes «Ich weiß» und noch bevor er die nächsten Worte aussprach, zog sich der Schmerz des Vergangen durch meinen Körper, legte sich um meine Lungen und drückte langsam, aber beständig zu.&lt;br /&gt;Ich war nicht fähig, irgendeine Reaktion, außer mein Japsen nach Luft zu zeigen und ich unterdrückte das innere Verlangen, einfach aufzulegen, um die nächsten Worte nicht hören zu müssen.&lt;br /&gt;«Es gibt hier jemanden in Vegas, Isabella», versetzte er mir den Todesstoß. Die Klinge bohrte sich in mein Herz und drehte sich immer wieder hin und her. Zog sich zurück, um erneut tief hinein gebohrt zu werden.&lt;br /&gt;Cullen schien mich so gut zu kennen, um zu wissen, dass ich ihm nicht antworten würde. Wie gelähmt saß ich auf meinem Stuhl und versuchte die Worte, die mein Verstand erfasst hatte, in mein Herz zu trichtern.&lt;br /&gt;Es gibt hier jemanden in Vegas, hallte seine Stimme in meinem Kopf wieder. Ich hörte ihn leise fluchen und meine Stimme war schneidend und kalt, als ich wieder sprach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Wer ist sie?», wollte ich wissen.&lt;br /&gt;«Sie ist Britin und sie ist gut zu mir», erklärte er sachlich.&lt;br /&gt;«Ach, und ich war das nie?», erwiderte ich spöttisch. Es wollte einfach nicht in meinen Kopf gehen. Warum ließ er mich hier alleine, mit all meinen Problemen, obwohl er mich doch ganz offenbar auch liebte und ging dann eine Beziehung mit einer völlig anderen Frau ein. Eine, mit der er keine Vergangenheit, kein Bett und keine gemeinsame Zeit teilte.&lt;br /&gt;Ich widerstand dem Drang, wie ein kleines Kind einfach aufzulegen. Wenn man es nicht hörte, wurde es nicht real. Aber tief in meinem Inneren wusste ich, dass er mir das sagen musste, weil er mich von sich wegschieben wollte.&lt;br /&gt;Mein verstand flüsterte mir zu, dass er sie nicht liebte. Wie auch nach zwei Wochen?! Aber die Eifersucht in mir fing zu sieden an, um schließlich überzukochen.&lt;br /&gt;Nur mit Mühe konnte ich es zurückhalten, ihn aus Verzweiflung anzuschreien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Isabella», sagte er eindringlich, bevor ich ausflippen konnte. Seine Stimme hatte diesmal nicht den beruhigenden Effekt wie sonst auf mich. «Du weit ganz genau, dass es mit keiner so wird, wie mit dir. Ich hab dir was versprochen und ich halte mich daran, aber ich muss nach vorne sehen.» Ich schnaubte laut auf.&lt;br /&gt;«Ach, und mit mir konntest du das nicht? Du hättest dir KEINE Beziehung mit mir aufbauen können, aber mit einer Frau, die du seit zwei Wochen kennst, kannst du es schon?!» Meine Stimme wurde immer lauter und ich spürte, wie mein Herz immer schneller zu rasen begann.&lt;br /&gt;«Hör mir zu, Baby», sagte er sanft. «Hör mir zu, okay?» Er atmete tief ein , ehe er weiter sprach. «Ich hab keinerlei Gefühle für sie. Sie ist eine anständige Frau, aus hohen Kreisen. Es geht mir lediglich um den Ruf des Hotels. Weißt du, es wird Zeit, dass die Leute aufhören, über mich zu reden … gerade jetzt, wo ich meinen Collegeabschluss hab … ich kann nicht wahllos jede Woche eine andere haben … das geht nicht» Er holte erneut tief Luft. «Das mit Celia und mit wäre lediglich eine … platonische Beziehung.»&lt;br /&gt;«Ach», schnaubte ich. «Cullen, wenn du mit mir zusammen gekommen wärst, dann hätten die Leute genauso wenig geredet. Dann hättest du auch in einer festen Bindung gesteckt.» So war es doch, oder? Er sollte mich nicht belügen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ich wollte dich aber nicht für eine platonische Beziehung, Isabella, dafür bist du mir viel zu wichtig. Ich will dir nicht wehtun … und das mit Celia ist einzig und allein für meinen Ruf. Wenn es um mehr gehen würde, wärst du die erst Frau, die dafür in Betracht käme und das weißt du. Du weißt, dass ich dich verdammt nochmal, will. Immer. Du weißt, dass ich dich höllisch vermisse, aber genauso gut wei0t du auch, dass das mit uns nichts wird. Und ich hab es so satt, dich immer wieder zu verletzen, egal wie ich es mache … egal, wie ich es meine … und deswegen ,.. damit das endlich ein Ende findet … ist das hier wohl die beste Lösung für alle.»&lt;br /&gt;Ich schluckte schwer. Cullen machte es mir zur Hölle ehrlich nicht einfach. Er tat mir absichtlich weh, damit ich es verstand. Er knallte mir hin, dass er dort in Vegas eine andere hatte. Eine andere, mit der er sich- so wie ich es verstanden hatte-  etwas... Festes aufbauen wollte.&lt;br /&gt;«Du tust mir absichtlich weh, um mich von dir zu stoßen und mich im nächstem Atemzug wieder an dich zu binden, indem du mir sagst, wie sehr du mich vermisst? Wie sehr ich dir fehle?», fragte ich schockiert nach. Ich wusste, dass er wollte, dass ich ihn losließ. Ich wusste das, aber ich war mir nicht im Klaren darüber gewesen, dass er zu solchen Mitteln greifen würde. Augenblicklich sah ich ihn mit einer gesichtslosen Schönheit in meinem Kopf, Hand in Hand umher spazieren. Lachend. Küssend. So wie er eben war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Anders ... verstehst du es ja nicht. Ich vermiss dich, ja das tu ich und ich gebs zu, Baby ... aber trotzdem musst du weitermachen ... und dass du auf der Stelle trittst, hindert auch mich daran, weiterzumachen. Du blockierst uns BEIDE ...», murmelte er heiser in den Hörer.&lt;br /&gt;Ich räusperte mich leicht. «Ich hätte nie gedacht, dass du zu solchen... dass du so etwas machen würdest, damit es aufhört», flüsterte ich. Ich kannte ihn. Halt. Nein. Ich dachte, ich kannte ihn.&lt;br /&gt;Edward Cullen, wie er jetzt war, schien mir fremd zu sein. Zumindest in der Öffentlichkeit.&lt;br /&gt;Er hustete leise und ich hörte im Hintergrund leise Musik. Beating Hearts baby. Welch Ironie.&lt;br /&gt;«Ich mach das nicht nur, damit du aufhörst, an mir festzuhalten, Isabella … ich mach es auch für meinen Ruf … und für Emmetts und meine Zukunft. Es geht nicht nur um uns beide ...» Er legte eine kurze Pause ein und ich hörte ihn leise fluchen. Dann wechselte das Lied im Hintergrund abrupt.&lt;br /&gt;«Wo zum Teufel kommt die CD her?», hörte ich ihn mehr für sich selbst murmeln. Als er immer weiter schaltete und ich die Lieder erkannte, wusste ich die Antwort darauf auch. Von mir. Es war meine CD. Und jedes einzelne Lied erinnerte mich an Situationen, die wir miteinander verbracht hatten … und ihn offenbar auch.&lt;br /&gt;«Sie ist... von mir», murmelte ich abwesend, ehe ich mir durch mein Haar fuhr. «Und was bedeutet das jetzt für... uns?», fragte ich vorsichtig und schluckte schwer. Der Kloß in meinem Hals sollte verschwinden... Uns.. gab es ein Uns? Nein, gab es nicht. Hatte es je ein Uns gegeben? Nein, hatte es nicht. Würde es ein Uns geben? Nein, anscheinend nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Na ja», murmelte er. Er schien im Auto zu sitzen, denn ich hörte wildes Gehupe. «Das bedeutet, dass wir den Kontakt jetzt wirklich abbrechen müssen. Ich meine – wirklich, Isabella. Vollkommen. Momentan bin ich da … ich will wissen, ob es dir gut geht und wie es mit Simmens läuft, aber sobald alles wieder in geregelten Bahnen ist … wird das aufhören müssen.»&lt;br /&gt;Erneut musste ich schlucken. Okay. Er meinte es ernst. Gesagt hatte er das schon öfter, aber diesmal.. ich wusste nicht WAS es war, aber es WAR da. Er meinte er ernst.&lt;br /&gt;«Und.... wirst du mal an mich denken?», fragte ich vorsichtig. Ich wusste, es waren dumme Kleinmädchen-Fragen, aber ich musste es wissen.&lt;br /&gt;«Ich ...», murmelte er und war dann einen Moment ganz still. Bitte, dachte ich, bitte sag wenigstens DAS. «Immer, Isabella», flüsterte er dann. «Jede Sekunde. Jede verdammte Sekunde.»&lt;br /&gt;Cullen schluckte hörbar. Ich wusste, er saß in seinem Auto, hatte mit seiner rechten Hand das Lenkrad fest umklammert und mit der linken presste er sich das Telefon an sein Ohr. So was wie eine Freisprecheinrichtung kannte er nicht. Natürlich nicht. Er war Edward Cullen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine Worte von eben, die Gespräche der letzten Tage, alle meine Gedanken … es fühlte sich ein wenig so an, wie eine Sanduhr, in der der Sand unaufhörlich in die andere Kammer rieselte und voll lief. Ich hatte das Gefühl, dass das letzte Sandkörnchen auf die andere Seite der Sanduhr gefallen war.&lt;br /&gt;«Warum?», murmelte ich nun. «Warum ist es dir so wichtig, dass ich mit Malvin zusammen bin …warum nicht jemand anderes? Und warum suchst du dir eine andere? ...Ich ...» Ich schloss gequält die Augen und verzog leicht mein Gesicht. Das alles gefiel mir gerade ganz und gar nicht. Es wurde immer schlimmer, ich wurde immer weiter in Richtung Abgrund gezogen.&lt;br /&gt;«Ich hab es dir doch eben erklärt», murmelte er widerwillig. Offenbar sprach er genauso ungern darüber, wie ich.&lt;br /&gt;«Dann tus nochmal ...», flüsterte ich.&lt;br /&gt;«Simmens, er … ich weiß es nicht. Es laufen so viele Arschlöcher in New York rum … aber ich weiß, dass ER es ernst mit dir meint. Ich weiß es einfach, okay?» Er atmete tief durch. «Und was Celia betrifft … Sie ist doch nur zum Schein … ich mein, es ist einfach die Antwort auf alle Fragen und die Lösung für alle Probleme, wenn ich eine feste Partnerin an meiner Seite habe. Aber ich bin trotzdem noch … noch der, der ich vorher war, Isabella. Ich bin immer noch genau so, wie du mich kennst. Und genau deswegen, werde ich ganz sicher nicht DICH als meine feste Freundin nehmen. Weißt du … ich will dir nicht noch mehr wehtun als ich es schon getan habe ...» Wieder ein tiefer Atemzug. «Es reicht langsam …»&lt;br /&gt;«Heißt das, du wirst sie betrügen... und belügen...?», fragte ich langsam nach. Der graue Dunst zog sich immer weiter vor meinen Gedanken zu und statt, dass ich noch klar nach den Fakten greifen konnte, war da nur 'Er nimmt sich eine feste Freundin'.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit gesagt, dass Edward Cullen mein Himmel und meine Hölle war... und so fühlte ich mich jetzt. Am Tor zur Hölle und er war derjenige, der mich zwang, daran zu klopfen.&lt;br /&gt;«Warte ..», flüsterte ich dann, als mir ein anderer Gedanke kam. «Du hast gesagt, sie ist nur zum Schein ...» Ich schluckte. «Aber du ... schläfst du mit ihr?» Ich biss mir auf die Unterlippe und schloss die Augen. Warum - warum zur Hölle- tat ich mir das an?! Weil das Frauen nicht anders können... murmelte Miss Unterbewusstsein. Edward Cullen schluckte schwer und zündete sich eine Zigarette an. Die Geräusche waren verstummt und offensichtlich parkte er jetzt seinen Wagen.&lt;br /&gt;«Ich weiß nicht, ob ich sie betrügen werde.... ich weiß es ehrlich nicht, da die Öffentlichkeit - gerade nach meinem Onkel- ein Auge auf mich hat...» Unbestimmt ließ er den Satz in der Luft hängen. Ich öffnete bestimmt die Augen und meine Finger verkrampften sich.&lt;br /&gt;«Schläfst du mit ihr?», fragte ich noch einmal betont ruhig nach.&lt;br /&gt;«Nein Isabella.. ich schlafe nicht mit ihr. DAS habe ich nur mit dir getan. Ich ... mit ihr ficke ich.» Seine Stimme wurde zum Schluss hin immer leiser.&lt;br /&gt;Laut atmete ich die Luft aus und versuchte krampfhaft die Tränen zu unterdrücken. ich meine, vorher - vor der Sache im Auto - hatte ich auch gewusst, dass er mit anderen Frauen schlief ... aber nach dieser Nacht ... nachdem ich seine Gefühle so offen sehen konnte, tat es einfach nur weh.&lt;br /&gt;«Warum fragst du mich so was nur?», wisperte er mit so einer Verzweiflung in der Stimme, dass sich meine Nackenhaare aufstellten. Abermals hörte ich ihn an der Zigarette ziehen. «Wenn ICH dir nicht wehtue, sorgst du dafür, dass jemand anderes - vorzugsweise du selbst - es tut.»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ich weiß...», murmelte ich. Gott. Hatte ich schon erwähnt, wie beschissen es war, verliebt zu sein? Ich hasste mich dafür, dass ich es getan hatte. Ich hasste ihn dafür, dass er es zugelassen hatte. «Ich kann nicht anders. Es geht nicht. Ich muss es hören. Ich muss es wissen. Eine innere Unruhe....ich kann es nicht erklären.» Verstohlen - als könnte er es sehen- wischte ich mir die Tränen aus den Augenwinkeln. Ich räusperte mich. Dieser verdammte Kloß wollte einfach nicht verschwinden. Einfach nicht gehen.&lt;br /&gt;Eine Weile war es ganz ruhig in der Leitung. Niemand sprach, niemand schien zu atmen. Ich hörte absolut gar nichts, außer die leise Musik im Hintergrund ...&lt;br /&gt;«Cullen?», flüsterte ich dann.&lt;br /&gt;«Isabella?», entgegnete er prompt.&lt;br /&gt;«Du bist weg...», hörte ich mich zusammenhanglos murmeln. «Und du kommst nicht wieder.»&lt;br /&gt;«Ich... es ist im Moment besser so, glaub mir, Baby... für... uns, ist es besser», war seine leise Antwort und als er das Wort ' uns'  aussprach, klang es irgendwie so... richtig.&lt;br /&gt;«Wir dürfen gar nicht in derselben Stadt sein,  wir könnten die Finger nicht voneinander lassen...», murmelte ich leise aber er verstand mich trotzdem. Er lachte. Nur ein wenig, aber es genügte, um mein Herz wie einen Presslufthammer schlagen zu lassen.  «Auf so etwas kann nur mein Mädchen kommen.»&lt;br /&gt;Wieder eine kurze Pause, die ich erneut durchbrach. «Wirst du ...», begann ich, nicht wissend wie ich die Frage aussprechen sollte.&lt;br /&gt;«Was?», hakte er leise nach.&lt;br /&gt;«Wirst du mich .. vergessen? Ich meine, ich will nicht ... ich will nicht, dass du irgendwann nicht mehr dasselbe für mich empfindest wie jetzt ...» Das trieb mir die Angst in alle Glieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich atmete betont ruhig aus,  zwang mich dazu. Zwang mich, meine verkrampften Finger zu lösen, spannte sie jedoch sofort wieder an, nachdem ich merkte, wie sie zitterten. Meine Haut war Aschfahl und wies einen leichten Grünton auf. Unnatürlich. Mein Mund war trocken, aber ich wagte nicht, mich zu bewegen um etwas zu trinken. Ich konnte nicht. Ich wollte nicht. Wieder einmal schnitten mir seine Worte so sehr durch mein Herz, dass es zersplitterte. In tausende und abertausende Teile. Wie ein Mosaik aus kleinen Teilen, das wir so mühsam aufgebaut hatten... jetzt würde es zerfallen, Stück für Stück. Bis nichts, rein gar nichts mehr davon übrig war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Du weißt...», fing Cullen an und auch seine sonst so rauchige Stimme, die immer selbstsicher war, klang brüchig. «Du weißt, du bist die Eine. Die Einzige gewesen und wirst es bleiben.»&lt;br /&gt;Ich wollte etwas sagen. Ihm sagen, dass er das auch immer für mich bleiben würde ... aber noch ehe ich auch nur meinen Mund öffnen konnte, hörte ich ihn fluchen, verärgert, wütend ...&lt;br /&gt;«Ich muss auflegen», meinte er dann plötzlich gehetzt. «Fuck ... ich meld mich wieder, ja? Ich ... du fehlst mir.» Und dann war die Verbindung getrennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*&lt;br /&gt;Langsam stieg ich die einzelnen Stufen hoch. Immer ein Fuß vor den anderen. Es fiel mir unglaublich schwer, gerade jetzt, heute weiterzumachen. Aber nach dem Telefonat mit Cullen und zwei Stunden weinen, hatte ich mich beruhigt. Ich zwang mich aufzustehen, mich zu beschäftigen und mich auf die Zukunft zu konzentrieren. Ich musste es tun. Für Mich. Für Cullen. Es blieb mir nichts anderes übrig. Er hatte mir die Entscheidung abgenommen. Also...&lt;br /&gt;Meine Finger griffen bestimmender um das Treppengeländer. Gott. War diese Wohnung schon immer so weit oben gewesen? Wieso hatte ich nicht den Fahrstuhl genommen? Ich verfluchte mich.&lt;br /&gt;Als ich in dem richtigen Stockwerk war, lehnte ich mich kurz an die Wand, direkt neben die Klingel. Neben der Wohnung in der Malvin wohnte. Ich hatte beschlossen, dass ich hier vor Tanyas Party vorbei gehen musste. Ich MUSSTE ihn sehen. Ich MUSSTE ihn zwingen, mir zuzuhören. In meinen Adern pochte die Angst und ich versuchte gleichmäßig zu atmen, damit sich meine Glieder entspannten.&lt;br /&gt;Damit ich den Muffin, den ich wie ein Trottel in der Hand hielt, nicht zerquetschte.&lt;br /&gt;Heute Nachmittag, hatte ich unter Tränen Muffins gebacken. Double Chocolate Muffins. Ich wusste, dass Dan sie liebte und Emmett ebenfalls. Also hatte ich welche gemacht. Ablenkung. Beschäftigung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sollte langsam mal klingeln, fuhr es mir in den Kopf.&lt;br /&gt;Cullen hatte gesagt, es würde was bringen, wenn ich mich .. Malvin persönlich zeigte …&lt;br /&gt;Ich hob meine zittrige Hand und drückte langsam die Türklingel. Fußschritte waren zu hören und mit ihnen beschleunigte sich mein Herzschlag, wenn das möglich war.&lt;br /&gt;Langsam öffnete sich die Türe und automatisch hielt ich die Luft an.&lt;br /&gt;Als die Haustüre komplett geöffnet war, starrten wir uns in die Augen. In Sekundenschnelle hatten meine Iriden seinen Körper abgescannt. Malvin sah....fertig aus. Gelinde gesagt. Wenn man ehrlich war, sah er beschissen aus. Seine Haare waren länger geworden und standen in allen Richtungen von seinem Kopf ab. Kein Glanz, keine Bräune zog sich mehr über sein sanftes Gesicht und die Haut über seinen Wangenknochen war dünn. Er hatte tief graue Augenringe und seine Lippen, waren trocken, blass-rosa und aufgesprungen. Er trug ein dunkellila Hemd mit einer schwarzen, gelockerten Krawatte. Seine Anzughose saß so tief auf seinen schmalen Hüften, dass es verboten gehörte und der Ledergürtel war durch das letzte Loch verschlungen. Er hatte abgenommen. Viel. Schnell. Meine Augen fanden seine Hand und die eine, die schlaff an einem Körper herunter hing zitterte leicht, die andere verkrampfte sich so sehr am Türstock das seine Knöchel weiß hervortraten.&lt;br /&gt;Das alles war schlimm zu sehen. So kannte ich ihn nicht. DAS war nicht mein Malvin.&lt;br /&gt;Was mir noch eine stärkere Ohrfeige versetzte, waren seine Augen. Leer. Ohne Glanz. Geschwollen. Verquollen. Blutunterlaufen.&lt;br /&gt;Unsere Blicke verhakten sich ineinander. Oh Gott. Das hatte ich angerichtet. Ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Malvin...», flüsterte ich leise und konnte den Blick von seiner trostlosen Gestalt nicht abwenden. «Malvin...»&lt;br /&gt;Er starrte mich einen Moment an, ehe er schwer schluckte und den Kopf zur Seite drehte. Er wollte mich also nicht ansehen.&lt;br /&gt;«Was willst du, Bella?», fragte er und seine Stimme klang hohl. Ohne jede Emotion. Einfach nur hohl und leer. Die Einsamkeit schwang mit und die schmerzhafte Liebe würzte das Ganze.&lt;br /&gt;Der Muffin in meiner Hand drehte sich hin und her und plötzlich kam ich mir total bescheuert vor. Ich hob ihm das Gebäck hin. Abschätzend besah er es.&lt;br /&gt;«Double Chocolate.. das magst du doch...», krächzte ich und meine Stimme klang fremd. So fremd.&lt;br /&gt;Langsam streckte er seine zittrige Hand aus und nahm ihn mir aus den Fingern. Unsere Haut berührte sich kein Stück, dafür sorgte er.&lt;br /&gt;«Sonst noch was?», wollte er mit harter Stimme wissen. Ich schluckte schwer.&lt;br /&gt;«Ich … Malvin es tut mir so leid...» Meine Augen suchten die seinen und er erwiderte meinen Blick dieses Mal. «Gib mir noch eine Chance, bitte...», flüsterte ich weiter.&lt;br /&gt;Malvin seufzte und lachte einmal kurz und hart auf.&lt;br /&gt;«Eine Chance, huh? Du willst eine verfickte Chance? Das letzte halbe Jahr war deine Chance.»&lt;br /&gt;Oh Gott. Das konnte er doch nicht so meinen. Das ging doch nicht.&lt;br /&gt;«Bella, ich weiß, du wirfst gerade deinen Stolz über den Haufen indem du hier auftauchst, die Anrufe, die Nachrichten, der Brief.. aber..», fing er er an und zog die Brauen zusammen. «Ich seh da keine Chance mehr für uns.»&lt;br /&gt;Meine Augen schnellten von seiner Hand die ich angestarrt hatte, zu seinen Augen. Er leckte sich leicht über die Lippen und schluckte schwer. Ich kannte ihn. Ich wusste, dass er das zwar sagte, aber unmöglich so meinte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Malvin... bitte... können wir reden?», flehte ich und mir stiegen mal wieder die Tränen in die Augen.&lt;br /&gt;«Was willst du jetzt noch reden?», fragte er mich mit immer noch kühler Stimme. «Wenn ich dich ansehe, sehe ich nicht mehr das Mädchen, in das ich mich verliebt hab, Bella.»&lt;br /&gt;«Ich brauche dich Malvin... ich kann nicht ohne dich und... ich bin zu egoistisch um dich gehenzulassen», fügte ich hinzu. Mir war klar, dass ich Cullens Worte benutzte, aber das machte nichts. Es war eben so. Ich war zu selbstsüchtig um Malvin frei zu geben. Ich brauchte ihn.&lt;br /&gt;Er wandte sich leicht um, legte den Muffin auf den Beistelltisch in seinem Flur und drehte sich dann wieder zu mir. Mit der linken Hand umfasste er den Türrahmen, mit der rechten die Klinke. Sein Kopf fiel zwischen seine Schultern und er schloss gequält die Augen.&lt;br /&gt;«Alles woran ich die ganze Zeit gedacht hab», murmelte er leise. «Warst DU. DEIN Wohlergehen. Lass mich nur dieses eine Mal an MICH denken. Ich kann dir nicht mal in die Augen sehen, verstehst du das?» Sein Kopf ruckte wieder nach oben. «Ich kann dir nicht vertrauen. Ich kann nicht darauf bauen, dass du mich IRGENDWANN mal lieben wirst. Also, Bella, frag ich dich hier zum ersten und letzten Mal : WAS springt für mich dabei raus, dir noch eine Chance zu geben, mh?»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ich», flüsterte ich leise. Mein Herz schrie. NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN... aber mein Verstand wusste, dass Cullen mich nicht wollte, nicht mehr und ich brauchte Malvin. Ich räusperte mich leise. «Alles was ich dir geben kann, bin ich.»Automatisch streckte ich die Hand aus, nur um sie sofort wieder zurück zu ziehen. Ich senkte den Blick denn ich wusste, er würde die Lüge in meinen Augen sehen. Die Lüge, dass ich ihm meinen Körper und auch ein Stück von meiner Seele geben könnte, aber niemals mein Herz.&lt;br /&gt;Stille. Es war ganz ruhig. Malvin sah mich an, das spürte ich, doch niemand sagte was.&lt;br /&gt;Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass gerade alles in sich zusammenfiel. Absolut alles.&lt;br /&gt;«Du lügst», flüsterte er und ich hob den Blick langsam wieder. Er lachte hart auf und schüttelte den Kopf. «Du lügst. Weiß du, Bella, manche Worte sollten am besten unausgesprochen bleiben.»&lt;br /&gt;«Malvin.... ich kann dir nicht sagen, dass ich dich liebe. Weil es .... so tief ist es noch nicht.. aber ich kann dir sagen, dass du mir wichtig bist, das du etwas Besonderes für mich bist und die letzten Tage die Hölle waren. Ich brauche dich, ich habe das Gefühl, ich bekomme ohne dich keine Luft. Ich habe das Gefühl, wenn ich nur an einem deiner Shirts rieche, dass ich ersticke, weil du nicht hier bist. Ich drehe durch, weil ich Angst habe, ich würde vergessen, wie sich deine Stimme anhört oder deine Hände auf meiner Wange anfühlen. Ich werde verrückt ohne dich....», platzte es aus mir heraus.&lt;br /&gt;Malvin riss die Augen auf. Sämtlicher Spott war verschwunden. Seine glasigen Augen spiegelten Schmerz wieder. Gequält streckte er die Hand aus und es fühlte sich an, wie ein ganzes Leben, bis sein Daumen sanft meine Wange berührte. Ich schloss die Augen, als er mir sanft über die Haut strich. Nur einen Wimpernschlag lang ... dann war es vorbei. Die wohlige Wärme seiner Haut auf meiner, war vorüber ...&lt;br /&gt;«Ich brauch Zeit», flüsterte er. «Gib mir Zeit.»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war klar, dass es so kommen musste. Aber ich verstand was er meinte. Es war ein Schritt in die richtige Richtung.&lt;br /&gt;«Du fehlst mir so sehr..»&lt;br /&gt;Er blickte mich mit einem verstehenden Gesichtsausdruck an und räusperte sich leise. «Du mir auch ... ich ..» Seine Hand hob sich und er fuhr sich durch das Haar. «Ich meld mich, ja? Ich brauch einfach nur Zeit ...» Ich nickte einmal.&lt;br /&gt;«Versprichst du mir, dich zu melden?», versicherte ich mich leise.&lt;br /&gt;«Ich verspreche es dir so sehr, wie ich dir verspreche, dass es nach jeder Nacht auch wieder einen hellen Morgen gibt, okay?» Er lächelte leicht und fuhr sich durch sein Haar. Langsam und mit einem tiefen Seufzen wandte ich mich ab.&lt;br /&gt;«Pass auf dich auf... und Bella?», rief er mir hinterher, als ich mich bereits umgedreht hatte und gehen wollte. Mein Kopf drehte sich leicht über meine Schulter und ich wischte mir verstohlen eine Träne von meiner Wange.&lt;br /&gt;«Bitte iss etwas ... bitte. Tu mir den Gefallen»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er machte sich Sorgen. Ich versuchte ihn anzulächeln und nickte ihm abermals zu, ehe ich langsam die Treppen hinab lief.&lt;br /&gt;Jetzt stand noch Tanyas Party an und morgen würde ich anfangen Stellenangebote und Wohnungsanzeigen durchzugehen, ich würde das alles irgendwie hin bekommen.&lt;br /&gt;Jetzt, da ich wusste, das mit Malvin und würde wieder werden, hatte ich neuen Antrieb. na ja, zumindest HOFFTE ich, dass das wieder werden würde.&lt;br /&gt;Denn wenn nicht ... würde ich ausflippen.&lt;br /&gt;Ich öffnete die Türe und ging nun ganz hinaus, schulterte meine Tasche. Gut, dass ich mich schon fertig gemacht hatte ... ich war einigermaßen gestylt und geschminkt .. sofern es eben möglich war in meinem derzeitigen Zustand.&lt;br /&gt;Als ich mir gerade ein Taxi an den Straßenrand winkte und mein Haar dann zurückstrich, drehte ich nochmals den Kopf über die Schulter .. es war wie ein innerer Zwang.&lt;br /&gt;Malvin stand am Fenster, hatte mit der einen Hand den Vorhang zur Seite geschoben und sein Kopf lag leicht schief. Seine Lippen waren verzogen.&lt;br /&gt;Nicht schmerzverzerrt wie vor wenigen Minuten. Nein. Er lächelte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ohhh Bella, da bist du ja endlich!», rief Tanya als sie mir schwungvoll die Türe öffnete. Himmel, was für ein Lärm. Was für eine Begrüßung. Ich war direkt von Malvin hierher gefahren und hatte die ganze Fahrt damit zu kämpfen gehabt, nicht zu heulen und Cullen nicht anzurufen. Ich kämpfte geschlagene zehn Minuten damit, bis mir einfiel, dass ich ja seine neue Nummer gar nicht hatte. Er achtete darauf mich immer 'unknown' anzurufen.&lt;br /&gt;Ich betrat Tanyas Apartment. Die Musik war laut, das Licht gedämmt. Sie hatte natürlich mal wieder alles perfekt hergerichtet.&lt;br /&gt;«Na komm», meinte sie, umfasste meine Hand und zog mich hinter sich her. Wir betraten das Wohnzimmer, wo ich auch schon alle entdecken konnte: Alice und Jasper, Emmett und Rose, Jacob, Dan und ... wow. Eine unglaubliche Südländerin eng an seiner Seite.&lt;br /&gt;Ihre Augen waren genau auf mich gerichtet und glänzten wissend.&lt;br /&gt;Was zur Hölle hatte ihr Dan erzählt? Ich ließ meinen Blick über ihre fucking hohen schwarzen Peeptoes streifen. Sogar ihre Zehnnägel waren manikürt und strahlten in weißem French. Ohh Tussi oder wie?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mach sie nicht runter, sie macht Daniel glücklich, tadelte mich Miss Unterbewusstsein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihre Beine steckten in einer weißen, wie ich sehen konnte, perfekt sitzenden Jeans und das schwarze schulterfreie Oberteil betonte ihre Schulterpartie mehr als nur vorteilhaft. Sie hatte - selbst auf die Ferne- die glatteste, perfekteste Haut, die ich je gesehen hatte. Und Gott. Dieses Schlüsselbein. Cullen würde sie nur für diesen Knochen lieben.&lt;br /&gt;Sie hatte dunkle, große Augen und hatte sie dunkel betont … ihre Lippen waren voll, die Nase fein und gerade. Bis zur Taille reichte ihr schwarzes, glänzendes, leicht gewelltes Haar.&lt;br /&gt;Ach du Scheiße … diese Frau war – direkt nach Rosalie,Alice und Maria (diese dumme Schlampe Maria)-das schönste, das ich je gesehen hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich zuckte zusammen, als mich jemand auf die Wange küsste, da ich so fixiert auf diese Frau war.&lt;br /&gt;Ich sah nach rechts und erkannte Rosalie. Sie strahlte mich an. «Du siehst besser aus», meinte sie. Besser? Ich sah alles aus, aber sicher nicht BESSER.&lt;br /&gt;Emmett begrüßte mich mit einem Zwinkern und einem «Hey Kleines» Jasper und Alice umarmten mich kurz, Jacob wirbelte mich im Kreis herum – wie typisch für ihn – und als ich bei Dan ankam, stockte ich.&lt;br /&gt;Normalerweise hätte ich ihm ein Küsschen auf die Wange gegeben, aber ich wusste nicht, was SIE davon halten würde. Himmel, konnte ich sie etwa nicht leiden? Na ja, wahrscheinlich hasste ich momentan jeden, der glücklich war.&lt;br /&gt;Dan nahm mir meine Entscheidung ab, indem er sich zu mir runter beugte und mich umarmte. Er roch so gut. So vertraut. Ich inhalierte tief seinen Duft und krallte einen kurzen Moment lang meine Finger in sein Rockabilly Shirt.&lt;br /&gt;«Sie ist in Ordnung, glaub mir. Es wirkt vielleicht auf den ersten Blick … nicht so, aber sie ist okay», flüsterte er mir leise ins Ohr, ehe er von mir abließ.&lt;br /&gt;Ich nickte leicht und holte tief Luft.  Schließlich streckte ich IHR meine Hand hin.&lt;br /&gt;«Hi, ich bin Bella», sagte ich und augenblicklich war es ruhig. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können.&lt;br /&gt;«Ich weiß wer du bist. Du bist die Alte», stellte sie ruhig fest und stand auf. Automatisch ging ich einen Schritt zurück und betrachtete sie genauer. Gott, hatte diese Frau Beine. Ich stand zwar auf Testosteron aber Himmel, SIE würde ich nehmen.&lt;br /&gt;«Mhm... und du bist dann die Neue oder wie?», fragte ich und zog eine Augenbraue in die Höhe. Sie musterte mich abschätzend, suchte wohl nach einem Anzeichen dafür, dass ich ihn ihr ausspannen würde, aber Himmel, das hatte ich ganz sicher nicht vor … eine Weile später lächelte sie dann plötzlich aufrichtig. Dan neben uns atmete laut die angehaltene Luft aus.&lt;br /&gt;«Lucia, freut mich Bella .. hab schon viel von dir gehört», meinte sie und reichte mir ihre Hand, ich ergriff sie, und wir schüttelten sie kurz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Augenblicklich hörte man beinahe alle meiner Freunde erleichtert die Luft ausstoßen.&lt;br /&gt;«Na, ich hoffe nur Gutes», zwinkerte ich ihr zu und sie zog beide Brauen in die Höhe, grinste dabei leicht.&lt;br /&gt;«Na ja...» Sie wog abschätzend den Kopf hin und her und ich schlug Dan gespielt empört gegen die Brust.&lt;br /&gt;«Was hast du ihr von mir erzählt, huh?»&lt;br /&gt;Alle lachten und Dan fuhr sich verlegen durch die Haare. «Ach Bells.. nur ein bisschen dies.. und ein bisschen das... du weißt doch wie das ist.» Dan grinste Lucia an und sie legte ihre kleine, feingliedriege Hand auf seinen Arm.&lt;br /&gt;Ich lachte leicht und ließ mich auf die Couch fallen. Zwischen Emmett und Jake. Mh.. eigentlich keine gute Platzwahl, die beiden würden mich nur wieder ärgern.&lt;br /&gt;«Was willst du trinken Bella?», fragte mich Tanya und lief schon Richtung Küche.&lt;br /&gt;Lucia und Dan setzten sich auf Tanyas zweites Sofa – sie auf seinem Schoß. Rosalie folgte Tanya in die Küche, um ihr zu helfen.&lt;br /&gt;«Was Starkes, bitte», rief ich ihnen nach. «Hochprozentiges!»&lt;br /&gt;Emmett neben mir lachte. «Und warum willst du dir heute wieder die Kante geben, huh?» Jasper, der auf dem Sessel saß, machte sich gerade eine Kippe an und ich beschloss, es ihm gleichzutun.&lt;br /&gt;«Emmett, lass sie in Ruhe», warf Alice, die auf Jaspers Armlehne saß, augenrollend ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Er.. hat angerufen», platzte es aus mir heraus und wieder einmal schaffte es Isabella-ich-schocke-alle-Swan, dass es ruhig war. Nur Rose und Tanya klimperten in der Küche.&lt;br /&gt;«Wer ist ER?», fragte Jake ruhig nach.&lt;br /&gt;«Malvin oder mein gottverdammter Bruder?» Em legte den Arm um mich und zog mich an sich.&lt;br /&gt;«Ähm ...» Ich fuhr mir durch das Haar und Dan räusperte sich.&lt;br /&gt;«Mich hat immer noch niemand aufgeklärt, was hier eigentlich los ist. Hast du immer noch was mit Cullen zu tun?», wollte er wissen.&lt;br /&gt;«Wooow stopp mal bitte. Eins nach dem anderen», warf Alice ein.&lt;br /&gt;«Nein. Habe ich nicht. Nicht so», murmelte ich an Dan gewandt.&lt;br /&gt;«Bella, was redest du da? Mein Bruder hat dich angerufen?», fragte Alice noch einmal nach und ihre Augen fingen an zu leuchten.&lt;br /&gt;Ich atmete tief durch und zog an der Zigarette, die ich mir eben angemacht hatte. Gott, die ganze Aufmerksamkeit lag plötzlich auf mir.&lt;br /&gt;Vorsichtig blickte ich durch die Runde. Dan hatte die Brauen zusammengezogen und malte kleine Kreise auf Lucias Hüften. Letztere blickte etwas verwirrt drein, Alice lächelte, Jasper hatte die Stirn gerunzelt, Emmett eine Braue in die Höhe gezogen und Jacob schien ziemlich wütend zu sein.&lt;br /&gt;«Erstmal meine Frage», meinte Emmett und ich sah wieder zu ihm. «Wer hat dich angerufen? Danach kannst du immer noch Alice und Daniel antworten..»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Wie sagtest du vorhin so schön? Dein gottverdammter Bruder hat angerufen», nuschelte ich leise und lehnte meinen Kopf an seinen Oberarm der hinter mir lag.&lt;br /&gt;«Edward hat dich angerufen?», versicherte sich Jasper erneut. Ich nickte knapp.&lt;br /&gt;«Und ...?» Emmett spielte mit meinem Haar und ich zog an meiner Zigarette.&lt;br /&gt;«Er hat 'ne Neue ..» Mein Blick huschte zu ihm und ich beobachtete skeptisch, wie er seine Augen von mir abwandte. Dann sah ich langsam zu den anderen beiden Cullens. «Ihr .. wusstet es, oder?»&lt;br /&gt;«Verfluchte Scheiße», sprang ich auf und Lucia zuckte zusammen. Dan stand mit auf.&lt;br /&gt;«Bells.. na komm schon...», murmelte er und ich riss die Augen auf.&lt;br /&gt;«Du weißt es auch?», fragte ich ihn leise. «Ihr wusstet es alle?»&lt;br /&gt;«Wir lesen Zeitung Bella... daher weiß ich es.. hey.. Bells.. na komm...» Dan ging auf mich zu. Aber Fuck off. Nicht einmal ER konnte mich jetzt beruhigen.&lt;br /&gt;Ich fühlte mich so … verraten und hintergangen.&lt;br /&gt;Energisch drückte ich meine Kippe in dem kleinen Aschenbecher, den Jasper vor sich stehen hatte, aus und ging zwei Schritte zurück.&lt;br /&gt;«Ihr hab es mir verheimlicht?!», rief ich wütend aus.&lt;br /&gt;«Bella, komm runter», redete Jake beruhigend auf mich ein.&lt;br /&gt;«Ich soll runterkommen?! WAS seid IHR denn bitte für Freunde?!» Wütend fuhr ich mir durch das Haar.&lt;br /&gt;Just in diesem Moment kamen Rose und Tanya zurück und mein Blick schoss zu ihnen, Sie erstarrten beide, mit all den Getränken in den Händen.&lt;br /&gt;«Ihr ...», zischte ich. «Ihr auch, huh?»&lt;br /&gt;Tanya blickte mich fragend an und ich schnaubte laut auf. «Tu nicht so unwissend», schleuderte ich ihr entgegen. «Ihr seid alle so .. so verlogen, wisst ihr das?!» Nochmal blickte ich mit verengten Augen durch dir Runde, ehe ich auf dem Absatz kehrt machte und lauthals die Wohnung verließ. Nicht, ohne die Türe so hart und fest wie möglich hinter mir zuzuknallen.&lt;br /&gt;Ich lief die Treppen nach unten und vor der Haustüre, ließ ich mich auf die Stufen fallen, lehnte den Kopf gegen das Geländer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie konnten sie mich so hintergehen? Wie konnten meine Freunde – egal ob sie mit ihm verwandt waren oder nicht – mir DAS antun?&lt;br /&gt;Ich spürte, wie die Wut durch meine Adern kroch, vermischt mit Enttäuschung. Sie wussten alle ganz genau, wie ich für ihn empfand und doch brachte keiner sein gottverdammtes Maul auf.&lt;br /&gt;Niemand hatte den Arsch in der Hose, mir zu sagen, dass Edward Cullen sich in Vegas durch die Betten vögelte – Halt , nur durch eines, verspottete mich Miss Unterbewusstsein.&lt;br /&gt;Tränen schossen mir in die Augen, ich wusste nur nicht, ob es Tränen aus Wut waren, oder Tränen der Enttäuschung, weil ich erneut damit konfrontiert wurde. Weil es mir erneut mein Herz zerriss.&lt;br /&gt;Wie viel Schmerz konnte ein Mensch aushalten, bevor er brach?! Ich fragte mich das immer wieder auf Neue und jedes Mal, wenn ich dachte, es könnte nicht schlimmer kommen, schaffte es wieder irgendjemand, die Grenze noch einmal zu überschreiten. Vorzugsweise irgendwelche kleinen Tussis, die mit ihre verfickten High Heels mir noch einmal ins Kreuz stiegen.&lt;br /&gt;Seine Neue? Sie wusste nichts davon, was sie mir antat, aber alle anderen dort oben, in Tanyas Wohnung – Dans neue Freundin ausgenommen – sollten mich besser kennen und es wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Öffnen der Haustüre, riss mich aus meinen Gedanken.&lt;br /&gt;«Hey Sweetheart» Emmett. Er konnte nichts dafür, wie sein Bruder war und doch schmerzte es so sehr zu wissen, dass dasselbe Blut durch seine Adern floss.&lt;br /&gt;«Er ist ein Trottel, huh?», murmelte er und ließ sich neben mich fallen. Ich schniefte leise und räusperte mich dann.&lt;br /&gt;«Es tut einfach so scheiß weh, zu wissen, ersetzt worden zu sein.»&lt;br /&gt;«Du liebst ihn wirklich, mh?» Er erwartete wohl keine Antwort, denn er legte lediglich seinen rechten Arm um meine Schultern, seine große Hand an meinen Kopf und zog mich an sich.&lt;br /&gt;Die Tränen, die mir wieder aus den Augen quollen, durchnässten sein T-Shirt, aber trotzdem hielt er mich einfach und strich mir beruhigend über meine Haare.&lt;br /&gt;«Ich will dir nur sagen, Bella», fing er an, «Ich weiß, dass niemand – absolut niemand – auch nur ansatzweise das für ihn sein wird, was du für ihn bist», murmelte er und drückte einen Kuss auf meinen Scheitel.&lt;br /&gt;«Ich hasse ihn», flüsterte ich erstickt.&lt;br /&gt;«Mhmh», machte Emmett.&lt;br /&gt;Ich hob leicht meinen Kopf, und sah ihm in die Augen. «Was würdest du sagen, Bella», hörte ich die leise Stimme von Rose an meinem anderen Ohr und erschrak.&lt;br /&gt;Ruckartig richtete ich mich auf. Mein Blick fiel auf Tanya und Rose an meiner anderen Seite, ich hatte sie gar nicht kommen hören.&lt;br /&gt;«Ja Rose, ich frage mich auch, was sie dazu sagen würde», grinste Tanya, mit auf mich gerichteten Augen.&lt;br /&gt;«Was ich wozu sagen würde?», rollte ich genervt die Augen.&lt;br /&gt;«Na ja, Baby, was du dazu sagen, wenn wir dir ein ...» Emmett stockte und hob leicht seine linke Seite an, um in seine hintere Hosentasche zu greifen. «Ein Ticket für einen Flug nach Vegas hätten .. der … sagen wir … in vier Stunden starten würde?» Er grinste mich schief an und dieses Bild erinnerte mich so sehr an Cullen, dass ich automatisch mit lächeln musste.&lt;br /&gt;Rose ging neben mir in die Hocke und lächelte leicht . Ihr schlanken Finger strichen mir eine Haarsträhne hinter das Ohr, ehe sie mir spielerisch ihren Zeigefinger gegen mein Kinn tippte.&lt;br /&gt;«Schließ mit ihm ab», sagte sie ruhig. «Flieg dahin und schließ endgültig mit ihm ab. SO wird das nichts.»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tanya umarmte mich von hinten «Aber Bella, keine Tattoos mehr», ermahnte sie mich gespielt.&lt;br /&gt;Ich schluckte schwer. Vielleicht waren meine Freunde doch nicht so schlecht, wie ich dachte. Immerhin wurde mir hier gerade ein Ticket für den Flug nach Vegas unter die Nase gehalten.&lt;br /&gt;Der Gedanke, dass ich ihn in wenigen Stunden wiedersehen könnte, ließ mein Herz wie ein Puzzle durch die Hand des Teufels wieder zusammensetzen. &lt;br /&gt;Ein wenig ungläubig musterte ich meine Freunde. «Ist  …. ist … das euer Ernst?!», fragte ich leise und schockiert. Emmett drückte mir das Ticket in die Hand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;LAS VEGAS&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Langsam sah ich von dem Ticket, hinauf in ihre Gesichter.&lt;br /&gt;«Nun ja, wir werden nicht zusehen, wie du vor dich hin vegetierst», meinte Rose ernst. «Und wir denken einfach, dass ihr nochmal reden müsst … oder, dass du dich bei ihm zumindest auf andere Gedanken bringen kannst.»&lt;br /&gt;«Und damit meinen wir keinen SEX!»,sagte Tanya streng und ich schnappte nach Luft.&lt;br /&gt;«Aber … aber was ist mit Malvin?! Er wollte sich melden … also er meinte, dass er Zeit bräuchte...», stammelte ich vor mich hin.&lt;br /&gt;«Ich sag Malvin, dass du deine Mum in Montesano besuchst, okay? Diese kleine Notlüge darf sein und hey, glaub mir, er wird sowieso noch Zeit brauchen ...», meinte Rose.&lt;br /&gt;Mein Herzschlag beschleunigte sich rapide und ich sprang, ohne weiter nachzudenken auf. «Meine Sachen! Ich muss packen!», rief ich und Emmett lachte.&lt;br /&gt;«Nun, das haben wir alles schon erledigt, Darling, deine Koffer sind in Emmetts Jeep, er fährt dich nachher an den Flughafen.»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich würde ihn wiedersehen. Das war der einzige Gedanke, der mir ununterbrochen durch den Kopf schoss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/wir&gt;&lt;/senden&gt;&lt;/trockenfickte&gt;&lt;/nein&gt;&lt;/nichts&gt;&lt;/verständnis&gt;&lt;/inbox&gt;&lt;/fass&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5569713313300934062-440522119686540495?l=the-plaza-manhattan.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://the-plaza-manhattan.blogspot.com/feeds/440522119686540495/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://the-plaza-manhattan.blogspot.com/2010/09/chapter-35.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5569713313300934062/posts/default/440522119686540495'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5569713313300934062/posts/default/440522119686540495'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://the-plaza-manhattan.blogspot.com/2010/09/chapter-35.html' title='CHAPTER 35'/><author><name>Diamonds &amp;amp; Simple-kind</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_N_buhCBoxsA/S8o2Rec29jI/AAAAAAAAAAk/pyt1_ozaHXM/S220/fghdjska.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5569713313300934062.post-4589824273659579430</id><published>2010-09-05T05:55:00.000-07:00</published><updated>2010-09-05T06:00:21.150-07:00</updated><title type='text'>CHAPTER 34</title><content type='html'>… and then you killed me&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es hat Spaß gemacht, bis ich verlor …. &lt;br /&gt;… was ich gewonnen hab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freitag, 25. Juni 2010&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;BPOV&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich intensivierte meine Sinne und sog seinen Geruch tief ein. Blickte ihm in die Augen. &lt;br /&gt;Er stand vor mir, wie ein einziger Gott. &lt;br /&gt;«Also, Isabella», murmelte Cullen nun und strich sich über den Nacken. Dann seufzte er tief. «Was soll ich sagen? Viel Glück für die Zukunft?» Er zog eine Braue in die Höhe.&lt;br /&gt;Heute war es soweit, wir hatten die Uni abgeschlossen. Rosalie, Emmett, Tanya und Jacob hatten ihren Abschluss schon vor mehreren Wochen gehabt und heute waren Cullen und ich dran gewesen.&lt;br /&gt;Es war aus, vorbei. Die lockere, unbeschwerte Zeit war zu Ende. Und hier standen wir nun, auf dem Uniparkplatz. Ich wartete auf Malvin und Cullen … ich weiß nicht, was er tat. Er stand einfach nur da und sah mich an.&lt;br /&gt;«Nun», murmelte ich leise und schluckte schwer. «Das wäre das, was man sich wünscht bei solchen Veranstaltungen ...» &lt;br /&gt;Er bog den rechten Mundwinkel leicht nach oben und drehte seinen Autoschlüssel in der Hand hin und her. Die Sonne, welche auf uns hinab strahlte, ließ seine Augen noch heller und intensiver wirken … &lt;br /&gt;Ich wollte nicht, dass das hier vorbei war. Dass diese Unbeschwertheit und diese merkwürdigen Probleme die wir hatten endeten. Dieser banale Müll, mit dem wir uns jeden Tag befassten. &lt;br /&gt;«Haben wir beide je das gemacht, was verlangt wird?», wollte er nun leise wissen und ich meinte, eine gewissen Traurigkeit in seiner Stimme mitschwingen zu hören. &lt;br /&gt;«Nein», schüttelte ich leicht den Kopf. «Nein, Cullen, das haben wir nicht.» &lt;br /&gt;Er seufzte und fuhr sich durch das wirre Haar. «Isabella ...», begann er und schluckte dann, ehe er die Brauen zusammen zog. «Die Collegezeit wäre ohne dich nicht das gewesen, was sie für mich war.»&lt;br /&gt;Ich sah ihm einen Moment tief in die Augen, verlor mich fast in ihnen. Er war perfekt, mit all seinen Fehlern, Macken und Makeln war er perfekt.&lt;br /&gt;Als ich ihn so ansah, zog sich mein Herz zusammen. Selbst nach dieser langen Zeit hatte sich nichts daran geändert. Es war irgendwie ... es war immer da. Überall. Zu jeder Uhrzeit. Ob Tag oder Nacht. Ich konnte das nicht abstellen. Eine Zeit lang hatte ich das Gefühl, dass diese Empfindung, dieses Verliebtsein, weg war ... aber dann, als er vor ein paar Wochen so dicht an mir vorbei ging, dass sein nackter Unterarm den meinen streifte, war alles wieder da. Präsenter den je und der einzige Grund, warum ich mich zusammenriss, war Malvin. Ich konnte ihm das nicht antun. Ich DURFTE ihm das nicht antun. Und jetzt...? Jetzt stand er vor mir, blickte mir ehrlich und aufrichtig in die Augen und es lag keinerlei Spott oder Wut der letzten Wochen darin. Nicht ein Funke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ja, da muss ich dir zustimmen. Es wäre sehr langweilig geworden ohne unsere Streiterein», nuschelte ich und versuchte das Ganze mit einem lockeren Grinsen zu unterstreichen. Es misslang mir. Nervös biss ich auf meiner Unterlippe herum. Aber diese Nervosität lag komischerweise nicht daran, dass Malvin - mein fester Freund Malvin - gleich um die Ecke kommen könnte, sondern daran, dass ich wusste, dass es jetzt und hier endete. Die Collegezeit war vorbei, Cullen-Zeit war vorbei... und... es war einfach ein schöner Abschnitt meines Lebens gewesen. Ein wunderschöner.&lt;br /&gt;Cullen fuhr sich durch sein Haar und versuchte schief zu lächeln. &lt;br /&gt;«Rauchen wir noch eine zusammen? Auf die alten Zeiten?», fragte er fast geflüstert und alles was ich tun konnte, war zu nicken.&lt;br /&gt;Ich lehnte mich gegen die Motorhaube seines Jaguars und zog mir eine Zigarette aus dem Softpack in meiner Hosentasche. Cullen ließ sein Zippo aufschnappen und hielt es mir unter die Nase. Dann machte er sich seine eigene Zigarette an und blieb weiterhin mir gegenüber stehen. &lt;br /&gt;Irgendwie war momentan alles seltsam. Seit sechs Monaten befanden wir uns im neuen Jahr und es war eine Menge passiert. Ich konnte Cullens Verhaltensweisen die meiste Zeit nicht nachvollziehen. Mal war es so, dass er wirklich wütend auf mich war, wegen der ganzen Malvin-Sache und jede Gelegenheit nutzte, um mir zu zeigen, dass ich auf IHN stand und nur auf ihn. Dann war es wieder so, dass er mich vollkommen ignorierte. &lt;br /&gt;Aber seit ungefähr einem Monat war es vollkommen merkwürdig. Cullen mischte sich nicht mehr ein, er redete nicht mehr auf mich ein, versuchte mir nichts mehr zu beweisen.&lt;br /&gt;Wenn er mich sah, begrüßte er mich oder verabschiedete sich lediglich, aber mehr war da nicht. So, als wären wir ganz normale Bekannte. Dies hier waren wohl die meisten Worte, die wir seit Monaten miteinander gewechselt hatten.&lt;br /&gt;Und seitdem war es so, dass ich wirklich bemerkte, wie sehr er mir eigentlich fehlte. Wie gesagt, zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass das Verliebtsein verebbte, aber wann immer er mir über den Weg lief, wann immer ich ihn mit jemand anderem reden sah, wann immer seine Hand zufällig die meine streifte, durchfuhr mich dieses Gefühl blitzartig. &lt;br /&gt;Das Schlimme daran war, dass es nicht zurück ging, sondern sich verstärkte. Jeden Tag, wenn ich ihn sah … ich spürte es. Ich spürte es einfach. Diese Gefühle für ihn waren nach wie vor vorhanden. &lt;br /&gt;Und Malvin? Er hatte mir mittlerweile schon des Öfteren beteuert, dass er mich liebte und ich hatte nicht einmal antworten können. Mein schlechtes Gewissen verstärkte sich, als er meinte, er könne es verstehen und würde warten. Würde immer warten. Würde weiterhin für mich da und mit mir zusammen sein. DAS … war das Schlimmste an allem. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Wie geht’s jetzt für dich weiter?», fragte Cullen mich und während er sprach, entwich ein wenig Rauch seinen Lippen. Ich schluckte. &lt;br /&gt;«Ich … weiß es nicht genau.» Vor einem Monat hatte ich meinen Job im Club gekündigt, da ich jetzt etwas Festes anfangen würde. Malvin hatte mir angeboten, im Four Seasons in der Marketingabteilung zu arbeiten. Er meinte, alles was ich dafür tun müsste, war seinen Vater kennenzulernen, da er der Geschäftsführer war, und einen guten Lebenslauf abzuliefern. Er sagte, dass meine Noten mich in ein perfektes Licht bei seinem Dad rücken würden.&lt;br /&gt;Mittlerweile war es so, dass ich seine Mutter und den kleinen Bruder kannte, aber der Vater … nun ja, ihm war ich noch nicht begegnet.&lt;br /&gt;Außerdem wurde es bald Zeit, mein Apartment zu verlassen. Jacob war schon seit ein paar Tagen, seit er den Abschluss hinter sich hatte, dabei zu packen und auch ich musste ausziehen. Noch immer hatte ich Malvin keine Antwort darauf gegeben, ob ich zu ihm ziehen würde, wobei er mich in letzter Zeit mehrmals darauf angesprochen hatte. Ehrlich gesagt war ich momentan Ziel-, Plan- und Mittellos.&lt;br /&gt;«Und für dich?», wollte ich leise wissen, obwohl ich die Antwort schon kannte. Er würde nach Vegas reisen und von Rosalie wusste ich, dass das Morgen sein würde. Vielleicht war es auch das, was mich so runter zog. Er würde Manhattan verlassen, und dieser Gedanke trieb mich in den Wahnsinn. &lt;br /&gt;«Vegas ... du weißt ja ... Plaza», murmelte er vor sich hin und nahm einen weiteren Zug der Kippe. Er hatte mir kein einziges Mal gesagt, wann er fuhr. Wie gesagt, ich wusste es von Rose.&lt;br /&gt;«Mmh...», murmelte ich zustimmend und zog an meiner Kippe. So sehr ich es auch wollte, ich konnte einfach nicht weg schauen.. musste ihn ansehen und wie von selbst verließen die Worte meine Lippen. «Wie lange wirst du weg sein?» Meine Stimme klang zittrig und Himmel, ich wusste, dass es besser war, wenn ich darüber keine Auskunft bekäme, aber ich konnte einfach nicht anders, als das nachzufragen. Meine innere Unruhe war es, die mich dazu getrieben hatte. Und... mein Herz, das sich immer wieder krampf- und schmerzhaft zusammen zog.&lt;br /&gt;«Ich weiß nicht... eine Weile...», nuschelte er kaum verständlich und zog ebenfalls an seiner Zigarette. Es war unglaublich grotesk. Wir starrten uns an, versuchten nicht einmal zu blinzeln, flüsterten miteinander und doch standen so viele unausgesprochenen Worte zwischen uns, dass es kaum zu ertragen war.&lt;br /&gt;«Und... deine Familie?», fragte ich leise nach.&lt;br /&gt;«Wenn, dann sehe ich sie wohl bei meinen Eltern … ich hatte nicht vor, in nächster Zeit wieder nach New York zu kommen...», murmelte er und beantwortete mir damit auch das, was ich eigentlich wissen wollte – ob er zwischendurch mal wieder in Manhattan sein würde.&lt;br /&gt;Ich seufzte. «Mmh... ja, verstehe...»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber in Wirklichkeit verstand ich gar nichts. Ich verstand nicht, warum ich Cullen nicht vergessen konnte, obwohl ich mich so sehr auf Malvin fixierte. Ich verstand nicht, warum es mir so viel ausmachte, dass er ging.&lt;br /&gt;Ich meine … zwischen uns lief sowieso nichts mehr, was machte es also für einen Unterschied, ob er hier war oder in Vegas? Eigentlich sollte mir das egal sein. Eigentlich … &lt;br /&gt;Wieder zog ich an meiner Zigarette und ließ meine Augen über sein Gesicht wandern. Über die feinen und markanten Züge … den drei-Tage-Bart.&lt;br /&gt;Was, wenn ich die Farbe seiner Augen eines Tages vergaß? Wenn ich vergaß, wie es sich anfühlte, ihm über die Wange zu streichen?  Oder wie seine Lippen auf meinen schmeckten? &lt;br /&gt;Ich fragte mich, ob Cullen eigentlich dasselbe fühlte wie ich. Oder ob es ihm einfach nur schwer fiel, diesen Lebensabschnitt abzuschließen. Vielleicht war es ja wirklich so, dass er sich einfach an mich gewöhnt hatte. An meine Präsenz und all das. Vielleicht war es wirklich so, dass er gar keine Gefühle für mich hatte … und einfach nur nicht loslassen konnte. Oder hatte er schon längst losgelassen? Machte es ihm deswegen in letzter Zeit nichts mehr aus, dass ich einen Freund hatte? Oder hatte er es einfach so akzeptiert und hingenommen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Cullens brennenden Blick auf mir spürend hob ich den Kopf.&lt;br /&gt;«Und was wirst du in Vegas so machen?», fragte ich noch einmal nach, nur um weiterhin seine Stimme zu hören.&lt;br /&gt;Er zog an seiner Zigarette und stieß langsam den Rauch wieder aus. «Geschäftliches ...» Er leckte sich kurz die Lippen. «Bisschen Abstand zu New York wird mir wohl ganz gut tun ... vor allem wegen den Gerüchten, die Michael damals über mich in die Welt gesetzt hat ... Es ist vielleicht ganz gut, dass ich gehe.»&lt;br /&gt;Mir fiel es schwer meine Gesichtszüge zu kontrollieren. Ich versuchte die Panik, die in mir aufstieg, nicht meine Augen erreichen zu lassen. Gott, er fand es gut, dass er ging?&lt;br /&gt;Ich schluckte schwer, ehe ich das einzig Vernünftige tat, was mir in den Sinn kam. Ich würde es ihm leichter machen … und außerdem wollte ich mich nicht blamieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hallo? Erde an Isabella. Du denkst immer noch darüber nach, dass du dich blamieren könntest? Miss Unterbewusstsein lachte mich definitiv aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ja, doch. Ich denke da hast du vollkommen recht. Wenn du aus dem Blickfeld verschwindest, wird es sicherlich etwas ruhiger um dich und die Presse, wie auch die Väter der Töchter, die du vögelst, ahben dich nicht mehr ganz so im Auge. Versuche nur, es dir in Vegas nicht auch noch zu verscherzen, Cullen.»&lt;br /&gt;Wider erwarten, blitzten weder Wut noch sonst etwas in seinem Gesicht auf. Er wirkte überhaupt nicht zornig oder gereizt.&lt;br /&gt;Nein ... er lächelte leicht und lachte dann leise, was mir einen Schauer über den Rücken jagte. «Ich glaube, ich werde das ..» Er unterbrach sich selbst und warf seine Kippe auf den Boden, um sie dann auszudrücken.&lt;br /&gt;«Du wirst was...?», fragte ich leise nach.&lt;br /&gt;Er hob den Blick vom Boden und sah mich von unten herauf durch seine dichten, tiefschwarzen Wimpern an. Das schiefe Lächeln noch an Ort und Stelle.&lt;br /&gt;Mein Herz setzte bei diesem Anblick kurz aus, nur um dann in doppeltem Tempo weiterzurasen.&lt;br /&gt;«Nichts», sagte er lediglich und schüttelte leicht den Kopf. «Schon gut.»&lt;br /&gt;Ich zog ein letztes Mal an meiner Kippe, ehe ich sie auf den Boden warf und ebenfalls austrat. &lt;br /&gt;«Du machst das ständig, Cullen. Ständig. Das nervt», meckerte ich ihn leise an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder lachte er leicht und fuhr sich durch das Haar. «Ich weiß ...» Plötzlich wurde sein Gesichtsausdruck ernst und er seufzte tief. Seine breiten Schultern sackten ein wenig in sich zusammen. «Isabella ..», fing er an. «Ich wollte nur sagen, dass ... die Zeit ...» Er kam nicht zum Ausreden, denn genau in diesem Moment, wurde laut eine Autotür zugeschlagen und ich hörte die Stimme meines Freundes.&lt;br /&gt;«Bella!», rief Malvin nach mir und ich sah Cullen noch einen Moment fest und tief in die Augen, ehe ich mich umdrehte und Malvin anlächelte.&lt;br /&gt;«Baby...», rief ich. Mein Ton war leider eher überrascht - obwohl ich wusste, dass er kommen würde - als freundlich.&lt;br /&gt;So dankbar ich Malvin auch dafür war, dass er mich zusammenhielt. So sehr ich seine Liebe, die er auf unergründliche Weise für mich empfand zu schätzen wusste ... in diesem Moment ... hätte ich alles dafür gegeben, Cullens Gesagtes zu Ende zu hören.&lt;br /&gt;Mein Herzschlag beruhigte sich noch immer nicht. Zwar sah ich Cullen nicht an, aber ich konnte spüren, dass sein Körper noch dicht hinter mir stand. Sein Geruch strömte zu mir hinüber und die Körperwärme, die von ihm ausging ... ich musste mich zusammenreißen, um nicht einmal tief einzuatmen.&lt;br /&gt;Malvin warf einen skeptischen Blick zu Cullen, und bevor das irgendwie wieder ausarten konnte zwischen den beiden, wandte ich mich schnell zu ihm um.&lt;br /&gt;Cullen beachtete Malvin gar nicht, seine volle Aufmerksamkeit war auf mich gerichtet. Sein Blick war durchdringend und intensiv aber diesmal ... diesmal sah ich keine Eifersucht, keine Verachtung, keinen Hass ... da war nur ... etwas Komisches in seinem Blick. &lt;br /&gt;Meine Finger kribbelten und ich legte leicht meine Hand auf seinen Unterarm, lächelte ihn ein wenig an. «Ich hab die Zeit auch genossen, Edward Cullen», murmelte ich ihm zu.&lt;br /&gt;Seine Augen tasteten sich schnell über mein Gesicht. Ich wusste was Mister-ich-bin-so-kritisch-und-vertraue-niemanden suchte. Ein fucking Anzeichen dafür, dass ich ihn belog. Blöd für ihn, dass er es nicht finden würde, da ich meine Worte absolut ernst meinte. Cullens Iriden hefteten sich in meine und als nach ein paar Sekunden mein geliebtes schiefes Lächeln erschien, nickte er leicht. &lt;br /&gt;«Das ist gut... das ist gut zu wissen», murmelte er leise. Cullen seufzte tief und fuhr sich durch sein Haar.&lt;br /&gt;«Okay... also dann, Isabella», nickte er mir kurz zu. «Simmens.»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Malvin stand mittlerweile in greifbarer Nähe. &lt;br /&gt;«Cullen», nickte nun auch er. Ich seufzte. &lt;br /&gt;«Swan» Das brachte Cullen tatsächlich zum Lachen und mir entlockte der Klang ein Lächeln. &lt;br /&gt;«Schätze ...» Er schluckte. «Schätze, wir sehen uns.» Würden wir nicht. Ich wusste, dass er morgen nach Vegas reiste. Auch wenn er es mir nicht erzählt hatte, ich wusste es. &lt;br /&gt;«Verspreche nichts, was du nicht halten kannst», flüsterte ich und nach einem letzten, langen Blick, drehte ich ihm den Rücken zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Die ganze Scheiße ist endlich vorbei!», rief Jake ziemlich laut und alle lachten. Wir hatten uns bei Malvin getroffen, nachdem er mich abgeholt hatte. Während der Autofahrt von der Uni zu seinem Apartment hatte er geschwiegen. Ziemlich eisern. Na ja, so lange, bis ich meine Hand auf seinen Oberschenkel legte und ihm sagte, dass es lediglich so war, dass Cullen und ich jeden verdammten Kurs zusammen gehabt hatten und dass wir uns eben voneinander verabschieden wollten. Malvin hatte daraufhin nur zustimmend gemurmelt, dass das auch besser für Mr. Plaza war, nur um anschließend wieder zu schweigen. &lt;br /&gt;Nachdem wir bei seinem Apartment ankamen, trudelten auch nach und nach die anderen ein und Himmel, Malvin hatte wohl den kompletten Supermarkt unten an der Ecke leer gekauft. Er hatte haufenweise Cocktail Utensilien besorgt, normales Bier, Rotwein, Weißwein und diverse Spirituosen. Er grinste mich nur an, als er meinen skeptischen Blick sah und zuckte die Achseln. Er wisse doch nicht, was die alle trinken wollen, hatte er gesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Na ja, jetzt war es jedenfalls so, dass Jake schon das ein oder andere Bier hatte und sich freute, dass &lt;der Scheiß&gt; vorbei war.&lt;br /&gt;«Hey Jake, jetzt tu nicht so», mischte Rose sich ein. «Für dich ist dieser Scheiß schon seit ein paar Wochen beendet! Bells hier war die Letzte.» Sie lachte und trank einen Schluck Prosecco. &lt;br /&gt;«Es ist viel zu früh zum Trinken», murmelte Malvin «Aber gut … heute ist es was Anderes.» Ich warf einen Blick auf die Uhr – viertel nach fünf. Der Abend rückte näher und somit auch der morgige Tag … wenn Cullen gehen würde.&lt;br /&gt;«Hey Rose, wo ist eigentlich Emmett?», fragte Tanya, die gerade versuchte die Weißweinflasche zu köpfen. Malvin seufzte und nahm sie ihr aus der Hand, um das für sie zu erledigen. Meine blonde Freundin warf mir einen prüfenden Blick zu, ehe sie langsam zu sprechen begann.&lt;br /&gt;«Der macht heute was mit seinem Bruder, weil er ja morgen nach Vegas reist ...», sagte Rose vorsichtig und ich zuckte heftig zusammen.&lt;br /&gt;Irgendwie war ich gar nicht in der Laune zu feiern. Für mich war das heute eher wie eine Beerdigung und nicht wie eine Party.&lt;br /&gt;Ich kippte das Bier runter, welches ich in der Hand hielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht solltest du auf etwas Stärkeres umsteigen, Miss Swan.. lächelte mich Miss in meinem Kopf traurig an. Auch für sie war es nicht leicht, dass Cullen ging. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Edward verlässt New York? Wie lange? Eine Woche?», lachte Tanya amüsiert und ich drehte mich von den anderen weg um in meiner Umhängetasche, die neben mir lag, nach Kippen zu kramen. Wo waren die scheiß Dinger?&lt;br /&gt;«Wusstest du das nicht?», fragte Jacob verwundert. «Sogar ICH wusste es und ich hab echt nichts mit ihm am Hut ...» Sobald ich meine Kippen gefunden hatte, machte ich mir eine an und stieß den Rauch langsam aus meinem Mund. Ich hasste es, dass sie darüber sprachen und ich hasste es, dass Malvin mitbekam, wie sehr es mir zu schaffen machte. &lt;br /&gt;Dass er ständig mit ansehen musste, wie ich an Cullen dachte. Ich hasste es.&lt;br /&gt;«Nein», antwortete Rose auf Tanyas Frage. «Es wird wohl etwas länger sein als eine Woche.»&lt;br /&gt;«Mindestens sechs Monate." Ich räusperte mich und mied Malvins Blick. «Falls sich daran etwas geändert hat, seit ich vor einiger Zeit mit ihm darüber gesprochen habe. Aber sechs Monate stand damals im Raum.» Wieder hustete ich leise und trank danach von meinem Bier. Ich kniff die Augen zusammen und massierte mir mit zwei Finger die Schläfen. Dann zog ich an meiner Kippe. Malvin räusperte sich nun ebenfalls, wodurch meine Lider aufflogen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich war die Spannung im Raum praktisch spürbar. Ich traute mich nicht, in seine Richtung zu sehen und mied auch die Blicke der anderen.&lt;br /&gt;Verdrängen. Ich musste das alles irgendwie verdrängen. Ich meine … es war doch egal, ob er in der Stadt war oder nicht. Das zwischen uns war so oder so beendet. &lt;br /&gt;Ja es ist beendet, mischte Fräulein sich wieder ein, aber  trotzdem stehen noch so viele unausgesprochene Dinge zwischen euch…! Ich seufzte leise. Das stimmte wohl … und trotzdem … trotzdem tat keiner was. Sagte keiner was.&lt;br /&gt;Auf einmal spürte ich, wie die Couch leicht nachgab, als sich jemand neben mich setzte. An dem Geruch erkannte ich, dass es Malvin war. &lt;br /&gt;Er platzierte seine Hand an meinem Rücken und strich sanft darüber. Mein Blick schoss zu ihm und ich sah ihm in die Augen. Er blickte fest zurück. Abermals bewunderte ich ihn für das alles. Für seine Geduld und … dafür, dass er so war, wie er war. &lt;br /&gt;«Also», sagte er dann und wandte den Blick den anderen zu. «Was steht für heute Abend an?» Und in diesem Moment wusste ich, ich hatte diesen Mann nicht verdient. Kein verdammtes Bisschen.&lt;br /&gt;Malvin ließ seine Hand von meinem Rücken in meinen Nacken wandern und massierte ihn mit sanftem Druck. Das tat so gut. Ich seufzte wohlig und schloss abermals die Augen. Schmiegte mich in seine Berührung.&lt;br /&gt;«Ich weiß nicht, Mann. Früher wollte ich immer meinen Collegeabschluss mit meinen Freunden in einem Stripclub feiern", grinste Jake in die Runde und handelte sich dafür einen Schlag auf den Oberarm von Tanya ein. Malvin lachte laut und auch ich musste leicht grinsen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Also jedenfalls», meinte Rose an ihrem Glas nippend. «Jedenfalls muss ich nochmal nach Hause und mich umziehen.» Rose wohnte seit Januar ebenfalls hier in Manhattan, in der Nähe von Emmett. Sie hatte den Umzug endlich hinter sich gebracht und fühlte sich richtig wohl, was mich allerdings nicht verwunderte … Emmett legte ihr die Welt zu Füßen. &lt;br /&gt;«Mmh ja, ich auch», murmelte Tanya leise seufzend. Sie setzte sich seitlich auf Jakes Schoß und fuhr ihm gedankenverloren durch das schwarze Haar. Tanya wollte in ihrer Wohnung bleiben … aber Jake hatte vor, zu ihr zu ziehen … Ich musste mich auch mal langsam nach einem neuen Apartment umsehen, oder zumindest endlich darüber nachdenken, bei Malvin einzuziehen. Ich schob das schon viel zu lange vor mir her. &lt;br /&gt;«Wie oft wechselt ihr eigentlich die Outfits?», seufzte Malvin und schüttelte den Kopf. Seine Hand fuhr damit fort, meinen angespannten Nacken zu massieren und mit der anderen Hand griff er nach seinem Bier auf dem Wohnzimmertisch. Ich drückte meine Zigarette aus, rückte näher an ihn und lehnte den Kopf gegen seine Schulter. Schutz, Schutz, Schutz … er gab mir Schutz.&lt;br /&gt;Er gab. Richtig. Und ich nahm. Ich war so egoistisch. So dermaßen egoistisch. Ich seufzte, als Malvin sich nahe zu meinem Ohr beugte. &lt;br /&gt;«Soll ich dir was verraten?», flüsterte er ganz leise hinein und ich drehte den Kopf, lächelte ihn an.&lt;br /&gt;«Was denn?», wisperte ich ebenso leise zurück.&lt;br /&gt;«Ich liebe dich», murmelte er und gab mir einen Kuss. Bei seinen Worten musste ich unwillkürlich hart schlucken. Himmel, fuck off. Er war so lieb und kümmerte sich um mich. Und ich? &lt;br /&gt;Jedes Mal, wenn er mir sagte, dass er mich liebte … war es wie ein Schlag in die Magengrube, denn Gott, nicht mal DAS konnte ich ihm zurückgeben. Diese verfluchten drei Worte. Ich würde .. so gerne. Aber es ging nicht, denn ich liebte ihn nicht. Er war mir sehr wichtig, wirklich. Und ich fühlte mich wohl bei ihm, geborgen, beschützt. Und wenn er mich berührte, fühlte es sich gut an. Es ließ meinen Bauch kribbeln, aber brachte mein Herz nicht dazu, stehen zu bleiben um dann schneller zu schlagen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich legte meine Hand auf seine und küsste ihn am Hals. Er roch wie immer … wundervoll. &lt;br /&gt;«Wisst ihr was?», meinte Rose plötzlich mit einem begeisterten Funkeln in den Augen. Oh, oh … ich kannte diesen Blick. Und Malvin offenbar mittlerweile auch, denn er runzelte sofort die Stirn, während er mit meinen Fingern spielte und an seinem Bier nippte. «Wie ist das – Ihr Männer und wir Frauen gehen separat weg! Wenn ihr in einen Stripclub wollt, dann bitte … aber WIR werden dann ins New York Tabledance gehen … nur so zur Info.» Sie grinste breit und schenkte sich zufrieden Sekt nach. &lt;br /&gt;«Oh! Dann könntest du noch ein paar von deinen Freunden anrufen und ich noch ein paar von meinen Jungs», warf Jacob begeistert an Malvin gewandt ein.&lt;br /&gt;«Ihr wollt in eine Tabeldance-Bar?», fragte ich nochmal nach und hob meine Braue. Malvin grinste und gab mir einen Kuss auf meinen Scheitel. &lt;br /&gt;«Mmh...», murmelte er. &lt;br /&gt;«Ist nicht euer Ernst!», warf Tanya ein und verschränkte wütend die Arme vor der Brust. Jake lachte und küsste sie, während Rose nur die Augen rollte. &lt;br /&gt;«Himmel … für uns ist ja auch was drin...» &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ohh... heiße Körper, mit verbrauchten, faltigen Gesichtern, die nach billigem Kokosöl riechen...», lachte ich los und prostete Rose zu. &lt;br /&gt;«Und wir haben Ladies in knappen Tangas, mit haufenweise Silikon und Botox», stimmte Malvin mit ein.&lt;br /&gt;«Da darfst du nicht dran denken, Mann... Alles echt! Alles echt!», grinste Jake und tippte sich mit beiden Zeigefingern gegen die Schläfen. «Alles echt.»&lt;br /&gt;«J-A-C-O-B!», knurrte Tanya ihn an. Oh, sie wurde wütend. Voller Zorn funkelte sie ihn an. Rosalie lachte. &lt;br /&gt;«Tanya, komm runter … Wenn man vergeben ist, heißt es : Nur gucken – nicht anfassen, und dasselbe gilt für UNS.» Sie zwinkerte ihr zu und ich schob die Brauen zusammen.&lt;br /&gt;«Früher, wenn wir da waren, hab ich immer angefasst», murmelte ich in mich hinein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Aber jetzt hast du einen festen Freund, Bells», knurrte Tanya und stellte ihr Glas auf den Tisch. «Genau, wie wir beide auch», fügte sie an Rose gewandt hinzu. &lt;br /&gt;«Du musst das so sehen, Tanya. Die Tussis sind so verbraucht und künstlich, dass Jake sich freuen wird, wenn er dich wieder in seinen Armen hat.» Natürlich. Malvin - Mister Diplomatisch. &lt;br /&gt;« MICH wieder in seinen Armen hat?», fragte sie ungläubig nach. «Heißt das, er hält vorher so eine Barbie in seinen Armen?»&lt;br /&gt;Mein Freund lachte schallend und ich warf ihm einen Blick aus dem Augenwinkel zu. Er war schön, wenn er lachte. Dann wirkte er so gelöst und unbekümmert. Das mochte ich so an ihm ... wenn man mit ihm zusammen war, fühlte man sich irgendwie ... schwerelos.&lt;br /&gt;«Ich schwöre dir, dass ich dir den Abend detailliert erzählen werde», meinte Jake. «Baby, du weißt, dass ich dich liebe, oder?» Er schlang einen Arm um ihren Rücken und zog die beiden Brauen hoch. Ich sah weg. Wann immer dieser Satz in meiner Nähe fiel, hatte ich das Gefühl, dass ich die Einzige emotional Verkrüppelte unter uns war. Die Einzige, die nicht sagen konnte, was sie wollte ... oder wie auch immer ...&lt;br /&gt;«Und ICH verspreche dir, dass ich auf ihn aufpasse», nickte Malvin ernst in Tanyas Richtung, aber ich hatte bemerkt, dass er meine Hand etwas fester hielt als vorhin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Und wenn du auch betrunken bist? Was ist dann?», fragte sie nochmal kritisch, aber irgendwie beruhigter nach.&lt;br /&gt;«Tanya, wir sind erwachsene Männer, wir haben unsere Frauen und unser Leben, was glaubst du also, werden wir da tun, außer ein paar Dollar in irgendwelche Hotpants stecken?», fragte er sachlich nach.&lt;br /&gt;«So, Mister Simmens? Ich möchte aber nicht, dass Sie irgendwelche Hotpants berühren, die nicht mir gehören...», gab ich gespielt tadelnd von mir. Malvins Blick schoss zu mir und er schmunzelte. &lt;br /&gt;«Und was würden Sie sagen, wenn ich ...» Er beugte sich zu meinem Ohr und flüsterte «... wenn ich das Höschen, das sie tragen mitnehmen? Gilt das dann auch noch, Miss Swan?»&lt;br /&gt;«Falls Sie, Mister Simmens, auch nur in Erwägung ziehen, einer der Damen so nahe zu kommen, dass Sie überhaupt das Höschen berühren könnten, werde ich Sie eigenhändig umbringen», drohte ich ihm gespielt und stand auf, um mir ein neues Bier zu holen. Malvin lachte wieder laut und ich lächelte vor mich hin, während ich Richtung Küche lief und mir dann ein Bier aus dem Kühlschrank nahm. &lt;br /&gt;«Ihr seid abartig!», hörte ich Tanya rufen. Seufzend ging ich mit meinem Bier zurück ins Wohnzimmer und setzte mich auf meinen vorherigen Platz.&lt;br /&gt;«Du bist prüde», murmelte Rose.&lt;br /&gt;«Ist sie nicht», warf Jake sachlich ein. «Glaubt mir - ist sie nicht.»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Stille Wasser sind tief...», sinnierte ich und öffnete die Flasche. «Und dreckig!», fügte ich hinzu. &lt;br /&gt;«Baby... du bist aber nicht so still dabei», grinste Malvin mich an. Tanya verzog das Gesicht und lachte.&lt;br /&gt;«Du musst dich doch wunderbar mit Em verstehen. Er ist wie du. Oder du wie er. Wie man es sehen will», grinste Rose und nippte an ihrem Cuba Libre. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, Em und Malvin. Four Seasons und Plaza. Es war erstaunlich, wie gut die beiden miteinander klar kamen und umgehen konnten, ohne Konkurrenzkampf oder sonst irgendwas. Rose und ich hatten vor Kurzem, als wir versucht hatten an einem Mädelsnachmittag Cullens Hass auf Malvin zu analysieren versuchten, darüber gesprochen.&lt;br /&gt;«Emmett ist cool», zuckte Malvin die Achseln und legte eine Hand auf meinen Schenkel, um darüber zu streichen. &lt;br /&gt;«Hey Rose», meinte ich «Wenn du heute mit ihm feiern willst ...» Ich biss mir auf die Lippe. Auf keinen Fall wollte ich, dass sie ihn für mich hängen ließ. Mittlerweile kam ich besser mit der Situation klar und ich wusste, wie gerne sie Zeit mit Emmett verbrachte.&lt;br /&gt;Rose winkte ab. «Oh bitte, Bella. Er macht was mit seiner ganzen Familie und ich hab absolut keinen Bock auf klein Gucci-Göre, à la 'Guck mal großer Bruder, ich mach Dackelaugen und hab dich soo lieb!'» Demonstrativ verzog sie die Lippen zu einem gespielten Schmollmund und klimperte mit den Wimpern. Wir mussten nun alle lachen. Gott, ich liebte meine Freunde für das alles ... &lt;br /&gt;«Und ihr habt gar nichts dagegen, dass WIR nackten Männern beim Tanzen zusehen?», wollte Tanya dann skeptisch wissen. Ja, das wunderte mich auch. Cullen hätte mir jetzt eine Standpauke gehalten und mich mit allen Mitteln versucht, vom Gehen abzuhalten. Ich erinnerte mich noch an die Fashion Week und daran, wie er es gehasst hatte, dass ich das Model - wie er sagte – blick-fickte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schnell schüttelte ich den Kopf um diesen Gedanken zu vertreiben. Ich konnte ja nicht ewig sämtliche Erinnerungen die ich mit Cullen verband durchleben, oder? &lt;br /&gt;«Na ja, solange es nur das Tanzen ist...», sagte Malvin und ich legte meine Hand abermals auf seine, zog kleine Kreise auf seinem Handrücken. &lt;br /&gt;«Und wenn ich eine der Shorts mit nach Hause bringe, Mister Simmens?», flüsterte jetzt ich in sein Ohr. Malvin grinste mich an.&lt;br /&gt;«Dann geh ich davon aus, dass du beim Night-Shoppen warst, weil Stripper immer Tangas anhaben, Miss Swan» Seine Stimme klang rau und heiser. Ich schluckte schwer und er stellte zufrieden fest, wie sich eine Gänsehaut über meinem Körper ausbreitete. Gott. Meine Augen wanderten über seinen Unterarm, der von feinen, dunklen Härchen überzogen war. Genau richtig. Nicht zu viel. Nicht zu wenig.&lt;br /&gt;«Das ist echt nicht auszuhalten!», klinkte Tanya sich wieder mit ein und unterbrach unser ... Blick-Striptease.&lt;br /&gt;«Sorry Mommy», murmelte ich. «Ich benehme mich zukünftig, ja?» Rosalie lachte schallend und klatschte dann in die Hände.&lt;br /&gt;«Also heißt das jetzt, wir gehen getrennt weg, ja? Männer und Frauen getrennt...?», sie blickte erwartungsvoll in die Runde und nach einem einstimmigen Gemurmel von uns fuhr sie fort. «Oh, ich muss Em noch erzählen, dass ich mir halbnackte Männer beim Tanzen ansehen werde ...», murmelte sie und grinste dann plötzlich. «DAS wird ihm nicht gefallen!»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Haben wohl die Cullens so an sich!», entfuhr es mir, ehe ich mein vorlautes Mundwerk zurückhalten konnte.&lt;br /&gt;Dann war es plötzlich ganz leise. Ich spürte Malvins brennenden Blick auf mir und Miss Unterbewusstsein hämmerte in meinem Kopf wütend gegen meine Stirn.&lt;br /&gt;«Ehhm», machte Tanya und ich mied es, den Blick zu heben. «Ehhm ... ja, sie sind besitzergreifende Arschlöcher, nicht wahr?» Offenbar versuchte sie die Situation zu entschärfen.&lt;br /&gt;Malvin neben mir erstarrte und stand dann langsam auf. &lt;br /&gt;«Nicht nur das. ER ist immer ein Arschloch. Nicht nur besitzergreifend», knurrte er. Ich sah langsam auf und schluckte hart.&lt;br /&gt;«Warum sprichst du eigentlich im Plural, Tanya? Findest du etwa, mein Freund ist ein besitzergreifendes Arschloch, huh?», fragte Rose kichernd nach. Sie versuchte ernst zu bleiben, musste aber lachen. Als sie sich beruhigt hatte, warf sie mir einen Blick à la Überleg-dir-mal-vorher-was-du-sagst-Bella zu.&lt;br /&gt;«Ach keine Ahnung», murmelte ich und strich mir über den Nacken. Malvin sammelte die leeren Flaschen ein und seufzte. &lt;br /&gt;«Wie kommt ihr dann nach Hause, Ladies?», wollte er wissen und hakte das Thema Cullen somit wohl vorübergehend ab. Vorübergehend.&lt;br /&gt;«Wir rufen uns ein Taxi», beantwortete Tanya seine Frage. &lt;br /&gt;«In Ordnung. Baby, du rufst mich an, wenn du zu Hause bist, kay?», fragte Malvin an mich gewandt. &lt;br /&gt;«Klar», sagte ich. «Ich ruf dich an.»&lt;br /&gt;«Und dass du mir ja treu bleibst, Miss Swan», meinte er gespielt. &lt;br /&gt;Ich lachte leicht. «Dasselbe gilt für dich!»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;CPOV &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;04:21 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich legte eines meiner Shirts in den großen, schwarzen Koffer und griff nach dem nächsten.&lt;br /&gt;Ich war gerade erst vor einer Stunde nach Hause gekommen und da ich mich irgendwie ablenken musste, hatte ich zu packen angefangen. Zwar ging mein Flug nach Vegas erst morgen Abend, aber … ich brauchte etwas, das mich von all den Gedanken ablenkte. Das alles ließ sich einfach nicht länger verdrängen, so sehr ich es auch probierte. &lt;br /&gt;Diesen Abend hatte ich mit meiner Familie verbracht. Wir hatten alle etwas im Plaza-Restaurant gegessen und es uns dann in der Bar gemütlich gemacht. Emmett, Emma, Jasper, Alice und ich. &lt;br /&gt;Mit Gloria, Alec , Jackson und Connor hatte ich mich gestern getroffen. Irgendwie musste ich mich ja verabschieden und all der Müll. &lt;br /&gt;Ich hasste Abschiede. Ernsthaft. Gerade jetzt, seit Emma, Alice und Jasper hier in New York wohnten, war es noch schwerer. Ich meine, sie hatten sich gut eingelebt. Alice Boutique hatte mittlerweile Form angenommen, Jasper kam mit seinem Job im Krankenhaus zurecht, Emma liebte ihre Schule … sie hatten eine Wohnung … aber gerade DAS war es ja … ich sah sie alle beinahe jeden Tag und jetzt einfach zu gehen kotzte mich an. &lt;br /&gt;Mit einem weiteren Seufzer legte ich ein paar Jeans in den Koffer und kratzte mich dann am Hinterkopf. &lt;br /&gt;Der allerschwerste Abschied jedoch, und der Grund für all meine Gedanken, war nur eine Person …. Isabella.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war so, dass ich eigentlich nicht gehen wollte - wollen im Sinne von &lt;Isabella nie wieder sehen&gt;. Dass es so besser war, stand außer Frage. Ganz außer Frage. Es war die letzten Wochen so gewesen, dass ich versuchte, sie in einem anderen Licht zu sehen. Dass ich ein wenig von der eifersüchtigen und egoistischen Schiene weg und sie einfach als Isabella sehen wollte. Es fiel mir nicht leicht. Vor allem nicht, wenn wir uns zufällig berührten, ich ihren Duft roch oder ihre Stimme hörte. Was zirka tausendmal an einem Tag vorkam. Ich gewöhnte mir an, in der kleinen Pizzeria um die Ecke vom Campus Mittag zu essen und meinen Kaffee holte ich auch schon immer an dem Starbucks bei meinem Apartment. Ich mied den, der an das Unigelände grenzte. Bis auf wenige Ausnahmen gelang es mir, mein Temperament zu kontrollieren und mich zusammenzureißen. &lt;br /&gt;Es war immer so, als würde der Countdown ablaufen und man versucht es hinaus zu zögern und zu dehnen. Nur leider ging das nicht. Das hatte ich heute auf dem Parkplatz des Campus festgestellt. Isabella und ich sprachen ab und zu miteinander. Nur ganz selten und recht vorsichtig und leise. Aber heute ... ich wollte ihr einfach sagen, dass es nicht dasselbe gewesen wäre, wenn wir nicht zusammen an dieser Uni studiert hätten.&lt;br /&gt;Klar, ich handelte wirklich ziemlich widersprüchlich. Zumindest wirkte das wohl auf Außenstehende so.&lt;br /&gt;Aber es war so, dass ich mittlerweile eingesehen hatte, dass wir so nicht weiter kamen. Isabella meinte es wirklich ernst mit Simmens und immer, wenn ich darüber nachdachte, wurde mir klar, dass ich eigentlich gar kein Recht dazu hatte, mich dazwischen zu drängen. Immer und immer wieder.&lt;br /&gt;ICH konnte ihr das, was sie wollte, nicht geben. Aber ER schon. Und so sehr ich ihn auch hasste ... wenigstens DAS musste ich ihr gönnen.&lt;br /&gt;Ich hatte diesem Mädchen schon so verdammt viel angetan, hatte sie durch die Hölle gehen lassen und es reichte. Wirklich.&lt;br /&gt;In dem letzten halben Jahr hatte sich allerdings nichts daran geändert, dass ich Gefühle für sie hatte. Diese hatten sich mit der Zeit noch verstärkt und das nervte mich extrem. Deswegen war es einfach besser für uns ... es ruhen zu lassen. Denn in jedem ihrer Blicke sah ich, dass auch sie noch etwas für mich empfand und das war falsch. Solange ICH sie nicht losließ, konnte sie mich nicht vergessen.&lt;br /&gt;Und Hölle, ich hatte es versucht. War ihr aus dem Weg gegangen ... und dachte, es hätte funktioniert. Alles. Bis heute ... heute war es ... es war anders. Dieser Abschied .. es fühlte sich an, als sei es für immer. Ich wusste nicht, wann ich von Vegas zurück kommen würde. Ich wusste nicht, wann ich sie wiedersehen würde. Aber ich wusste, dass ich sie nie vergessen würde. Nie. Sie war was Besonderes und hatte es verdient glücklich zu werden.&lt;br /&gt;Diese Erkenntnis hatte lange gedauert ... aber sie war jetzt da. Und ich versuchte danach zu leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Handy, welches laut klingelte, riss mich aus den Gedanken.&lt;br /&gt;Schnell suchte ich danach und nahm ab, sobald ich es fand. &lt;br /&gt;«Ja?»&lt;br /&gt;«Hey Ed ... ich bins», murmelte mein Bruder. Er hatte heute einen über den Durst getrunken und war gut mit dabei. Demzufolge lallte er auch gerade.&lt;br /&gt;«Was los?», fragte ich und suchte nach meinen Shorts.&lt;br /&gt;«Rose hat grad angerufen», murmelte er weiter. «Sie wollte, dass ich sie, Bella und Tanya abholen komme ... aber ich hab getrunken...»&lt;br /&gt;«Und warum nehmen sie sich kein Taxi?», wollte ich skeptisch wissen.&lt;br /&gt;«Haben das ganze Geld ausgegeben ...»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Was zur Hölle?», fragte ich nach und fuhr mir durch mein Haar. Energisch presste ich die Augen zusammen. Oh Mann, Em. In was für eine Lage bringst du mich da? Ich will nicht ablehnen, weil du mein Bruder bist und ich will nicht zusagen, weil Isabella dabei ist. &lt;br /&gt;«Stripclub", war alles was er nuschelte. «Also machst du's, Mann?», fragte er noch einmal seufzend.&lt;br /&gt;«Em, ich hab einen Zweisitzer... wie soll das bitte gehen?», rollte ich die Augen. Wie sollte ich denn drei betrunkene Frauen in meinem Jaguar nach Hause befördern?&lt;br /&gt;«Nimm den Jeep. Der steht unten, Zweitschlüssel ist in meiner linken Schublade in meinem Büro im Hotel...», begann er, doch ich unterbrach ihn.&lt;br /&gt;«Ich bin in der Wohnung neben dir, Mann. Ich hol mir einfach den Schlüssel, kay? Außerdem...», fing ich an, doch diesmal war es Emmett, der mich unterbrach.&lt;br /&gt;«Bitte, Edward. Komm schon. Es sind doch nur drei Mädels!», sagte er und ich seufzte tief.&lt;br /&gt;«Okay... aber du schuldest mir was...»&lt;br /&gt;«Kauf dir was Schönes, Prinzessin Edward und ich zahl es!», lachte er lallend in den Hörer und legte auf. &lt;br /&gt;«Ja ja... du mich auch. Arschloch!», murmelte ich und schob das Handy, nachdem ich aufgelegt hatte, in meine Hosentasche. Mit einem weiteren Seufzen fuhr ich mir durch das haar, sclüpfte dann in meine Schuhe, nahm mir Schlüssel, Geldbeutel und Handy und ging zu meiner Türe.&lt;br /&gt;Bevor ich die Wohnung verließ, warf ich einen letzten Blick über meine Schulter in Richtung Koffer und schüttelte leicht den Kopf.&lt;br /&gt;Na gut, dann musste das eben warten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danke Bruderherz, dachte ich sarkastisch. Ich wusste, dass er selbst es als normal empfand, wenn man mal jemanden abholte, der zu betrunken war, um selbst zu fahren. Und Himmel, DAS war es auch... aber leider nicht, wenn Isabella Swan dabei war. Mein Herz pochte schnell vor Aufregung darüber, dass ich sie nochmal sehen würde und Himmel, glaubt mir, wenn ich sage, dass sie echt süß war, wenn sie getrunken hatte. Doch genauso schnell  zog es sich schmerzlich zusammen, wenn ich daran dachte, dass ich sie vielleicht stützen musste oder sonst irgendwelchen Kram. Nicht, weil ich ihr nicht gerne half, sondern eher, weil ich sie dann berühren würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich Emmetts monströsen Jeep erreichte, schloss ich die Tür auf, ließ mich auf den Fahrersitz fallen und griff nach meinem Handy.  Während ich mit der linken Hand zu Rose Namen scrollte, steckte ich mit der rechten den Autoschlüssel in die Zündung.&lt;br /&gt;Ich drückte auf den grünen Hörer und nach dem ersten Klingen nahm sie ab. Gott, sie war wirklich voll, wie ich bereits nach ihrer Begrüßung feststellen musste.&lt;br /&gt;«Edward Cullen, welch selten gelesener Name auf meinem Handy», rief sie laut und aufgrund ihres Gegröles zuckte ich zusammen. Reflexartig hielt ich das Telefon ein paar Zentimeter von meinem Ohr weg.&lt;br /&gt;«Hey Rose, wo seid ihr?», fragte ich und startete den Motor.&lt;br /&gt;«Wir sind im New York Tabledance», brüllte sie wieder in den Hörer. Dann folgte ein: «Bells, nein ich hab kein Haarspray, damit du ein Feuer machen kannst.»&lt;br /&gt;Mit einem leises Seufzen lenkte ich den Wagen aus der Parklücke.&lt;br /&gt;«Gott Rose, was macht ihr da?», fragte ich mit einem leichten Kopfschütteln nach. «Halt, sag einfach nichts. Ich bin in fünf Minuten da!», sagte ich und legte auf.&lt;br /&gt;Sie waren in einer verfluchten Tabledance Bar gewesen. Und dann auch noch im New York Tabeldance. Gott, der Laden war berühmt  dafür, dass er erstens teuer war und dass zweitens kein Mann die Bühne verließ, ohne nicht von jeder Frau einmal berührt worden zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Eifersucht, die ich eigentlich gar nicht verspüren durfte, kochte in mir hoch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«FUCK SWAN, was hast du mit mir gemacht?», flüsterte ich und wechselte die Spur. Das pulsierende Nachtleben Manhattans erstreckte sich in alle Richtungen, in die ich sah. Überall konnte man lachende Menschen beobachten, flackernde Lichter und Millionen von wartenden, gelben Taxen. Ich sauste am Empire State Building vorbei, Richtung Midtown und spürte ein merkwürdiges Gefühl von Sehnsucht in mir. Ich würde New York vermissen. Ich würde meinen verrückten Bruder vermissen. Ich würde es vermissen, im Verkehr festzustecken und über die vielen Ampeln und Fußgänger zu fluchen. Ich würde mein Plaza vermissen … mein Zimmer … meine Freunde und meine verwöhnte, kleine Gören-Schwester. Ich würde den Smog und die verdreckten Gehwege vermissen. Ich würde das Grab meiner Eltern in Brooklyn vermissen … und das multikulturelle Flair dieser Stadt. Ich würde so vieles vermissen. Aber am allermeisten – auch wenn wir kaum mehr Kontakt zu einander hatten – würde ich SIE vermissen. Isabella.&lt;br /&gt;Gerade, als ich diesen Gedanken zu Ende führte, bog ich auf den großen Parkplatz des New York Tabledance und sah die drei Ladys lachend vor dem Gebäude warten.&lt;br /&gt;Als ich meinen Blick schärfte und sie in ihrer vollen Pracht, aufgestylt und perfekt entdeckte, vergaß ich alles andere ...&lt;br /&gt;Gott steh mir bei, damit ich sie nicht berühre ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir saßen in dem Wagen und ich hatte vor Isabellas Apartment gehalten.&lt;br /&gt;Obwohl wir Rose und Tanya schon abgesetzt hatten und nun hier standen, machte sie keine Anstalten auszusteigen. Nein, sie blieb sitzen und sah mich von ihrer Position aus an. &lt;br /&gt;Ehrlich gesagt, wollte ich sie genauso wenig gehen lassen ... Das hier könnte für unbestimmte Zeit das letzte Mal sein, dass ich ihr so nahe war. &lt;br /&gt;Ich hätte ihr so gerne, so viel gesagt ... aber ich hielt den Mund. Denn Hölle, ich hatte ihr wirklich schon oft genug dazwischen gefunkt. Hatte ihr oft genug im Weg gestanden, wenn es darum ging, sie weitermachen zu lassen. &lt;br /&gt;Meine Hände um das Lenkrad verkrampften sich leicht bei dem Gedanken, sie einfach aussteigen zu lassen. &lt;br /&gt;Ob sie wohl wusste, dass Morgen der Tag meiner Abreise war? Ob sie wohl wusste, dass ich am liebsten gar nicht gegangen wäre? Dass ich hier bleiben und sie im Blick haben wollte? &lt;br /&gt;Wusste sie, wie sehr mich das Bedürfnis einnahm, sie einfach an mich zu reißen? Sie zu ... Ich musste es lassen. Das ergab keinen Sinn. Es hatte keine Zukunft. Himmel, ich musste es wirklich endlich lassen.&lt;br /&gt;Hätte mir damals jemand gesagt, wie schwer es werden würde, Isabella endgültig aufzugeben, hätte ich mich niemals auf sie eingelassen, hätte niemals so viel Nähe zugelassen ... hätte sie niemals an mich rangelassen.&lt;br /&gt;Wenn mir jemand gesagt hätte, dass es nicht aufhören würde, niemals. Dass ich immer darüber nachdenken würde, dass sie möglicherweise jemand anderen hatte, was sie gerade tat, mit wem sie es gerade tat. &lt;br /&gt;Wenn mir jemand all das gesagt hätte, hätte ich sie niemals angerührt. Niemals. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Willst du nicht aussteigen, Isabella?», fragte ich sie und wandte ihr meinen Blick zu. Sie seufzte tief und schluckte dann hart. &lt;br /&gt;«Sehen wir uns nochmal?», wollte sie leise wissen. Ihre Lider fielen zu, ehe sie ganz langsam den Blick wieder hob und mich mit ihren tiefen, braunen Augen einfach nur anstarrte. Nun war ich es, der hart schluckte. &lt;br /&gt;«Wie meinst du das?»&lt;br /&gt;«Ob wir uns nochmal sehen ... bevor du morgen gehst?», flüsterte sie. Ich atmete laut aus und wandte meine Augen von ihr ab. Dann ließ ich den Kopf nach hinten gegen die Lehne des Sitzes fallen und schloss die Lider.&lt;br /&gt;«Ich denke nicht.» Ich hatte nicht mal gewusst, dass sie wusste, wann ich fuhr. &lt;br /&gt;«Dann ...» Sie stoppte kurz und ich hörte sie laut einatmen. «Dann ist das jetzt so was wie ein Abschied?», wollte sie leise, beinahe gehaucht wissen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Braue schoss in die Höhe und ich öffnete meine Augen wieder, um ihr einen prüfenden Blick zuzuwerfen.&lt;br /&gt;«War es nicht das, was du die ganze Zeit wolltest? So kannst du weitermachen. Und ICH kann weitermachen.» Isabella sah mich eine Weile nachdenklich an, ehe sie abermals ein tiefes Seufzen von sich hören ließ.&lt;br /&gt;«Cullen», sagte sie und setzte sich gerade hin. Ihr Braun durchbohrte mich, als sie mich so unglaublich eindringlich anblickte. Wieder ein hartes Schlucken. Sie sah aus, als würde das, was sie nun sagen wollte, sie eine Menge Überwindung kosten. &lt;br /&gt;«Ich hab es nie zugegeben, aber ich wollte niemals, dass du ganz aus meinem Leben verschwindest ... ich weiß, das ist egoistisch. Ich kann nicht alles haben, das ist mir klar. Aber ... auch wenn ich weiß, dass das mit uns nie funktionieren wird ich ... ich brauch dich einfach in meinem Leben. Du musst einfach nur da sein ... verstehst du?» &lt;br /&gt;Erneut schloss ich für einen Moment die Augen. Mein Herz raste unwillkürlich bei ihren Worten und meine Körperhaltung verkrampfte sich leicht.&lt;br /&gt;«Ich WILL weitermachen. Ich WILL dich vergessen ... ich WILL mit Malvin neu starten und ich mag ihn. Ich mag ihn jeden Tag mehr, aber ... aber du stehst über ihm und ich kann absolut nichts dagegen tun. Ja, ich hab immer gedacht, oder wollte denken, dass es deine Schuld ist. Dass du Schuld daran bist, dass ich nicht voran komme ... aber eigentlich ist ... ich will nicht ... ich will nicht voran kommen ohne ...» Sie stockte und blickte mir weiterhin in die Augen. &lt;br /&gt;Ihr Gesagtes schoss direkt in meinen Magen und mein Herz. Es pochte plötzlich schnell und hart gegen meine Brust, während ich die Übelkeit kaum zurückhalten konnte. &lt;br /&gt;Wieder schluckte ich hart und erlaubte es meinen Augen dann, in ihre zu blickten. Isabella war definitiv angetrunken, sonst hätte sie mir das alles gar nicht gesagt, aber hatte sie eine Ahnung, wie schwer sie es mir damit machte? Hatte sie eine Ahnung, wie SIE mich daran hinderte, nach vorne zu sehen, wenn sie mich immer wieder festhielt? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ich werde gehen», hauchte ich ihr entgegen. «Es ist beschlossene Sache, Isabella, ich werde gehen...» &lt;br /&gt;Sie schüttelte leicht den Kopf und rutschte näher zu mir heran. «Geh nicht.»&lt;br /&gt;«Was bringt es dir und mir denn, wenn ich hier bleibe? Was, Isabella? Sag es mir.» Ich blickte sie fest an und zuckte leicht zusammen, als sie mir ihre Hand auf den Unterarm legte. Eine wohlige und gleichzeitig schmerzhafte Wärme machte sich in mir breit. &lt;br /&gt;«Ich kann ...», flüsterte sie, «Ich kann nicht...ohne dich. Ich weiß, es ist idiotisch, wobei das mit uns schon so lange zurückliegt ... aber ich will dich nicht endgültig aus meinem Leben streichen....» &lt;br /&gt;Meine Augen wanderten von ihrer Hand, die meine Haut berührte, über ihren Arm, ihre schmale Schulter und hinauf in ihr schönes Gesicht. &lt;br /&gt;«Ich kann nicht», murmelte ich und fuhr mir mit der Hand durch das Haar. «Isabella, ich kann nicht. Ich kann das alles nicht mehr. Diese Spielchen ... wir sind zu alt für so eine Scheiße, verstehst du? Wir können nicht immer so weitermachen. Es reicht. Es ist vorbei.» Ich versuchte mich an einem Lächeln. «Versteh das, ja? Ich hab akzeptiert, dass du einen neuen Mann in deinem Leben hast. Also akzeptiere auch du meine Entscheidung...» &lt;br /&gt;«Ich will mich nicht verabschieden», flüsterte sie mit brüchiger Stimme. &lt;br /&gt;«Ich weiß», entgegnete ich ebenso leise. «Ich weiß, Abschiede sind beschissen ... aber manchmal ist es der beste Weg, um ... Isabella ...» Ich fand nicht die richtigen Worte, für das, was ich ausdrücken wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich tat es weh, sie gehen zu lassen und es tat weh, ihr etwas abzuschlagen, wenn sie mich SO ansah. Wenn sie SO vor mir saß. &lt;br /&gt;Ich war zwiegespalten. Wollte ihr nahe sein, andererseits wollte ich sie endlich vergessen. Denn es wurde weiß Gott wirklich langsam Zeit. Dieses ewige umeinander her tigern wurde allmählich zu viel. &lt;br /&gt;Vor etwas mehr als einem Jahr hatten wir uns kennen gelernt. Vor einem Jahr hatte all das begonnen ... und nun war es wirklich zu Ende. Es wurde Zeit, dass wir zum Ende kamen.&lt;br /&gt;Ich beugte mich leicht nach vorne, über sie und umfasste mit der Hand die Klinke der Beifahrertüre.&lt;br /&gt;Dabei hatte ich die Nähe nicht bedacht, in der wir uns unmittelbar befanden. Ihr Geruch, vermischt mit einem Hauch von Zigaretten und Alkohol strömte mir entgegen und ich schloss die Augen, atmete tief ein.&lt;br /&gt;Beinahe augenblicklich waren all meine Sinne von ihr eingenommen. &lt;br /&gt;Ich hob leicht den Blick und stellte fest, dass Isabella den Atem angehalten hatte. Ihre Augen waren starr auf die meinen gerichtet und sie hob die Hand um mir dann zittrig durch das Haar zu fahren. &lt;br /&gt;Es tat so gut ... ihr so nahe zu sein, nach guten 10 Monaten. Seit wir es damals offiziell beendet hatten, nach dem Trip in Vegas, war wirklich schon ein Jahr vergangen. Und noch immer, wenn ich sie irgendwo traf, fühlte es sich an, als seien es höchstens zwei Wochen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich beugte Isabella sich hinab und ich konnte ihren Atem auf meiner Haut spüren.&lt;br /&gt;Augenblicklich kam ich ihr entgegen und setzte mich wieder leicht auf. Meine Lippen öffneten sich einen Spalt. Fuck, ich wollte sie so sehr. Wollte sie spüren ... halten ... und küssen ... &lt;br /&gt;Isabellas Augenlider hatten sich ein wenig gesenkt und die Lippen noch weiter geöffnet. Ich sah, wie ihr Atem ihr immer hektischer entwich … &lt;br /&gt;Ich schluckte hart und sah auf ihren vollen, zum Küssen gemachten Mund … und ich konnte mich nicht mehr zurückhalten. Nicht nach all den Monaten, nach all den Stunden, in denen ich sie hatte küssen und spüren wollen …&lt;br /&gt;«Isabella...», flüsterte ich und bemerkte, wie rau meine Stimme klang.&lt;br /&gt;«Cullen», wisperte sie und ihre Hände hoben sich ganz langsam. Ich schloss die Augen, als sie sich in meinen Nacken legten. Das vertraute Gefühl, das ihre Haut auf meiner auslöste, durchströmte mich sofort. &lt;br /&gt;«Ich will dich küssen ..», hörte ich mich murmeln, ohne dass ich wirklich darüber nachgedacht hatte. Aber genau das war es, was ich wollte … sie fühlen. Dieses eine Mal noch, schwor ich mir in Gedanken. Nur noch dieses eine, verdammte Mal. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Gott...», gab sie leise seufzend von sich und meine Lider flogen auf. Ich blickte direkt in ihr entschlossenes, ausdrucksstarkes Braun. «Dann tu es … bitte tu es .. küss mich endlich...» Nach dieser schlichten Aussage ihrerseits, gab es nichts mehr, was mich hätte zurückhalten können. &lt;br /&gt;Ich lehnte mich vor und unsere Lippen krachten aufeinander. Augenblicklich explodierte etwas in mir … ein Vulkan an Gefühlen, von denen ich gedacht hatte, dass sie nicht mehr existierten … dass sie Geschichte waren.&lt;br /&gt;Dass Isabella Geschichte war … aber die Wahrheit war, dass sie nie Geschichte sein würde. Ganz egal, wie das mit uns ausging... und WENN ich ihr nicht das geben konnte, was sie verdiente … sie war immer da... immer präsent.&lt;br /&gt;Und ich würde sie nie vergessen. &lt;br /&gt;Ihre warmen, weichen Lippen bewegten sich völlig mit meinen im Einklang … Gott, wie hatte ich das vermisst. Wir ergänzten uns in dieser Hinsicht zumindest perfekt. &lt;br /&gt;Isabella seufzte wohlig gegen meine Lippen und ich schob meine Arme hinter ihren Rücken. Sie kniete sich auf den Sitz und krabbelte dann, ohne den Kuss zu unterbrechen, zu mir herüber, sodass sie mit gespreizten Beinen auf meinem Schoß saß. Ihr Körper schmiegte sich an meinen, als wäre er nur für mich gemacht. Als wäre er nur in der Absicht kreiert wurden, an den meinen gepresst zu sein. &lt;br /&gt;Sie bewegte sich leicht auf meinem Schoß und krallte ihre Hände in mein Haar, zog meinen Kopf dadurch ein Stück zurück. Meine Finger wanderten an ihren schmalen Rücken und ich drückte sie ganz nahe an mich. &lt;br /&gt;Ihre Zunge glitt in meinen Mund und ich stöhnte leise, als ich sie nach so langer Zeit endlich wieder schmecken konnte. Trotz des Alkohols in ihrem Atem, roch sie wie immer. So verdammt vertraut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sanft umspielte ich mit meiner Zungenspitze die ihre. Zog sie in meinen Mund, ließ sie den meinen erforschen. Isabella sackte einen einzigen Moment mit dem Rücken ein wenig durch.. küsste mich fortwährend langsam, sanft und irgendwie... zart... so ganz anders als es früher war. Früher fochten unsere beiden Zungen einen Machtkampf aus, der Zorn war zu spüren und unser beider Temperament wurde an der Stärke der Muskeln gemessen. Aber heute, hier und jetzt, mitten in der Nacht in diesem fucking Auto, war es anders. Sie küsste mich einerseits, als gäbe es keinen Morgen mehr und andererseits wie eine Ertrinkende. Ihre kleinen Hände wanderten von meinem Nacken über mein Schlüsselbein, den Hals hinauf zu meinen Wangen und sie zog mich an sich. Ihre zusammengesackte Haltung gab sie auf und  drückte den Rücken durch, drängte sich an meinen Körper. Langsam ließ ich meine Hände von ihrer Taille zu ihren Hüften wandern und drückte sie bestimmend an mich. Gott.. ich brauchte das so sehr.. wie die Luft zum Atmen. Wie feste Nahrung... sie war.. sie war die einzige Möglichkeit, die mich wissen ließ, dass ich lebte. Wirklich lebte. Ich seufzte leise, als sie den Kuss unterbrach und mich ansah. Ihre Augen verhakten sich mit meinen und sofort - wie ein Blitz einschlug so schnell- war dieses sonderbare Band, das früher immer entstanden war, zurück. Fester, dichter gewebt und stärker als jemals zuvor. Isabella schloss gequält die Augen und ich hob meine Hand, um ihr mit meinem Daumen leicht über ihre vom Knutschen erhitzte Wange zu streichen. Ihr Gesicht war so schön.. so filigran, so zart gezeichnet.... ja, definitiv, wenn ich New York verlassen hatte, würde ich mein Herz - zumindest einen Teil davon - hier lassen. Hier bei ihr... diesem kleinen unscheinbaren Mädchen, das so vielen Menschen egal war... aber für mich die Welt bedeutete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihre rechte Hand strich zittrig durch mein Haar und für einen Moment verwob sie ihre Finger fest darin. Als sie die Lider wieder öffnete, glitzerten Tränen darin und ich sah, wie sie abermals hart schluckte. &lt;br /&gt;«Ich will nicht, dass du gehst», flüsterte sie wieder mit brüchiger Stimme. &lt;br /&gt;Sie wusste nicht, was sie mir mit ihren Worten antat. Wusste nicht, wie sehr ich dadurch ins Wanken kam. Ich war mir zu hundert Prozent sicher, dass ich Gefühle für Isabella hatte … richtige Gefühle.&lt;br /&gt;Ich rede hier nicht vom Verliebtsein, nein, ich rede von etwas Stärkerem. Etwas, das mit der Zeit nicht abschwächte, sondern sich verstärkte. Jetzt, hier, in diesem Moment, hatte ich die Gelegenheit, sie zurückzubekommen, indem ich die Worte aussprach, die mir quasi auf der Zunge brannten …. aber es wäre verdammt egoistisch, das zu tun. Wenn ich es ihr jetzt sagte … es würde bedeuten, dass sie alles, was sie sich die letzten Monate aufgebaut hatte, fallen lassen würde. Dass sie alles stehen und liegen lassen würde für mich. Und dann? Wer weiß, ob ich sie lieben konnte? Was war, wenn ich mich dann doch langweilte, weil Isabella nun ganz zu mir gehörte? Weil sie nicht mehr unerreichbar war? Dann schob ich sie wieder weg, wie ein Stück Dreck, oder was? &lt;br /&gt;Nein. Nicht sie. Jede, aber nicht sie. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Daumen strich sanft über ihre Unterlippe und mit dem Zeigefinger fing ich eine Träne auf, die ihr von der Wange kullerte. &lt;br /&gt;«Es tut mir leid», wisperte ich und räusperte mich leise. «Isabella, es tut mir leid, dass ich dich nie wirklich losgelassen hab … und es tut mir leid, dass ich dir immer wieder dazwischen pfusche ...» Auf einmal fiel es mir gar nicht mehr schwer, mich zu entschuldigen. Nicht in diesem Augenblick. &lt;br /&gt;Jedes meiner Worte unterstrich ich mit einem gehauchten Kuss auf ihre Lippen. Sie waren feucht und schmeckten Salzig. Tränen... Ich schluckte einmal hart und versuchte standhaft zu bleiben. Versuchte meinen inneren, egoistischen Teufel zu unterdrücken, der mir immer wieder befahl es ihr zu sagen. Der mich beschimpfte und ... leicht schüttelte ich den Kopf... «Das zwischen uns, das war das Intensivste, das ich jemals erlebt habe... und... und denke nicht Isabella, dass auch nur eine Frau, nur eine einzige deinen Platz einnehmen wird...», flüsterte ich leise und sie senkte die Lider. Schwere, dicke Tränen vernetzten sich mit ihren Wimpern und ich nahm meine freie Hand, hob ihr Kinn an.  «Hey, mein Baby... sieh mich an...», murmelte ich und sie hob den Blick. Ihre schönen braunen Augen waren ängstlich geweitet und es fühlte sich an, wie ein Messer, das sich immer und immer wieder in mein Herz bohrte, das erbarmungslos darin gedreht und gewendet wurde, nur um danach immer und immer wieder zu zu stechen. &lt;br /&gt;«Es ist grotesk, ich weiß... aber... es wird mit niemanden, mit absolut niemanden, so sein wie mit dir, okay?», fuhr ich fort und wartete ihre Antwort gar nicht erst ab. «Versprich mir...» Ich schluckte schwer und konnte selbst kaum fassen, dass ich das jetzt sagen würde. «Versprich mir, dass du ihm eine Chance gibst, ja? Er ist gut zu dir... er ist... er ist ein guter Kerl... versprich mir, dass du es versuchst, mein Baby... okay?», murmelte ich und schloss gequält die Lider. Diese Worte eben, waren das Ehrlichste und gleichzeitig Schmerzhafteste, das ich jemals einem zu anderen Menschen, der mir etwas bedeutete, gesagt hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Isabella blickte mir ununterbrochen in die Augen und versuchte gar nicht ihre laufenden Tränen irgendwie zurückzuhalten oder wegzuwischen. &lt;br /&gt;Gefühlte Stunden vergingen, in denen ich sie nur ansah, mir jedes Detail gut einprägte. &lt;br /&gt;Ich wollte, dass sie glücklich wurde und ich war der Letzte, der sie glücklich machen konnte. Nicht mit meiner Lebenseinstellung.&lt;br /&gt;Und Simmens? So sehr ich ihn auch hasste, ich wusste, er würde gut für sie sorgen. Und glaubt mir, es tat weh, das auch nur zu denken. &lt;br /&gt;«Wenn ich dir das verspreche», flüsterte sie tränenerstickt. «Versprichst du mir dann auch was?» &lt;br /&gt;«Alles», schoss es augenblicklich aus mir heraus. Das hier war wieder einer der Momente, in denen sie alles von mir hätte haben können. Absolut alles. &lt;br /&gt;«Sag mir eins, Edward», wisperte sie und ich zuckte beinahe zusammen, als mein Name von ihren Lippen rollte. «War ich die Eine für dich?» Sie schluckte heftig und ihre kleinen Hände krallten sich nun in mein Hemd.&lt;br /&gt;Ein leichtes, schwaches Lächeln glitt über meine Lippen. «Immer gewesen, Baby.» &lt;br /&gt;«Versprich mir, dass du das zu keiner anderen sagst. Bitte.» Ihre großen Augen blickten mich flehend an und mir fiel es nicht schwer, ihr dieses Versprechen zu geben. Nach allem, was ich ihr verwehren musste, obwohl sie es wollte.&lt;br /&gt;Nach allem, was ich sie hatte durchmachen lassen, war das hier alles, was ich tun konnte … &lt;br /&gt;«Zu keiner, Isabella … ich versprich es dir», flüsterte ich und sie atmete zittrig durch, ehe sie erneut die Augen schloss. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Küss mich.» Ihre Lider öffneten sich wieder.&lt;br /&gt;Wir sahen uns noch einen Moment in die Augen, ehe ich meine beiden Hände an ihr Gesicht legte. Ich zog ihren Kopf zu mir und küsste sie. Ich versuchte alles Gefühl, das ich für sie hatte, hinein zu legen. Ich versuchte, ihr ihren Schmerz zu nehmen und irgendwie wegzuküssen, ich versuchte mich so sehr auf ihre weichen, warmen, tränennassen Lippen zu konzentrieren, damit ich sie niemals mehr vergaß. Damit ich mich, wenn ich einsam war, immer daran erinnern konnte, wie es war, sie zu küssen. Wie es war, die Eine für mich zu küssen, zu haben, zu schmecken, zu spüren. Als Emmett mir einmal erzählt hat, dass der Sex mit einem Menschen, den du liebst ganz anders wäre, eine ganz andere Dimension hatte, hatte ich ihm nicht geglaubt. Ich hatte ihm auf die Schulter geklopft und ein «Ja ja, passt schon, Mann» gemurmelt. Aber jetzt... Der Sex zwischen Isabella und mir war immer fantastisch gewesen, aber wenn ich hier alleine diesen Kuss nahm.... es war anders. Nur Isabella schaffte es, meine Welt auf den Kopf zu stellen, mir die Luft zu nehmen und meine Sinne auszuschalten. Ich würde sie vermissen, mehr Schmerzen erleiden, als bis jetzt jemals in New York zuvor... aber ich würde es aushalten... ich würde es schaffen, alleine aus dem Grund, damit sie glücklich werden konnte, damit sie keine Schmerzen mehr hatte und ihr gebrochenes Herz, an dem ich - ob ich wollte oder nicht- schuld war, heilen konnte.&lt;br /&gt;Ich verstärkte leicht den Druck meiner Lippen und meine Zunge fuhr über ihre Unterlippe... Isabella seufzte und ihre Finger streichelten sanft über meinen Nacken.. eine Geste, die ich noch vor einem Jahr hasste. Bei der ich ein Würgen unterdrücken musste. Es gab nur einen Menschen, mit dem ich das Bett teilte, der mich SO berühren durfte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Isabella.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Langsam strichen meine Hände über ihre Seiten, nach vorn an ihren flachen Bauch. &lt;br /&gt;Ich öffnete vorsichtig einen Knopf ihrer Longblouse, nach dem anderen. Dieses eine Mal, dachte ich mir erneut. Gott, bitte, nur noch dieses eine Mal … &lt;br /&gt;Isabella legte leicht ihren Kopf schief und lehnte sich an das Lenkrad. Unsere Lippen verließen die des anderen kein einziges Mal, während ich ihre Bluse ganz aufknöpfte. &lt;br /&gt;Meine Handflächen fuhren über ihre weiche Haut, ich nahm mir einen Moment, um das Gefühl zu genießen. Das Gefühl, sie berühren zu können. Ihre weiche Haut spüren zu können. &lt;br /&gt;Wieder küsste ich sie sanft und zog mich dann ein Stück zurück. Auf ihrem Dekolleté hatte sich eine Gänsehaut gebildet und ich musste unwillkürlich leicht lächeln. &lt;br /&gt;Sie trug einen schwarzen Spitzen-BH, der sich perfekt an ihre runden Brüste schmiegte. Meine Augen glitten über ihren Körper und ich versuchte mir einfach alles einzuprägen, schalte mich in Gedanken einen Volltrottel, für das kleine Muttermal neben ihrem Bauchnabel, das ich vergessen hatte … &lt;br /&gt;Langsam hob ich meinen Blick wieder und meine Hände fuhren erneut an ihre Taille, strichen sanft darüber. Isabellas Hände kraulten derweil noch immer über meinen Nacken.&lt;br /&gt;Ich konnte meine Augen nicht von ihr nehmen. Es ging nicht. &lt;br /&gt;Ihr Blick war so intensiv und fesselnd, dass ich meinerseits nun schwer schlucken musste. Schmale Tränenspuren hatten sich auf ihren Wangen gebildet, ihre vollen roten Lippen waren einen Spalt geöffnet und … sie sah mich an.&lt;br /&gt;Sie sah mich so an, wie mich nie eine Frau – außer meiner Mum – zuvor angesehen hatte. Sie sah mich an. Und nur mich. Blickte hinter die Mauern, die ich mir über die Jahre aufgebaut hatte, schob sie beiseite und drang bis in mein Innerstes. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie drückte mich an meinem Nacken an sich und ich ließ es geschehen. Beugte mich vor, bis mein Oberkörper gegen ihren gepresst war und unsere Lippen ein weiteres Mal aufeinander lagen. &lt;br /&gt;«Berühre mich ...», hauchte sie zwischen den Küssen. «Berühre mich so, wie du es früher getan hast.»&lt;br /&gt;Ich lächelte leicht an ihren Lippen, als ihre Worte in mein Ohr drangen. Nein Isabella... ich werde dich niemals mehr so berühren können, wie damals. Es ging nicht... ich hauchte ihr einen Kuss auf den Mund, ehe ich sie ansah. Direkt...Meine linke Hand, blieb an ihrer Hüfte liegen und meine rechte griff nach oben, strich ihr eine Strähne von ihrem überlangen schiefen Pony aus der Stirn.&lt;br /&gt;«Ich kann dich nie wieder so berühren wie früher.... es geht nicht... ich hasse dich nicht mehr... aber ich kann dir versprechen...», murmelte ich heiser und mein Blick heftete sich auf ihre leicht geöffnete kirschenrote Unterlippen, die sie zwischen ihren strahlend weißen Zähnen gefangen hielt. Ich schluckte schwer und stöhnte leise... «Ich verspreche dir, es wird besser werden... besser, als alle Male zuvor...» Meine Hände wanderten nach hinten, ihre Wirbelsäule entlang nach oben, ehe ich sie über ihre Schultern legte und meine Fingerspitzen ihr Schlüsselbein berührten. Ihr Kopf fiel in den Nacken und ich küsste sie einmal lange und intensiv in die Mulde zwischen ihren Schlüsselbeinknochen. Ließ meine Nase einmal darüber streichen und sog tief ihren einzigartigen Geruch ein. &lt;br /&gt;«Küss mich...», flüsterte sie als ich den Kopf gehoben hatte und unsere Lippen kurz davor waren, sich erneut zu berühren. Erneut dieses Feuer zu entfachen, das so süß und gleichzeitig solch eine Qual war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne zu zögern legte ich meine Lippen erneut auf ihre, küsste sie mit allem was ich hatte. Mit allem was ich fühlte und mit allem, was ich ihr in diesem Moment bereit war zu geben. &lt;br /&gt;Meine Hände fuhren währenddessen an ihre Schultern und sie streckte die Arme aus, damit ich ihr die Bluse besser ausziehen konnte. &lt;br /&gt;Ich schmiss sie achtlos auf den Beifahrersitz und nun begannen ihre Hände an meinem Hemd herum zu nesteln. Schnell, hektisch … &lt;br /&gt;«Wir haben Zeit», flüsterte ich und küsste mich ihre Kieferlinie entlang. «Langsam Baby, wir haben Zeit.» &lt;br /&gt;«Nein...», hauchte sie zurück, als sie mittlerweile bei der Hälfte angekommen war. «Nein Cullen, die haben wir nicht.» &lt;br /&gt;Es traf mich wie ein Schlag, sie hatte recht. Wir hatten keine Zeit. Keine einzige, verdammte Sekunde länger, als das, was uns übrig blieb. &lt;br /&gt;«Die nächsten Stunden gehören dir.... nur du und ich... niemand sonst.. nur Bella und Edward.. okay?», murmelte ich an ihren Lippen und stieß zischend die Luft aus, als sie sich leicht auf mir bewegte, sich nach hinten drückte und ihr Gewicht verlagerte, damit sie an die unteren Knöpfe kam. Ich versuchte ihr das Gefühl, dass es schnell gehen musste, zu nehmen. Ich wollte so sehr, dass sie hieran zurück dachte. Dass sie es als &lt;gut&gt; in Erinnerung behielt und nicht einfach als einen Ort, an dem sie mal Sex hatte. Ich wollte, dass es ihr genauso wichtig war, wie mir. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als sie endlich mein Hemd offen hatte, streifte sie mir es von den Schultern und ich schlüpfte mit meinen Armen hinaus. Ließ es zwischen Autositzlehne und meinem Rücken liegen. Es war gefangen. Genauso wie ich von Isabella Swan gefangen war...&lt;br /&gt;«Du bist so schön.... du bist einfach so schön.. deine Haut ist so weich.. und... ich liebe es, wie sie sich unter meinen Fingern anfühlt, wie eine Gänsehaut über deine Brust kriecht, wenn ich leicht mit meinen Nägeln darüber kratze», wisperte sie unvermittelt und küsste mich wieder... ihre Hände fuhren über meinen Oberkörper, zu jedem Millimeter, den sie erreichen konnten... «Ich will dich berühren... überall... ich will ... ich möchte es nicht vergessen, wie dein Körper ist... wie er sich anfühlt...», flüsterte sie weiter und senkte den Kopf, um sich von meinem Hals zu meinen Schlüsselbein zu küssen. Automatisch fiel mein Kopf zurück und ich lehnte ihn an die Kopfstütze.&lt;br /&gt;Meine Hand tastete unter dem Autositz nach dem Griff und sobald ich ihn fand, flüsterte ich «Achtung» und ließ den Sitz soweit zurück, bis wir beide beinahe lagen. &lt;br /&gt;Meine Augen waren geschlossen, als meine Hände an ihren fast nackten Rücken wanderten und ich mit meinen Fingerspitzen ihre Wirbelsäule auf und ab strich. Ihre vollen Lippen küssten sich von meinem Schlüsselbein hinab zu meiner Brust und ich stöhnte leise. &lt;br /&gt;Plötzlich stoppte sie für eine Moment, wodurch meine Augen sich öffneten und ich zu ihr hinab sah. Isabella sah mich von unten herauf durch ihre langen, dunklen Wimpern an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Was ist?», flüsterte ich. «Was ist, meine Schöne?» Meine Hand fuhr durch ihre wirren Locken, in die ich so unglaublich vernarrt war. Ich ließ sie durch meine gespreizten Fingern gleiten und genoss die Weichheit jeder einzelnen Strähne. &lt;br /&gt;«Mir war noch nie so klar», wisperte sie brüchig. «Mir war noch nie so klar, wie in diesem Moment, dass ich dir gehöre. Nur dir.» Erneut schluckte ich hart und atmete dann tief ein, ließ meine Lider wieder zufallen. &lt;br /&gt;Gott, sie hatte keine Ahnung, was ihre Worte in mir auslösten, was ich für Gefühle spürte … wie es war, solche Dinge aus ihrem Mund zu hören. &lt;br /&gt;Mit aller Macht, stärker als jemals zuvor, spürte ich, wie weh es tat, wenn man sich auf einen Menschen einließ. Ich presste meine Lippen zusammen und öffnete qualvoll die Augen.&lt;br /&gt;«Ich weiß das... ich weiß es.. und doch kann ich nichts dagegen tun, dass ich jeden Mann in deiner Nähe, der dich auch nur flüchtig ansieht, qualvoll umbringen will...», murmelte ich.&lt;br /&gt;«Das musst du nicht», wisperte sie zwischen zwei Küssen und jetzt war sie es, die mir die Haare aus der Stirn strich. «Ich bin ewig dein. Egal, wer mich berührt oder jemals berühren wird. Ich bin dein...», murmelte sie erstickt und ich hob leicht den Kopf. Versiegelte das Gesagte mit einem Kuss.&lt;br /&gt;Ich spürte Isabellas Finger an meinen Gürtel nesteln und drehte leicht den Kopf. Da ich meine Augen halb geöffnet hatte und leise stöhnte, als ich ihre Finger leicht unter den Rand meiner Boxershort fahren spürte, versuchte ich mich krampfhaft abzulenken. Gott... nur SIE  konnte es schaffen, dass ich fast in meinen Shorts kam. Nur sie, konnte mich SO hart werden lassen, dass es mehr weh tat, als gut. Als ich ein leises «Heb deinen Arsch, Darling...» hörte stützte ich mich reflexartig an der beschlagenen Scheibe mit meiner Hand ab und ließ es zu, dass sie mir meine Jeans nach unten streifte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwas umständlich zog sie mir die Hose ganz aus und schlüpfte dann aus ihren hellen, hautengen Leggings. &lt;br /&gt;Als sie dann wieder in Unterwäsche auf mir saß, ließ ich meine Hände abermals über ihre Hüften gleiten, ihre Taille und über ihre wohlgeformten, perfekten Brüste. &lt;br /&gt;Vorsichtig wanderten meine Hände unter ihren Armen hindurch an ihren Rücken und ich öffnete mit einer schnellen Bewegung den BH, schmiss ihn dann achtlos zu dem Rest der Kleidung neben uns. &lt;br /&gt;Perfekt. Sie war perfekt. Durch und durch … für mich war dieses kleine Mädchen hier perfekt. Und damit meinte ich nicht nur ihr Äußeres. &lt;br /&gt;Beinahe ehrfürchtig ließ ich meine Handflächen über ihre Brüste gleiten und seufzte, als ihre Nippel sich unter meiner Berührung verhärteten. &lt;br /&gt;Isabella hatte ihre kleinen Hände auf meinem Bauch abgestützt und den Kopf in den Nacken geworfen. Wie sie dasaß, war sie ein Bild für die Götter. &lt;br /&gt;Ihr Rücken war durchgebogen, ihr Kopf zurückgeworfen und ihre langen, braunen Locken reichten ihr somit bis zu ihrem Steißbein. Ihre Kurven waren in dem letzten Jahr, in dem ich sie weder nackt gesehen, noch berührt hatte, ausgeprägter geworden. Ihre Hüften rundlicher, die Taille schmaler, die Brüste größer … &lt;br /&gt;Ich massierte sie langsam mit meinen Händen, genoss ihre weiche Haut und das leise Stöhnen, das ihr immer wieder von ihren leicht geöffneten Lippen entwich. &lt;br /&gt;Sie begann erneut, ihr Becken auf meiner bereits ziemlich harten Erregung kreisen zu lassen, bewegte es vor und zurück und ich musste laut aufstöhnen. Gänsehaut und leichte Schweißperlchen befanden sich überall auf ihrem Körper, überzogen jeden Millimeter ihrer Haut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schön … «Wunderschön», hörte ich mich sagen, «Isabella, du BIST unglaublich ...» Und damit meinte ich nicht ihren Körper. Nicht nur. &lt;br /&gt;Als Antwort darauf, krallte sie ihre Fingernägel leicht in die Haut meines Bauches, welchen ich reflexartig unter ihrer Berührung anspannte. &lt;br /&gt;Meine Hände glitten zurück an ihren Rücken und ich setzte mich leicht auf. Mit den Fingern fuhr ich über ihre Schulterblätter, die Würfel, die dorthin tätowiert wurden waren. Fuhr die feinen Linien der Konturen nach und seufzte leise. &lt;br /&gt;Meine Lippen fanden ganz von allein den Weg an ihren Hals. Ich küsste die süßliche Haut und sog tief ihren Geruch ein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hypnotic Poison ...Hypnotisierendes Gift. MEIN hypnotisierendes Gift. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie krallte ihre Hände in mein Haar und fuhr damit fort, sich auf mir zu bewegen und leise vor sich hin zu stöhnen. Ihre rechte Hand wanderte an die Fensterscheibe, an der ich mich zuvor noch abgestützt hatte und sie legte ihre Hand in meinen Abdruck hinein, drückte fest gegen das Glas und ihren Rücken noch weiter durch, als ich ihre Brustwarze zwischen die Lippen nahm und sanft daran saugte, meine Hände noch immer an ihrem Rücken liegend. &lt;br /&gt;Das war wie Himmel und Hölle zur selben Zeit … Es kam mir vor, als würde ich, obwohl ich wusste, dass es mir nicht gut tat, immer wieder in den verbotenen, roten Apfel beißen. Obwohl ich wusste, dass es Konsequenzen mit sich zog und obwohl ich wusste, dass es mich langsam zerstörte. Stück für Stück vernichtete. &lt;br /&gt;Nur noch dieses eine Mal, schoss es mir erneut durch den Kopf. Ja, dachte ich, nur noch dieses eine Mal. Für diesen Moment. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ich will dich spüren …», hauchte sie heiser. «Baby, bitte … ich muss dich spüren … jetzt ...» &lt;br /&gt;Meine Hände schweiften hinab zu ihren Hüften und ich drückte sie leicht nach oben, bis sie über mir kniete, mein Körper noch immer zwischen ihren Beinen gefangen. &lt;br /&gt;Ich verhakte meine Finger links und rechts in ihren schwarzen Slip und zog ihn bis zu ihren Oberschenkeln herunter. Sie positionierte sich seitlich auf meinem Schoß, sodass sie sich selbst von dem Stoff befreien konnte.&lt;br /&gt;Dann war sie nackt. &lt;br /&gt;Ich sog tief die Luft ein, als sie sich wieder auf mich setzte und ich ihre Hitze durch meine dünne Boxershort hindurch spüren konnte. &lt;br /&gt;Sie rieb sich an mir und stöhnte laut auf, diesmal hielt sie sich kein Stück zurück. Meine Finger schoben sanft ihr Haar über ihre linke Schulter und ich küsste mich die Seite ihres Halses entlang, leckte leicht mit meiner Zunge darüber und verteilte mehrere, kleine Küsse darauf … Küsse, die ich SO zuvor noch keiner anderen geschenkt hatte. Keiner Einzigen. &lt;br /&gt;Isabellas Hände griffen zielsicher zwischen meine Beine und durch den schmalen Schlitz der Short. Sobald ich ihre warme Hand an meiner Erregung spürte, ließ ich mich wieder zurückfallen. &lt;br /&gt;Ich hatte vergessen, wie verdammt gut sich das anfühlte. Meine Lider fielen wieder zu und ich umfasste fest ihre Hüften. Dann spürte ich, wie sie sich leicht aufsetzte und meine Short runterzog, bis zu meinen Knien. Ab da glitt sie von allein zu meinen Füßen. &lt;br /&gt;Isabella positionierte sich direkt über mir und meine Augen flogen auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich blickte sie an, versuchte den Hauch eines Zweifels zu erkennen … aber da war nichts als Entschlossenheit und Verlangen. &lt;br /&gt;Ein heftiges Kribbeln zog sich durch meinen Magen und ich hob sie an den Hüften noch an Stück weiter hoch, drängte mich ihr entgegen, sodass ich ihre feuchte Mitte schon an meiner Spitze spürte.&lt;br /&gt;Ich stöhnte leicht, genau wie sie. «Bist du dir sicher?», flüsterte ich mit rauer Stimme, während sie ihre Hände schon links und rechts von meinem Körper abstützte und sich herunter beugte. Ihre Lippen näherten sich den meinen.&lt;br /&gt;«Für diesen einen Moment – ja», hauchte sie und presste ihren Mund gegen meinen. Kaum, dass sie die Worte wirklich ausgesprochen hatte, drückte ich meine Hüften vor und schob mich so langsam und sanft ich konnte, in sie hinein.&lt;br /&gt;Ich verlor mich in diesem Gefühl. Und in diesem Moment fiel ich … ich fiel so tief, dass ich wusste, das Auftauchen würde sich als schwer erweisen. &lt;br /&gt;Isabella hielt sich nach unten gebeugt und als sie damit stoppte mich zu küssen, roch ich ihren süßen Atem, der durch ihre leicht geöffneten Lippen entwich.. ihr Unterarm lag auf meiner Brust und ihre Hand war an meiner Wange.. strich über meinen Drei-Tage-Bart, ihr Daumen fuhr über meine Unterlippe... Mein Becken hob und senkte sich angepasst an ihre Bewegungen. Das hier war kein Fick aus Leidenschaft oder wie früher so oft aus Wut, das hier war... war Liebe. Niemals würde ich es aussprechen, niemals würde ich ihr so sehr weh tun mit diesen Worten. Aber das war es.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ich liebe es mit dir zu schlafen...», wisperte sie leise und abgehackt.. unsere Augen woben das Band... das feste Band und mit jedem meiner Stöße und mit jeder Beckenbewegung von ihr, schien es sich zu festigen. «Ich möchte dir so nahe sein... ich möchte... Näher als wenn ich mit dir schlafe, geht es nicht... und es zerreißt mich», flüsterte sie weiter.. «Der Schmerz zerreißt mich.»... bei ihren Worten nahm ich ihr Gesicht erneut in meine Hände und zog ihren Kopf zu mir. Ich küsste sie und unsere Lippen massierten sich gegenseitig. Sanfter Druck und ihr unvergleichlicher Geschmack, kosteten mich all meine Willenskraft, sie nicht anzuflehen mit mir gemeinsam zu flüchten. Irgendwohin. Wo niemand uns kannte.... Isabella steigerte die Geschwindigkeit minimal... nur ganz wenig aber ich stöhnte auf und dieselbe Lust, welche ich empfand, sah ich in ihren Augen, die mich anstarrten. Sie biss sich auf die Lippe und falls es noch ging, falls es noch möglich war, brach mein Herz bei ihren nächsten Worten noch ein wenig mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ich liebe dich», wisperte sie leise und Tränen schwammen in ihren Augen. &lt;br /&gt;Ich schluckte hart und legte meine Hände an ihren Rücken, presste ihren Oberkörper nach unten, sodass er direkt auf meinem lag, dass kein Blatt mehr zwischen uns passte. Isabella … mein Mädchen … sie hatte es gesagt.&lt;br /&gt;Sie vergrub ihr Gesicht an meiner Halsbeuge und ihre Fingernägel krallten sich in meine Oberarme, während ich sie hielt und langsam, zärtlich in sie stieß. Sie stöhnte immer wieder leise in mein Ohr und ich presste die Lippen zusammen, um nicht das auszusprechen, was ich ihr so gerne sagen würde.&lt;br /&gt;Wenn ich ihr sagte, dass ich sie … dass ich dasselbe empfand, würde es alles kaputt machen. Unsere Beziehung würde niemals halten, denn ich hatte immer noch zu große Angst davor, verlassen zu werden und demnach auch zu vertrauen. Es ging nicht. Außerdem wollte ich ihre Welt nicht noch mehr auf den Kopf stellen. Wahrscheinlich würde sie hiernach leiden aber ich war mir sicher, dass der Schmerz jetzt schneller vorbei gehen würde, als die vielen Male, die ich sie verletzen würde, WENN wir uns auf eine Beziehung einließen. Das würde nicht gut gehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ich kann es nicht glauben … aber ich … liebe dich tatsächlich», flüsterte sie wieder gegen meine Haut. Ich war mir sicher, dass sie mein Herz rasen spürte.&lt;br /&gt;«Ich weiß», wisperte ich und mein Tempo wurde langsamer. «Ich weiß mein Baby … und deswegen muss ich gehen.»&lt;br /&gt;Ich spürte, wie sich an meinem Hals, über mein Schlüsselbein, bis zu meiner Brust eine feuchte Spur zog. Ich wusste, dass sie weinte, aber ich konnte es nicht verhindern. Meine Hand krallte sich in ihr Haar, an ihren Hinterkopf und drückte ihr Gesicht fest gegen meinen Hals. Isabella bewegte sich kaum mehr, nur mein Becken ging im gleichmäßigen sanften Rhythmus auf und ab. Immer wieder spürte ich, wie ihre Hitze und ihre Feuchtigkeit mich umfingen. Ich stöhnte leise und spürte, wie sie ihre linke Hand an meinen Nacken, in meine Haare krallte und die andere hatte sie auf meinem Herz abgelegt.&lt;br /&gt;«Ich weiß...», stöhnte sie leise und gab mir einen einzelnen Kuss auf meine Halsschlagader. «Ich weiß, dass du es nicht sagen kannst... aber ich spüre es...»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich seufzte zustimmend. Mehr... mehr konnte ich ihr nicht geben. Es ging nicht... Ich konnte es ihr nicht sagen. Es würde mich brechen. Es würde SIE brechen... also versuchte ich, meine Reserven an Isabella Swan aufzufüllen. So voll es nur ging, damit ich diese schwere, lange Zeit ohne sie jetzt überstehen konnte...&lt;br /&gt;Denn das war es, was auf uns, beziehungsweise mich, zukam. Eine verdammt lange, einsame Zeit. Zeit zum Nachdenken, Zeit zum neu anfangen. Für uns beide … &lt;br /&gt;Ein Schauer erfasste mich, als sie wieder langsam begann, sich mir entgegen zu drücken. Ihr Körper versteifte sich leicht und ihr Tempo wurde etwas schneller. &lt;br /&gt;Ich stöhnte auf, als ihre Muskeln mich eng umschlossen und sie ihre Nägel in meine Haut krallte. Meine Hände drückten fester an ihren Hüften zu und ich stieß ein letztes Mal, etwas härter als zuvor in sie. &lt;br /&gt;Isabella begann zu zucken und laut zu stöhnen. Sie kam … und das wiederum veranlasste mich dazu, meinen Höhepunkt zu erreichen. &lt;br /&gt;Ich hatte beinahe vergessen, wie gut es sich anfühlte, Sex mit dieser Frau zu haben. &lt;br /&gt;Nachdem wird beide unseren Orgasmus hinter uns hatten, bewegte sich keiner vom Fleck. Wir saßen eng umschlungen da und atmeten schwer. Meine Finger glitten immer wieder über ihren Rücken und ich vergrub meine Nase in ihrem Haar, kraulte sanft über ihre Haut und hielt sie. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß heute nicht mehr, wie lange wir dort saßen, wie lange wir uns aneinander klammerten, wie zwei Ertrinkende die dem Unausweichlichem in die Klauen geraten waren. Ich weiß nur, ich blieb mit Isabella verbunden. Im Moment waren es unsere Körper, unsere Gefühle und unsere Seelen... ein wenig später würden es nur noch unsere Gefühle und Empfindungen sein.... für lange... für eine sehr lange Zeit. &lt;br /&gt;Natürlich würde unser beider Herzen nicht zu Schlagen aufhören, wir würden genauso weiter atmen, wir würden essen, arbeiten und lachen... so wie immer... aber irgendwie wäre es nie wieder dasselbe. Mit niemandem. &lt;br /&gt;Isabellas leises Weinen, das sie versuchte zu unterdrücken, riss mich aus meinen Gedanken. Sie fröstelte leicht und ihr Körper war von einer Gänsehaut überzogen.&lt;br /&gt;«Du frierst...», murmelte ich in ihr Haar und augenblicklich krallte sie sich fester in meine Haut. &lt;br /&gt;«Nein... nicht... es geht schon», murmelte sie erstickt und ich seufzte tief. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All das, was wir uns die letzten Monate angetan hatten, war vergessen. Ausgelöscht. Weggewischt. &lt;br /&gt;Einige Minuten später hob sie den Kopf. &lt;br /&gt;«Ich möchte, dass du weißt...», fing sie an und ihre Stimme brach leicht. Sie räusperte sich und blickte mich aus tränenverschleierten, geschwollenen, roten Augen an. &lt;br /&gt;«Ich möchte, dass du weißt... dass du... dass du der Eine für mich bist. Und wenn jemand es wert ist, mein Herz zu bekommen... dann bist du es...»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich seufzte tief und hauchte einen Kuss auf ihre Stirn.&lt;br /&gt;Ihre Worte trafen mich. Sie trafen mich hart. Wie sollte ich weitermachen, wenn ich wusste, dass sie sich für alle Männer verschloss, weil sie davon ausging, ich sei der Richtige für sie?&lt;br /&gt;Wenn ich der Richtige wäre, hätte ich ihr nicht weh getan, immer und immer wieder. Wenn ich der Richtige wäre, hätte ich jetzt, in diesem Moment über meinen Schatten und ins kalte Wasser springen können, ihr sagen können, dass sie genau dasselbe für mich war, wie ich für sie. Ich hätte es versucht … aber das Risiko war mir zu groß.&lt;br /&gt;Ich konnte mich nicht von heute auf morgen ändern. Vielleicht hatte ich es geschafft, meine Gefühle für sie zuzulassen – und das auch erst nach mehrmaligem Ach und Krach – aber mehr ging nicht. &lt;br /&gt;Dieses Vertrauen, das man brauchte, um eine stabile Beziehung zu führen … das war bei mir nicht vorhanden. Und da war auch noch meine Sprunghaftigkeit. Wie sollte ich ihr treu sein?&lt;br /&gt;Ich würde ihr Herz brechen und das schlimmer, als ich es jetzt, in diesem Moment tat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Isabella», sagte ich mit bemüht ruhiger Stimme und fasste sie an den Schultern, sodass sie mich ansehen musste. Sie schluckte hart.&lt;br /&gt;«Du hast mir was versprochen, erinnerst du dich? Du hast versprochen, dass du ihm eine Chance gibst … ich weiß, dass du das schaffst. Du hast viel mehr Willenskraft, als ich und ich weiß, dass du weitermachen und dich ändern kannst … nicht so wie ich.» Ich legte eine kurze Pause ein und musterte sie eindringlich, versuchte ihr den Ernst der Lage klarzumachen. «Und deswegen möchte ich, dass du das mit uns abschließt und dein Leben lebst, klar? Ich will nicht, dass du mich vergisst … nein, dafür bin ich zu egoistisch, aber ich möchte, dass du das als schöne Erinnerung in dir behältst … und dich nicht von dem was wir hatten davon abhalten lässt, zu leben.»&lt;br /&gt;Isabella Swan blickte mir einen Moment, ohne irgendetwas zu sagen, in meine Augen, ehe sie schließlich leicht nickte. Tränen rannen unaufhörlich die ganze Zeit über ihre schönen Wangen und ihr Gesicht war gerötet. Ich wollte ihr... ich wollte ihr den Schmerz so sehr nehmen, aber es ging nicht. Ich konnte nicht. &lt;br /&gt;«Ich... ich versuche es...», murmelt sie leise und und strich mit ihrem Daumen einmal leicht über meine Augenwinkel.&lt;br /&gt;Isabella schluckte schwer und ich tat es ihr gleich. Ich wand den Blick ab und sah gegen die beschlagenen Scheiben hier in dem Wagen. &lt;br /&gt;«Wir haben zwar keinen Eistee hier... aber hey... Rituale sollte man nicht vernachlässigen, okay?», murmelte ich erstickt und versuchte den Kloß in meinem Hals zu ignorieren. Herrgott nochmal Cullen, reiß dich zusammen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Isabella nickte erneut ein wenig, ehe sie dann betont langsam von mir runter stieg. &lt;br /&gt;Schlagartig wurde mir bewusst, dass das hier das letzte Mal war … dass es das letzte Mal gewesen war, dass ich sie so nahe an mir hatte spüren können. Das letzte Mal, dass ich ihren warmen Körper und ihre weiche, zarte Haut hatte berühren können … &lt;br /&gt;Ich verdrängte den Gedanken und zog mir die Boxershort auf die Hüften. Dasselbe machte ich auch mit meiner Jeans, ehe ich mein Hemd über meinen Körper streifte und mir schnell die Knöpfe zumachte.&lt;br /&gt;Als ich hinüber zu Isabella blickte, hatte sie ebenfalls gerade den letzten Knopf ihrer Bluse geschlossen und griff nach ihrer Tasche. &lt;br /&gt;Ich war der Erste, der ausstieg und bevor ich den Wagen umrunden konnte, um ihr hinaus zu helfen, war sie schon ausgestiegen. &lt;br /&gt;Ich lehnte mich gegen die Motorhaube und machte eine Zigarette an. Wortlos reichte ich sie ihr, ehe mir meine eigene ebenfalls anzündete. &lt;br /&gt;Es bedurfte keinerlei Worte … sie kam einfach auf mich zu und lehnte ihren Rücken gegen meine Brust, worauf ich ihr den freien Arm um den Bauch schlang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so standen wir da. &lt;br /&gt;Schweigend rauchten wir vor uns hin. Niemand sagte ein Wort. Nicht ein Auto fuhr vorbei. Weshalb auch? Zu dieser Uhrzeit war kein Mensch, der einigermaßen bei Sinnen und nüchtern war, oder nicht krankhaft an einer Person hing, unterwegs. Isabella hatte ihre freie Hand auf die meine gelegt und wie von selbst verschränkten sich unsere Finger miteinander. Ich schloss gequält die Augen als mir ein letztes Mal bewusst wurde, wie unsere Hände zusammenpassten. Wie sie sich aneinander schmiegten, als wären sie nur dafür gemacht. Ihr Daumen zog stetige Kreise auf das Bisschen meines Handrückens, das sie erwischte, ehe sie die Zigarette davon schnippte und sich in meinen Armen drehte. &lt;br /&gt;«Edward...», fing sie an zu flüstern. Sie stockte und ihre Augen blickten traurig in die meinen. Ich versuchte schief zu lächeln, weil ich einfach wusste, dass sie das liebte aber es gelang mir nicht. Ihre Seele ließ sich auf einmal für mich lesen wie ein offenes Buch. Und da wusste ich, was sie sagen wollte.&lt;br /&gt;«Ich vergesse es nicht... niemals... Ich verspreche es», flüsterte ich auf ihre unausgesprochene Frage. Niemals. Niemals würde ich diese Zeit vergessen. Sie war hart, fröhlich, lustig, stressig, von Eifersucht durchzogen, waghalsig und emotional. Aber sie war die schönste Zeit meines Lebens gewesen und niemals, nicht für alles in der Welt würde ich sie missen wollen oder gar vergessen. &lt;br /&gt;Ich hatte noch nie, wirklich noch nie, so viele Versprechen wie heute Nacht gegeben. Versprechen, die nicht einfach dahin gesagt waren, sondern definitiv und zu hundert Prozent ernst gemeint. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Isabella lächelte mich schwach an und schon wieder schwammen Tränen in ihren Augen. Meine Hände legten sich zum tausendsten Mal heute Nacht an ihre Wangen, verwischten die einzelne Träne, die aus ihrem Auge floss und wir starrten uns an.  «Edward Cullen... mein Himmel und meine Hölle...», murmelte sie ehe sie mich ein letztes Mal küsste. Ein allerletztes Mal fühlte ich ihre vollen weichen Lippen, wie sie sich perfekt auf meine drückten. Wie sie genau den richtigen Druck ausübten und sich leicht bewegten. Meine Augen schlossen sich und ich zog die Stirn in Falten. Das hier, das war ein Abschiedskuss. &lt;br /&gt;Als sich unsere Lippen voneinander lösten, lehnte ich meine Stirn an ihre. Inhalierte tief ein letztes Mal ihren unvergleichlichen Duft. Strich erneut über ihre Wange, damit ich niemals, wirklich niemals vergessen würde, wie sich ihre Haut unter meinen Fingerkuppen anfühlte. Ich zwang mich dazu sie anzulächeln.&lt;br /&gt;«Isabella Swan.. mein Anfang und mein Ende...», beschrieb ich sie leise in einem Satz und sie holte erneut tief Luft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eiskalte Hände griffen nach meinen Herz und einen Moment hatte ich das Gefühl, ich könnte nicht mehr atmen. Der Körperkontakt brach und noch einmal huschten unser beider Augen über den Körper des jeweils anderen, ehe sie unsere Hände, die immer noch miteinander verschränkt gewesen waren, löste. Sie ging zwei Schritte rückwärts, ehe sie mir den Rücken zuwandte.&lt;br /&gt;Grausame Endgültigkeit ergriff mich. Ich wusste, dass es so kommen musste. Aber es war besser so. Sie hatte das Recht dazu, glücklich zu werden und ich... meine Gefühle für sie waren so stark, dass ich wollte, dass es ihr gut ging. Es war schmerzhaft, dass ich nicht über meinen Schatten springen konnte, dass es nicht ich war, der an ihrer Seite sein konnte.&lt;br /&gt;Ich hörte wie sie die Stufen zu ihrer Haustüre nach oben stieg. Langsam, träge, aber gleichmäßig und mein Kopf war zwischen meine Schultern gefallen. Isabella suchte in ihrer Tasche nach dem Schlüssel und als sie ihn fand und in das Schloss steckte, rief ich noch einmal nach ihr. Ich sah sie nicht an und ich war mir sicher, dass sie sich nicht umdrehte, sondern lediglich in ihrer Bewegung erstarrte. Esmes Worte kamen mir in den Kopf und ehe ich es zurückhalten konnte, sprach ich sie aus. Gerade laut genug, dass sie mich hören konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Manchmal denkst du, dass es nicht mehr weitergeht … aber es gibt immer einen Ausweg. Immer», war alles was ich sagte, ehe ich als nächstes Geräusch die zufallende Türe vernahm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;BPOV&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte keine Sekunde geschlafen. Keine einzige, verdammte Sekunde. &lt;br /&gt;Träge glitt mein Blick zu meinem Digitalwecker auf dem Nachttisch. Mittlerweile war es 15 Uhr am Nachmittag. Demnach müsste ich jetzt schon seit … guten neun Stunden eingesperrt in meinem Zimmer auf dem Bett liegen.&lt;br /&gt;Meine Augen brannten wie die Hölle, mein Kopf pochte und meine Kehle fühlte sich wie ausgetrocknet an,obwohl ich heute schon eineinhalb Flaschen Wasser leer gemacht hatte. Da fiel mir ein, dass ich diesen Raum hier tatsächlich einmal verlassen hatte … um auf die Toilette zu gehen. Und das war's. &lt;br /&gt;Ich hüllte mich tiefer in meine dicke Wolldecke, denn ich fror, obwohl es draußen immer wärmer wurde. Aber in mir … in mir war es kalt und es fehlte etwas. Etwas Gravierendes. ER. &lt;br /&gt;Langsam tastete meine Hand nach dem Filmstreifen auf meinem Nachttisch. Wie oft hatte ich mir unsere Bilder heute schon angesehen? Wie oft hatte ich schon darüber nachgedacht, wie perfekt alles hätte sein können?&lt;br /&gt;Erneut glitten meine Augen über unsere Gesichter. Ich hätte niemals gedacht, dass es so weh tun würde, in dem Wissen zu leben, dass er nicht am selben Ort war wie ich.&lt;br /&gt;Ich vermisste ihn. Ich vermisste ihn tierisch. Alles in mir sehnte sich nach seiner Nähe, seinem Geruch und seinem Lachen. Die Art und Weise, wie er meine Haarsträhnen um seinen Finger wickelte, wie er mich küsste … seine Küsse. &lt;br /&gt;Tränen sammelten sich in meinen Augen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was genau war da eigentlich in dieser Nacht geschehen? Na gut, ich war angetrunken, aber nicht so betrunken, dass ich es auf den Alkohol schieben könnte. Und ehrlich gesagt, wollte ich das auch gar nicht.&lt;br /&gt;Denn alles was in dieser Nacht geschehen war, war echt gewesen. Nichts Verstelltes, nichts Gespieltes. Es war zu hundert Prozent echt gewesen. &lt;br /&gt;Niemals hatte ich meine Gefühle für ihn so klar und deutlich gespürt, wie in diesem Moment. In dem Moment, als wir alleine im Auto saßen. &lt;br /&gt;Schon seitdem Rosalie mir gesagt hatte, wann genau er nach Vegas reisen würde, ging es mir so. Seitdem war er der Einzige, der mir durch den Kopf schwirrte und immer wieder fragte ich mich, ob das denn nie enden würde.&lt;br /&gt;Bisher hatte ich seine Präsenz immer für selbstverständlich genommen. Immer wenn ich ihn gesehen hatte, war es normal für mich geworden. Klar, dieses Bauchkribbeln hatte sich nie wirklich eingestellt, aber trotzdem war mir niemals bewusst gewesen, dass ich ihn … dass ich ihn liebte. Niemals, bis zu dieser Nacht. &lt;br /&gt;Die ganze Zeit dachte ich, dass es SEINE Schuld gewesen wäre, dass ich nicht voran kam, dass ich mich nicht dazu durchringen konnte, mit Malvin wirklich, endlich nach fast einem verdammten Jahr Beziehung durchzustarten.&lt;br /&gt;Wie oft hatte Malvin mir mittlerweile gesagt, dass er mich liebte? Und ich hatte nie etwas erwidert. Das Schlimme an der Sache war, dass er es verstand. Er hatte mich nie unter Druck gesetzt sondern immer gesagt, ich hätte soviel Zeit wie ich bräuchte. Aber ich brauchte keine Zeit … denn keine Zeit der Welt würde IHN vollständig aus meinem Herzen löschen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er war schlichtweg immer in meinem Leben gewesen, weil ICH es so wollte. ICH hatte ihn nicht gehen lassen …&lt;br /&gt;Und in der letzten Nacht war plötzlich alles glasklar … so verdammt klar. &lt;br /&gt;Ich war nicht nur verliebt, ich schwärmte nicht nur … nein, ich liebte. Ich empfand wahre, echt Liebe ... für Edward Cullen. Und das war mein Untergang.&lt;br /&gt;Träge und mit dieser seltsamen Leere in mir, legte ich die Passfotos wieder auf meinen Nachtisch. Im Normalfall hätte ich sie auf mein Bett neben mich geschmissen aber ich hatte Angst, dass sie Risse oder sonst etwas bekämen. Das könnte ich nicht... nicht sehen... Als ich langsam aufstand, schlenderte ich zu meinem Fenster. Ich blickte einen Moment nach draußen und seufzte tief. Es war fast Sommer... es war fast wieder so warm, wie damals, vor einem Jahr.... als das... begann. Mein Himmel und meine Hölle. Als ich spürte, wie tränen in meinen Augen brannten, öffnete ich energisch das Fenster... ein kühler Wind kam herein und der Saum von dem braunen Button Down Hemd, das ich trug, bewegte sich leicht. Umspielte meine Oberschenkel und kitzelte. Ich seufzte und nahm den Kragen in die Hand um daran zu riechen. Ich hatte das Hemd jetzt schon so lange. Nicht einmal hatte ich es angehabt. Nicht... seit damals... nicht einmal, aber heute Nacht, als ich nach Hause kam, mich in mein Zimmer einschloss, zog ich es an und erinnerte mich schwach daran, wie es früher intensiv nach Cullen gerochen hatte. In meiner Brust stach es.&lt;br /&gt;Ich ließ mich auf  das Fensterbrett fallen und griff nach meinen Zigaretten. Als der beruhigende Rauch meine Lungen entlang schlich, seufzte ich leise. &lt;br /&gt;«Ich kann nicht fassen, dass du heute gehen willst...», murmelte ich vor mich hin und sah auf die Straßen. Mein Blick heftete sich auf den Parkplatz, auf dem er bis vor wenigen Stunden mit Emmetts Auto gestanden hatte und ich seufzte. Das MUSSTE aufhören. Ich hatte es ihm versprochen. Nur vierundzwanzig Stunden würde ich mir nehmen, um richtig... richtig ausgiebig um ihn zu trauen.. und dann.. dann würde ich es hinter mir lassen... das hatte ich heute Nacht beschlossen als wir uns das letzte Mal küssten. Nur einen Tag und eine Nacht, um mich in diesem Schmerz zu suhlen und diese Qualen, die einen wissen ließen, dass ich lebte und liebte, zu durchleben.&lt;br /&gt;Mein Handy, das auf einem Schreibtisch zu vibrieren anfing, riss mich aus meinen Gedanken. Ich würde nicht ran gehen. Ich wollte nicht einmal wissen wer anrief.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wahrscheinlich war es Malvin … &lt;br /&gt;Malvin …&lt;br /&gt;Was sollte ich tun? Es ihm verheimlichen? Er war so ein guter Mensch … er hatte so viel Geduld mit mir … und ich hatte es Edward versprochen. Hatte ihm versprochen, dass ich es versuchen würde … &lt;br /&gt;Mit einem frustrierten Seufzer zog ich an meiner Zigarette und beobachtete das triste Treiben auf den Straßen New Yorks … New York … Berkeley … mein Anfang, mein Ende … er hatte die passenden Worte benutzt. &lt;br /&gt;Ich musste es Malvin sagen … ich musste mit ihm darüber sprechen … und wenn er mich dann noch wollte, dann würde ich es weiter mit ihm versuchen … wenn nicht … wenn nicht, dann musste ich mein Versprechen brechen. &lt;br /&gt;Ich hörte ein lautes Poltern und ein nach geworfenes «Verfluchte Scheiße!» aus dem Flur, oder dem Wohnzimmer … Jacob packte momentan seine Möbel und all das zusammen, da er in ein paar Tagen bei Tanya einzog.&lt;br /&gt;Auch ich musste mich nach etwas Neuem umsehen, denn Ashley und Anthony würden dieses Apartment bald beziehen.&lt;br /&gt;Bei dem Gedanken durchfuhr mich ein Stich. Ein wirklich schmerzhafter Stich. &lt;br /&gt;Gott, was hatte ich hier schon alles erlebt … &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dan … mein Dan und ich. Die Zeit mit ihm, in diesen vier Wänden. Ich lächelte leicht. Niemals würde ich das vergessen.&lt;br /&gt;Tanya und Rose, wie wir uns bei mir fertig gemacht oder Sex and the City geschaut hatten … wie sie mich analysierten und mir tausende von Tipps gegen Liebeskummer vortrugen.&lt;br /&gt;Jake … ihn hatte ich erst durch die Wohnung kennen gelernt … &lt;br /&gt;Edward … Edward Cullen. Wie er in meinem Bett geschlafen und sich am nächsten Tag mit Sex rausgeredet hatte … wie wir Sex an meiner Türe hatten, bis ich das Gefühl hatte, sie würde aus dem Türstock krachen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, hier war viel passiert. Gute und schlechte Dinge ... entscheidende und unbedeutende Dinge … und trotzdem waren sie alle ein Teil von mir. Ein Teil von dem, was mich geprägt hatte.&lt;br /&gt;Ich schnippte meine Zigarette nach draußen und sie landete auf dem leeren Parkplatz …. ein weiteres Seufzen verließ meine Lippen. &lt;br /&gt;Ohne Cullen war Manhattan sowieso nicht dasselbe. Und … ach, ich wusste es ja auch nicht. &lt;br /&gt;Müde schüttelte ich den Kopf und schloss mein Fenster dann wieder. Ich blickte an mir hinab und erinnerte mich an unser erstes Date, als er genau dieses Hemd trug … der Anfang vom Ende. Oder der Anfang eines neuen Lebensabschnittes. Wer hätte gedacht, dass das mit uns so weit ging … wer hätte gedacht, dass es so ausartete. &lt;br /&gt;Ich zumindest nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Hey Bells?», rief Jacob durch die Türe und klopfte leise.&lt;br /&gt;«Ja», murmelte ich und hustete leicht. Gott, war mein Hals trocken. &lt;br /&gt;«Brauchst du irgendwas? Ich fahre jetzt zu Tanya und komm dann morgen meine restlichen Sachen abholen … aber wenn du ..»&lt;br /&gt;«Nein schon gut, geh ruhig», unterbrach ich ihn und betete im Stillen, dass er Tanya nichts von meiner Laune erzählen würde … denn ich wollte alleine sein. Keine Freunde, keine Psychoanalysen, keine Tipps gegen Liebeskummer, kein Mitleid. Ich wollte das in erster Linie mit mir selbst ausmachen. &lt;br /&gt;«In Ordnung … Kann ich sonst irgendwas für dich tun? Brauchst du wirklich nichts?»&lt;br /&gt;«Du kannst den Telefonstecker bitte rausziehen», erwiderte ich und setzte mich auf meine Bettkante. Vorsichtig nahm ich die Passfotos in die Hand. «Das was ich brauche sitzt wahrscheinlich schon im Flugzeug und ist auf dem Weg nach Vegas», flüsterte ich dann in mich hinein und strich mit dem Zeigefinger die Konturen seines Gesichts nach. &lt;br /&gt;«Okay … dann bis Morgen», murmelte er gedämpft durch die geschlossene Türe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es dauerte nicht lange, bis ich die Haustür zufallen hörte und dann war es mucksmäuschenstill in der Wohnung. &lt;br /&gt;Ich schluckte und stand auf, um zu meinem Laptop zu laufen und ihn hochzufahren. Ich brauchte Musik. &lt;br /&gt;Schnell ging ich meine Playlist durch und stoppte bei &lt;Bother&gt; von Stone Sour. Dann lehnte ich mich in meinem Stuhl zurück und starrte an meine Zimmerdecke.&lt;br /&gt;Meine Gedanken … sie waren wie weggewischt … oder ich war zu müde um zu denken … oder aber ich wollte mich vor dem Schmerz schützen und verbarg sie deshalb lieber ….&lt;br /&gt;Wie bei einem kleinen Kind stiegen mir Tränen in die Augen, als ich kurz daran dachte, dass ER womöglich schon im Flugzeug war und sein Leben nach Vegas verlagerte. Wieso konnte er nicht einfach... einfach bleiben? New York ohne ihn passte nicht in meinen Kopf. Niemals... es gab bestimmt Menschen - mit anderen Worten Malvin- die glücklich waren, dass er New York verlassen hatte, die glücklich waren, dass er weg war... aber ich... gerade nach gestern ... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war alles so kompliziert.&lt;br /&gt;Diese Nacht hatte mir gezeigt, dass ich sehr wohl in der Lage dazu war zu lieben. Dass ich sehr wohl etwas wie Gefühle besaß. Vielleicht hatte ich nicht immer daran geglaubt, vielleicht hatte ich mich selbst vor jeglichen Gefühlen geschützt, weil ich Angst hatte so zu  enden, wie meine Mutter damals.&lt;br /&gt;Sie hatte solch furchtbare Qualen durchstehen müssen. Ich hatte mir geschworen, niemanden zu nahe an mich ran zu lassen, hatte mir geschworen, dass ich niemals jemanden in mein Herz lassen würde. Niemals wollte ich lieben. Ich meine, Scheiße, und jetzt saß ich hier und weinte. Weinte um einen Mann, einen Menschen, der mir näher gekommen war, als jeder andere in meinem Leben. Niemals hätte ich gedacht, dass es so schmerzen würde. Denn Hölle, das tat es. Ich fragte mich, ob es genauso weh tun würde, wenn Malvin mich verließ. Würde er mich denn verlassen? Ich schluckte hart. Malvin war meine einzige Stütze im Moment. Ich weiß, es war egoistisch, mit ihm zusammen zu sein, nur weil er es mir leichter machte, zu atmen. Ich weiß, es war nicht in Ordnung, vielleicht war es sogar mehr als falsch. Vielleicht wäre es richtig, ihn gehen zu lassen. Ihn mit jemandem glücklich werden zu lassen, der ihn lieben konnte. Wir waren jetzt zehn Monate ein Paar. Seit zehn Monaten schon war er tagtäglich für mich da. Hielt mich, wenn es mir schlecht ging, behandelte mich, als wäre ich heilig. Trug mich auf Händen und fasste mich mit Samthandschuhen an. Erst jetzt fragte ich mich, ob ich das überhaupt verdient hatte.&lt;br /&gt;Edward hatte gesagt, dass er mir gut täte. Dass ich ihm eine Chance geben sollte, aber war nicht ich diejenige, die nach einer Chance fragen musste?&lt;br /&gt;Eins war klar. Klar wie Glas. Ich hatte Malvin betrogen. Mit dem Mann, den ich eigentlich liebte. Warum hatte es so lange gedauert,  das zu erkennen? Warum musste erst so viel passieren, bis ich verstand, was ich fühlte? Und warum gierte mein Herz nach Cullen, wenn ich schon seit Monaten versuchte, Malvin zu lieben? Er sagte mir so verdammt oft,was er für mich empfand und ich ... ich hatte es nie gekonnt. Das erste Mal, dass ich es ausgesprochen hatte, war bei Cullen gewesen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Das darf doch alles nicht wahr sein», murmelte ich in mich hinein. «Das darf doch alles, verfluchte Scheiße noch eins, nicht wahr sein!» Ich wusste nicht, ob ich weinen, lachen, oder einfach nur ausflippen sollte. Musik durchflutete noch immer mein Zimmer. Doch diesmal hatte sie nicht die gewohnt beruhigende Wirkung auf mich. Ganz im Gegenteil - sie machte alles noch schlimmer.&lt;br /&gt;Wütend klappte ich mein Notebook zu und abrupt war es ruhig im Raum.&lt;br /&gt;Erneut keimten  Tränen der Verzweiflung in meinen Augen auf, die ich mit allem, was ich besaß, zu unterdrücken versuchte. &lt;br /&gt;Ich wusste, dass Edward mir nie das geben könnte, was ich momentan wollte … eine Beziehung. Es war ihm nicht möglich zu vertrauen und im Gegensatz zu mir schaffte er es nicht, daran zu arbeiten.&lt;br /&gt;Meine Hände zitterten und ich hielt mich am Rand meines Schreibtisches fest. Alles in mir rebellierte und mein Atem ging schnell und abgehackt. &lt;br /&gt;Das alles kam mir noch so unwirklich vor. Weit entfernt, als würde ich träumen und jeden Moment erwachen. &lt;br /&gt;Ich schloss die Augen und dachte an die letzte Nacht. Dachte daran, wie er mich berührt hatte … wie er mich festgehalten hatte … wie seine Lippen sich nach all der Zeit auf den meinen anfühlten. &lt;br /&gt;Automatisch wanderte meine Hand nach oben und ich strich mit meinem Zeigefinger über meine Unterlippe. Wenn ich die Lider fest zusammenpresste … wenn ich ganz fest daran dachte … dann hatte ich ihn bildlich vor mir.&lt;br /&gt;Wie er unter mir saß und mich anlächelte … wie er sanft mein Haar zurück strich … hatte bildlich vor Augen wie er seine vollen Lippen über meine Haut wandern ließ. &lt;br /&gt;Und heute wollte er gehen. Ob er wohl schon weg war? Oder ob er noch sein Zeug packte? Wie es ihm wohl ging … ob er wohl genauso viel an mich dachte, wie ich an ihn? &lt;br /&gt;Ob seine Gefühle auch so tief gingen wie meine? Oder war es bei ihm nur der Reiz am Unerreichbaren? Liebte er mich – bei dem Gedanken machte mein Herz einen Sprung – oder hatte er sich einfach nur in meine unnahbare Art verguckt? Die letzten Monate hatten wir nichts getan, als uns zu ignorieren, normal miteinander zu sprechen oder anzukeifen. War es das, was mich für ihn so interessant machte, oder waren es Gefühle … ich meine, echte Gefühle? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erneut vibrierte mein Handy und ich riss die Augen auf, schüttelte leicht den Kopf, um mich dann wieder auf mein Bett zu schmeißen.&lt;br /&gt;Wahrscheinlich war es Malvin … mein Freund. Mein Freund, der mich ehrlich und aufrichtig liebte, ohne großes Drumherum … mein Freund, dessen Gefühle ich nicht so stark erwiderte und mein Freund, den ich letzte Nacht betrogen hatte … Ich war momentan noch nicht bereit dazu, mit ihm zu sprechen. Jetzt wollte ich erst einmal selbst mit meinem Eingeständnis klar kommen … mit der Entdeckung, Cullen wirklich zu lieben. Das war nicht leicht … und es hatte so lange gedauert, es herauszufinden … &lt;br /&gt;Plötzlich klingelte es an der Tür und ich seufzte genervt. Langsam und mit dem Gedanken, dass es wahrscheinlich Jacob war, der etwas vergessen hatte, rappelte ich mich auf und wischte mir mit Cullens Hemd die Tränen von den Wangen. Barfuß tapste ich zu meiner Zimmertür und schloss auf, ehe ich in Richtung Flur lief. Mühevoll schlängelte ich mich durch tausende von Umzugskartons und andere unwichtige Dinge, die Jake im Flur hatte liegen lassen.&lt;br /&gt;Es klingelte wieder. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ja ja», seufzte ich. «Komme ...» Meine Stimme klang kratzig und mein Kopf pochte noch immer unnachgiebig. &lt;br /&gt;Mit einem weiteren Seufzer öffnete ich schließlich und hob den Blick, nur um zu erstarren. &lt;br /&gt;Er stand vor mir … in all seiner Pracht. Schnell rieb ich mir über die Augen, um sicherzugehen, dass ich nicht tagträumte. &lt;br /&gt;Sein Haar war wie immer chaotisch, seine grünen Augen wirkten träge und müde, genau wie die meinen … es sah aus, als hätte er ebenfalls nicht viel geschlafen. &lt;br /&gt;Er hatte die Lippen zu einem leichten Lächeln verzogen und in seinen Händen hielt er etwas, was mich aber gerade nicht interessierte …. ich musste mir sein Gesicht ansehen … und konnte meine Augen auch nicht von ihm nehmen.&lt;br /&gt;«Ich dachte ...», flüsterte ich brüchig. Mein Herz schlug viel zu schnell und ich musste mich an der Türklinke festhalten, um auf meinen wackligen Beinen nicht umzukippen. «Ich dachte du wärst schon weg ...» &lt;br /&gt;«Ja», erwiderte er leise. «Ich fahre auch gleich … die Limousine wartet unten, um mich zum Flughafen zu bringen ...» &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine Worte, obwohl ich wusste, dass er heute fahren würde, versetzten mir wieder einen Stich.&lt;br /&gt;Irgendwie war es doch immer so, dass man einen kleinen Funken Hoffnung übrig hatte … auch wann man diesem Funken verbat, zu einer Flamme zu werden und zu wachsen, es war meistens so, dass man nichts dagegen tun konnte, dass der Funke immer wieder auf flackerte. Mein Funke Hoffnung, dass er vielleicht doch hier bleiben würde, dass er es sich anders überlegt hatte, war soeben erloschen.&lt;br /&gt;Er würde gehen. &lt;br /&gt;Ich schluckte schwer und schloss für einen Moment meine Augen. Dann spürte ich seine weiche, warme Hand an meiner Wange und schmiegte mich beinahe augenblicklich in die Berührung.&lt;br /&gt;Sein Duft strömte mir in die Nase, wodurch ich einmal tief einatmete. &lt;br /&gt;Sein Daumen strich hauchzart über meine Unterlippe, als meine Augen sich öffneten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Hey», flüsterte er, «Du hast es versprochen … du wolltest es versuchen.» Ich nickte leicht.&lt;br /&gt;«Ja, das werde ich ...» Ein wenig wandte ich den Kopf nach links und drückte ihm einen Kuss auf die Handfläche. Wieder sog ich seinen Geruch dabei tief ein. Er roch wie immer … unbeschreiblich … sein Parfum, vermischt mit seinem eigenen Geruch und einem Hauch von Nikotin. &lt;br /&gt;Viel zu schnell ließ er von mir ab und seine Augen richteten sich auf das Etwas in seiner anderen Hand. Ich folgte seinem Blick und entdeckte einen kleinen, weißen Karton, den er mir nun reichte. &lt;br /&gt;Wortlos nahm ich ihn entgegen. Ich wollte gar nicht wissen, was es war und ich wollte nicht wissen, ob der Inhalt schmerzen würde. &lt;br /&gt;Ich drehte mich um und legte den Karton auf die Kommode im Flur, ehe ich meine Aufmerksamkeit wieder ihm zu wandte. Meine Augen auf die seinen richtete. &lt;br /&gt;«Kommst du wieder?», wollte ich gehaucht wissen. Ich lehnte mich seitlich an den Türrahmen und verschränkte die Arme vor der Brust. «Seh ich dich wieder, Edward?»&lt;br /&gt;Er fuhr sich durch das Haar und zog für einen Moment die Brauen zusammen. Seine Augen schlossen sich fest und immer wieder atmete er betont ruhig ein und aus. &lt;br /&gt;Wenn ich wenigstens die Gewissheit hätte, dass ich ihn wieder sehen würde. Wenn ich mir sicher sein könnte, dass es vielleicht ein Morgen für uns gab, wenn es heute schon nicht funktionierte … &lt;br /&gt;Als er seine Lider wieder öffnete, versuchte er sich abermals an einem Lächeln. Er kam einen Schritt näher und neigte sein Gesicht dem meinen zu. Ohne eine einzige Sekunde zu zögern, schloss ich meine Augen.&lt;br /&gt;Mein Atem beschleunigte sich mit jedem Zentimeter, den er sich mir näherte und meine Lippen öffneten sich. Ich konnte ihn förmlich auf der Zunge schmecken … &lt;br /&gt;Als seine Lippen meinen Mundwinkel berührten, konnte ich die Tränen, die sich erneut ihren Weg bahnten, nicht aufhalten. Sie liefen über meine Wangen und meine Hände krallten sich in das Hemd, welches ich von ihm trug. &lt;br /&gt;Sein Mund wanderte etwas weiter in die Mitte, bis ich seine Lippen direkt auf meinen spürte. Ich konnte mich nicht bewegen, keinen Millimeter, konnte den Kuss nicht erwidern, zu gelähmt war ich von all den Gefühlen in mir. &lt;br /&gt;Er küsste mich zweimal sanft, ehe er sich wieder entfernte. Ich hielt die Augen geschlossen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Es tut mir leid», meinte er dann. «Es tut mir leid, dass ich nicht das sein konnte … was du brauchst …» &lt;br /&gt;Ich hörte ihn atmen und weigerte mich noch immer strikt, meine Lider zu öffnen. Der Moment, dieser banale Augenblick, durfte nicht zu Ende gehen. &lt;br /&gt;Das Nächste was ich hörte, waren seine Fußschritte. Er ging. &lt;br /&gt;«Edward!», rief ich ihm nach und öffnete meine Augen nun. Er war stehen geblieben, hatte sich allerdings nicht zu mir umgedreht. &lt;br /&gt;«Ich bin hier … du weißt, ich bin hier ...», flüsterte ich. Seine Schultern sackten in sich zusammen, ehe er seinen Weg nach unten fortsetzte. &lt;br /&gt;Sobald er aus meinem Blickfeld verschwand, schloss ich die Türe hinter mir und ließ es zu, dass mein Körper daran hinab glitt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann weinte ich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Vibrieren meines Handys auf dem Nachtisch riss mich aus meiner Starre. Es musste irgendwas am Vormittag sein, denn mir kam es wie Stunden vor, seit die Sonne aufgegangen war. &lt;br /&gt;Nachdem Cullen gegangen war, hatte ich geschlagene vier Stunden damit verbracht, die weiße Box anzustarren. Ich hatte nicht hinein gesehen, zu groß war die Angst, dass es meine eben versiegten Tränen erneut heraufbeschwor. Ich beschloss, dass es Zeit war, mich ins Bett zu legen und die Entscheidung - oder eher die Blockade- die Schachtel aufzumachen einfach, hinauszuzögern. Zögern... das war etwas in dem ich gut war... vielleicht, wenn ich Cullen schon vor einigen Monaten gesagt hätte, wie ich empfand oder was genau, hätte er die Zeit gehabt, an sich zu arbeiten.&lt;br /&gt;Ich seufzte tief. Cullen. Er war weg. Es war noch nicht einmal vierundzwanzig Stunden her, dass er die Stadt verlassen hatte  und mir kam es trostlos vor. Ich war nach der Starren-wir-die-Schachtel-an-Aktion zusammen gerollt irgendwann eingeschlafen. Ich hatte beobachtet, wie der Tag sich in die Dämmerung und schließlich in die Nacht wandelte und konnte nichts dagegen tun. Kurz nach Mitternacht hatte ich das letzte Mal auf die Uhr gesehen und rechnete blitzschnell nach, dass Cullen nun weg war. Dass er... Wie auch immer. &lt;br /&gt;Ich schloss meine brennenden Augen und schluckte schwer. Ich musste mich jetzt zusammenreißen. Ich hatte es ihm versprochen. So fest versprochen. Also würde ich das auch tun. Das war die letzte Nacht, in der ich so viele Stunden wach gelegen hatte, wegen dieser Sache. Das nahm ich mir fest vor. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Müde und erschlagen streckte ich meine Hand nach meinem Handy aus. Nach einem kurzen Blick sah ich, dass es Rose war und schnell hob ich ab.&lt;br /&gt;«Hey...», murmelte ich und rieb mir mit meiner freien Hand über die brennenden Augen. Die wenigen Stunden - es kam mir vor wie Minuten- die ich sie heute Nacht geschlossen hatte, kamen mir viel viel viel zu kurz vor. Ich war mir sicher, dass ich schon wieder mehr als ein paar Stunden an meine Zimmerdecke starrte.&lt;br /&gt;«Honey.....Wie geht es dir?», fragte sie leise nach und ihre Stimme sendete automatisch ein Gefühl von Geborgenheit durch meine Seele. Danke Rose. Danke.&lt;br /&gt;Langsam setzte ich mich auf, meine Glieder waren unglaublich steif und ich streckte mich leicht. «Ich weiß es nicht, Rose», murmelte ich, denn ich hatte wirklich keine Ahnung, wie es mir ging. &lt;br /&gt;Rose seufzte am anderen Ende der Leitung und im Flur hörte ich wieder lautes Rappeln … wahrscheinlich war Jake vorhin wieder gekommen und mistete weiter seine Sachen aus. &lt;br /&gt;«Bist du zu Hause?», wollte sie nun wissen. &lt;br /&gt;«Ja, warum fragst du?» So sehr ich es auch zu schätzen wusste, dass sie für mich da war … ich brauchte noch Zeit alleine. Es war schon ein großer Schritt, dass ich überhaupt ans Handy ging. &lt;br /&gt;«Ich bin gerade bei Emmett … wenn du willst, kann ich vorbei kommen.» Seit Rose ebenfalls hier in Manhattan lebte, war sie eigentlich jeden Tag mit Emmett unterwegs. Was ich auch nicht schlimm fand, immerhin liebten die beiden sich. Ich schloss die Augen und atmete zittrig durch, ehe ich mich langsam erhob. &lt;br /&gt;«Schon in Ordnung, ich komm klar», meinte ich mit leicht brüchiger Stimme und ging zu meinem Kleiderschrank. Ich wusste, dass Rose unmöglich von den Ereignissen der letzten Nacht Bescheid wissen konnte. Cullen war niemand, der ihr das erzählt hätte. Aber trotzdem war ich mir sicher, dass sie nur erahnen konnte, wie schwer es mir fiel, dass er überhaupt aus der Stadt verschwunden war. &lt;br /&gt;Wann immer ich mit Rose über das Thema Malvin sprach, durchschaute sie mich. Sie bemerkte immer, dass meine Gefühle für ihn nicht genug waren. Nicht ausreichten.&lt;br /&gt;Mit einem Seufzen nahm ich mir frische Kleidung aus dem Schrank. Eine Jeans und einen dünnen, weißen Kapuzenpullover. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Sicher?», fragte sie mich nun besorgt. &lt;br /&gt;«Ja Rose … schon okay, ich komm klar», seufzte ich. «Zur Not ist Jake ja hier ...» &lt;br /&gt;«Aber du weißt, wenn was ist ...»&lt;br /&gt;«...bist du die Erste, die ich anrufe … oder Tanya», vollendete ich ihren Satz und ging in Richtung Türe. &lt;br /&gt;«Genau ...»&lt;br /&gt;«Ich geh jetzt duschen und meld mich später nochmal, ja?», murmelte ich in den Hörer. &lt;br /&gt;«Ja», gab Rose von sich. «Bis nachher, meine Hübsche.» Ich legte auf und schmiss mein Handy, ohne auf das Display zu sehen, auf meinen Schreibtisch. &lt;br /&gt;Hätte ich Rose von der ganzen Sache erzählen sollen? Vielleicht ein anderes Mal … ich war einfach nicht bereit dazu, es schon jetzt mit jemand Drittem zu teilen. Und WENN ich es tun würde, dann war Malvin der erste, dem ich es erzählen würde. Er hatte das Recht darauf, die Wahrheit zu erfahren … außerdem hatte ich es Edward versprochen … &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit trägen Schritten verließ ich mein Zimmer und begegnete im Flur meinem – noch – Mitbewohner. &lt;br /&gt;«Hey Bells!», meinte er, als er mich erblickte. Jake kniete gerade über einem Karton, welchen er zuklebte. &lt;br /&gt;«Hey», murmelte ich und wandte den Blick ab. Ich hatte keine Lust, dass er meine geschwollenen Augen sah und mich fragte, ob alles in Ordnung sei. Ich hasste es, wenn das jemand tat … dann ging es mir meistens nur noch schlechter.  Ich ging weiter Richtung Badezimmer. &lt;br /&gt;«Und wie war es bei Tanya?», wollte ich im Gehen wissen. &lt;br /&gt;«Gut … ich werde heute noch die Kleinigkeiten hier zusammenpacken und dann bin ich endgültig weg.» Und dann bin ich endgültig weg ...&lt;br /&gt;«Ähm ja... lass mich noch kurz duschen, dann helfe ich dir, okay?», rief ich noch und verschwand im Bad.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine schnelle Dusche, Zähne putzen und Haare föhnen später, stand ich im Wohnzimmer und sah mich um. Gott, irgendwie war das alles komisch. Klar, die Möbel waren noch hier, das waren auch meine, aber irgendwie... hier und da ein Fach ganz leer, viele Kisten und nicht nur das Chaos machte mich gerade fertig. Das Flair dieser WG-Wohnung, Das Flair der kompletten WG-Jake-Bella-Zeit war verloren. Aber gut, so war es eben. Wir waren mit dem Studium fertig, hatten alle bestanden und jetzt hieß es, einen Job finden. Einen - am besten - gut bezahlten Job. &lt;br /&gt;«Was kann ich tun, Jake?», rief ich laut und nach einem Stoß, der klang als hätte er sich an seinem Bett angeschlagen und nach einem lauten, ziemlich unchristlichen Fluch, sagte er mir, dass ich noch seine Cocktailsachen aus der Bar im Wohnzimmer komplett in die Kiste, die davor stand einpacken sollte. Ich murmelte nur zustimmend, was er eh nicht hören konnte und sah mich um. Dort hinten stand sie. Ich seufzte tief, holte Luft und zwang mich, mich zusammenzureißen. Es ging ja nicht ewig so weiter, dass ich mich in meiner Traumwelt oder in diesem komischen Trancezustand befand. Ich hatte es Cullen versprochen, rief ich mir immer wieder wie ein inneres Mantra ins Gedächtnis. Es war komisch und total abgefahren, dass mich das beruhigte und mir irgendwie half. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Himmel Jake, wie viele fucking Cocktailbücher hast du eigentlich?», rief ich laut und registrierte erst als ich sein Lachen neben mir vernahm, dass er mittlerweile ebenfalls hier im Wohnzimmer war. &lt;br /&gt;«Na ja... man braucht eben verschiedene Sachen. Und tu jetzt nicht so, Isabella Swan, als hätten dir unsere Cocktailabende nicht gefallen.»&lt;br /&gt;«Ich war dein Versuchskaninchen, um herauszufinden, ob das Zeug auch schmecken würde», murmelte ich und Jakes Hand zerzauste mir mein Haar.&lt;br /&gt;«Aber hey, du warst ein fantastisches Versuchsobjekt», grinste er mich an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fuhr damit fort, sein Zeug in die Kiste zu packen, während Jake einen weiteren Karton zuklebte. &lt;br /&gt;Wenn ich ehrlich war, gefiel es mir absolut nicht, dass das College zu Ende war, dass wir nun alle getrennte Wege gingen. Ich meine gut, Jake und ich würden sicherlich noch weiterhin befreundet sein, schon allein durch Tanya, aber trotzdem war plötzlich alles so ernst. &lt;br /&gt;Neue Appartements, neue Jobs … Malvin hatte mir einen kleinen Job im Four Seasons angeboten. Er meinte, es wäre kein Problem für ihn mir was Kleines in der Marketingabteilung zu verschaffen, aber vorher müsste ich Wohl oder Übel seinen Dad kennen lernen.&lt;br /&gt;Jedenfalls hatte ich gesagt, dass ich zuerst darüber nachdenken müsse. Ich wusste in diesem Moment wirklich nicht, wohin meine Zukunft mich treiben würde. Zu viele andere Dinge schwirrten mir durch den Kopf. &lt;br /&gt;Eine Dreiviertelstunde später, hatten wir den letzten Rest von Jakes Zeug zusammen gepackt und unten in den kleinen Transporter vor der Tür geladen.&lt;br /&gt;Jetzt hieß es Abschied nehmen … mal wieder. Zwar war es nicht für immer, aber irgendwie … tat es trotzdem weh. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«So, meine Kleine», grinste er mich an und fuhr sich durch das schwarze Haar. Ich seufzte tief. &lt;br /&gt;«Bist ja nicht aus der Welt.» Ein kleines Lächeln huschte über meine Lippen, aber es war so schnell verschwunden, wie es kam. ER war vielleicht nicht aus der Welt … aber … &lt;br /&gt;«Eben! Du wirst mich nicht so schnell los!», lachte er und ich rollte leicht die Augen. «Und jetzt komm her, meine Hübsche!» Mit einem Mal, zog er mich in eine Umarmung.&lt;br /&gt;Es war keine typische Umarmung, es war eine Jacob-Umarmung. Seine Wärme strömte zu mir hinüber und ich stellte mich auf die Zehenspitzen, vergrub mein Gesicht an seiner Halsbeuge. &lt;br /&gt;Sein Geruch beruhigte mich ein wenig, und als er mir sanft über den Rücken strich, entspannte ich mich etwas. &lt;br /&gt;«Wir sehen uns, Bells!», meinte er noch und küsste mich auf die Wange. &lt;br /&gt;«Ja, das tun wir», murmelte ich und löste mich sanft von ihm. Jake lächelte mich an und wollte gerade einsteigen, als ich ihn zurück hielt. &lt;br /&gt;«Jake?» Er drehte leicht den Kopf über die Schulter und blickte mich fragend an. &lt;br /&gt;«Danke für die schöne Zeit», murmelte ich dann. Irgendwie war ich seit gestern sensibler. Es war komisch … aber vor einiger Zeit hätte ich das niemals gesagt. Ich drückte meine Gefühle nicht gerne in Worten aus. &lt;br /&gt;Jacob lächelte mich strahlend an. «Ich danke DIR.» Damit stieg er in den Transporter, auf den Beifahrersitz und verschwand langsam aus meinem Blickfeld. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sah ihm hinterher und winkte, bis sie um die nächste Ecke gebogen waren. Klar, Tanya würde mich sicherlich spätestens morgen anrufen und sich darüber aufregen, dass nun haufenweise Männerkram in ihrer Frauenwohnung war, aber gut. Sie wollten es so. Ich lächelte leicht, als ich daran dachte und augenblicklich taten mir die Muskeln weh. Konnte man verlernen, wie man lachte? Konnte man verlernen, wie es war glücklich zu sein?&lt;br /&gt;Ich trat achtlos mit meinem Fuß den Türstopper aus der Haustüre und sah ihr zu bis sie zugefallen war. Na gut. Dann eben nicht. Irgendwie mit einem Die-Welt-kann-mich-schon-wieder-am-Arsch-lecken-Gefühl ging ich zu unserem - jetzt war es meinem - Briefkasten und holte die Post heraus. Drei von fünf Briefen waren Werbung und ich schmiss sie gleich in den Behälter für Altpapier neben den Kästen. Der andere war von meiner Mutter und Charles. Womöglich nochmal ein Gratulationsschreiben zum Abschluss und der fünfte... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich biss mir auf die Unterlippe und öffnete mit zittrigen Händen den Brief. Ich war so gespannt, dass ich nicht einmal nach oben in die Wohnung gehen konnte. &lt;br /&gt;Es war meine Handyrechnungen. Vom letzten Quartal. Ich kniff meine Augen zusammen und zog den Brief aus dem Umschlag, klappte ihn auf und öffnete ein Auge einen Spalt. Mein Gesicht verzog sich. OH Fuck.&lt;br /&gt;Meine Augen flogen über die vielen verschiedenen Handynummern … dieser Einzelverbindungsnachweis in meinen Händen war so was wie mein Todesurteil. &lt;br /&gt;Malvin … Malvin … Malvin … Jake …. Tanya … Jake …. Rosalie … Ashley … Jack … meine Eltern … Malvin … Malvin … Tanya …. Cullen. &lt;br /&gt;Ich schluckte schwer und ging langsam die Treppen hinauf, während ich den Zettel weiter begutachtete. &lt;br /&gt;Scheiße. Das ekelhafte Gefühl in mir nahm zu, als ich die Seite umblätterte, und noch mehr &lt;Cullen&gt; fand. Da die Rechnung sich über das letzte Quartal zog, hatte ich hier jeden Beweis dafür, dass ich nicht ohne ihn konnte.&lt;br /&gt;Wie oft hatte ich ihn angerufen? &lt;br /&gt;Und was noch wichtiger war … wie sollte ich das bezahlen? Ich hatte meinen Job im Club gekündigt, da ich jetzt mit dem Studium fertig war und einen festen Arbeitsplatz suchte. &lt;br /&gt;Scheiße … das war wirklich nicht günstig. Im Gegenteil, es war scheiß teuer.&lt;br /&gt;Vielleicht konnte ich bei ihnen anrufen und mit einem der Mitarbeiter eine Ratenzahlung vereinbaren?  Wo sollte ich sonst so schnell 382,50 $ auftreiben? &lt;br /&gt;Oben in meinem Apartment angekommen, schloss ich die Türe hinter mir und schnappte mir den weißen Telefonhörer.&lt;br /&gt;Schnell wählte ich die Nummer, die oben rechts klein auf dem Brief stand. &lt;br /&gt;Es klingelte nicht lange, ehe eine Frau abnahm  und ihre Begrüßung herunter ratterte. Ich nannte ihr meine Kundennummer. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Was kann ich für Sie tun, Miss Swan?», fragte sie mich, sobald sie meine Daten offenbar vor sich hatte. &lt;br /&gt;«Ehm … es geht um meine Handyrechnung vom letzten Quartal ...», begann ich und fuhr mir durch das Haar, während ich in Richtung Küche tigerte. &lt;br /&gt;«Jaa?», meinte sie.&lt;br /&gt;«Ich hab heute die Rechnung erhalten und wollte fragen, ob es möglich wäre, das in Raten zu bezahlen?» Ich hörte sie im PC rumtippen. Dann entstand eine kleine, ruhige Pause.&lt;br /&gt;«Miss Swan, Ihre Rechnung wurde vor zwei Tagen bezahlt … das hat sich wohl mit dem Tag, an dem der Brief versandt wurde überschnitten», erklärte sie. &lt;br /&gt;Ich stutzte, als ich mir gerade einen Kaffee aufsetzen wollte. Meine Rechnung war bezahlt? Aber das war unmöglich … ich hatte doch überhaupt nicht …. &lt;br /&gt;«Bezahlt?», fragte ich ungläubig. &lt;br /&gt;«Ja Miss Swan», erwiderte sie. «Von einem gewissen Mister Cullen.» Die Filtertüte glitt mir aus der Hand.&lt;br /&gt;«Mister Cullen...», wiederholte ich ihre Worte leise gemurmelt.&lt;br /&gt;«Ja, Miss Swan. Freuen Sie sich doch», sprach sie mir gut gelaunt in mein Ohr. Ich schluckte schwer. Freuen? Gott, ich war Millionenmeilen davon entfernt mich zu freuen.&lt;br /&gt;«Ja.. danke ... das tue ich. Vielen Dank.»&lt;br /&gt;«Einen schönen Tag noch, Miss Swan!», verabschiedete sich diese Berater-Frau und ich legte langsam das Telefon zur Seite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Cullen.&lt;br /&gt;Cullen hatte meine Handyrechnung bezahlt.. er hatte.. sie bezahlt. Ich wanderte zu meinem Küchentisch und ließ mich auf einem Stuhl nieder, zündete mir eine Zigarette aus dem herumliegenden Softpack an und stützte meinen Kopf in meine Hand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich konnte es nicht fassen. Er hatte den Scheiß bezahlt. Es war zwar mittlerweile Mitte Juni und Cullen und ich hatte eigentlich seit Anfang Mai keinen Kontakt mehr... also nicht wirklich, aber da die Rechnung für Januar, Februar und März war. Na gut... Das war dann wohl die Zeit, in der ich ihn ständig anrief und ihm sagte, er solle aufhören, mich zu umwerben.&lt;br /&gt;Mein Verstand konnte nicht begreifen, wieso er das getan hatte. Wieso er diese Rechnung bezahlt hatte. Und vor allem, wieso hatte er das nicht gesagt? Das war sehr, sehr untypisch für ihn. Sehr untypisch. Normalerweise rieb er mir öfter mal unter die Nase was er für mich getan hatte...  Cullen hat sich geändert, flüsterte Miss Unterbewusstsein und schniefte. &lt;br /&gt;Ich zog an meiner Zigarette und inhalierte tief den Rauch, ehe ich nach meinem Handy griff. Schnell öffnete ich eine neue Nachricht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das hättest du nicht tun müssen... Danke dafür.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;und schickte sie ab. An den Mann, der mein Leben war und gleichzeitig alles in mir abtötete, was es gab. &lt;br /&gt;Cullen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erneut zog ich an meiner Zigarette. &lt;br /&gt;Ich verstand einfach nicht, warum er das gemacht hatte. Vielleicht, weil er dachte, er sei mir das schuldig? Nach all den Malen, an denen er mich wieder und wieder &lt;belästigt&gt; und in meine Beziehung mit Malvin &lt;gepfuscht&gt; hatte und ich ihn anrief um zu sagen, dass er es sein lassen sollte … vielleicht war das seine Art, sich dafür zu entschuldigen?&lt;br /&gt;Meine Augen huschten wieder zu meinem Handy, doch das Display blieb unbewegt. Das helle Licht, das durch meine SMS angegangen war, erlosch langsam und ich hatte den dunklen Bildschirm vor mir. &lt;br /&gt;Er antwortete nicht. &lt;br /&gt;Ich rauchte zu Ende und stand dann langsam auf, ging zurück in mein Zimmer. Mein Blick fiel auf den kleinen Karton, welchen er mir gestern mitgebracht hatte.&lt;br /&gt;Noch immer hatte ich nicht hinein gesehen. Was konnte es sein? Zwar war ich neugierig, aber ich hatte so eine Angst vor dem Schmerz. Ich wollte keine Schmerzen erleiden … &lt;br /&gt;Langsam ging ich darauf zu und fuhr mit den Fingerspitzen über die feine, strahlend weiße Hülle … &lt;br /&gt;Vielleicht … nur ein Blick … ein kurzer Blick … &lt;br /&gt;Ich seufzte und wollte gerade den Deckel öffnen, da ich die brennende Neugier nicht mehr aushielt, als es an der Tür klingelte. &lt;br /&gt;Frustriert schob ich die Box unter mein Bett – immerhin hatte ich keine Ahnung, wer jetzt wieder vor der Tür stand – und atmete tief durch. Reiß dich zusammen, Bella!&lt;br /&gt;Musste ja nicht jeder mitbekommen, wie es mir ging. &lt;br /&gt;Betont langsam lief ich den Flur entlang, zu der hellen Haustüre und verfluchte im Stillen die Wohnung dafür, dass sie keinen Spion hatte. &lt;br /&gt;Mit einem weiteren Seufzer, öffnete ich die Türe und erstarrte augenblicklich, als ich meinen Gegenüber betrachtete. Immer wieder schnappte ich nach Luft und versuchte … versuchte zu verstehen, was DAS nun wieder war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Augen huschten von seinen grauen, alten Chucks, über die dunkle Jeanshose und das schwarze, eng anliegende T-Shirt, das er trug. Darüber hatte er eine braune, lockere Lederjacke angezogen.&lt;br /&gt;Seine vollen Lippen lächelten mich strahlend an und entblößten seine beiden strahlend weißen Zahnreihen. &lt;br /&gt;Seine Haut war viel, viel brauner, als ich sie in Erinnerung hatte und seinen braunen Augen strahlten wieder … nicht so wie damals, als er ging. Nein, sie strahlten richtig. &lt;br /&gt;Er fuhr sich mit der Hand durch seine dunklen, wirren Locken und ich schluckte hart. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Wieso zum Teufel gehst du nicht an dein Handy? Ich hab dich bestimmt 10 Mal angerufen!», begrüßte er mich. Seine Stimme jagte einen Schauer über meinen Rücken und mein Atem kam immer hektischer. &lt;br /&gt;«D … Dan?», flüsterte ich. Er lächelte noch breiter. &lt;br /&gt;«Ja, Bells, ich bin es...»&lt;br /&gt;Ich brauchte einen Moment um zu begreifen, dass er es wirklich war. Um es wirklich zu realisieren. «DAN!», schrie ich dann, als die Erkenntnis langsam in meinen Kopf sickerte und sprang ihn an.&lt;br /&gt;Lachend fing er mich auf und taumelte ein paar Schritte zurück. Ich umklammerte seine Hüften mit meinen Beinen und schlang meine Arme so fest es ging um seinen Nacken. &lt;br /&gt;Sein vertrauter Geruch durchströmte mich beinahe augenblicklich und ich atmete tief ein. Er roch nach … nach Dan. Nach Sommer, Sonne und Freiheit. &lt;br /&gt;Ich konnte es noch immer nicht glauben. Was tat er hier? &lt;br /&gt;Glücksgefühle durchfuhren mich. Niemals hätte ich gedacht, ihn wiederzusehen. Und vor nicht einmal zehn Minuten dachte ich noch, dass alles beschissen wäre.&lt;br /&gt;Wie ein Rettungsanker kam Dan … als wollte er mir den Schmerz nehmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Langsam, meine Kleine», gluckste er. &lt;br /&gt;«Ich kann nicht!», schrie ich aufgeregt und drückte mich fest an ihn. «Oh mein Gott, du bist zurück! Du bist W-I-R-K-L-I-CH zurück!!!» &lt;br /&gt;Dan lachte noch ein wenig mehr und genau wie früher, bildete sich sofort auch auf meinen Lippen ein breites Lächeln. Sein Lachen war ansteckend. &lt;br /&gt;Er ließ mich runter, aber ich dachte gar nicht daran, meine Finger von ihm zu nehmen. Also umklammerte ich seine Unterarme und musterte ihn aufgeregt.&lt;br /&gt;Meine Augen huschten über seine gesunde, braune Haut, seine strahlenden Augen, seine vollen Lippen … ich konnte es nicht glauben. Es war so … so weit weg. &lt;br /&gt;Er war der Letzte, mit dem ich gerechnet hätte. &lt;br /&gt;«Also was nun?», wollte er mit erhobener Braue wissen. «Lässt du mich rein, oder wie?» &lt;br /&gt;Ich schüttelte leicht den Kopf und lächelte ihn breit an … plötzlich war es mehr als einfach, die Mundwinkel nach oben zu ziehen. «Gott, ja … Scheiße, ja! Komm rein!», rief ich und zog ihn am Ärmel seiner Jacke in die Wohnung.&lt;br /&gt;Lachend folgte er mir. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Was machst du hier? Ich kann es kaum glauben … das ist ..», redete ich euphorisch drauf los und wandte ihm über die Schulter den Blick zu.&lt;br /&gt;Dan ließ sich von mir ins Wohnzimmer ziehen, während seine Augen durch das Apartment huschten. &lt;br /&gt;«Eins nach dem anderen», meinte er dann mit einem warmen Lächeln. Ich bugsierte ihn auf die Couch und setzte mich im Schneidersitz neben ihn. &lt;br /&gt;Meine Nervosität ließ mich zappeln und meine Hände im Schoß kneten. Gott, ich konnte es nicht glauben!&lt;br /&gt;Dan besah das Wohnzimmer und sein Blick blieb an der Wand uns gegenüber hängen. &lt;br /&gt;«Wer ist das?», wollte er mit einem Kopfnicken zu einem von Jacobs Fotos wissen. &lt;br /&gt;«Das ist Jake … er war mein neuer Mitbewohner und ist Tanyas fester Freund», erzählte ich. «Er ist heute ausgezogen ..»&lt;br /&gt;«Tanya hat einen festen Freund?», fragte er grinsend und sein Kopf ruckte wieder zu mir. &lt;br /&gt;«Ja!», nickte ich. «Jacob Black … sie sind jetzt fast ein Jahr zusammen...» &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dan nickte und winkelte eines seiner Beine seitlich an. &lt;br /&gt;«Also ...», murmelte er dann. «Hier hat sich ja gar nichts verändert.» Er hatte recht, wir hatten wirklich so gut wie nichts verändert. &lt;br /&gt;Die rote Couch stand noch dort, wo sie war, der Tisch, die Regale, einfach alles. Nur waren die Vitrinen nun ziemlich leer, weil Jake gegangen war. &lt;br /&gt;Das Einzige, was sich möglicherweise verändert hatte, war Dans altes Zimmer. Aber auch nicht gravierend. &lt;br /&gt;Dan fuhr sich über den Nacken und lächelte mich von unten herauf an. &lt;br /&gt;«Ja, wir haben kaum was verändert», seufzte ich. «Dan, ich ...» Ich schürzte die Lippen. «Hölle, was machst du hier?!» &lt;br /&gt;Er lachte ausgelassen und lehnte sich zurück. «Nun ja … das Jahr ist vorbei, ich hab mein Studium beendet und hier bin ich», seufzte er. &lt;br /&gt;Ich atmete laut aus und sprang von der Couch. Immer noch mit rasendem Herzen und total aus dem Häuschen, griff ich nach seinem Arm und zog ihn hinter mir her in die Küche.&lt;br /&gt;Er gluckste abermals und als wir im Nebenraum ankamen, zog er seine Jacke aus, um sie um eine der Stuhllehnen zu hängen. Ich bückte mich und griff nach der Filtertüte die mir zuvor auf den Boden gefallen war. &lt;br /&gt;«Ich will alles wissen!», sagte ich mit einem kurzen Blick über die Schulter. Dan saß jetzt am Küchentisch. «Alles, hörst du?» Er lachte und fuhr sich durch das chaotische Haar. &lt;br /&gt;Es war merkwürdig hier zu sein … mit ihm. Vertraut aber doch so fremd. &lt;br /&gt;Das letzte Mal, als wir uns sahen, war er am Ende mit der Welt gewesen. Er war gegangen, weil ich IHM nicht das geben konnte, was er von mir wollte. &lt;br /&gt;So wie Cullen es nun bei mir getan hatte. &lt;br /&gt;Ich schluckte hart und wandte den Blick wieder der Kaffeemaschine zu, um Wasser und Pulver hinein zu kippen. Erst jetzt konnte ich mir vage vorstellen, wie Dan sich damals gefühlt haben musste.&lt;br /&gt;Ob er wohl mittlerweile über mich hinweg war? Und wenn ja, bedeutete das, dass ich eines Tages auch über Cullen hinweg sein würde? &lt;br /&gt;Mit einem Seufzen drückte ich den kleinen Knopf der Maschine und drehte mich wieder zu Dan, lehnte mich an die Anrichte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Von Anfang an?», fragte er mich stirnrunzelnd. Ich nickte und nahm mir eine Zigarette aus meinem Softpack, um sie mir anzuzünden.&lt;br /&gt;«Puhh... also erst einmal... Italien war klasse. Ehrlich, es war fantastisch. Ich habe viele neue Leute kennen gelernt, das Studium ging besser, als ich anfangs dachte und ich habe schnell Anschluss gefunden. Es war wohl eine der besten Entscheidungen, die ich jemals getroffen habe», lächelte er mich an und lehnte sich zurück.&lt;br /&gt;«Wieso bist du dann zurück? Ich meine, Himmel ich freue mich wie ein Kind, aber ich versteh es nicht», grinste ich ihn an und strich mir fahrig eine Strähne aus der Stirn.&lt;br /&gt;«Na ja, ich liebe New York», sagte er.&lt;br /&gt;«Wieso bist du dann weg gegangen?», entfuhr es mir und ich biss mir hart auf die Lippe, senkte den Blick.&lt;br /&gt;«Das weißt du doch... es war einfach nötig. Wir haben eine Auszeit gebraucht», erwiderte er fest und ich hörte das Lächeln aus seiner Stimme. Meine Augen suchten seine und was ich darin las, war Aufrichtigkeit. Pure und ehrliche Aufrichtigkeit. Nichts mehr von Schuld, oder Schmerz, nur ehrliche Freude darüber wieder hier zu sein.&lt;br /&gt;«Ich wow... ich freu mich so!», lachte ich euphorisch und drehte mich um, um uns Kaffee einzuschenken. «Immer noch wie früher?», fragte ich über die Schulter nach.&lt;br /&gt;«Japp. Immer noch wie früher.»&lt;br /&gt;Ich ging mit den beiden gefüllten Tassen zurück an den Tisch und stellte eine vor ihm ab. Anschließend ließ ich mich auf einen Stuhl fallen und grinste ihn an. Er sah so gut aus... so glücklich.&lt;br /&gt;«Es ist auch schön, wieder hier zu sein», erwiderte er schließlich und kreuzte die Arme vor der Brust. «Und bei dir? Was gibt es bei dir?»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schluckte. Jaa … was gab es bei mir? Eine Menge, um ehrlich zu sein. Eine ganze Menge.&lt;br /&gt;Und ich konnte einfach nicht wirklich darüber sprechen. Es war … schwer. Und es tat wieder weh. Jetzt, da ich mich langsam mit dem Gedanken anfreundete, dass Dan tatsächlich hier war. Jetzt, da die Nervosität etwas abschwächte … waren der Schmerz und die Schuldgefühle gegenüber Malvin wieder präsent. &lt;br /&gt;«Das hat Zeit!», winkte ich also ab und drückte meine Kippe aus. «Bist du alleine zurückgekommen?», versuchte ich abzulenken.&lt;br /&gt;Dan hatte mich etwas misstrauisch beäugt, doch dann seufzte er schließlich und ein verträumtes Lächeln bildete ich auf seinen Zügen. Ich kannte dieses Lächeln.&lt;br /&gt;Hastig nahm ich einen Schluck Kaffee und zappelte unter dem Tisch mit den Beinen. &lt;br /&gt;«Nein, ich hab tatsächlich jemanden mitgebracht», meinte er schmunzelnd. Ich riss die Augen auf und wurde wieder nervös.&lt;br /&gt;«Hast du? Wen? Himmel, muss man dir alles aus der Nase ziehen?» Dan lachte laut und ausgelassen, ehe er einen Schluck Kaffee trank.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Sie heißt Lucia. Ich hab sie während meinem Studium kennen gelernt und was soll ich sagen … es hat gedauert, aber sie war geduldig.» Sein Finger fuhr über den Rand seiner Tasse und er blickte mich an. &lt;br /&gt;«Okkkay ..», erwiderte ich langgezogen. «Du hast dir also eine rassige Italienerin zugelegt?» Meine Braue schoss in die Höhe und ich lächelte ihn aufrichtig an. Denn ich freute mich wirklich. Freute mich, dass ER es wenigstens geschafft hatte, weiterzumachen. Nicht so wie ich, die es sich immer wieder vornahm und dann doch bei demselben Mann endete.&lt;br /&gt;«Wir haben uns am Anfang des letzten Jahres kennen gelernt...», begann er zu erzählen. «Haben uns angefreundet … sie hat mir sehr mit der Sprache geholfen und … nun ja, sie hat sich in mich verliebt. Es hat lange gedauert, bis ich mich auf sie eingelassen hab … aber wir sind jetzt seit vier Monaten zusammen … und ja, ich bin glücklich.» Er machte eine kurze Pause. «Sie hat sich dazu entschlossen, mit mir nach New York zu kommen und momentan wohnen wir noch in einem Hotel. Sie ist dort geblieben, weil ich dich zuerst alleine wiedersehen wollte.» Er lächelte ein wenig mehr. «Ich bin wirklich glücklich, Bella.»&lt;br /&gt;Meine Hand legte sich ganz von selbst auf seinen Unterarm und ich lächelte. «Das freut mich. Das freut mich wirklich, Dan.» &lt;br /&gt;In meinem Hals bildete sich abermals ein Kloß und ich wusste nicht mal, warum genau. Für einen Moment schloss ich die Augen und atmete tief durch. &lt;br /&gt;Dann spürte ich Dans warme Hand auf meiner und ein beruhigendes Gefühl schlich sich durch meinen Körper. Gott, ich hatte ihn vermisst. &lt;br /&gt;«Und jetzt erzähl mir, was bei dir los ist.» Ich öffnete die Augen und blickte in sein besorgtes Gesicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Was bei mir los ist?», fragte ich ruhig nach und sah ihm in die Augen.&lt;br /&gt;«Ich kenne dich... du warst immer meine beste Freundin und du wirst es bleiben. Ich kenne dich, also was ist los?» Er sah mich ernst an.&lt;br /&gt;«Ich hab einen festen Freund!», platze es aus mir heraus. Es war eine Weile ganz ruhig und Dans Gesicht verriet keinerlei Emotionen. Die Uhr tickte laut in meinen Ohren und es kam mir vor wie eine Ewigkeit, ehe er zu reden begann. «Einen Freund», murmelte er und fuhr sich durch das Haar. «Einen festen Freund.» Er trank einen weiteren Schluck Kaffee. «Du.»&lt;br /&gt;«Mhm...», murmelte ich zustimmend und abermals schloss ich kurz die Augen. Ich konnte seinem durchdringenden Blick nicht standhalten.&lt;br /&gt;«Ist er gut zu dir?», fragte er mich. What the fuck? Mein Kopf schnellte nach oben, da seine erste Frage war ob er gut zu mir war, und nicht WER er überhaupt war? Womöglich hatte er Angst, dass ich &lt;Cullen&gt; sagte. Ein Schmerz zuckte durch meine Brust. Ein unerträglicher Schmerz. Wieder spürte ich diesen verdammten Kloß im Hals und atmete zittrig durch.&lt;br /&gt;«Er ist gut .. er ist ZU gut zu mir», flüsterte ich&lt;br /&gt;Dan zog seine Brauen in die Höhe und trank langsam erneut einen Schluck Kaffee. Irgendwie war dieses Thema die Atombombe für unsere Stimmung gewesen. Damals.&lt;br /&gt;Nachdem er seine Tasse abgestellt hatte, beugte er sich vor und griff nach meiner Hand.&lt;br /&gt;«Bella, wenn man jemanden liebt, dann ist man NIE ZU gut.»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schluckte hart. «Nein Dan ... du verstehst nicht ... er .. ich hab das Gefühl, dass ich ihn nicht verdient hab.» Und das hatte ich wirklich. Malvin tat alles für mich, während ich an Edward Cullen hing wie eine Klette. Es nicht schaffte, mich von ihm loszumachen und Malvin so zu lieben, wie er es verdiente.&lt;br /&gt;«Du bist wunderbar Bells, du hast Fehler, aber du bist wunderbar. Wieso solltest du ihn nicht verdient haben? Wer ist er, wenn er es geschafft hat dich einzufangen?», fragte er vorsichtig nach. Es war erstaunlich, wie vertraut wir miteinander waren, obwohl wir uns so lange Zeit weder gesehen, noch gesprochen hatten.&lt;br /&gt;Wie sollte ich ihm das erklären? Malvin war der Geduldige, derjenige, der mich auffing, wenn es mir schlecht ging. Aber mein Herz gehörte Cullen. ER hatte mir gezeigt, wie man liebt. Erst durch ihn hatte ich verstanden, dass ich Gefühle hatte. Wenn er nicht gewesen wäre ... &lt;br /&gt;«Hast du schon mal das Gefühl gehabt, jemanden auszunutzen, aber es trotzdem nicht übers Herz gebracht, ihn gehen zu lassen?», murmelte ich ohne ihn anzusehen.&lt;br /&gt;«Nein.. das Gefühl kenne ich nicht», erwiderte er nachdenklich «Aber ich kenne die Seite, welche man betritt wenn man weiß, dass man alles für einen Menschen tun würde und er es einfach nicht zu schätzen weiß», erklärte er ruhig und nur das leichte Zittern seiner Stimme verriet mir, worüber genau er sprach. Bei uns war es damals auch so gewesen. Irgendwie war Malvin nun in der Postion, in der Dan auch einmal gesteckt hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieso war das so? Wieso stieß ich jeden von mir, der mich wirklich lieben konnte und hing an jemandem, der es offensichtlich NICHT konnte? Lag das in der Natur des Menschen? Immer denjenigen zu wählen, der einen nicht halten und trösten konnte? Sein Herz immer an jemanden zu verschenken, der es nicht verstand, damit umzugehen? &lt;br /&gt;«Dan, was damals passiert ist», flüsterte ich und sah ihm in die Augen. «Es tut mir alles so leid.»&lt;br /&gt;«Hey Kleines, mach dir keine Gedanken. Es tat weh, aber es ist okay...», murmelte er und ich ließ mich von seiner Stimme in den seidigen Kokon des Zufriedenseins hüllen. Denn das war er. Er strahlte es aus. Er vermittelte es mit seinen Worten. Daniel Anderson war zufrieden.&lt;br /&gt;«Wie heißt denn dein Freund? Nicht Edward Cullen, oder?» Damit sprach er das aus, was ich am meisten befürchtete. Natürlich hätte ich gerne ja gesagt. Aber das wäre eine Lüge und völliger Schwachsinn.&lt;br /&gt;Ich zuckte leicht zusammen und schüttelte den Kopf. «Nein ... nicht Edward Cullen.» Ich schluckte «Malvin. Malvin Simmens.»&lt;br /&gt;«Oh ... Gott sei Dank», seufzte Dan. «Ich dachte schon, du wärst jetzt völlig übergeschnappt.»&lt;br /&gt;Ich lächelte leicht, ehe mich Dan, der scharf die Luft einzog aufschrecken ließ. &lt;br /&gt;«Moment mal... Malvin Simmens», überlegte er «Ist das nicht …?» Er ließ den Satz in der Luft hängen. Ich seufzte leise, denn mir war nicht bewusst gewesen, wie viele Leute Malvin eigentlich wirklich kannten.&lt;br /&gt;«Ja … der Sohn es Geschäftsführers vom Four Seasons ...», beantwortete ich seine Frage und griff nach meinem Handy, um es in meiner Hand hin und her zu drehen.&lt;br /&gt;Immer noch nichts. Keine verfluchte Antwort von Cullen auf meine Nachricht an ihn.&lt;br /&gt;«Ahh... ja ich wusste, dass er in New York lebt, aber nicht, dass du ihn kennst», lächelte er mich aufrichtig an und mein Herz schlug eine Millisekunde schneller, als ich auf mein Telefon schielte und sah, dass das Display leuchtete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Augen flogen über den Bildschirm und mein Herz pumpte so schnell, dass ich mir beinahe sicher war, dass Dan es hören konnte. &lt;br /&gt;Doch als ich den Grund für das Aufleuchten erkannte, sackten meine Schultern in sich zusammen. Akku leer. &lt;br /&gt;Ich seufzte niedergeschlagen und fuhr mir durch das Haar. &lt;br /&gt;«Wie habt ihr euch kennen gelernt?», fragte er mich nun mit einem skeptischen Blick von meinem Gesicht zu meinem Handy und zurück. &lt;br /&gt;«Malvin hat bei Rose studiert», erzählte ich. &lt;br /&gt;Dan lächelte mich amüsiert an. «Was es aber nicht erklärt? Sie hat euch vorgestellt? Oder hast du zu Rose an die Uni gewechselt?», grinste er mich an und seine Stimme war von Sarkasmus durchzogen. Ich lächelte leicht, als ich daran zurück dachte. Das Blind Date. Es war schön gewesen. Heiß. Sehr heiß und unterhaltsam... bis Cullen aufgetaucht war.&lt;br /&gt;Danach war es nicht nur ein knisterndes Feuer, sondern eine Explosion gewesen. Alles was mit Cullen zu tun hatte, war von Leidenschaft durchzogen und kam einer Explosion gleich. Jedes Gefühl, das er in mir auslöste, war zehnmal extremer, als bei jedem anderen. &lt;br /&gt;«Rose hat ein Blind Date arrangiert ...», murmelte ich und trank meinen Kaffee leer. «Sie wollte mich aufmuntern, weil es mir nicht so gut ging … das war vor einem Jahr...»&lt;br /&gt;«Also», meinte Dan. «Seid ihr schon seit einem Jahr zusammen?» Er wirkte ziemlich überrascht. &lt;br /&gt;«Nein nicht wirklich … wir kennen uns seit einem Jahr, aber zusammen gekommen sind wir letztes Jahr gegen Ende August, Anfang September ...»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Stopp mal», hob Dan die Hände. «Du bist eine Frau und weißt das genaue Datum nicht?», lachte er. Ob er mich an-oder auslachte, konnte ich nicht sagen, aber so wie ich ihn kannte, wohl eher aus. &lt;br /&gt;«Ich bin halt nicht wie die anderen», murmelte ich augenrollend und machte mir abermals eine Zigarette an. Himmel, so was musste man sich doch nicht zwangsläufig merken, oder? Ich schloss die Augen, als ich an der Kippe zog. Der Rauch strömte in meinen Mund und tief in meine Lungen, ehe ich ihn langsam wieder ausstieß. MUSSTE man sich so was merken? &lt;br /&gt;Das mit Cullen und dir, das hat am 11.05.2009 angefangen, erinnerst du dich? Da wart ihr das erste Mal aus, flüsterte das verräterische Stimmchen in meinem Kopf mir zu.&lt;br /&gt;«Ich weiß, du bist nicht wie alle anderen», murmelte Dan und trank nochmal von seinem Kaffee.&lt;br /&gt;«Als wärst du wie alle anderen», grinste ich ihn an und zog an meiner Zigarette.&lt;br /&gt;«Na … wir haben uns schon immer irgendwie von der Masse abgehoben, oder?», seufzte er mit einem leichten Lächeln. Das stimmte. Dass ich anders als der Rest war, war klar, aber auch Dan war so. Er hatte nie zu einer bestimmten Gruppe oder sonst was gehört. Er war immer einfach nur … Dan. Einfach nur er. &lt;br /&gt;Das laute Klingeln seines Handys ließ uns beide zusammenfahren und er zog es sich aus der Hosentasche. Als er auf das Display sah, lächelte er leicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Hey Baby», nahm er dann ab.&lt;br /&gt;Ich zog eine Braue in die Höhe und lächelte ihn an. Dan sah total verträumt aus und das Lächeln, das seine Lippen umspielte, ließ einen neidisch werden.&lt;br /&gt;«Ja Baby, können wir machen», antwortete er. Eine kleine Pause entstand, in der er seine Finger immer wieder über den Rand der Tasse gleiten ließ. «Mhmh», machte er dann. «Okay .. gut … dann in einer halben Stunde, ja?» &lt;br /&gt;Sie sagte wohl noch etwas, das ihn lächeln ließ und dann legte er auf. &lt;br /&gt;«Also, ich würde die Person ja zu gerne mal kennen lernen, die dich SO lächeln lässt», zwinkerte ich ihm zu und Dan lachte, ehe er sich durch sein Haar fuhr. &lt;br /&gt;«Und ich würde den Mann gerne kennen lernen, der DICH zur Monogamie gebracht hat.» Ich rollte die Augen und schüttelte den Kopf. &lt;br /&gt;«Hey, wie wäre es, wenn wir uns die Woche mal alle zusammen treffen?», fragte er mich nun mit strahlenden Augen. Ich überlegte kurz. &lt;br /&gt;Da mir noch ein Gespräch mit Malvin bevorstand, das wohl nicht sehr angenehm werden würde, wusste ich nicht ... ob … Ich schluckte schwer. Wenn er jetzt auch noch aus meinem Leben verschwinden würde … &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Uhm … ich meld mich dann, ja?», meinte ich und Dan stand auf, um sich dann seine Jacke wieder anzuziehen. &lt;br /&gt;«Okay, aber vergiss es nicht!» Gespielt streng sah er mich an und ich musste leicht glucksen. Schnell drückte ich meine Kippe aus und erhob mich dann ebenfalls. &lt;br /&gt;«Wie könnte ich?», grinste ich, während wir in Richtung Haustür liefen. &lt;br /&gt;«Also ich ruf dich dann an.» &lt;br /&gt;«In Ordnung.» Er lächelte leicht und streckte seine Hand aus. Meine Lider schlossen sich, als er mir durch das Haar strich, wie er es früher immer getan hatte. &lt;br /&gt;«Es war schön dich wiederzusehen, Bells. Wirklich», sagte er aufrichtig und ließ dann wieder von mir ab. &lt;br /&gt;«Ja, das finde ich auch», flüsterte ich leise und bei dem Gedanken, dass ich gleich alleine hier sein würde, schnürte sich mir die Kehle zu. &lt;br /&gt;«Wir sehen uns.» Er hauchte mir einen Kuss auf die Wange und öffnete dann die Türe, um schnell die Treppen hinab zu spurten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seufzend sah ich mich in meinem Zimmer um. &lt;br /&gt;Gerade hatte ich es aufgeräumt – jede Ablenkung war mir recht. Jede Ablenkung von der Tatsache, dass es kein &lt;Cullen und Isabella&gt; mehr gab und jede Ablenkung davon, dass ich mit Malvin sprechen musste.&lt;br /&gt;Natürlich könnte ich es ihm auch einfach verschweigen. Ja, das könnte ich, aber das wäre feige. Ehrlich gesagt erwartete ich auch gar nicht, dass er mir verzieh. Ich rechnete mit dem Schlimmsten; dass er Schluss machen würde.&lt;br /&gt;Trotz der Tatsache, dass ich nur ein paar kleine Gefühle für ihn hatte, die von den Gefühlen zu Edward vollkommen überschattet wurden, brauchte ich ihn. Malvin machte irgendwie alles besser, ich fühlte mich beschützt und verstanden in seinen Armen. Natürlich, klar, ich hatte Freunde. Freunde, die mir immer unter die Arme greifen würden. Mir immer zur Seite stehen würden. Aber mit Malvin … mit ihm war es einfacher. &lt;br /&gt;Ich brauchte ihn. Und ich wollte ihn nicht belügen. Ich wusste, dass er mich liebte … das tat er wirklich, ich sah es in jedem seiner Blicke, hörte das Gefühl aus seiner Stimme, wenn er es aussprach. Und wenn ich ihm schon diese Liebe nicht zurückgeben konnte … noch nicht … dann wenigstens Ehrlichkeit, oder? Er hatte es verdient. &lt;br /&gt;Mit einem weiteren, leisen Seufzen sah ich auf die Uhr … 11:08. Nachdem Dan gestern gegangen war, hatte ich mich etwas auf die Couch gelegt, drei Stunden geschlafen und war dann letzte Nacht wieder wach geblieben.&lt;br /&gt;Der Schlaf wollte mich nicht einholen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Na gut, immerhin hatte diese Ich-muss-alles-verdrängen-und-schlafen-ist-beschissen-Phase auch etwas Gutes. Ich hatte meinen Schrank ausgemistet, meinen Papierkram sortiert und ein wenig nach Wohnungen und Stellenanzeigen im Internet nachgesehen. Irgendwann oder irgendwie musste ich es ja wieder in Angriff nehmen. &lt;br /&gt;Ab und zu, wenn ich einen Blick auf mein Handy warf, überschattete mich das schlechte Gewissen wegen Malvin Simmens und direkt danach ein Gefühl von Traurigkeit und Leere, wegen Edward Cullen.&lt;br /&gt;Gott, war das alles verfahren. Normal, war etwas anderes. Ich überlegte jetzt seit geschlagenen 20 Minuten was ich Malvin schreiben könnte, er hatte 6 mal angerufen und doppelt so viele SMS geschickt. Natürlich, er wusste ja nicht was los war. Da nun mein Handy seit heute Nacht um drei Uhr vierundzwanzig still war, saß ich jetzt davor und überlegte.&lt;br /&gt;Ich musste es ihm sagen, sprach der Engel. Der Teufel antwortete darauf, dass er sich mit Sicherheit von mir trennen würde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Okay ... Ruhe bewahren. Zum zirka fünfhundertsten Mal, nahm ich mein Handy in die Hand und fing neu an zu tippen.&lt;br /&gt;Meine Finger zitterten und wurden schweißnass. Was schrieb man in solchen Situationen? Eines war klar ; Ich MUSSTE es ihm sagen. Aber wie? Ich konnte ihm doch nicht in die SMS schreiben : Ich habe dich betrogen.&lt;br /&gt;Immerhin wartete Malvin schon seit Tagen darauf, dass ich mich meldete … wahrscheinlich war er wütend, dass ich ihn so ignoriert hatte … &lt;br /&gt;Jedenfalls musste ich persönlich mit ihm darüber reden, das war klar. Irgendwie machte es mir ein wenig Mut, zu wissen, dass ich all meine Freunde hier hatte. Dass sie alle da waren, und mich im schlimmsten Fall auffangen würden. Und Cullen … ich rief mir seine Worte ins Gedächtnis. Dachte daran, wie eindringlich er mich gebeten hatte, unsere Zeit endlich ruhen zu lassen und mit Malvin weiterzumachen. &lt;br /&gt;Mit einen kräftigen Schlucken tippte ich schließlich die SMS ab. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kannst du vorbei kommen? Ich muss mit dir reden … &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiteres Mal atmete ich tief durch, drückte auf &lt;Senden&gt; und schloss die Augen, als ich den mittigen Knopf für das Okay betätigte. &lt;br /&gt;Die Mail war weg. Jetzt gab es kein Zurück mehr.&lt;br /&gt;Vielleicht … wenn ich das mit Malvin geklärt hatte, vielleicht würde mein Leben sich dann nach und nach von alleine wieder ordnen. Ich brauchte einen Job, ich brauchte eine neue Wohnung … und ich brauchte Malvin.&lt;br /&gt;Hoffentlich würde er mir das verzeihen. Hoffentlich. &lt;br /&gt;Ich legte mein Handy beiseite und wartete angespannt auf die Antwort, starrte es ununterbrochen an und machte mir eine Kippe an. &lt;br /&gt;Es kam mir vor wie Stunden, ehe die Antwort kam. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bin in zehn Minuten da. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine Antwort war kurz und knapp und Himmel, was hatte ich auch erwartet? Dass er schrieb «Natürlich Schatz, ich bin gleich da und tu alles für dich?» Verflucht, Malvin war nicht dumm... der einzige Mensch, der hier nicht ganz dicht war, war ich. Immer hatte ich ihn mit Cullen beschissen. Beschissen und betrogen. Lügen sollte auf meiner Liste nicht auch noch dazu kommen. Nervös zog ich an meiner Zigarette und meine Augen verließen nicht eine Sekunde die Uhr rechts unten in dem Bildschirm meines Notebooks. Wann hatte er noch einmal geschrieben? Hektisch suchte ich seine Nachricht in meinem Handy raus und stellte fest, dass seitdem erst eine Minute vergangen war. Ich spürte mein Herz fest und unnatürlich schnell in meiner Brust schlagen und das Blut rauschte in meinen Ohren. &lt;br /&gt;Ich hielt es auf meinem Stuhl nicht mehr aus und stand auf, um in meinem Zimmer auf und ab zu tigern. Gott. Was sollte ich nur sagen? Wie sollte ich es nur sagen? Als ich mir Malvins enttäuschtes Gesicht - das zwangsläufig kommen würde - vor mein inneres Auge rief, stiegen mir die Tränen in die Augen. &lt;br /&gt;Ich wollte ihm nicht so sehr weh tun. Ich wollte nicht, aber ich konnte einfach nicht anders. Ich war wie von einer inneren Macht getrieben.&lt;br /&gt;Das Schlimme war, dass ich es nicht einmal bereuen konnte. Alles, was ich wirklich bereute war, dass ich Malvin betrogen hatte, dass das mit Cullen nicht zu einem Zeitpunkt geschah, an dem ich Single war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Cullen … &lt;br /&gt;Die Box, die er mir gebracht hatte bevor er fuhr, schlich sich in meinen Kopf. Mein Blick fiel auf das Bett, da ich es darunter geschoben hatte. Noch immer keinen Blick hinein geworfen. &lt;br /&gt;Irgendwie konnte ich mich selbst nicht überwinden. Das war mir dann doch zu masochistisch … es würde schmerzen und ich wollte nicht noch mehr Schmerzen durchstehen müssen. &lt;br /&gt;Ich schluckte schwer und machte meine Kippe aus. Himmel, warum verging die Zeit so langsam?&lt;br /&gt;Und wie sollte ich es ihm beibringen? Eigentlich brauchte ich gar nicht drum herum zu reden, oder? Ich meine, was brachte das denn? Zwangsläufig musste ich es ihm so oder so sagen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Acht Minuten, die mir vorkamen wie sieben Stunden, späte klingelte es an der Türe und mit dem Geräusch blieb mein Herz stehen.&lt;br /&gt;Es klingelte ein paar Sekunden später noch einmal. Malvin war ungeduldig, aber ich hatte noch nicht einen Fuß vor den anderen gesetzt. Nicht einmal ansatzweise konnte ich Richtung Türe gehen.&lt;br /&gt;Zuerst konnte es mir nicht schnell genug gehen und jetzt war ich an Ort und Stelle erstarrt. Oh Gott ... er würde Schluss machen. Das würde er mit Sicherheit. Er würde ausflippen. Ich meine, welcher normale Mensch würde das nicht tun? Ich versuchte mir vorzustellen, wie ich reagieren würde, wenn er mir sagte, dass er mich betrogen hätte.&lt;br /&gt;Das erneute - und dritte, weitaus energischere-Klingeln riss mich aus meiner Angst. Hastig lief ich an die Türe und als ich die Klinke in der Hand hielt und das vierte Türklingeln ertönte, holte ich noch einmal tief Luft.&lt;br /&gt;Alles würde gut werden ... irgendwie ... ich würde das schaffen. Ich hatte es Cullen versprochen. Mein Bauch kribbelte und in meinem Hals steckte ein Kloß, als ich mit zitternder Hand die Türe öffnete.&lt;br /&gt;Malvin stand davor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich tut er das, du hast ihm geschrieben, giftete Miss Unterbewusstsein. Diejenige die ich jetzt gar nicht brauchen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Blick wanderte von seinen Füßen, die in weißen Chucks steckten, über seine Beine, die mit einer locker Sitzenden Blue Jeans umhüllt waren, zu der weißen Windbreaker Jacke, die feine blaue Karos darauf hatte. Ich schluckte schwer, ehe ich ihm in seine Augen sah.&lt;br /&gt;Er hatte die Lippen zu einer schmalen Linie zusammengepresst und in seinen blauen Iriden spiegelte sich die blanke Panik und Angst wieder. Er ahnte, dass etwas Schlimmes auf uns zukam. &lt;br /&gt;Ich schluckte schwer und hielt mich am Türrahmen fest, versuchte mich zusammenzureißen.&lt;br /&gt;Malvin beobachtete mich mit Adleraugen. Jede meiner verfickten Bewegungen und der einzige Grund, warum ich bis jetzt nichts gesagt hatte war, dass ich Angst hatte, meine Stimme würde zittern. Was machte ich mir vor? Er würde mich verlassen. Er würde sich von mir trennen.&lt;br /&gt;Ich kannte ihn. Kannte ihn gut genug um zu wissen, dass dieser Vertrauensbruch ein Grund für ihn war, die Beziehung zu beenden. Ich hatte es versaut.&lt;br /&gt;«Bella..», kam es nun von ihm, nachdem ich noch immer nichts sagte. Ich schloss die Augen und nahm einen zittrigen Atemzug. Seine Stimme ging mir in diesem Moment durch Mark und Bein. Mein schlechtes Gewissen schien mich erdrücken zu wollen, umschlang mich mit kalten, kräftigen Armen und nahm mir jede mögliche Luft zum Atmen. Presste sie mit einem Zischen aus meinen Lungen.&lt;br /&gt;«Bella, was ist los?», fragte er nun mit etwas besorgter Stimme. Meine Lider flogen auf und ich sah ihn an. Er streckte langsam seine Hand aus, wollte mich berühren und wie von der Tarantel gestochen, wich ich zurück. Jede seiner liebevollen Berührungen würde mir jetzt den Mut nehmen.&lt;br /&gt;Der einzige Satz, der mich retten und gleichzeitig alles zerstören würde, brach aus mir heraus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;«Ich... ich habe dich betrogen, Malvin!»&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5569713313300934062-4589824273659579430?l=the-plaza-manhattan.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://the-plaza-manhattan.blogspot.com/feeds/4589824273659579430/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://the-plaza-manhattan.blogspot.com/2010/09/chapter-34.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5569713313300934062/posts/default/4589824273659579430'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5569713313300934062/posts/default/4589824273659579430'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://the-plaza-manhattan.blogspot.com/2010/09/chapter-34.html' title='CHAPTER 34'/><author><name>Diamonds &amp;amp; Simple-kind</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_N_buhCBoxsA/S8o2Rec29jI/AAAAAAAAAAk/pyt1_ozaHXM/S220/fghdjska.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5569713313300934062.post-4295060978120841175</id><published>2010-08-11T09:40:00.000-07:00</published><updated>2010-08-11T09:44:22.480-07:00</updated><title type='text'>CHAPTER 33</title><content type='html'>&lt;style type="text/css"&gt;  &lt;!--   @page { margin: 2cm }   P { margin-bottom: 0.21cm }   A:link { so-language: zxx }  --&gt;  &lt;/style&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Nudas veritas &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;i&gt;(Die nackte Wahrheit)&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" align="CENTER" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Love-Hate&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" align="CENTER" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" align="CENTER" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Betrayel-Jalousy&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" align="CENTER" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" align="CENTER" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;Desire-Passion&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;CPOV&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Träge öffnete ich meine Augen. Warum zur Hölle war es hier so hell? War das schon immer so? &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Langsam hob ich meinen rechten Arm, der ungewöhnlich schwer war und fuhr mir mit der Hand über das Gesicht. Ein scharfes Stechen ging mir durch den Kopf und mit einem gequälten Stöhnen schloss ich meine Lider wieder. Als ich mich leicht zur Seite drehte, tat mein Magen dasselbe - er drehte sich herum. Wage drangen Stimmen zu mir durch, die augenblicklich das Hämmern in meinem Kopf um ein Vielfaches erhöhten. Ich stöhnte leise.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Er ist wach. Unglaublich», kam es links neben meinem Kopf und ich drehte ihn schnell. Zu schnell. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Oh mein Gott...», entfuhr es mir und ich drückte meine beiden Zeigefinger gegen meine Schläfen. Das soll aufhören. Dieses Männchen in meinem Kopf, das mit dem Vorschlaghammer auf mich ein prügelte, sollte stoppen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Nein Em, er ist nicht wach ... er ist ... Himmel, schau dir das an!», rief eine Frauenstimme von vorne und ich setzte mich schnell auf. Zu schnell. Mein Magen rebellierte und ich schloss die Augen. Gott. &lt;i&gt;Das hier ist meine persönliche Hölle.&lt;/i&gt; «Jaaa ...», sprach es. «Neben Isabella Swan, so wie es aussieht, Bruderherz!» Ruckartig öffnete ich meine Augen und blickte in das Gesicht von Emma. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich räusperte mich leise «Was hast du gerade gesagt?», fragte ich nach.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ich stimme dir zu, dass das hier deine persönliche Hölle ist, neben Isabella Swan.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Bitte?» Ich blickte von einem zum anderen. Rose, Em, Alice, Jazz und Emma standen um mein Bett herum und blickten mich an.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Du hast gesagt, dass das hier deine persönliche Hölle ist und Emma hat was hinzugefügt», grinste Rose mich an. Oh mein Gott. Ich wollte nicht, dass sie mich so ansah und Himmel, ich hatte diese Scheiße laut gesagt, oder was? &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Wie kommt ihr auf Isabella?», fragte ich vorsichtig und lehnte mich wieder in mein Kissen. Aber diesmal war ich schlauer und tat es langsam. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Du hast heute Nacht über sie geredet», grinste Emma mich an. «Wer ist Simmens ... oder Schwimmens ... oder so was?», fragte sie und lächelte mich an.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Gequält öffnete ich die Augen und versuchte den gestrigen Abend wieder herzustellen. Gott ... wie war ich nach Hause gekommen und wieso zur Hölle wusste Emma was ich im Schlaf sagte? &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Woher weißt du, was ich im Schlaf sage, du Nervensäge?», grinste ich schwach und unterdrückte ein Stöhnen. Ahhh... das sollte aufhören... ahhh.. &lt;i&gt;bitte bitte... bittteeeeee. &lt;/i&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Weil ich bei dir im Bett geschlafen habe, Bruderherz», zuckte sie die Achseln und öffnete das Fenster weit. «Aber wenn ich gewusst hätte, wie es hier heute morgen drinnen riecht, wäre ich in meinem Zimmer geblieben.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Du kannst eben nicht ohne mich», seufzte ich und lächelte schwach. Himmel, wo gab es in diesem Haus Aspirin? Oh mein Gott ... &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Mum?», brüllte ich los. «Wo zur Hölle gibt es Aspirin?», schrie ich weiter und bereute es sofort.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Links auf dem Tisch neben deinem Bett, Edward!», sprach Jazz leise.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Woahh ... könnt ihr euch nicht alle verpissen? Wieso zur Hölle tut ihr mir das an?», fragte ich stöhnend und drehte mich zur Seite, öffnete ein Auge und suchte nach der Tablette. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Keiner hatte Bock dich zu wecken, also sind wir alle gekommen, einen perfekten Edward Cullen unperfekt zu sehen, DAS würde ich mir um nichts in der Welt entgehen lassen», lächelte Rose mich an und ich nahm ihr dankbar das Wasser ab, das sie mir im Glas hinhielt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ja man, sie wollte den Scheiß mit ihrem Handy filmen», fing Em an und ich unterbrach ihn jäh.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Woah Stopp den Scheiß. RAUS. ALLE. RAUS!», brüllte ich und nahm die Tablette.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich stöhnte leise und legte mich zurück. Die anderen waren grölend gegangen. Fuck. Hatte hier denn keiner Verständnis für einen netten kleinen Kater? Ohhh man. &lt;i&gt;Fuck Cullen, was zur Hölle hast du getan, dass es dir heute SO geht?&lt;/i&gt; Em und Jazz hatten doch mit getrunken. Was ... wieso ging es den beiden gut? &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich sollte heute nach Hause fliegen aber irgendwie war ich gerade ... wenn ich nur an den Start des Flugzeuges, das mich heute Nachmittag Heim bringen würde dachte, wurde mir übel. In kleinen Schlücken trank ich das Wasser aus. Ich griff nach meinem Handy. Warum auch immer. Ich kannte mich. Ich war eigentlich nicht der Typ, der eine Frau anrief, aber bei Isabella war ja grundsätzlich alles anders und alles verwirrender. Und wenn ich betrunken war, dann wusste man nie.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich hatte mich noch niemals – wirklich niemals- wegen einer verdammten Frau betrunken. Aber mir war klar, dass das gestern nicht zu Stande kam, weil ich so unglaublich gut gelaunt war, sondern einfach ... ich wollte auslöschen, was im Laufe des Tages passiert war... &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Verfluchte Scheiße», rief ich laut als ich in meiner Anruferliste sah, dass ich Isabella tatsächlich angerufen hatte. Fuck. Fuck. Fuck. Was zur Hölle... «Scheiße», murmelte ich und fuhr mir durch mein Haar. So ein Mist. Ich war ein scheiß Weichei. Ich hatte sie nach diesem Ich-finde-dich-so-toll-Isabella-Gespräch nochmals angerufen. Dabei wäre mein Abgang so perfekt gewesen, ich war einigermaßen sauber aus der Sache rausgekommen und mit dem Anruf den ich nachts getan hatte ... Scheiße, was zur Hölle hatte ich eigentlich gesagt? Was wollte ich von ihr? Oh mein Gott. Wieso hatte ich niemanden gehabt, der mich davon abhielt? So ein Dreck.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Mir schossen die Worte von Em in den Kopf, die er früher immer verwendet hatte, wenn wir betrunken waren. Wenn wir ZU betrunken waren, um uns an irgendetwas zu erinnern. &lt;i&gt;Veni- Vidi-Vodka&lt;/i&gt; – ich kam, ich sah.... und Filmriss. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;So ein Mist.&lt;i&gt; Na gut Cullen, jetzt gehst du erstmal duschen und dann sieht sie Welt ganz anders aus&lt;/i&gt;. Träge erhob ich mich langsam von meinem Bett. Na ja, eher brauchte ich fünf Minuten, um mich überhaupt hinzusetzen und weitere zehn Minuten, um wirklich aufzustehen und ins Bad zu torkeln. Mann, war das ätzend. Nie wieder würde ich so viel durcheinander trinken. Wäre ich nur beim Scotch geblieben, da wusste ich, was ich hatte und wusste, dass es mir am nächsten Tag nicht SO ging. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich zog mir achtlos meine Boxershort von den Hüften, nachdem ich die Türe abgeschlossen hatte. Als ich endlich unter der Dusche stand, fing die Tablette zu wirken an und das warme Wasser entspannte mich ein wenig. Ich lehnte meinen Kopf an die Fliesen hinter mir und lauschte der Musik, die ich vorher in die Anlage die im Bad stand eingelegt hatte. Es war ruhiger, alter Rock. Die alte Schule.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Als es wenig später an der Türe klopfte und Em ein «Beeil dich Edward, wir wollen frühstücken!»  rief, seufzte ich tief und griff nach dem Duschgel, damit ich mich einseifen konnte. Fast wieder zu hundert Prozent hergestellt trat ich aus der Dusche und schlang mir das Rote Handtuch um die Hüften. Meine Lider waren schwer und ich hätte eine Menge, wirklich eine Menge dafür gegeben, wenn ich einfach zurück in mein Bett kriechen und mir literweise Wasser reinschütten könnte. Aber na ja, wir waren hier nicht bei &lt;wünsch&gt;, sondern bei &lt;so&gt; &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" align="CENTER" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Frühstücken. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Mit der ganzen Familie Cullen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Mit der ganzen, großen, lauten Familie Cullen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ohne ein bisschen Appetit.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;i&gt;Lieber Gott, was habe ich dir getan.&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich kämpfte mit einem wirbelnden, drehenden Magen und Augen, die mir immer wieder zu fielen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Verdammt. «Edward, Schatz? Kaffee oder Tee?», fragte mich meine Mum. Ich hob den Blick und sah Esme mir gegenüber am Tisch leicht verwirrt an. War mir nicht anzusehen, dass ich weder das Eine noch das Andere runter bringen würde, ohne zu kotzen?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Lass nur Liebling, ich glaube nicht, dass er das runter bekommen wird, ohne sich zu übergeben», murmelte mein Vater meiner Mutter ins Ohr und legte ihr die Hand auf den Unterarm. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Naja, wer trinken kann, kann auch gequält werden», zwitscherte Alice gut gelaunt neben mir und biss in ihr Brötchen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Sag du mir nicht, was ich machen soll, nachdem &lt;i&gt;du&lt;/i&gt; mich -als meine &lt;i&gt;Schwester&lt;/i&gt;, als meine&lt;i&gt; ältere Schwester-&lt;/i&gt;  nicht davon abgehalten hast, ISABELLA heute Nacht anzurufen», zischte ich ihr zu und bedachte ihr Seitenprofil mit einem wütenden Blick, ehe ich wieder starr auf meinen leeren Teller sah. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Jasper, der auf der anderen Seite von Alice saß, beugte sich leicht über den Tisch und zog eine Braue hoch. «Wenn sie nicht gewesen wäre, hättest du noch weitere zwei Stunden damit verbracht, Bella mit irgendeinem Scheiß voll zu labern und zu zu säuseln!»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Du meinst wohl eher lallen», warf Alice trocken ein.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ähm? Bitte was? &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Verwirrt hob ich den Blick und sah fragend von Jazz zu Alice und wieder zurück. Letztendlich blieb mein Blick auf dem Gesicht meiner Schwester hängen. Emma, die neben Rose auf meiner andren Seite saß, seufzte theatralisch. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Warum muss diese Frau eigentlich immer das Hauptthema sein?», fragte sie nach und schüttelte leicht den Kopf. Ich beschloss sie zu ignorieren und wand meinen Blick wieder zu Alice.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Find dich damit ab, dass du nicht immer das wichtigste bist», murmelte Rose in sich hinein und ich stieß ihr unter dem Tisch, ohne den Blick von Alice abzuwenden, die Faust leicht gegen den Oberschenkel. Rose schnaubte nur. Ebenso wie Emma. Alice rollte übertrieben mit den Augen und sah mich direkt an. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Wenn ich schon früher mitbekommen hätte, dass du sie anrufst, hätte ich dich sofort davon abgehalten. Aber so, konnte ich leider nur verhindern, dass du dich im besoffenen Zustand in irgendeine Scheiße reitest.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Laut atmete ich die angestaute Luft aus und deutete ihr mit einer Handbewegung, dass sie weiter erzählen sollte. Alice sagte nichts mehr.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Was? Was hat sie gesagt? Was hast &lt;i&gt;du&lt;/i&gt; gesagt?», wollte ich drängend wissen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Na, was wird Alice wohl gesagt haben? Dass du sie abartig liebst und wenn du zurück in New York bist, eine Beziehung mit ihr eingehen willst!», antwortete Jasper für Alice mit einer ruhigen und gelangweilten – als wäre es das normalste auf der Welt- Stimme.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich riss die Augen auf und mein Herz fing in meiner Brust zu rasen an. Oh my God. DAS hatte sie nicht getan. In meinem Kopf bildeten sich schon mehrere Fluchtpläne, wie ich aus dieser Scheiße wieder heraus kommen würde. Ich vermittelte jeder Frau immer, eine ziemlich glaubwürdige Lüge. Also würde ich es auch bei ihr schaffen, oder? &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Plötzlich fing Emmett, auf der anderen Seite bei Carlisle und Esme, lauthals an zu lachen und riss mich aus meinen Gedanken. Mein Kopf ruckte in seine Richtung und ich verengte wütend die Augen zu schmalen Schlitzen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Willst du mich verarschen man? Das ist zur Hölle nicht lustig!», fuhr ich ihn an und massierte mit zwei Fingern die rechte Schläfe. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Wenn du jetzt gerade dein Gesicht sehen könntest, würdest du selbst lachen», grinste Alice.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Du siehst aus, als würdest du jeden Moment kotzen, aber ich kann es dir nicht verübeln, ich könnte auch nicht mit so einer Furie zusammenleben!», säuselte Emma fröhlich und trank von ihrem Saft.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Emma!», rief Esme laut und hielt in ihrer Bewegung inne.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Wir wissen genau, wer hier die Furie ist, oder?», murmelte Rose in Emmas Richtung.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Rose!», mahnte Emmett sie. Klar. &lt;i&gt;Nichts geht über unsere Schwester. &lt;/i&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ich glaube, er muss so oder so kotzen», sagte Jazz.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«JASPER!», stieß Carlisle aus. «Zügelt eure Zunge!»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Komm runter man!», sagte Alice an mich gewandt. «Ich hab mich für dein Benehmen entschuldigt und dafür, dass du sie geweckt hast und meinte nur, dass du mal wieder einen über den Durst getrunken hast. MEHR NICHT!» Alice hob abwehrend die Hände. «Ich bin loyal, das weißt du doch», zwinkerte sie mir zu. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Du hast nicht gesagt, was....» Eindringlich blickte ich sie an.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Nein... ich habe nichts gesagt», stellte Alice klar und trank von ihrem Kaffee. Ich atmete erleichtert die Luft aus und wandte meine Aufmerksamkeit Esme zu. «Kannst du mir bitte doch mal die Kaffeekanne geben?», fragte ich sie.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Zwar rebellierte bei dem Gedanken mein Magen, aber die Sucht nach Koffein war einfach größer. Esme lächelte und reichte mir die Edelstahlkanne, aus der ich etwas von dem braunen Gebräu in meine Tasse kippte. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Hast du schon gepackt?», fragte Carlisle mich und schenkte sich zur selben Zeit Orangensaft ein. «Euer Flug geht in fünf Stunden!»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich stöhnte genervt. Wann zur Hölle, hätte ich packen sollen? Und &lt;i&gt;was&lt;/i&gt; zur Hölle? Ich hatte doch nur ein paar Shirts und Jeans dabei. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Natürlich hat er das nicht, Schatz», meinte Esme gespielt ernst. «Er ist Edward Cullen, er packt eine Stunde bevor er geht. Das weißt du doch», grinste sie ihren Mann liebevoll an. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ha-ha!», machte ich trocken, rollte die Augen und führte die Kaffeetasse an meine Lippen. Emmett lachte schallend. Mal wieder. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ach komm Edward, das hast du schon immer so gemacht. Erinnerst du dich an das Feriencamp in der High School?», fragte er nach. «Da warst du am Tag deiner Abreise so mit dieser Elena Stanfield beschäftigt, dass du die Hälfte deiner Sachen dort vergessen hattest und Dad nochmal hinfahren musste, um dein Zeug zu holen.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Wer zur Hölle ist Elena?», murmelte ich.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Die Schwester von Stella, mit der ich was hatte.» Er biss locker in sein Brötchen, während Rose hörbar schnaubte und Em mit einem Stirnrunzeln ansah.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Emmett Masen Cullen, ich will nichts über deine Verflossenen wissen, selbst wenn sie im Jugendalter waren!», rief sie.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Aber Baby, das gehört zu mir und du solltest Interesse an meinem Leben haben Wirklich!», erwiderte er ernst und biss erneut in sein Brötchen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Wenn du ihr von deinem ganzen Leben und deinen ganzem Tussis erzählen würdest, dann würdet ihr nächstes Jahr noch hier sitzen», erklärte Jazz sachlich.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Aber hey das war alles vor Rosie!», verteidigte Emmett sich kauend. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich stieß die Luft aus und pfiff durch meine Zähne «Ja man. Rose hat ihn zur absoluten Monogamie gebracht.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Nein, ich bin nur erwachsen geworden. Wie oft denn noch», erwiderte mein Bruder Augenrollend.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Emma lachte glockenhell. «Klaaarrrr, als ob einer meiner Brüder je erwachsen werden würde. Da helfen auch keine Furien und kein Blondchen!»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Emma!», rief Esme und sah sie empört an. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Was denn? Ist doch so!», murmelte sie und trank noch einen Schluck O-Saft.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Schmeckt der Orangensaft, Emma? Wir könnten auch ein Champagnerfrühstück machen, aber du darfst ja noch keinen Alkohol trinken. Erst ab 21», zwinkerte Rose ihr zu.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Emmett lachte auf und ich hielt die Luft an. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Meine Tasse, die ich gerade an meine Lippen führen wollte, stellte ich wieder auf dem Tisch ab und schloss die Augen für einen Moment. All die Situationen und die vielen Male, in denen Isabella fast dasselbe zu meiner kleinen Schwester sagte, schossen mir durch den Kopf. All die giftigen Blicke und das falsche Lächeln, welche sie Emma geschenkt hatte, strömten mit einem Mal auf mich ein. Und Hölle, es tat mehr weh, als dieser verfickte Kater. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Alice legte mir unter dem Tisch eine Hand auf den Oberschenkel und drückte, als eine Geste der Beruhigung und Unterstützung, leicht zu. Ich legte meine Finger unter dem Tisch auf ihre und dankte ihr stumm für diese kleine Hilfestellung. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Also ich muss sagen», wandte Rose erneut ein und meine Lider öffneten sich. «Ich muss sagen, das Frühstück bei der Familie Cullen ist durchaus amüsant. Ich sollte öfter mal hierher kommen.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ja, wenn er dich in ein paar Monaten nicht weggeworfen hat. So wie Edward es bei Isabella gemacht hat», murmelte Emma in sich hinein.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Sie zerrupfte ihr Brötchen und ihre Augen verfolgten die mittelgroßen Krümel, die vor ihr auf dem Teller landeten. «Wie- ein- verfluchtes- Stück- Dreck!», fuhr sie fort und um ihr Gesagtes zu unterstreichen, riss sie bei jedem Wort ein Stückchen von dem Essen ab, um es auf ihren Teller zu werfen. Bei ihren Worten, schnürte sich mit die Kehle zu. Sie hatte keine Ahnung … überhaupt keine verdammte Ahnung, wie es wirklich war.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Emma, findest du nicht, es reicht langsam?», fragte Emmett sie betont ruhig.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Lass sie nur Baby. In der Pubertät sind sie alle ein wenig schwierig. Es geht vorbei, sobald die ersten Pickel verschwunden sind», lächelte Rosalie Emma an.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Carlisle schlug mit der flachen Hand auf den Tisch, was uns alle zusammen zucken ließ. «Emma es reicht jetzt! Geh in dein Zimmer!»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Emma öffnete den Mund und riss die Augen auf, starrte Carlisle ungläubig an. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Carlisle war wirklich nur sehr selten so autoritär. Aber in diesem Fall, konnte ich ihm leider nur recht geben. Emma übertrieb es gerne, ohne es zu merken. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ich gehe nicht wegen &lt;i&gt;ihr» &lt;/i&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;Emma deutete mit einem Kopfnicken auf Rose,&lt;/span&gt; «-in mein Zimmer», endete sie knurrend. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Jasper räusperte sich. «Emma, ich finde wirklich, du solltest das lassen und dir eine kurze Pause gönnen!» Emma schnappte nach Luft.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Schon gut, schon gut», ging Rosalie dazwischen und hob beide Hände. «Schon gut. Wir haben doch sowieso alle fertig gegessen. Und packen müssen wir auch noch.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ein allgemeines Raunen ging durch die Menge und ich trank meinen Kaffee leer.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Esme sah seufzend in die Runde. «Also, wer räumt die Spülmaschine ein?»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" align="CENTER" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich atmete einmal tief die New Yorker Luft ein, als wir den Flughafen verließen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Kalifornien war schön gewesen, Zeit mit meiner Familie zu verbringen, war schön gewesen ... aber es tat gut, wieder hier zu sein. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das Wetter war sehr kühl mittlerweile. Es schneite noch immer und einige der dicken, weißen Flocken, landeten auf meinem schwarzen Mantel und in meinem Gesicht. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Zufrieden zog ich an meiner Zigarette und begutachtete die vielen Taxen um uns herum. Ja, ich liebte New York. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Rosalie hinter mir seufzte ebenfalls wohlig. «Endlich wieder auf New Yorker Boden», meinte sie. «Und endlich weg von eurer teuflischen Schwester!», fügte sie mit einem unüberhörbaren Grinsen in der Stimme hinzu. Ich drehte den Kopf leicht über die Schulter und lächelte sie an.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«In einer Woche kommt sie mit Alice und Jasper nach.» Meine Braue zog sich in die Höhe und Rosalie schüttelte leicht ihren Kopf, zog die weiße Mütze an den Seiten etwas tiefer hinunter.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Das klingt wie eine Drohung, Cullen», lächelte sie.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Emmett warf den Arm um ihre Schultern und drückte ihr einen Kuss auf den Scheitel. «Himmel, sie ist nur meine kleine Schwester und nicht der Teufel höchst persönlich.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich lachte nur auf und pfiff uns dann ein Taxi an den Straßenrand. Als eines der gelben Fahrzeuge drehte, um dann auf und zuzufahren und vor uns zu halten, schulterte ich meine Tasche und ließ meine Zigarette auf den leicht matschigen Boden unter meinen Füßen fallen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Emmett erinner dich einfach daran, wie &lt;i&gt;wir&lt;/i&gt; in dem Alter waren und dann sag mir nochmal, dass sie nicht der Teufel ist», gluckste ich und warf meine Tasche in das Taxi. Emmett lachte und hielt Rose die hintere Türe auf.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Gerade als ich vorne einsteigen wollte und meine Hand in die Hosentasche schob, spürte ich zwischen meinen Fingern ein Papierbällchen. Während Emmett und Rose ins Taxi stiegen, schloss ich die Augen und schluckte schwer. Mir war sofort klar, um was es sich handelte und plötzlich hatte ich das Gefühl, eine Entscheidung treffen zu müssen. Eine Entscheidung von so vielen. Eine, die uns sowieso alle nicht weiterbringen, aber mir persönlich vielleicht irgendwie helfen würde.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Vorhin, als ich in LA meinen Koffer packte, hatte ich diese komische ich-mag-dich-Liste noch in meine Hose gepackt. Fragt mich nicht warum, aber hier war es nun. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Es war einfach wie ein innerer Drang gewesen, das Papierstück mitzunehmen.  &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Der kalte Wind blies mir ins Gesicht und ich öffnete langsam meine Augen wieder, um das Papierbällchen aus meiner Hosentasche zu ziehen und es einen Moment lang anzusehen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Mittlerweile spielte es keine Rolle mehr, oder? Es spielte keine Rolle mehr, was wir aneinander mochten und was nicht. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Also tat ich etwas, für mich, sehr Symbolisches und Bedeutendes. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ohne groß zu zögern, schmiss ich es in den Mülleimer zu meiner Rechten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Denn es gab keinen Grund mehr zum Zögern.&lt;br /&gt;Es wurde alles gesagt, alles getan, alles hinter uns gebracht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ohne einen weiteren Gedanken daran zu verschwenden, stieg ich in den gelben Wagen und knallte die Türe hinter mir zu.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Wohin soll´s gehen?», fragte der Taxifahrer. Abwesend blickte ich aus dem Fenster und beobachtete die Flocken, die gegen die Scheibe schlugen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Nach Hause», murmelte ich. «Upper East Side. Plaza Hotel.» Denn es ging weiter. Alles ging weiter. Irgendwie. Irgendwann.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Und nun war es an der Zeit.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" align="CENTER" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Guten Abend, Amanda!», rief ich, als ich an den Empfangstresen trat und meine geschulterte Tasche auf dem Boden abstellte. Amanda blickte erschrocken von ihren Unterlagen auf und hielt sich die Hand ans Herz. Ihr Haar war vornehm nach hinten geknotet, der schwarze Bleistiftrock saß perfekt, nur fand ich, dass sie zwei Knöpfe an ihrer weißen Bluse zu viel offen gelassen hatte. Himmel, wir waren hier in einem der vorhemsten Hotels ...&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Oh Gott, Mister Cullen, was machen Sie denn hier?», entfuhr es ihr atemlos.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich zog eine Braue in die Höhe und Amanda wurde ihr Fehler sofort bewusst. Sie strich sich ein paar Strähnen ihres schwarzen Haares, welche sich aus ihrem Dutt gelöst hatten, zurück und leckte sich die Lippen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Entschuldigen Sie, Sir. Ich war nur erstaunt, dass sie schon wieder von ihrem Urlaub zurück sind», versuchte sie sich nun zu retten. Ich legte meinen rechten Unterarm locker auf den Tresen und schüttelte leicht den Kopf. «Schon in Ordnung. Geben Sie mir bitte meinen Schlüssel.» Amanda nickte und bückte sich leicht, um nach meinem Schlüssel zu suchen. Meine Augen richteten sich auf ihr Dekolleté und ich räusperte mich leicht, als ihre Brüste beinahe aus dem Ausschnitt fielen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Amanda, machen Sie bitte den obersten Knopf ihrer Bluse zu.» Schnell richtete sie sich auf, legte mir den Schlüssel hin und nestelte dann nervös an ihrer Bluse rum. Ihre Hände zitterten leicht vor Nervosität. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Entschuldigen Sie, Mister Cullen!» Ich zuckte bloß die Achseln und griff nach meinem Zimmerschlüssel &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ist Johnsen im Haus?», fragte ich dann nach.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Nein», sagte sie, «Er ist über Thanksgiving mit seiner Frau verreist.» Ich fuhr mir mit einem tiefen Seufzer durch das Haar und fragte sie, wann er zurück käme, was sie mit einem «Morgen Nachmittag» beantwortete. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Gut», sagte ich «Richten Sie bitte Felix aus, dass er in einer Stunde in meinem Büro auf mich warten soll.» Ich brauchte Ablenkung und ich wollte zurück ins Leben. Deswegen würde ich mich jetzt weiterhin in die Arbeit stürzen. Ich wollte SIE endlich vergessen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Natürlich, Mister Cullen!», nickte Amanda.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«In Ordnung.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich schulterte meine Reisetasche erneut, drehte mich herum und lief in Richtung Aufzug. Bevor ich einstieg, wandte ich ihr abermals den Blick über die Schulter zu und musterte sie eingehend. Dann schüttelte ich leicht den Kopf. «Ach und Amanda?»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ja, Mister Cullen?», fragte sie und blickte erneut von ihren Unterlagen auf.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ich meinte nicht nur den ersten Knopf. Ich meinte beide.» Selbst über die Entfernung zwischen uns, konnte ich den satten Rotton ihrer Wangen sehen. Mit einem weiteren leichten Kopfschütteln, stieg ich schließlich in den Aufzug und fuhr nach oben. Vor meiner Zimmertüre zögerte ich einen Moment. Zwar war ich in letzter Zeit hier gewesen, aber eigentlich eher selten. Ich versuchte so gut es ging, diesen Raum zu meiden. Irgendwie war SIE mir hier näher als an allen anderen Orten und umso mehr ihr Geruch und die Erinnerungen an sie verblassten, umso weniger wollte ich da rein. Ich war länger nicht mehr hier gewesen, hatte mehr Zeit zu Hause verbracht. Irgendetwas in mir hatte sich gesträubt. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Mit einem leisen Seufzen öffnete ich die Türe schließlich und trat langsam ein. Es war vollkommen still und nachdem ich die Tür hinter mir geschlossen hatte, ließ ich die Tasche fallen. Langsam knöpfte ich meinen Mantel auf und ließ meinen Blick durch die großen Räume der Suite schweifen. Ich unterdrückte auch jetzt den letzten Rest dieses ekelhaften Gefühles in mir. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Es war sauber hier drin, es roch frisch und irgendwie nach mir. Das Zimmermädchen war hier gewesen. Natürlich betraten die Angestellten das Zimmer nur, wenn ich darum bat. Ich meine, Himmel -  Wieso besaß ich ein Hotel? Da konnte man doch wohl den ein oder anderen Vorzug mitnehmen, oder? Und Ja, scheiße. Ich war verwöhnt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich ließ meinen Mantel auf das Bett fallen und fuhr mir durch mein Haar. Meinen Blick ließ ich erneut durch den Raum gleiten und als er am Bücherregal hängen blieb, kaute ich auf meiner Unterlippe herum.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Sollte ich? Sollte ich nicht? Es war nicht gut, wenn ich das tat! Aber es war auch nicht gut, wenn ich nicht wusste…. Wenn ich nicht sicher war… ob….&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Shit», murmelte ich vor mich hin und ging darauf zu, um das Buch 'Pearl Harbor' praktisch aus dem Regal zu zerren. Meine Augen scannten blitzschnell die Seiten ab, bis ich bei 35 ankam. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich wusste, dass ich es irgendwo dazwischen abgelegt hatte.. irgendwo.. musste…. Ahh wo war der Scheiß? Immer hektischer flogen meine Finger über die Seiten, ehe ich fand was ich suchte. Meine Augen scannten jeden Millimeter auf dem Papier ab und ich lächelte leicht. Es war noch da. Das Zimmermädchen – man wusste nie, inwieweit man den Mädchen trauen konnte - hatte hier nichts durchwühlt und nichts entfernt. Schnell legte ich den Streifen zurück und schloss das Buch wieder, um es zurück an seinen Platz neben 'Dorian Gray' zu stellen. Dann lehnte ich mich schwer atmend mit dem Rücken dagegen und fuhr mir durch mein Haar.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Himmel, ich war solch ein verfluchtes Weichei. Am Flughafen schmiss ich 'die Liste' weg und jetzt, hier in meinem Zimmer, wühlte ich sofort nach dem nächsten Erinnerungsstückchen, das ich an SIE hatte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Den Passfotos.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Mit einem gemurmelten «Fick dich», stieß ich mich von dem Regal ab und schlenderte ins Bad, zog mich schnell aus und betrat die ebenerdige dusche. Als ich das warme Wasser auf meinem Körper fühlte, merkte ich, wie das Rauschen in meinen Ohren, das Pochen meines Herzens und der extrem schnelle Fluss in meinen Adern wieder zur Ruhe kam.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich hatte am Flughafen die verdammte Liste entsorgt, weil es das war. Ein für allemal. Ich wusste, dass ich mir das schon öfter vorgenommen hatte und immer wieder wurde ich rückfällig, aber jetzt war es irgendwie anders. Sie wollte Dinge von mir, die ich ihr nicht geben wollte. Nicht geben &lt;i&gt;konnte&lt;/i&gt;. Es ging einfach nicht. Und na ja… &lt;i&gt;Gott Cullen, sei so schlau und denk an irgendetwas, das dich auf andere Gedanken bringt, oder zumindest an irgendetwas, das dich wütend auf sie macht.&lt;/i&gt; Meine fünf Minuten Isabella Swan Gedenkzeit pro Tag hatte ich die letzten Tage bei meiner Familie mehr als ausgereizt und wenn ich danach ging, durfte ich ungefähr 4 Jahre, 317 Tage und 21 Stunden nicht mehr an sie denken. Aber gut. Es ging ja nicht so genau. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das Schlimme an der Sache war, dass ich wusste, dass ich sie mochte, aber hey… sie hätte es ja auch sagen können. Ich würde mich nicht zum Arschloch machen und ihr sagen, dass ich sie gut leiden konnte. Weil hallo? Immerhin war Miss ich-fick-mich-durch-die-High-Society ja in einer Beziehung, wie sie immer so schön sagte. Also, wenn sie nun wollte, dass das zwischen uns wieder lief, dann sollte sie das mit Simmens-Spasti sein lassen und mir sagen, was sie wollte. Ganz einfach. Eventuell dann, aber wirklich nur vielleicht, würde ich mich wieder auf sie einlassen. Nur, so wie es jetzt lief? No Way, Baby. No Way. Ich war Edward Cullen und nicht Romeo Montague, der sich zum Affen machte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Himmel genau, wenn sie irgendwas wollte, dann sollte sie mich anbetteln, dass ich mich wieder für sie interessierte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Zufrieden begann ich damit das Duschgel zum zweiten Mal an diesem Tag auf meinem Körper zu verteilen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" align="CENTER" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Kommen Sie rein, Felix!», rief ich und meine Augen starrten weiterhin auf den Bildschirm vor mir. Ich hatte über die Feiertage nicht einmal in mein Postfach gesehen und nun durfte ich mich durch 100 Emails quälen. Zum Glück war das meiste davon Werbung, Spam oder anderer Mist, den ich einfach an Amanda oder Johnsen schicken konnte. Ich behielt für Emmett und mich nur die Bewerbungen die per E-Mail auf die ausgeschriebenen Stellen kamen und die Buchungszahlen vom letzten Monat die Johnsen vorzeitig fertig gemacht hatte. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Wie geht es Ihnen, Mister Cullen?», fragte Felix freundlich und ließ sich vor meinem Schreibtisch nieder. Er hatte eine Menge an Unterlagen dabei. Ich seufzte tief. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Gut. Und Ihnen?», fragte ich ihn und wählte die Durchwahl der Kaffeebar. «Bringen Sie uns bitte zwei Kaffee in mein Büro. Vielen Dank», murmelte ich und legte gleich wieder auf. Meine Augen wanderten zu Felix. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Danke, Sir. Es geht mir gut. Wie immer», lächelte er mich an. «Wenn Sie erlauben, Sie sehen müde aus», fügte er hinzu und sah kurz von seinen Unterlagen auf, die er noch einmal rasch durchblätterte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ja Felix. Ich BIN müde. Aber wir müssen das hier jetzt durchgehen …», fing ich an und stöhnte genervt, als die Kellnerin die wir vor drei Wochen eingestellt hatten, mit dem Kaffee kam. &lt;i&gt;Himmel Mädchen, hör auf zu zittern. &lt;/i&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Stephanie, wenn Sie nicht die Kaffeetasse anstarren, während Sie ihn servieren, zittern Sie auch nicht so und verschütten nichts», wies Felix sie sanft an. Ich lächelte ihm zu. Ich war ihm dankbar, Felix war schon lange hier und hatte auf alle Angestellten, egal ob männlich oder weiblich, die Rolle einer Vaterfigur. Wenn er noch dazu in dieser sanften verständnisvollen Stimme sprach, fühlte sich niemand – obwohl er gerade zurechtgewiesen wurde- benachteiligt und dumm angemacht. Ich war froh, dass wir ihn hatten und wir uns immer auf ihn verlassen konnten. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Als die blonde Frau mit dem strengen Dutt mein Büro wieder verließ, lächelte er mich an.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Sie braucht noch etwas.. aber es wird. Geben Sie ihr eine Chance.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich erwiderte sein Lächeln und nickte leicht. «Ich verlasse mich auf Ihr Urteil, was die Restaurantfachleute angeht», sagte ich und trank einen Schluck von meinem schwarzen Kaffee.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ich hoffe, Sie hatten annehme Feiertage, Mister Cullen?», wollte er nun wissen, während er ein paar der Unterlagen aussortierte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Mh ... ja, wie man es nimmt...» Ich zog eine Braue in die Höhe, als ich an den Alkoholkonsum der letzten Tage dachte. «Aber fangen wir endlich an ... wollen wir?»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ja.» Felix nickte. «Hier sind erstmal all die Bewerbungen, die über die letzten Tage eingegangen sind.» Er schob mir mehrere Bewerbermappen zu. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ich bin sie alle schon durchgegangen. Das hier ist Miss Fernandez – sie hat sich als Zimmermädchen beworben.» Ich warf einen Blick auf ihr Bild und mein Urteil war schnell gefällt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Nein», schüttelte ich den Kopf. «Himmel Felix, sie ist ungepflegt – nein.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ich dachte mir, dass Sie das sagen, Mister Cullen», grinste Felix mich an und zog seine Brauen in die Höhe.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Dann geben Sie mir die Mappen, von den Damen die interessant sind», murmelte ich und fuhr mir durch meine Haare.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Sie sollten sich diese vier hier genauer anschauen. Exzellente Adressen, diese hier-», er öffnete eine dunkelblaue Mappe vor mir «spricht zusätzlich noch Spanisch, Französisch und Chinesisch. Wir sollten uns das überlegen, immerhin erwarten wir einige Geschäftsmänner aus Tokio für Mitte März nächsten Jahres», fuhr er fort.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich blätterte schnelle die Mappe durch und besah die hervorragenden Referenzen von den Hotels. Sie war unter anderem längere Zeit im Hilton gewesen. Das war gut. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Gut Felix, lassen Sie mir die Mappen da, ich sehe sie mir später an. Ich melde mich morgen dann bezüglich derer, die wir einladen.» Erneut nahm ich einen Schluck von meinem Kaffee.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Wie macht sich Jackson an der Bar?», fragte ich nach und lehnte mich zurück. Meine Hand spielte mit dem schweren Mont Blanc Kugelschreiber in meiner Hand. Er war graviert. Ich hatte ihn von Carlisle bekommen, als ich meinen ersten Vertrag für das Hotel unterschreiben musste. Als ich meine erste richtige, selbstständige Amtshandlung tun musste.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Jackson?», versicherte er sich und lachte leise. «Nun, Mister Cullen. Ich denke… ich denke…», fing er an und ich verdrehte die Augen.&lt;i&gt; Sag schon alter Mann. Sag schon&lt;/i&gt;. Immerhin wollten wir ihn eventuell zum Barchef befördern. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ich denke er ist das beste was der Pianobar passieren konnte.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" align="CENTER" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;i&gt;Ein Abend später ...&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Als ich gerade das Foyer betrat – frisch geduscht und fertig gemacht – um nach draußen zu meinem Jaguar zu gehen und mich dann mit den Jungs zu treffen, lief ich noch einmal an den Empfangstresen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Alec hatte mich vorhin angerufen – heute war Sonntag – und gefragt, ob ich nicht Bock hätte, mit den anderen auf ein paar Bier zu ihm nach Hause zu kommen. Ablenkung. Natürlich hatte ich zugesagt und soweit ich wusste, wollte auch Gloria da sein.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Amanda stand am Tresen – diesmal mit Stephen zusammen  - und sie gingen wohl irgendwelche Reservierungen durch. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Guten Abend», begrüßte ich sie und sah kurz auf meine Armbanduhr. Mittlerweile war es 18:12 Uhr.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Oh Mister Cullen!» Erneut erschreckte Amanda sich, als meine Stimme ihre Gedanken durchbrach. Stephen hingegen lächelte mich höflich an und begrüßte mich angemessen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Amanda, ich glaube, wir müssen nochmal an ihrer Kundenbetreuung üben», meinte ich mit erhobener Braue und sie räusperte sich hastig, nachdem sie sich von ihrem Schock erholt hatte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Entschuldigen Sie, Mister Cullen, Sir», murmelte sie in sich hinein und ihre Wangen glühten. Ich unterdrückte ein Lachen, als ich ihr den Schlüssel zu 666 reichte. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ich denke, ich werde heute Nacht hier verbringen..», sagte ich dann und warf einen Blick über den Tresen in das dicke Terminbuch. «Heute ist der Tag ...» Ich schluckte kurz. «Heute buchen die Swans ein, oder?»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich hob den Blick und sah die beiden fragend an. Amanda nickte. «Ja Sir, sie werden heute im Laufe des Abends hier ankommen.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«In Ordnung», murmelte ich gepresst und fuhr mir durch das Haar. «Ich bin dann heute Nacht wieder hier ... Notieren Sie alle Anrufe und Termine, die für mich durchgehen ... und schauen Sie, ob Johnsen Morgen im Haus ist.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Damit drehte ich mich herum und lief zum vorderen Ein-und Ausgang, als ich plötzlich abrupt stoppte. Die Türen öffneten sich langsam und vor mir standen drei Personen, die mir für einen Moment den Atem raubten, weil sie mich einfach zu sehr an Isabella erinnerten. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Der Typ war groß, hatte dunkles Haar und irgendwie grün-braune, helle Augen. Seine Haut war gebräunt und er trug eine schlichte Jeans mit einer grauen Sweatshirtjacke darüber. An den Füßen hatte er versiffte, alte, graue Chucks und eine geschulterte, große Tasche bei sich. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Der andere Mann war ebenfalls groß und offenbar der Vater – das war nicht zu übersehen – er hatte dunkle, große Augen, mehrere Fältchen und grau- braunes Haar.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Als letztes huschte mein Blick zu dem Mädchen und ich schluckte schwer. Sie war sicherlich nicht älter als Emma – vielleicht höchstens ein oder zwei Jahre. Ihr Haar war gelockt und reichte ihr bis über die Schultern. Es war schwarz.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ihre großen, braunen Augen blickten sich mit Faszination im Hotel um. Die Augen, die ich schon so oft gesehen hatte. Dieses dunkle, tiefe Braun.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Sie war klein und zierlich und trug eine eingerissene, dunkle Jeanshose. Darüber ein schief geschnittenes, weißes Shirt, was ihre linke Schulter entblößte und mehr Schmuck um den Hals als nötig.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Aber was mir sofort auffiel waren ihre Schuhe. Weiße Chucks, deren Sohle sich langsam löste und an denen die Schnürsenkel links und rechts hinaus hingen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Neben ihren Füßen stand ein großer, roter Rollkoffer und sie hatte sich eine schiefe Tasche umgehängt, die ebenfalls weiß war.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Mein Blick haftete einen Moment länger als angemessen war, an ihrem Gesicht und ich sah mir jede gerade, schön geschwungene Linie ihrer Züge genau an. Mir war bewusst, dass ich starrte aber ich konnte nicht anders.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ihre Augenbrauen hatten dieselbe Form wie die von Isabella, nur dass die Augen ihrer Cousine ein wenig Mandelförmiger waren. Ihre gerade Nase, verbunden mit den hohen Wangenknochen, entlockten meinen leicht geöffneten Lippen ein leises, beinahe gehauchtes Stöhnen. Wenn man nur diese Partie betrachtete, hätte nicht einmal ich, der jeden Millimeter an Isabellas Körper kannte, unterscheiden können, ob es sie ist, oder ihre Cousine. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Meine Augen wanderten weiter, zu dem vollen, roten Kussmund und genau wie auch Isabellas Lippen, lösten sie das Verlangen aus, einfach hinzugehen und diesen Mund zu kosten. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Es waren dieselben Lippen, aber nicht dasselbe Mädchen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Meine Augen ruckten wieder nach oben und ich stellte fest, dass auch sie mich mittlerweile genaustens musterte. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ihr Vater und ihr Bruder waren schon ein paar Schritte weiter gegangen und riefen nach ihr. Wir sahen uns noch einen kurzen Moment in die Augen, ehe ich mich herumdrehte und das Hotel verließ. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Die Luft im Plaza schien mich in diesem Moment erdrücken zu wollen und ich hatte das Gefühl, dass mir jede mögliche Luft aus den Lungen gepresst wurde.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Sobald ich das Hotel verlassen hatte, atmete ich tief ein und schloss für einen Moment die Augen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Es hatte beinahe den Anschein, als würde Isabella mich verfolgen. Egal wo ich hin ging, egal wo ich hinsah, egal in welche Richtung meine Gedanken sich wandten, sie war einfach überall und das pisste mich an.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;In den letzten Tagen war zu viel passiert. Ich hatte sie gehen lassen wollen, sie hätte mich gehen lassen sollen und trotzdem hingen wir irgendwie immer aneinander. Aber gut ... ich hatte ihr ja versprochen, dass ich sie in Ruhe und weiter machen lassen würde. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ein lautes Schnauben entwich mir, als ich in meinen Jaguar stieg und den Motor startete. Ich schaltete die Heizung ein und fuhr los.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wie sollte ich sie vergessen und in Ruhe lassen, wenn sie mich quasi überall hin verfolgte. Wenn sie MIR keine Ruhe ließ? Himmel, konnte sie nicht einfach verschwinden? Aus meinem Kopf, meinem Leben, meinen Gedanken? &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich beugte mich leicht zur Seite und wühlte schnell in dem Handschuhfach auf der Beifahrerseite nach einer CD. Sobald ich sie fand, schmiss ich sie in den Player und drehte sie auf die höchste Lautstärke. Hauptsache es übertönte in irgendeiner Art und Weise meine Gedanken. Hauptsache sie war nicht in meinem Kopf. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;i&gt;Tainted Love von Marilyn Manson&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich machte mir eine Zigarette an und ließ das Fenster einen kleinen Spalt nach unten, damit der Rauch raus ziehen konnte. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Während ich den Blinker setzte, um aus dem Plaza Parkplatz zu biegen, konzentrierte ich mich voll und ganz auf den Text des Liedes. Alles. Hauptsache nicht an ihre verdammten, braunen Augen denken. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Es war immer so ; Wenn ich mit Sachen, die direkt mit ihr zu tun hatten, konfrontiert wurde, dann ließen sich diese Bilder-Gedanken-Szenen-Momente nicht mehr aus meinem Kopf vertreiben. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Sie blieben dort so hartnäckig, dass ich mir in diesen Momenten immer wünschte, man hätte einen Knopf zum An-und ausschalten des Denkens. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;i&gt;Cullen, Cullen, Cullen – nein. Lass es!&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;i&gt;Once i ran to you, now i run from you ... this tanited Love you've given ... &lt;/i&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich wusste nicht, wen ich mehr von diesen Worten überzeugen wollte. Meine Gedanken, die sowieso das taten, was sie wollten, oder meinen Körper, der einfach nicht von Isabella los kam. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich musste ehrlich zugeben – auch wenn ich kein Softie war – dass ich jetzt irgendwie verstehen konnte, dass diese ganzen Mädels, denen ich immer versprach sie anzurufen und es niemals getan hatte, wenn sie an mich dachten, fast durchdrehten. Ich meine, Himmel, mir ging es doch kein Stückchen anders im Moment. Es war wohl einfach so, sobald dir jemand den Kopf verdrehte – und ich meine hier nicht ein wenig Schwärmerei, sondern richtig, richtig, richtig verdrehte – dann war sowieso alles am Arsch. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;So ist es doch die ganze Zeit. Du lebst, du tust, du machst, du lernst, du arbeitest ... und wofür? Dafür, dass es sowieso irgendwann vorbei ist und du sterben wirst. Und zwar alleine. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Es war doch so! Wer half dir denn? Jeder sagte, dass er dich verstehen konnte, dass es vorbei gehen würde, dass es normal war, gute Zeiten zu haben und dass es normal war, schlechte Zeiten zu haben, aber verfluchte Scheiße, niemand konnte dir diesen Schmerz nehmen. Niemand konnte dir nehmen, dass du nicht aufhören konntest, an sie zu denken. Nicht einmal du selbst, egal wie sehr du es dir verbietest, oder wie sehr du dich bemühst, es geht nicht. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Es war sowieso schon masochistischer Scheiß, aber die Krönung des Ganzen war immer, wenn man sich vorstellte, was diese Person, die einem die ganze Zeit im Kopf hing, wohl gerade tat ... mit wem sie es tat ... ob sie Spaß dabei hatte ... ob sie auch mal an dich dachte ... das war doch alles beschissen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Diese Gefühle waren nicht, wie die großen Autoren sagen, das wunderbarste, das dir widerfahren konnte. Nein, dieses Gefühl in mir war beschissen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Diese Gefühle halfen dir nicht weiter. Diese Gefühle machten dich nicht satt. Von diesen Gefühlen hattest du keinen Orgasmus. Dieses Gefühl war einfach nur beschissen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" align="CENTER" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich fuhr mir durch mein Haar und zündete mir erneut eine Zigarette an, nachdem ich den Motor auf einem Parkplatz vor Alecs Wohnung abgestellt hatte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Auch wenn das meine Freunde waren, ich hatte noch ein kleines bisschen Reststolz, das mir verbat, mich ihnen in diesem abgefuckten Zustand zu zeigen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Tief inhalierte ich den Rauch und versuchte mich irgendwie zu beruhigen. Wenn dieser Höllentrip nicht bald ein Ende fand, würde ich baumelnd an irgendeinem Galgen enden. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Es ist doch immer so – du öffnest dich einem Menschen und wirst danach enttäuscht. Früher oder später wird man immer enttäuscht. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Mir war klar, dass ich mich gerade selbst bemitleidete, aber verfluchte Scheiße, man durfte das. Rosalie sagte zu mir, man durfte das – nicht für immer, aber für eine gewisse Zeit. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wieder zog ich an meiner Zigarette und seufzte tief, ehe ich einen Blick auf mein Blackberry warf. Nichts. Keine Nachricht, kein Anruf.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Aber was erwartete ich auch? Wahrscheinlich ließ die Kleine .... wahrscheinlich ließ sie sich gerade von diesem Pisser ficken. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich meine gut, offenbar hatte ich sie in seine Arme getrieben und gut, sie wollte weitermachen, das verübelte ich ihr gar nicht. Aber Hölle ... nach diesen Telefonaten an Thanksgiving – vor nicht mal einer Woche – war es, als wäre die Wunde wieder aufgerissen. Vorher kam ich wirklich besser damit klar, aber seitdem ich mir eingestanden hatte, dass ich sie irgendwie vermisste oder whatrever ich auch tat – ich wusste es ja selbst nicht – war es wieder schlimmer.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Seitdem ich wusste, dass sie mich genauso sehr wollte, wie ich sie, aber trotzdem mit Simmens zusammen war, weil ich emotionaler Krüppel ihr nicht das geben konnte, was sie wollte ... seitdem war es einfach wieder beschissen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Alles war beschissen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Seitdem hatte ich das Gefühl, ich müsste nochmal von vorne beginnen, alles neu aufarbeiten. Selbst, wenn das mit uns schon einige Monate her war, es kam mir vor wie gestern, als sie unter mir gelegen, vor mir gestanden, auf meinem Schoß gesessen oder in meinem Bett gelegen hatte. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich atmete mehrmals betont ruhig und kontrolliert durch, zwang mich zur Ruhe und öffnete anschließend meine Autotüre. Nachdem ich sie hinter mir wieder zuschlug, zog ich nochmal an meiner Kippe und warf sie dann auf den Boden. Gerade, als ich klingeln wollte, ertönte der Türöffner und durch die Gegensprechanlage hörte ich Jacksons Stimme, die ein «Da bist du ja endlich, Alter!», rief. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich atmete nochmals tief ein, ehe ich schließlich die Türe aufdrückte und immer zwei Stufen auf einmal nehmend, die Treppen nach oben spurtete. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Mein Verdacht, dass Gloria da sein würde, bestätigte sich, als sie grinsend im offenen Türrahmen stand. Sie trug eine verwaschene Jeans und einen dunkelgrünen Kapuzenpullover aus dünnem Stoff.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Du kannst dir nicht vorstellen, wie faul die Jungs sind», war ihre Begrüßung, als sie ihre Arme um mich schlang und mir jeweils einen Kuss auf die Wangen drückte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich lächelte sie an «Was haben sie getan, die Arschlöcher?» ehe ich mich an ihr vorbei drängte und lachend die Türe hinter uns schloss. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Sie atmen», rollte Gloria die Augen und ich streifte mir die Chucks von den Füßen und folgte ihr dann ins Wohnzimmer. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Da ist er ja, unser VIP», grinste Alec und hielt mir ein Bier hin. Dankbar nahm ich es entgegen und ließ mich auf die Couch, neben Connor fallen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Der VIP hat ganz schön lange auf sich warten lassen», murmelte Jackson von seiner Position auf dem Sessel aus. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Du warst mindestens zehn Minuten vor der Tür, warum bist du nicht ausgestiegen, Mann?», wollte Connor wissen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich rollte einmal kurz mit den Augen und Alec prostete mir zu. «Verstehe – Isabella. Hast du sie gesehen, Mann?» Fragend blickte Alec mich an. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich schüttelte bloß leicht den Kopf «Nein, zum Glück nicht», war meine Antwort. Ich wollte nicht über sie sprechen. Es reichte schon, dass sie mir ununterbrochen im Kopf herum spukte. Es reichte. Ich konnte nicht mehr an sie denken. Es zerstörte mich und machte meine Laune zunichte. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Du hättest gestern mit uns feiern gehen sollen», meinte Gloria mit ein Seufzen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Es ging nicht – ich musste Bewerbungsmappen durchgehen», rollte ich die Augen und war froh, dass niemand mehr das Thema Isabella ansprach. «Was habt ihr gemacht?»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«'Ne kleine Kneipentour durch die 5th Avenue», erwiderte Alec und legte die Füße auf seinen Wohnzimmertisch.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Woha, ohne mich?», stöhnte ich und lehnte mich zurück, um dann einen großen Schluck meines Bieres zu nehmen. Kühl und wohltuend rann es meine Kehle hinab, was mich leise seufzen ließ.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ja Mann, wir haben versucht dich zu erreichen, aber dein Handy war aus», zuckte Jackson die Achseln. Gloria setzte sich neben Alec auf die Armlehne und stützte ihren Unterarm auf seine Schulter. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ich bin eben ein viel beschäftigter Mann», meinte ich mit empor gezogener Braue und einem leichten Schmunzeln.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Seit ich von Kalifornien zurück gekehrt war, waren gerade mal zwei Tage vergangen und ich hatte mich regelrecht in die Arbeit gestürzt. Das war einfach nötig gewesen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Na, dann wollen wir doch mal hoffen, dass du an Silvester Zeit hast?» Gloria hob ihre fein geschwungenen Brauen und zupfte sich einen Fussel von ihre Pulli. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Klar. Habt ihr was geplant?», wollte ich wissen. Silvester lief bei mir eigentlich immer gleich ab ; ich war mit Emmett unterwegs, durchforstete sämtliche Partys und stoppte dann schließlich kurz vor Mitternacht bei der angesagtesten, um mich dort ins neue Jahr zu trinken. Oder zu saufen. Wie auch immer man es sah. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Aber dieses Jahr würde er sicherlich was mit Rose machen wollen und das bedeutete, dass Isabella wahrscheinlich auch dabei sein würde und das wiederum hieß, dass ich mir ihren frisch verliebten Pärchenscheiß mit Simmens reinziehen musste. Nein danke. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ja Mann», meinte Connor nun mit einem leichten Nicken. Er zog seine Zigaretten aus der Hosentasche und zündete sich eine an, woraufhin ich es ihm gleich tat. Mit geschlossenen Augen sog ich den Rauch in meine Lungen und stieß ihn langsam wieder aus. «Es wird eine ziemlich angesagte Party Uptown stattfinden ... aber das Problem ist ...» Connor stockte und sah plötzlich unglaublich unsicher aus. Mir dämmerte es schon, bevor er erneut den Mund aufmachen musste. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ihr wollt auf die Gästeliste, richtig?», seufzte ich und trank wieder von meinem Bier.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Richtig», murmelte er nun und Alec lachte laut. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Es ist nicht so, dass wir dich nur deswegen dabei haben wollen, Ed, das weißt du oder?» Er beugte sich leicht nach vorne und stützte die Unterarme auf seinen Beinen ab. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Klar weiß ich das...» Ich dachte einen Moment nach. Wenn es die angesagteste Silvesterparty war, würde Isabella mit Sicherheit da sein. Aber Himmel ... ich konnte ihr auch nicht immer aus dem Weg gehen, oder? Außerdem wollte ich meine Freunde nicht hängen lassen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«In Ordnung, ich sehe mal, was sich machen lässt», sagte ich also. «Aber erstmal muss ich noch ein paar Dinge für das Hotel erledigen, meine Familie kommt immerhin in ein paar Tagen und ich muss Suiten für sie reservieren und all das.» &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Stimmt, du hattest erzählt, dass deine Schwestern und dein Schwager hierher ziehen», erinnerte Jackson sich. «Werden sie jetzt im Plaza wohnen, oder?» &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Vorübergehend, ja», sagte ich an meiner Kippe ziehend. «Solange, bis sie was Eigenes gefunden haben.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ja cool. Du freust dich sicherlich, wenn ein Teil deiner Familie wieder hier ist, oder?», fragte Jackson weiter.&lt;br /&gt;«Woah, das klingt nach Softi Mist», lachte Alec los und Gloria beugte sich vor und schlug ihm auf den Arm «Halt die Klappe Alec», stimmte sie mit ein.&lt;br /&gt;«Nein Man, das ist nicht soft, das ist normal. Außerdem, so wie ich ihn-», er deutete mit seiner freien Hand lässig auf mich «-kenne, will er eh nur seine kleine Schwester im Auge haben.»&lt;br /&gt;Ich lachte los. «100 Punkte, Kumpel. Ich will sie von Arschlöchern wie dir fernhalten. You know?»&lt;br /&gt;«…was definitiv schwer werden wird, wenn sie nur zu einem Bruchteil so ist wie du», lachte Connor.&lt;br /&gt;«Sie ist nicht wie ich», verteidigte ich sie und machte die Kippe aus.&lt;br /&gt;«So? Wie ist sie dann?», zog Gloria ihre Brauen in die Höhe und aus dem Augenwinkel sah ich, wie Alec sie einen Moment länger als nötig an ihrem Knie berührte.&lt;br /&gt;«Sie ist.. süß.. unschuldig.. nett..lieb…», fing ich an und schüttelte lächelnd den Kopf als ich an das Gespräch bei meinen Eltern über ihren ersten Sex zurück dachte.&lt;br /&gt;«Okay, sie hat dich um den Finger gewickelt Alter, mehr nicht», grinste Jackson und nahm einen Schluck von seinem Bier.&lt;br /&gt;«Wenn du sie anfasst, bist du tot, verstanden?», drohte ich ihm gespielt mit erhobenem Zeigefinger.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ich bin vieles, aber sicher nicht pädophil, Mann», rollte er die Augen. «Wie alt ist sie? 16?17? Himmel, ich bin bald 24. Ich bitte dich, Edward...» &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Bei dir weiß man nie», murmelte ich und nippte an meinem Bier. Bilder zogen durch meinen Kopf von früher. Gott, wie sehr ich Jackson gehasst hatte – dafür, dass er etwas haben konnte, was ich nicht bekam. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Isabella. Sie hatte im Club mit ihm rumgemacht, um mich zu vertreiben und wütend zu machen und zum Teufel, sie hatte es auch geschafft. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Aber durch Erzählungen von Jackson wusste ich, dass nie etwas Ernstes zwischen ihnen gelaufen war. Sie hatten nicht mal Sex gehabt, immer nur geflirtet ... &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Mit einem Seufzen schüttelte ich den Kopf und ließ meinen Blick zu Alec und Gloria schweifen. Sie unterhielt sich gerade mit Connor neben mir, während Alec sie ziemlich aufmerksam von der Seite musterte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich kannte diesen Blick. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich kannte diesen Blick nur zu gut, nur wurde &lt;i&gt;ich&lt;/i&gt; immer so angesehen, damals von Isabella ... und … ich biss mir schmerzhaft auf die Unterlippe und drehte den Kopf weg.&lt;br /&gt;Alec war dabei – oder er hatte die Grenze schon übertreten- sich zu verlieben. In Gloria. Himmel, versteht mich nicht falsch, ich würde mich freuen, aber ich persönlich wünschte niemanden – außer Simmens- diese Wunde in der Brust, die man hatte, wenn der Mensch ging. Einfach weg war. Bei mir war sie dabei zu heilen… gut, sie hatte noch einmal kurz geblutet, aber jetzt konnte sie verheilen und irgendwann würde mich nichts mehr- außer eine kleine Narbe- daran erinnern, dass er mal da gewesen war. Gott. Schmerz? Schmerz war ein Arschloch, aber Simmens sollte ihn haben, bis sein verfluchtes Leben beendet war.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich drehte wieder leicht den Kopf und betrachtete die beiden genauer. Alec sah sie so an, wie man jemand ansah, wenn man.... aber gut.. die Frage war doch eher, hatte sie denselben Blick? Das war doch wichtig, Himmel, er konnte sie ja nicht zwingen. Also entweder Madame stand auch auf ihn oder ich musste Alec wohl oder übel mal zur Seite nehmen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Jackson, was ist mit deiner Kleinen? Hast sie mittlerweile mal nach einem Date gefragt?», rief Connor und ich wand meine Aufmerksamkeit wieder dem Gespräch zu.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Nein .. hab ich nicht!» Jackson legte den Arm hinter den Kopf und trank einen Schluck Bier. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Und wieso nicht?», fragte Alec nach und wieder streifte seine Hand die schmale Hüfte von Gloria.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Er traut sich nicht», lächelte Gloria ihn an.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Du traust dich nicht?», runzelte ich die Stirn. «Warte – geht es immer noch um die Blondine, von der du mir kurz vor Halloween erzählt hast?» &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Jackson stöhnte genervt. «Jaa ... aber sie ist einfach nicht ... so ... Sie gehört zu dieser Liga von Frauen, bei denen man ...»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Sich einfach nicht traut den Mund aufzumachen?», vervollständigte Alec gemurmelt seinen Satz. Ich hob eine Braue und musterte ihn, wie er abermals einen verstohlenen Blick zu Gloria warf, welche es allerdings nicht zu bemerken schien. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ja genau», seufzte Jackson mit einem leichten Kopfschütteln.&lt;br /&gt;«Ich würde nicht zu lange warten», meinte ich ernst. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ja, umso länger du wartest ...», begann Gloria und ließ den Satz in der Luft hängen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Was ist eigentlich mit deiner Ex, Alec? Irgendwelche News?», wollte ich nun wissen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Woah ... hör mir auf. Sie hat sich gemeldet. Thanksgiving. Eine Nachricht à la &lt;mit-dir-waren-familienfeste-viel-schöner-ich-vermiss-dich-so-sehr&gt;», äffte er ihre Stimme nach. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Die Frau versteht einfach nicht, dass ich durch solche Aktionen NOCH weniger Lust auf sie hab, als eh schon....», murmelte er weiter. Ich zog eine Braue in die Höhe. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Hat die Frau keinen Stolz?», fragte ich nach und nahm das neue Bier entgegen, das Connor mit hin hielt. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Nein, sieht nicht so aus...», flüsterte Gloria und griff nach meinen Kippen «Darf ich?», fragte sie mich und ich nickte leicht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Sogar eine ihrer Freundinnen hat mir bei Facebook eine Nachricht hinterlassen.... unglaublich...», grinste er und schüttelte den Kopf. «Versteht mich nicht falsch, es ist komisch ohne sie. Immer noch, auch wenn es jetzt schon länger her ist, aber es geht mir einfach besser so», zuckte er die Achseln und Jackson grummelte etwas Unverständliches vor sich hin.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Meint ihr, ich soll sie mal anrufen?», fragte Letzterer schließlich und sah eigentlich nur mich dabei an.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ja, natürlich. Was hast du zu verlieren? Außer, dass du eine Liga absteigst?», lächelte ich schief und dachte sofort an Isabella. Tja, kleines, schönes Mädchen, du bist wohl auch eine Liga abgestiegen, dachte ich, -vom Hotelerben zum Junior-Geschäftsführer.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Okay ... ich ruf sie heute Abend an, wenn ich wieder zu Hause bin...» Jackson nickte und schien sich selbst Mut machen zu wollen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Und bei dir Edward? Irgendwelche News ... bezüglich irgendwelcher Frauen?», fragte Alec mich, währenD Gloria neben ihm leicht ihr Gewicht verlagerte und einen tiefen Zug ihrer Zigarette nahm.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Uhm...», machte ich und dachte einen Moment nach. Eigentlich gab es keine News. Höchstens das, was über die Feiertage bei meinen Eltern passiert war ... die Liste und all der Müll. Aber mehr nicht. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Nein», sagte ich dann. Ich wollte es einfach nicht erzählen ... das alles war etwas, das ich mit mir ausmachen musste. Ich wollte nicht durch die Weltgeschichte laufen und jedem meine Probleme aufdrücken. So war ich nicht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Eigentlich hasste ich Menschen, die das taten. Die jedem ihre Probleme erzählten. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Gar nichts?», weitete Gloria ihre Augen. «Ich meine GAR NICHTS?»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Nein:» Ich grinste leicht. «Ich war meine Eltern über Feiertage besuchen. Was denkst du denn – dass ich Frauen in meinem Jugendbett flachlege, nachdem wir den Truthahn verdrückt haben?»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Also erstens denke ich, dass ein Edward Cullen nicht &lt;i&gt;flachlegt&lt;/i&gt;, sondern die Frauen fickt», begann sie plötzlich. «Zweitens denke ich, dass du es als Sport nach dem Essen tarnen würdest und drittens bin ich zu 100 Prozent davon überzeugt, dass du weißt, wie man eine Frau in das Haus deiner Eltern einschleusen kann, ohne dass sie es mitbekommen», erwiderte Gloria ruhig und sachlich und die Jungs um uns herum fingen laut zu lachen an.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich riss die Augen auf. «Scheiße ...» Gloria grinste mich triumphierend an «Scheiße, du bist &lt;i&gt;gut&lt;/i&gt;, Kleine.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Sie schnippte leicht mit den Fingern und stand auf, wanderte zu dem großen Fenster und öffnete es einen Moment. «Nein, nur haufenweise Erfahrungen mit Arschlöchern», grinste sie mich an.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«... unter anderem auch mit dir. Also weiß ich wovon ich spreche.» Gloria setzte sich zurück an ihren Platz und hatte wahrscheinlich keine Ahnung davon, was sie gerade angestellt hatte. Sie wusste ja nicht, dass Alec ganz offensichtlich in sie verschossen war. Demzufolge fand sie es wohl auch nicht schlimm, rauszuposaunen, dass wir zweimal Sex miteinander hatten. Na gut... einmal Sex, einmal der Dreier.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Langsam wanderten meine Augen zu Alec und ich schluckte. Er war erstarrt und seine Augen leicht geweitet.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ihr wart miteinander in der Kiste?», murmelte dieser und fuhr sich durch sein Haar.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Keine große Sache ... es waren nur zweimal», winkte Gloria ab und ich sah, wie Alecs Augen sich mehr und mehr weiteten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Er schluckte schwer. «Du hast sie zweimal gefickt?», fragte er direkt an mich gewandt und als er sah, wie durchdringend ich ihn beobachtete, sah er schnell weg. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Habt ihr das gewusst?» fragte er an die anderen gewandt. Ahh, da wollte wohl jemand ablenken. Von dem verräterischen Funkeln und der Enttäuschung in seinen Augen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Nein Mann», schüttelte Jackson den Kopf. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ich wusste es auch nicht», zuckte Connor lässig die Achseln. «Aber ich hätte es mir denken können.» Er grinste mich verschmitzt an, stieß mir mit dem Ellbogen leicht in die Seite und ich seufzte, fuhr mir durch das Haar.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Wie ... », murmelte Alec nun und sah von mir zu Gloria.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Isabella hat mir einen Dreier zum Geburtstag geschenkt ...», fing ich an.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Gott, wenn ich diese Scheiße jetzt genauer erläutern musste ...&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Was?», kam es von Jackson und Connor verschluckte sich an seinem Bier.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ja, sie hat mir einen Dreier geschenkt - Gloria war die Dritte, aber ... nun ja, an dem Abend hatte ich keinen Sex mit ihr», erklärte ich schnell und warf einen Hilfesuchenden Blick zu Gloria. Diese grinste mich leicht an und schüttelte ihren Kopf.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ja ... das stimmt, wir beide-», sie deutete auf sich und mich, «-hatten beim Dreier keinen Sex, nur ..»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Nicht zu sehr ins Detail gehen, bitte», verzog Alec das Gesicht, doch mir entging nicht, dass er sich merklich entspannt hatte. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Und was ist mit dem zweiten Mal?», fragte Connor neben mir interessiert.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Das war ... sagen wir so ... wir haben es versucht, aber festgestellt, dass ich zu gut für ihn bin», grinste sie mich an und stieß mich leicht in die Seite. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Mit &lt;zu&gt;, meint sie, dass eine normale Freundschaft, ohne Extras besser für uns  wäre...», stellte ich klar. Himmel, ich ließ mir doch nicht nachsagen, dass ich nicht gut im Bett wäre. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Aber ihr HATTET Sex, oder?», wollte er nun angespannt wissen. Ich nickte leicht, versuchte ihm aber mit meinem Blick zu verstehen zu geben, dass es nichts Ernstes war. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ja, den hatten wir ...», sagte ich vorsichtig ...&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Wann?», fragte er weiter&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Himmel, Alec was ist denn mit dir los?», wollte Jackson skeptisch wissen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Nichts... es.. es interessiert mich nur einfach», erwiderte er fest und ich beschloss, dass ich ihn aus der Situation retten würde.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Nein Mann... nicht vor Kurzem. Das war bevor ihr Gloria kanntet.» Ich betrachtete ihn weiterhin eindringlich.. möge er doch erkennen, dass es ohne jegliche Bedeutung damals war.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Kurz bevor ich sie euch vorgestellt hab..», fuhr ich ruhig fort. «Es war eine einmalige Sache.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ah ... okay ...», murmelte Alec und zündete sich eine Zigarette an. Seine Hände zitterten kaum merklich, aber &lt;i&gt;mir&lt;/i&gt; fiel es auf.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Wie auch immer. Das ist vorbei und wird sicherlich nicht noch einmal vorkommen», murmelte Gloria und sah Alec in die Augen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Er erwiderte ihren Blick und zog dann nochmals lange an seiner Zigarette. «In Ordnung», murmelte er «Im Grunde geht es mich ja auch gar nichts an.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich zog eine Braue in die Höhe. «Na ja, aber es ist trotzdem wichtig, dass die Freunde das irgendwie ... dass kein falscher Eindruck entsteht...», murmelte ich und zündete mir ebenfalls eine an.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Eben», nickte Gloria und rückte näher an Alec. «Edward und ich hatten Sex. Mehr nicht. Und soll ich dir was sagen?» Er sah sie an und sie richtete ihre Augen direkt in seine. «Es war gut ... aber ohne Gefühle ist es nicht dasselbe.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;i&gt;Gefühle ...&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich dachte einen Moment über Glorias Gesagtes nach und plötzlich wurde mir etwas klar.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Zwar hatte ich nach Isabella regelmäßigen und guten Sex mit anderen Frauen gehabt, aber es war nie dasselbe gewesen. Und jetzt verstand ich auch warum.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Der Sex mit Isabella war immer viel intensiver. Es machte mir Spaß und brachte mir Zufriedenheit, wenn ich sah, wie sie durch mich kam. Wenn ich sah, wie sehr sie unsere Haut, die aneinander gepresst war, genoss.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Mit anderen Frauen war es nicht so. Ich genoss das alles nicht so sehr, ganz einfach weil ... weil ich für keine von ihnen irgendetwas empfand.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Es stach leicht in meinem Bauch und ich schluckte schwer. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich hatte Gefühle für Isabella gehabt und diese existierten womöglich immer noch ... aber weiß Gott, ich würde alles daran setzen, sie zu töten. Diese Gefühle zu ersticken und sie endlich zu vergessen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ganz egal, wie lange es dauern würde. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" align="CENTER" lang="de-DE"&gt; &lt;span style="font-size:85%;"&gt;*&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;i&gt;13. Dezember 2009 &lt;/i&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Amanda, bitte sorgen Sie dafür, dass Brian die Koffer nach oben bringt», ordnete ich an und legte meinen rechten Unterarm auf den Empfangstresen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Natürlich, Mister Cullen», nickte die Schwarzhaarige und lief hinüber zu Brian, welcher am Aufzug stand. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Es ist wirklich nur vorübergehend, Edward», meinte Alice neben mir zum tausendsten Mal.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Al», mischte Emmett sich ein. «Wir sind deine Brüder und wenn unsere Familie eine Unterkunft braucht, könnt ihr solange bleiben wie ihr wollt, okay?» &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wir standen gerade im Plaza, nachdem wir Jasper, Alice und Emma vom Flughafen in New York abgeholt hatten. Heute war der Tag ihres Umzuges.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich hatte Emma in der Zwischenzeit an einer privaten High School auf der Upper East Side angemeldet und Jasper hatte sich um einen guten Job im Krankenhaus hier bemüht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Alice brauchte für ihre Boutique bloß noch die passende Räumlichkeit und ich würde morgen Nachtmittag mit ihr New York City nach einem geeigneten Gebäude durchforsten, das hatte ich ihr versprochen. Es würde mein Weihnachtsgeschenk an sie sein. Sie wusste es noch nicht, aber ich wollte für die Kosten aufkommen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Aber heute war erstmal der Tag ihrer Ankunft und sie checkten gerade in die Zimmer ein, welche Emmett und ich ihnen reserviert hatten. Kostenlos natürlich.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Gott, ich warte auf den Tag, an dem ich hier irgendeinem Promi über den Weg laufe», murmelte Emma und schulterte ihre große Louis Vuitton Tasche. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Bevor du nach irgendwelchen Schauspielern und Sängern Ausschau hältst, Prinzessin, solltest du Mum anrufen und Bescheid sagen, dass ihr gut angekommen seid», bemerkte ich mit erhobener Braue.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ich bin kein Kind mehr», rollte sie die Augen und blickte sich dann abwesend im Hotel um. «Ob Jared Leto hier wohl schon mal eingecheckt hat?» &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Nun, davon wüsste ich wohl was», gluckste ich und schüttelte leicht den Kopf. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Brian schob gerade die Koffer auf einem kleinen Wagen vor sich her. Es waren so viele, dass man sein Gesicht fast gar nicht mehr sah. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Hölle, was habt ihr alles mitgenommen?», fragte Emmett, der wohl gerade dieselbe Entdeckung gemacht hatte. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Jeans, Tops, Shirts, Kleider, Schuhe-», begann Emma aufzuzählen, wurde jedoch unterbrochen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Fünf von acht Koffern, sind voll mit Schuhen», mischte Jasper sich mit einem Kopfschütteln ein. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Und die restlichen drei», fuhr er ungerührt fort, «Schminke und Schmuck.» &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich lachte laut auf – das war so typisch für meine Schwestern. «Ihr seid hier in New York. Ihr hättet nichts mitbringen und neu shoppen gehen können..» Emmas Augen begannen zu funkeln und mir wurde klar, dass ich besser hätte den Mund halten sollen ...&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Gehen wir morgen shoppen!?», fragte sie hoffnungsvoll und mit diesem gewissen Glanz in den Augen. Ein erleichtertes Seufzen verließ meine Lippen, als mir einfiel, dass ich eine perfekte Ausrede parat hatte. Es war nicht so, dass ich keine Zeit mit meiner Schwester verbringen wollte, eher dass ich es nicht als Vergnügen sah, mit einer Frau oder einem Mädchen shoppen zu gehen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Hab Alice schon versprochen, mit ihr nach einem Gebäude zu suchen», redete ich mich raus. Emmas Blick wanderte nun langsam zu Jasper.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ja, und ich muss die Papiere im Krankenhaus noch alle ausfüllen», murmelte Jasper sich am Kopf kratzend und bemüht darum, gleichgültig zu wirken. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Genau... und ich muss ...», begann Emmett, als ihm klar wurde, dass er der Nächste sein würde.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Na, was musst du denn Emmett, mh?», fragte ich ihn schmunzelnd.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ich hab Rose versprochen, Weihnachtseinkäufe zu erledigen.» Er verschränkte zufrieden mit sich die Arme vor der Brust.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Emmett», sagte Alice neben mir ernst. «Du weißt, dass Weihnachtseinkäufe erledigen, dasselbe wie shoppen für eine Frau ist, oder?» &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Emmett grinste ein wenig und fuhr sich durch seine schwarzen Locken. «Mit Rose nicht», meinte er mit einem eindeutigen Zwinkern.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Uhh ... das wollten wir gar nicht so genau wissen», verzog Jasper das Gesicht. Ich lachte leicht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Na, dann sei froh, dass du nicht neben ihm wohnst.» Jasper lächelte selig. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Wenn wir eine Wohnung finden, dann wird die mehrere Häuserblogs von euch entfernt sein», meinte er. «Man weiß ja nie.» Alice lachte und stieß ihn leicht in die Seite.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich wunderte mich einen Moment darüber, warum Emma so leise war, als ich zu ihr hinab blickte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Sie hatte die Augen ein wenig geweitet und sah Richtung Rezeption. Ich folgte ihrem Blick und entdeckte die Swans mit ihrem ganzen Gepäck. Sie waren gerade dabei auszuchecken ... aber gut ... sie waren auch etwa 14 Tage hier gewesen und hatten offenbar mittlerweile eine Wohnung gefunden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich gab mir Mühe, sie nicht zu genau zu mustern, bemerkte aber trotzdem den ziemlich faszinierten Blick meiner Schwester, welcher nun auf diesem Anthony haftete. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Dieser lachte gerade und wuschelte seiner Schwester durch das Haar. Sie schimpfte und trat ihm gegen das Schienbein. Ich musste leicht lachen, als mir die Ähnlichkeiten zu Isabella ein weiteres Mal ins Augen stachen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Nun gut ... die Ähnlichkeiten zu Vorher-Isabella ... nicht zu der derzeitigen Isabella. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Sie trug wieder einmal versiffte Chucks, diesmal in schwarz, hatte Stulpen an ihren Knöcheln und eine Strumphose umspielte ihre schmalen Beine. Ihr Körper wurde von einem dunkelblauen Kleid und einem schwarzen Cardigan umhüllt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich dankte Gott, oder wem auch immer dafür, dass Isabella in den letzten Tagen nicht hier aufgetaucht war, weil ihre Familie ebenfalls in New York wohnte -zumindest für die besagten zwei Wochen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich war einfach noch nicht bereit dazu, sie nach meiner Aktion an Thanksgiving wiederzusehen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Wer ist das?», wollte Emma abwesend und mit einem Kopfnicken in Richtung Swans wissen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Das sind die Swans. Isabellas Familie», erklärte Emmett und plötzlich schoss Emmas Blick zu mir. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Isabella?» Ein Funkeln trat in ihr Braun-Grün. Ein Funkeln, das ich nur zu gut kannte. Ich hob eine Braue.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Was hast du vor, Kleine?» Sie schob unschuldig die Unterlippe vor und schüttelte leicht ihren Kopf. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Gar nichts. Ich frag mich nur was sie hier machen?» Scheinbar gleichgültig spielte sie mit einer ihrer braunen Locken. Ich seufzte tief.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Das soll Emmett dir erklären.» Denn ich war es leid, über Isabella zu sprechen ... warum auch immer. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Bevor mich noch jemand weiter über das Thema ausquetschen konnte, entschuldigte ich mich dezent und ging schnell zum Aufzug, bevor die Cousine von Isabella mich wieder mit ihren rehbraunen Augen anstarren konnte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich wollte diese Augen endlich aus meinem Kopf bekommen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" align="CENTER" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Am nächsten Tag, traf ich mich gegen 13 Uhr mit Alice unten im Foyer. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Sie strahlte, als sie mich erblickte und kam mit ihren Heels in meine Richtung gelaufen. Sie war heute wieder wunderschön ; trug eine schwarze, hüftige Jeanshose, die sich wie eine zweite Haut an ihre Beine schmiegte. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ihre High Heels waren von einem Silber-grau und über ihrer Jeans trug sie eine schwarz-glänzende Bluse mit einem hellgrauen Mantel darüber, welchen sie offen gelassen hatte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ihre schwarzen Haare umrandeten ihr gebräuntes, schmales Gesicht ganz glatt und glitten ihr bis zu den Schultern. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Hey», begrüßte sie mich nun mit einem Strahlen und küsste mich auf die Wange. Ich lächelte sie leicht an und schlang einen Arm um ihre Schultern. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wir schlenderten gemeinsam aus dem Plaza. «Taxi, Auto oder zu Fuß?», fragte ich mit einer erhobenen Braue. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Auto, bitte.» Draußen schien heute die Sonne. Sie strahlte auf den weißen Schnee hinab, der die Gehwege bedeckte und ließ ihn glänzen. Es war wirklich angenehm.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Alice zog ihre Louis Vuitton Sonnenbrille aus ihrer großen Tragetasche und zog sie sich auf. Ich führte sie zu meinem Jaguar, der auf den hinteren Parkplätzen stand und hielt ihr die Türe auf.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Sie lächelte mich an, ehe sie sich niederließ. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich ließ das Verdeck zu, da es trotz der Sonne doch ziemlich kühl war, und stieg dann ebenfalls ein. Anschließend startete ich den Motor und parkte aus, um dann das Plaza hinter uns zu lassen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Und? Was habt ihr gestern noch gemacht?», wollte ich mit einem kurzen Seitenblick zu meiner schönen Schwester wissen, ehe ich mich leicht vorbeugte und nach meiner Sonnenbrille fischte, um sie ebenfalls aufzusetzen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ein leichtes Grinsen stahl sich auf meine Lippen – mir war bewusst, dass unsere Familie wirklich schön war. Ganz egal, mit wem von ihnen ich unterwegs war, wir wirkten immer verdammt stilvoll ... &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Wir haben ausgepackt und uns dann später noch mit Emmett und Emma ins Restaurant gesetzt, um was zu essen», erzählte sie und drehte am Radio herum. Ich zog mir eine Zigarette aus der Hosentasche und zündete sie schnell an, ehe ich mein Etui Alice zuwarf, woraufhin auch sie sich eine anmachte. «Schade, dass du nicht dabei warst.» &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Nachdem meine Familie gestern ein und die Swans auscheckten, hatte ich einen Moment für mich gebraucht ... in 666. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Den ganzen Tag mit Isabella konfrontiert zu werden, tat mir einfach nicht gut. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Mit einem Seufzen ließ ich mein Fenster halb runter, da der Innenraum des Wagens mit Zigarettenrauch erfüllt war, und setzte dann den Blinker, um den Vollidioten vor mir zu überholen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Tut mir leid -  ich hatte noch ein bisschen was zu tun ... unter anderem hab ich meinen Architekten angerufen.» Ich warf ihr einen kurzen Seitenblick zu und lächelte sie an. «Du weißt, damit er sich deine Location, die du dir aussuchst, ansehen kann ... ich dachte, wir streifen erstmal alleine durch die City und treffen uns dann gegen 16 Uhr mit ihm.» &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Alice schenkte mir ein Strahlen und zog dann an ihrer Zigarette. «Oh, das ist großartig, Edward», meinte sie begeistert. Ich lächelte selig vor mich hin, denn Hölle ich liebte es, meiner Familie eine Freude zu machen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Sie standen für mich über allem. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Etwa eine dreiviertel Stunde später, waren wir angekommen. Nicht, dass es derart weit wäre, vom Plaza in die Innenstadt ... nur war es wirklich, wirklich schwer, einen Parkplatz zu bekommen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Alice und ich fanden letztendlich einen Platz. Ich schloss den Wagen ab, nachdem wir beide ausgestiegen waren und legte erneut einen Arm um ihre zierlichen Schultern. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wir schlenderten die 5th Avenue entlang und sprachen über alles Mögliche. Durchforsteten alle leeren Gebäude und schrieben uns mehrere Telefonnummern auf, bei denen wir uns melden wollten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Aber ich bemerkte, dass Alice mit keiner Location wirklich zufrieden war. Sie wollte etwas nicht zu Großes, etwas das elegant wirkte und nicht zu protzig. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Irgendwann, es musste gegen 15:30 Uhr gewesen sein, sicher wusste ich es nicht mehr, fanden wir eine leer stehende Location, die Alice zu verzaubern schien.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Vor dem Eingang erstreckten sich drei Treppenstufen und die Wände waren komplett verglast. Sie malte sich schon aus, wo sie ihre Schaufensterpuppen platzieren würde und wo sie welche Kleidungsstücke auslegen würde.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich hörte ihr zu und nickte dann und wann mal, beachtete ihr Strahlen und ihren begeisterten Gesichtsausdruck. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Irgendwann hörte sie dann auf zu planen und sah mit einem tiefen Seufzen zu mir auf. «Das ist es, Edward», meinte sie fest überzeugt. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«In Ordnung», nickte ich und besah das kleine Plakat, welches am Schaufenster hing. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Die Halle stand zum Verkauf frei und unter den dicken Druckbuchstaben, war der Name von einer gewissen 'Mrs. Robinson' abgedruckt. Auch ihre Telefonnummer war dort vorzufinden. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Gut», sagte ich und nahm mein Blackberry heraus. «Ich ruf jetzt erstmal den Architekten an, dass er hierher kommen soll und wenn hier alles so renoviert und eingerichtet werden kann, wie du es dir vorstellst, dann meld ich mich bei dieser Mrs. Robinson.» Alice zog eine ihrer fein geschwungenen Augenbrauen in die Höhe.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ich kann das doch auch machen, es reicht schon, dass ich deinen Architekten benutze», stellte sie mit einem kleinen Schmunzeln klar. Ich seufzte tief. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ich will es dir kaufen, Al. Seh es als Weihnachtsgeschenk, in Ordnung?» Meine Aussage ließ mich beinahe laut auflachen. Normale Menschen schenkten sich Schmuck, Gutscheine oder Bücher zu Weihnachten und ich kaufte meiner Schwester eine Location. Aber gut, wir waren auch keine normale Familie. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Alice blickte mich verdutzt an. «Das willst du wirklich tun? Ein Armband von Cartier hätte es getan», gluckste sie und ich schüttelte leicht den Kopf, fuhr mir durch das Haar. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Lass mich das einfach machen, ja?» Alice strahlte wieder und stellte sich galant auf ihre Zehenspitzen, um mir einen Kuss auf die Wange zu drücken. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Danke», hauchte sie voller Inbrunst. Ich winkte ab und lächelte nur, ehe ich den Architekten anrief und er mich wissen ließ, dass er jeden Moment da sein würde.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Während wir warteten, erzählte Alice mir weiterhin, wie sie sich das alles vorgestellt hatte. Ich lächelte vor mich hin, machte mir eine Zigarette an und hörte ihr geduldig zu.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich war mir meiner Sache ziemlich sicher. Diese Mrs. Robinson würde das Angebot, welches ich ihr machen würde, sicherlich nicht abschlagen. Es gab ganz bestimmt noch andere Interessenten, aber ich wagte zu bezweifeln, dass einer von ihnen dasselbe Sümmchen wie ich dafür hinblättern könnte. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ein paar Minuten später, traf der Architekt ein und Alice ging mit ihm die Räumlichkeit durch, erklärte ihm, wie sie es haben wollte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Derweil rief ich diese Mrs. Robinson an und machte für Alice und mich einen Termin Anfang Januar klar, da jetzt zu viele Feiertage folgten. Sie sagte, sobald sie den Namen Cullen hörte, natürlich sofort zu und meinte, dass es ihr eine Ehre wäre, sich mit uns persönlich über die Kleinigkeiten zu unterhalten. Wusste ich es doch. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Alice war gerade dabei mit dem Architekten zu sprechen, als ich plötzlich eine bekannte Stimme neben uns hörte. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wir fuhren zur selben Zeit herum, als die Stimme laut lachte. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich kannte dieses Lachen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Und ich hatte mich nicht getäuscht. Da war sie. Isabella. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Sie kam gerade mit Rosalie und Tanya direkt in unsere Richtung und ich fragte mich für einen Moment, was Rose hier machte. Emmett hatte doch gesagt, dass er den Tag heute mit ihr verbrachte ... ein leichtes Lachen entfuhr mir, als mir klar wurde, dass er sie nur als Vorwand benutzt hatte. Wahrscheinlich waren sie gar nicht verabredet gewesen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Isabella lief zwischen den beiden Blondinen. Sie trugen alle drei Absatzschuhe, hatten die Haare alle offen gelassen und Isabella trug eine Jeanshose und einen Ponchio darüber. In ihrer Hand hielt sie eine große Handtasche.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich schluckte bei ihrem Anblick unwillkürlich. Am liebsten hätte ich ihr schnell den Rücken zugewandt, bevor sie mich erblicken konnte, aber ich war wie erstarrt. Mein Herz schlug unglaublich schnell und mein Atem kam hektischer. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Seit der Sache an Thanksgiving hatte ich sie nicht gesehen und hatte keinen Moment darüber nachgedacht, wie ich reagieren würde, wenn sie mir über den Weg lief. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Alle drei Mädels hatten unzählige, große Shoppingtüten bei sich, was mich darauf schließen ließ, dass sie für Weihnachten einkauften. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Auf Rosalies Taschen konnte ich mehrere Chanel-wie auch Gucci Logos sehen. Ich wusste auch, warum sie sich das leisten konnte. Mein Bruder hatte ihr eine Kreditkarte besorgt. Sie hatte sich zwar strikt geweigert sie anzunehmen, aber nach vielen Überredungskünsten à la Emmett, hatte sie letztendlich nachgegeben. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich wusste außerdem, dass Rosalie gegen Januar ihren Umzug nach Manhattan vornehmen wollte. Es lief also. Zumindest bei den Beiden. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Plötzlich blieb Isabella wie angewurzelt stehen – sie hatte mich erblickt. Ihre braunen Augen bohrten sich in meine und ich versuchte ihrem Blick standzuhalten. Allerdings konnte ich den Ausdruck darin nicht deuten. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Es war auch egal, oder? Alles, was mit ihr zu tun hatte, war egal, denn ich wollte ja nach vorne blicken. Das war das, was ich mir vorgenommen hatte. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich spürte Alice' kleine Hand an meinem Unterarm und beruhigte mich beinahe augenblicklich. Mein Blick schoss zu ihr hinab und sie schenkte mir ein beruhigendes Lächeln, ehe sie ihre Aufmerksamkeit den Mädels zuwandte, die gerade vor uns angekommen waren. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Hallo ihr Drei!», meinte sie betont fröhlich. Die Drei begrüßten Alice und ich sah, wie Tanyas Augen immer wieder zu Isabella huschten. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Was macht ihr hier?», wollte Rose nun wissen und lächelte leicht. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Eine Location für Alice' Boutique finden», beantwortete ich ihr die Frage und fuhr mir durch das Haar. «Und du? Emmett hat dich gestern bei Emma als Ausrede benutzt. Er meinte, er könnte nicht shoppen gehen, weil er mit dir verabredet war.» Ich versuchte mit aller Macht, das Gespräch nicht auf Isabella zu lenken, versuchte sie zu ignorieren und das war wirklich schwer, mit dem Wissen, dass sie so nahe an mir stand. Dass sie zum Greifen nahe war.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Rosalie lachte über mein Gesagtes und plötzlich klingelte ein Handy, wodurch mein Blick dann doch zu Isabella huschte. Sie zog es aus ihrer Hosentasche und nahm ab, ohne auf das Display zu sehen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Hallo?», fragte sie in den Hörer. Eine kurze Pause entstand und ich sah, wie sich ein kleines Lächeln auf ihren Zügen ausbreitete. Mir wurde übel, denn mir war klar, wer da dran war.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ja, tut mir leid, ich hatte noch keine Zeit», meinte sie nun und blickte ihre Freundinnen entschuldigend an, ehe sie sich ein Stück von uns entfernte. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ein verachtendes Schnauben entfuhr mir, doch es war so leise, dass nur Alice es hörte. Diese verstärkte den Griff um meinen Unterarm und lehnte sich an meine Seite. Sie flüsterte so leise, dass nur ich es hörte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Mach dir nichts draus. Es geht vorbei.»&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" align="CENTER" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;i&gt;24. Dezember 2009&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;« ... und dann hat Emmett gemeint &lt;sorry&gt; und die Tussi ist abgezischt!», lachte Rosalie und wir stimmten mit ein, während Alice uns allen noch Wein nach schenkte. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Das ist genau wie damals, als er zu dieser anderen Tussi gesagt hat &lt;das&gt; dabei hat er auf seinen Körper gedeutet. &lt;ist&gt;», schüttelte Jasper lachend den Kopf. Heute war Weihnachten, es war mittlerweile schon ziemlich spät, irgendwann in der Nacht, die genaue Uhrzeit konnte ich nicht sagen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Rosalie verbrachte den Tag mit uns, da sie bei Emmett sein wollte. Was genau Isabella dazu sagte, wusste ich nicht, und es war auch nicht mein Business. Es war einfach nur angenehm, meine Familie um mich zu haben. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Jasper und Alice saßen auf meiner Couch, Emmett und Rose hatten es sich auf meinem Sessel bequem gemacht und ich saß auf dem Boden, mit dem Rücken gegen meinen zweiten Sessel gelehnt, während Emma sich zwischen meinen Beinen zusammen gekauert hatte. Ihr Rücken lehnte an meiner Brust und ich spielte mit ihrem weichen Haar, während sie immer regelmäßiger atmete. Ich denke, sie war kurz vorm Einschlafen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Die letzten zehn Tage waren ziemlich schnell vergangen. Ich hatte meiner Familie Alec, Gloria, Connor und Jackson vorgestellt. Hatte ein Gespräch mit Jackson, in dem ich ihm mitteilte, dass er unser neuer Barchef werden würde – er war völlig aus dem Häuschen. Ich hatte Weihnachtseinkäufe erledigt, mit Esme und Carlisle telefoniert und Jasper bei seinen Vorbereitungen für das Krankenhaus geholfen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Er würde im neuen Jahr zu arbeiten beginnen. Außerdem waren Emmett und ich mehrere Anzeigen für Wohnungen für unsere Geschwister durchgegangen und hatten – ebenfalls für das neue Jahr – mehrere Termine zur Wohnungsbesichtigung für sie arrangiert. Die drei hatten momentan genug Stress, deswegen griffen wir ihnen so gut es ging unter die Arme. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Unglaublich, dass das Jahr beinahe vorbei ist, oder?», seufzte Emmett nun und nippte an seinem Glas. Ich rollte leicht die Augen und versuchte das stechende Gefühl in mir irgendwie zu überspielen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Jetzt werd nicht sentimental, Em», meinte ich leicht lachend und fuhr Emma über den Nacken. Sie seufzte leise und schmiegte sich näher an mich, was mich leicht lächeln ließ. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Ich finde er hat recht», wandte Rosalie ein und lehnte sich an seine Seite. «Es ist viel passiert dieses Jahr, oder?» &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Irgendwie schon», murmelte Alice und hielt Jaspers Hand in ihrer. Der Verlobungsring funkelte in dem schwachen Kerzenlicht hier drin. Ich wandte den Blick von den beiden Paaren ab und konzentrierte mich auf die weiche Haut und die Nähe meiner Schwester, massierte sanft ihre Schultern und sog den beruhigenden Geruch ihres Haares ein. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ja, Emmett hatte recht. Dieses Jahr war tatsächlich viel passiert. Wirklich viel ... aber hatte es uns in irgendeiner Art und Weise weitergebracht? Mich zumindest nicht. Kein Stück.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich erinnerte mich an letztes Jahr Weihnachten. Emmett und ich waren durch die Kneipen gezogen und hatten uns betrunken. Einfach weil wir Weihnachten hassten. Es war Dezember, als unsere Eltern damals starben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Dieser Monat hatte nichts Gutes an sich. Zumindest nicht für uns. Den Todestag meiner Mum verdrängte ich jedes Jahr geflissentlich. Ich konnte mich mit dieser ganzen Trauer nicht auseinander setzen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wenn, dann besuchte ich ab und an ihr Grab, sprach mit ihr, aber wenn es um den Tag ging, an dem sie gestorben war ... vergrub ich mich in Arbeit. So gut es ging. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Hey Edward», riss Jasper mich aus den Gedanken und ich wandte ihm den Blick zu. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Mh?», machte ich bloß. Dann beugte ich mich ein wenig über Emma und griff nach meinem Weinglas auf dem Wohnzimmertisch, um einen großen Schluck zu mir zu nehmen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Es ist nicht mehr lange, bis du nach Vegas reist, oder?» Er zog eine Braue in die Höhe. Ein leichtes Nicken darauf war meine Antwort und ich stellte mein Glas zurück auf den Tisch. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Nein, in ein paar Monaten geht es los.» &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Alice und ich wollen nächstes Jahr im Sommer heiraten», begann er nun. «Meinst du, du bist bis dahin zurück?» Ich riss leicht die Augen auf und wollte etwas erwidern, als Emmett mir zuvor kam.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Der Termin für eure Hochzeit steht?», fragte er erstaunt. Alice seufzte. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Nicht direkt. Wir wollen erstmal das mit der Wohnung und unserer Arbeit in den Griff bekommen ... aber wir wissen, dass es im Sommer stattfinden soll.» Ihr Blick wanderte nun zu mir und sie lächelte leicht. «Und ich will, dass alle meine Geschwister, Freunde und auch meine Eltern dabei sind.» Ich zog meinen rechten Mundwinkel in die Höhe. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;«Und wenn ich dann nicht zurück bin, werde ich eben für die Hochzeit kommen. Aber ich werde da sein.» Ein Strahlen bildete sich auf den Zügen meiner Schwester und die anderen verfielen erneut in ein belangloses Gespräch über Hochzeiten, Torten und Kleider. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Währenddessen schweiften meine Gedanken erneut ab. Ich konnte nur erahnen, wie glücklich Alice im Moment war. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Sie hatte alles, was sie immer wollte. Sie hatte Jasper, sie hatte uns in ihrer Nähe und ihre kleine Boutique entwickelte sich gerade zu einer Kette. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich beneidete sie nicht, nein, dafür gönnte ich ihr all das zu sehr, aber einen Moment fragte ich mich, wie es mir jetzt gehen würde, wenn ich mich doch auf Isabella eingelassen hätte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ob sie dann wohl jetzt auch hier wäre? Ob sie hinter mir sitzen und mir durch das Haar fahren würde? Ob wir es geschafft hätten, eine Beziehung zu führen? Eine Beziehung, die auf Vertrauen beruhte?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Nein, ich denke nicht. Wir waren einfach zu temperamentvoll.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ein leises Seufzen entwich mir. Wie zum Teufel war sie jetzt wieder in meinen Kopf gekommen? &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Als ich mich selbst gähnen hörte, spürte ich, wie die Müdigkeit langsam in meine Glieder kroch und sagte den anderen, dass ich schlafen gehen würde. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Alice und Jasper würden sich später ein Taxi zum Plaza nehmen und Emmett würde mit Rose nach nebenan in sein Apartment gehen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Da Emma schon schlief, beschloss ich, sie einfach in mein Bett zu legen. Ich wollte sie nicht wecken. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Nachdem ich den anderen eine gute Nacht gewünscht hatte, erhob ich mich mit meiner Schwester in den Armen und ging ins angrenzende Schlafzimmer. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Dort legte ich sie sanft auf die Matratze und befreite sie von dem vielen Schmuck und ihren Schuhen, die sie noch immer trug. Aber ich weigerte mich strikt, ihr den Rest der Kleidung auszuziehen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Man wollte seine eigene kleine Schwester nicht unbedingt nackt oder in Unterwäsche sehen. Wirklich nicht. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Nachdem ich sie zugedeckt hatte, zog ich mir mein Hemd und meine Hose aus und schaltete die Nachttischlampe an. Von nebenan hörte ich die anderen noch immer lachen und sprechen, doch ich achtete nicht weiter darauf. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Stattdessen bückte ich mich leicht und zog eine kleine Box unter meinem Bett hervor. Dann machte ich meine Nachttischschublade auf und nahm die kleine Cartier-Schachtel hinaus, um sie in die weiße Box zu legen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich hatte Isabella etwas im September zu ihrem Geburtstag gekauft und genauso hatte ich ihr zu Weihnachten etwas gekauft. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich schloss die Box wieder und schob sie zurück unter mein Bett.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Sie würde nie erfahren, dass ich das getan hatte. Es war meine Art, damit umzugehen. &lt;/span&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;b&gt;BPOV&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;i&gt;25. Dezember 2009&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(255, 204, 255); font-family: georgia;" lang="de-DE"&gt;&
